Papaya Salat – die Rettung für unreife Papayas

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich in irgend einer Art und Weise dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

Beim letzten Einkauf sind mir am Obst- und Gemüsestand des Supermarktes die großen Papayas aufgefallen. Einem spontanen Impuls folgend, beförderte ich eine dieser Früchte in den Einkaufswagen. Beim Aufschneiden zu Hause musste ich dann leider feststellen, dass die Papaya noch ziemlich fest und unreif ist – Konsistenz und Geschmack erinnerten eher an einen Kürbis. Hmpf. Was also tun mit einer unreifen Papaya?

Papaya Salat – die Inspiration aus Singapur

In dieser Situation erinnerte ich mich an den köstlichen Papaya Salat, den ich in Singapur in einem dieser Hawker-Center gegessen habe. Zwar war dieser Salat für mein mitteleuropäisches Geschmacksempfinden ein wenig sehr scharf geraten, aber mit etwas weniger Chili würde er sicher nichts an Köstlichkeit einbüßen. Ich lagerte die angeschnittene Frucht erst einmal in Frischhaltefolie eingehüllt im Gemüsefach des Kühlschranks und  besorgte direkt am Folgetag die noch fehlenden Zutaten für den Papaya Salat. Einzig ein Julienne-Schneider ließ sich leider auf die Schnelle nicht in den Supermärkten in der Nähe auftreiben – so musste ich in Bezug auf die Zubereitungsweise ein wenig improvisieren. Mit meinem Multi-Zerkleinerer habe ich die Papaya und die Möhren geraspelt. Was soll ich sagen – das war tatsächlich eine sehr gute Lösung! Der Papaya Salat wirkt dadurch direkt noch ein wenig saftiger als das Original aus dem Hawker Center in Singapur.

Singapur Essen Lau Pa Sat
SINGAPUR Essen im Hawker Center Lau Pa Sat
Papaya Salat
Zutaten für einen köstlichen Papaya Salat

Was für eine Frucht ist eigentlich die Papaya?

Im Obst- und Gemüseregal eines gut sortierten Supermarktes sind die Früchte zu finden – leider oft noch im sehr unreifen Zustand. Als „Baummelone“ wird die Papaya auch bezeichnet, und tatsächlich gehört der Papayabaum zur Familie der Melonenbaum-Gewächse.

Botanisch betrachtet, ist der Papayabaum allerdings gar kein Baum, da der Stamm nicht verholzt. Okay, das gehört zu den botanischen Spitzfindigkeiten, die ich wohl nie verstehen werde. Ebenso kurios finde ich, dass die riesige Frucht, die ich in den Händen halte, aus botanischer Sicht eine Beere ist. Ja, du liest richtig: die Papaya ist eine Beere.

Woher kommt die Papaya?

Die Papayabäume lieben ein feucht-warmes Klima, daher wachsen sie in den subtropischen und tropischen Regionen der Erde. Die in unseren Supermärkten erhältlichen Früchte Beeren kommen meist aus Brasilien, Mexiko oder Hawaii, aber auch aus Südostasien.

Um die köstlichen süßen Früchte auszubilden, benötigt die Papaya konstante Temperaturen zwischen 20-22°C. Die reifen Früchte können ganzjährig geerntet werden.

Woran erkennt an eine reife Papaya?

Grundsätzlich reifen Papayas bei richtiger Lagerung nach und werden köstlich süß – sofern sie bereits bei der Ernte erste Reife-Anzeichen besitzen. Dies ist eine leichte Gelbfärbung der Schale, gelbe Streifen oder Flecken. Ist die Schale jedoch noch komplett grün, reift die Papaya nicht nach. Das Fruchtfleisch der unreifen Papaya würde ich in der Konsistenz irgendwo zwischen Kohlrabi und Kürbis einordnen und der Geschmack ist ziemlich herb. Für Papaya Salat sind die unreifen Früchte allerdings hervorragend geeignet.

