Aus der Küche duftet es in der Adventszeit immer besonders lecker. Dann werden nämlich Plätzchen gebacken und der Duft der frisch gebackenen Weihnachtsplätzchen, oft mit Zutaten wie Zimt und Nelken, zieht durch die ganze Wohnung. Das Backen und Verzieren von Plätzchen gehört einfach zur Vorweihnachtszeit dazu. Ich erinnere mich gut an Omas einfache Weihnachtsplätzchen, die ich als Kind immer so mochte.
Inhalt
Die Tradition des Plätzchenbackens in der Adventszeit
Für viele Familien gehört das Plätzchenbacken in der Adventszeit genauso zu Weihnachten wie der Adventskranz oder der Weihnachtsbaum. Besonders einfache Weihnachtsplätzchen nach alten Familienrezepten werden oft über Generationen weitergegeben.
Diese Rezepte wie Omas einfache Weihnachtsplätzchen sind so beliebt, weil sie ohne viel Schnickschnack und komplizierte Zutaten auskommen und trotzdem wunderbar schmecken. Viele erinnern sich dabei an die eigene Kindheit – so wie ich auch.

Vorbereitungen für das Backen der Weihnachtsplätzchen
Heute habe ich selbst Enkelkinder und bin die Oma. Alle Jahre wieder ist es dann im Advent soweit: ich stelle in meiner Küche Weihnachtsmusik an und lege mir erst einmal alle Zutaten für relativ einfache Weihnachtsplätzchen bereit. Das Rezept dafür habe ich mir irgendwann mal in meinem alten Rezeptheft notiert – der Handschrift nach zu urteilen, war das noch in meiner Jugendzeit. Viele Jahre backe ich diese Omas einfache Weihnachtsplätzchen immer wieder in der Adventszeit, ebenso wie den leckeren Weihnachtskuchen nach dem Rezept meiner Oma.
Das Rezept ist einfach, man kann es daher sehr gut auch mit Kindern gemeinsam zubereiten. In diesem Fall würde ich den Mürbeteig bereits am Vortag vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Das ist gut möglich und insofern praktisch, als die kleinen Geister ja nicht soviel Ausdauer haben. Kennst du das: zu Beginn sind die Kids noch ganz eifrig dabei – aber sobald das erste Blech im Backofen ist, schwindet ihre Begeisterung. Den Rest fertigbacken und das Aufräumen … das bleibt dann für die Erwachsenen. Erst beim Naschen, da sind die Räuber wieder dabei.
Nachdem ich alle Zutaten beisammen habe, wiege ich die benötigten Mengen ab und stelle sie mir neben der Arbeitsplatte bereit. So muss ich während der Zubereitung nichts suchen und habe immer alles griffbereit. Die Butter nehme ich bereits einige Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit sie bei Zimmertemperatur schön weich wird. So lässt sie sich später besser verarbeiten. Die Eier sollten ebenfalls vor der Verarbeitung Zimmertemperatur annehmen. Auch eine geeignete große Schüssel und den Handmixer lege ich bereit.

Omas einfache Weihnachtsplätzchen
Zutaten
für den Teig
- 500 Gramm Weizenmehl Type 405
- 1/2 Päckchen Backpulver entspricht etwa 8 Gramm
- 200 Gramm Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1/2 TL Zimt
- 100 Gramm Mandeln gerieben
- 2 Stück Eier
- 250 Gramm Butter Zimmertemperatur
für die Glasur
- 250 Gramm Puderzucker
- 5 EL Wasser
- etwas Zitronensaft nach Belieben
- Dekor nach Belieben
Zubereitung
Den Teig zubereiten
- Das Rezept hat nicht viele Zutaten und auch die Zubereitung ist recht einfach. Zunächst wird die weiche Butter mit dem Handmixer schaumig geschlagen. Der schaumigen Butter fügst du nun Zucker, Vanillinzucker, Zimt und Eier sowie die geriebenen Mandeln zu und rührst alles gut unter. Zuletzt werden das Backpulver und das Mehl (beides vorher gut miteinander vermischt) mit Hilfe des Mixers (hierzu benutze ich die Knethaken) untergerührt.

- Der Teig sollte nun schon ziemlich fest sein. Auf einer geeigneten Arbeitsfläche verstreust du ungefähr eine Hand voll Mehl und knetest darauf den Teig.
- Anschließend den Teig zu einer großen Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 30-60 Minuten in den Kühlschrank legen. Wenn du den Mürbeteig direkt nach dem Verkneten der Zutaten weiter verarbeitest, lässt er sich nicht so gut ausrollen. Er ist dann recht weich und klebrig. Durch das Rasten und das Abkühlen lässt er sich leichter verarbeiten.
Die Plätzchen ausstechen und backen
- Zur Weiterverarbeitung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Auf der Arbeitsfläche wieder etwas Mehl verstreuen, damit der Teig nicht anhaftet. Anschließend den Teig ausrollen. Wie dick oder dünn der Teig ausgerollt wird, ist sicher Geschmackssache. Ich mag die Plätzchen lieber ein wenig dünner und rolle den Teig auf ca. 3-4 mm aus.
- Plätzchen mit geeigneten Formen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Reste wieder verkneten und erneut ausrollen. Dabei darauf achten, dass die Arbeitsfläche immer gut mit Mehl bestreut ist.

- Die Plätzchen werden bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) für ca. 12-15 Minuten (je nach Teigdicke) gebacken.