Wie lagert man eine Papaya?

Papayas sind sehr druckempfindlich, angedrückte Stellen werden matschig und verderben recht schnell. Daher ist ein vorsichtiger Umgang mit den Früchten sehr wichtig. Sie sollten auf einem weichen Untergrund und nicht unter 7°C gelagert werden. Unbedingt den Reifegrad der Früchte im Auge behalten, der Weg zwischen ‚reif‘ zu ‚überreif‘ ist nicht weit.

Wie schneidet man eine Papaya auf?

Um an das köstliche und aromatische Fruchtfleisch zu kommen, wird die Papaya längs halbiert. Dann können mit einem Löffel die Kerne entfernt werden. Entweder wird das Fruchtfleisch dann mit einem Löffel aus der Schale gelöst, oder mit einem Sparschäler ganz vorsichtig die Schale entfernt.

Papaya Salat

Küchen-Hacks mit Papaya

Wusstest du schon, dass …

  • einige Tropfen Zitronen- oder Limettensaft das Aroma der frischen Papaya erst so richtig zur Geltung bringen?
  • die Papaya perfekt dazu geeignet ist, Fleisch zarter werden zu lassen? Einfach das Fleisch mit zerdrückter Papaya marinieren und einwirken lassen.
  • das in der Papaya enthaltene Enzym Papain dafür sorgt, dass Gelatine nicht fest wird? Also bei Gelatinespeisen keine Papaya zugeben!
Papaya Salat
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Papaya Salat

Meine Version des asiatischen Klassikers, den ich in Singapur in einem Hawker Center gegessen habe: köstlicher Papaya Salat in einer „entschärften“ Variante.
Vorbereitungszeit5 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit20 Min.
Gericht: Kleinigkeit, Salat
Land & Region: Asiatisch, Singapur
Keyword: Gemüse, kalorienarm, leicht, Sojasauce, Sommer
Portionen: 4
Kalorien: 117kcal

Equipment

  • Schneidebrett
  • Küchenmesser
  • Zitruspresse
  • 3-4 Schälchen für die vorbereiteten Zutaten
  • Multi-Zerkleinerer oder Julienne-Schneider
  • Esslöffel
  • Salatschüssel
  • Salatbesteck

Zutaten

  • 500 Gramm Papaya-Fruchtfleisch unreif
  • 2-3 Stück Möhren
  • 1 Stück Schalotte
  • 1 Bund Minze frisch
  • 1 Stück Limette
  • 1-2 Stück Peperoni je nach gewünschter Schärfe
  • 1 Dose grüne Bohnen Abtropfgewicht 110 Gramm
  • 2-3 EL brauner Zucker
  • 1-2 EL Soja Sauce

Zubereitung

  • Alle Zutaten für den Papaya Salat auf der Arbeitsfläche bereitlegen
  • Für das Dressing die Limette halbieren und mittels Zitruspresse den Saft auspressen. In einem geeigneten Behältnis den Limettensaft mit dem Rohrzucker und der Sojasauce vermischen, bis der Zucker komplett gelöst ist. Das fertige Dressing für die spätere Verwendung beiseite stellen.
  • Papaya schälen und von den Kernen befreien.
  • Die Möhren ebenfalls schälen. Papaya und Möhren mit dem Multi-Zerkleinerer grob raspeln.
  • Die Minzeblätter abspülen und von ggf. anhaftendem Schmutz säubern, von den Stängeln abstreifen und grob in Streifen schneiden.
  • Die Schalotte schälen und in sehr feine Würfel schneiden.
  • Die Peperoni von den Kernen befreien und in feine Streifen schneiden.
  • Die grünen Bohnen (ich verwende ein Konservenprodukt) gut abtropfen lassen.
  • In einer Salatschüssel nun Papaya, Möhren, Peperonistreifen, Schalottenwürfel und das vorbereitete Dressing miteinander vermengen. Gut ist es, alles ein wenig zu verkneten oder mit einem großen Löffel fest anzudrücken.
  • Zuletzt werden noch die grünen Bohnen und die geschnittene Minze untergemischt, alles noch einmal kurz umgerührt und der Salat angerichtet. Wer mag, kann noch geröstete Erdnüsse darüberstreuen.

Mehr Kulinarisches aus Singapur

Die Blogaktion Kulinarische Weltreise dreht sich im April 2022 um Kulinarisches in und aus Singapur. Da bin ich natürlich gern dabei – so gut erinnere ich mich noch an unseren Besuch in der Löwenstadt und an die kulinarischen Köstlichkeiten, die ich dort genießen durfte.

Neben diesem köstlichen Papaya Salat stelle ich in diesem Rahmen noch einen weiteren Salat vor – der Pomelo Salat mit Minze klingt zwar anhand der Zutaten ähnlich, geht jedoch in eine ganz andere Geschmacksrichtung. Außerdem gebe ich noch einige Tipps zum Essen und Trinken in Singapur sowie für einen stilvollen Afternoon Tea im Hotel Mandarin Oriental Singapur. Gleich vier Beiträge steuere ich somit zu dieser Station der kulinarischen Weltreise bei.

Kulinarische Weltreise

Hier sind die Beiträge der anderen Teilnehmer – es ist wie immer eine bunte Mischung aus allen möglichen landestypischen Köstlichkeiten:

 

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9 Kommentare
  1. Petra aka Cascabel

    Interessantes Rezept, gerade mit den Bohnen kannte ich das noch nicht.

  2. Gabi

    Ah, den kenne ich ganz ähnlich aus Thailand – sooo lecker!

  3. Britta Koch

    Ich hatte Papayasalat gemacht, als wir mit der Kulinarischen Weltreise in Vietnam waren.
    Er war nicht schlecht, aber all die anderen leckeren Sachen unseres damaligen Heiligabendbuffets ließ den Salat ziemlich abfallen.
    Vielleicht sollte ich Deiner Version eine Chance geben?

    Liebe Grüße
    Britta

  4. Zoe von fluffig&hart

    Die Papaya ist eine Beere…da fühle ich mich total an meine Studienzeit erinnert, als ich lernte, dass Gurken, Paprika und vieles andere noch Beeren sind. Dafür sind Erdbeeren Nüsse!

  5. Regina von Bistroglobal

    Ja, das ist eine gute Idee für zu feste Papayas. Überhaupt versetzt mich dieser Salat sofort nach Süd-Ost-Asien :-).

  6. manuela

    5 stars
    Salat mit grüner Papaya hatte ich schon mal auf Bali. Köstlich!

  7. Jana

    5 stars
    Ich kenne Papaya bisher nur aus diesen doll gezuckerten Obstsalatdosen, die man im Supermarkt so finden kann! Darin mochte ich diese Fruchtstückchen immer ganz gern, habe mir aber noch nie eine reife Frucht gekauft bzw. diese mal zubereitet! Dein Salatrezept sieht aber sehr lecker aus! Ist auf jeden Fall mal was ganz anderes!

    Liebe Grüße
    Jana

  8. Volker

    Hallo Cornelia,

    ich denke das der Salat deutlich saftiger war, liegt daran, dass er in Singapur mit wirklicher unreifer (grüner) Papaya gemacht wird, die ja auch kaum fruchtig ist.

    Die wird dann auch noch gemörsert, da bestimmte Stoffe aktiviert werden (aber genauer habe ich das nun auch gerade nicht mehr parat)

    Allerdings bin ich ein großer Freund von Möhre und Frucht, und werde Deine Variante sicher mal testen.

    Schöne Grüße
    Volker

  9. Pane-Bistecca

    Eine sehr gute Erklaerung zu Papayas!! Danke!

    LG Wilma

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