- Ich arbeite immer mit zwei Backblechen im Wechsel, damit es ein wenig schneller geht. Während eines im Ofen ist, kann ich schon das zweite Backblech vorbereiten und muss dann nur jeweils wechseln.
Die Plätzchen verzieren
- Wenn die Weihnachtsplätzchen gebacken sind, müssen sie natürlich unbedingt noch verziert werden. Der Phantasie sind dabei eigentlich keine Grenzen gesetzt. Als Basis verwende ich meist einen selbstgemachten Zuckerguß. Dafür den Puderzucker durch ein feines Sieb rühren, damit keine Klumpen entstehen. Anschließend gibst du etwas Wasser zu (je 50 Gramm Puderzucker verwende ich 1 Esslöffel Wasser) und verrührst das Ganze zu einer zähen Glasur. Einige Spritzer Zitronensaft machen das Ganze ein wenig aromatischer. Nach Belieben lässt sich die Zuckerglasur auch mit Lebensmittelfarben einfärben.
- Diese Glasur trägst du nun mit einem Kuchenpinsel auf die Weihnachtsplätzchen auf und verzierst sie sofort mit bunten Streußeln, Mandelspittern, Nüssen oder anderem Dekor. Die Glasur muss dann nur noch trocknen und fertig sind Omas einfache Weihnachtsplätzchen.

Lass‘ dir Omas einfache Weihnachtsplätzchen munden!
Sie sind perfekt, um die Weihnachtszeit zu genießen und das Zuhause mit dem wunderbaren Duft von frisch gebackenen Plätzchen zu füllen. Omas einfache Weihnachtsplätzchen eignen sich auch hervorragend als Geschenk für Freunde und Familie oder als Snack zu einem köstlichen Glas Glühwein, einer Tasse Kaffee oder Tee. Guten Appetit und fröhliche Weihnachten!
Warum Mürbeteig perfekt für Weihnachtsplätzchen ist
Viele klassische Weihnachtsplätzchen Rezepte basieren auf einem einfachen Mürbeteig. Das hat einen guten Grund: Dieser Teig ist unkompliziert, vielseitig und gelingt auch Backanfängern relativ problemlos.
Mürbeteig besteht meist nur aus wenigen Zutaten wie Mehl, Butter, Zucker und Ei. Trotzdem entsteht daraus ein Teig, der sich leicht ausrollen lässt und beim Backen besonders zarte und knusprige Plätzchen ergibt.
Ein weiterer Vorteil: der Teig eignet sich hervorragend zum Ausstechen verschiedener Formen. Deshalb sind Mürbeteig Plätzchen ideal, wenn man gemeinsam mit Kindern backt oder kreativ dekorieren möchte.
Außerdem lässt sich der Teig sehr leicht variieren. Mit etwas Zitronenschale, Vanille oder Kakao kann man aus einem Grundrezept viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen zaubern.
Die Kombination von Mehl und Speisestärke für einen zarten Mürbeteig
Die Kombination von Mehl und Speisestärke im Mürbeteig hat einen ganz klaren Zweck: sie sorgt dafür, dass die Plätzchen besonders zart, mürbe und knusprig werden.
Beide Zutaten besitzen unterschiedliche Eigenschaften.
Weizenmehl enthält Gluten, ein Protein, das beim Kneten ein elastisches Netz bildet. Dadurch lässt sich der Teig gut ausrollen, die Plätzchen behalten ihre Form. Aber: zu viel Gluten macht den Teig zäh oder klebrig.
Die Speisestärke dagegen enthält nur minimal bzw. praktisch kein Gluten. Sie bindet Feuchtigkeit, ohne den Teig zäh zu machen. Im Ergebnis werden die Plätzchen besonders fein und leicht und die Überfläche der Plätzchen wird nach dem Backen schön glatt.
Die Kombination beider Zutaten ist wichtig und sorgt für das perfekte Gleichgewicht. Wenn du nur Mehl verwendest, kann der Teig etwas zäh und fest werden. Wenn du nur Speisestärke verwendest, würde der Teig kaum Struktur haben und beim Ausrollen zerfallen.
Tipps für perfektes Gelingen deiner Weihnachtsplätzchen
Auch bei einem einfachen Rezept gibt es ein paar kleine Tricks, damit die Weihnachtskekse besonders gut gelingen.
Die Zutaten vor der Verarbeitung auf Zimmertemperatur bringen
Bei Zimmertemperatur lassen sich Eier leichter mit Butter, Zucker und den trockenen Zutaten verrühren. Die einzelnen Bestandteile des Teigs verbinden sich dadurch gleichmäßiger. Das sorgt dafür, dass der Mürbeteig später glatt, geschmeidig und gut formbar ist.
Den Teig ausreichend kühlen
Mürbeteig sollte vor dem Ausrollen mindestens 30 bis 60 Minuten im Kühlschrank ruhen. Dadurch wird er fester und lässt sich leichter verarbeiten.
Die Arbeitsfläche gut bemehlen
So bleibt der Teig nicht kleben und lässt sich gleichmäßig ausrollen. Außerdem lassen sich nach dem Ausstechen die Plätzchen leichter vom Untergrund lösen.
Den Teig nicht zu dick und nicht zu dünn ausrollen
Ideal sind etwa drei Millimeter Dicke. So werden die Plätzchen schön knusprig, aber nicht zu hart.
Genügend Abstand auf dem Backblech lassen
Beim Backen gehen die Plätzchen leicht auf. Wenn sie zu dicht liegen, könnten sie zusammenkleben.
Plätzchen vollständig auskühlen lassen
Frisch gebackene Weihnachtsplätzchen sind noch recht weich. Erst nach dem Abkühlen werden sie fest und knusprig.
Weihnachtsplätzchen richtig aufbewahren
Damit die selbst gebackenen Plätzchen lange frisch bleiben, sollten sie richtig gelagert werden. Am besten eignen sich Blechdosen oder luftdichte Keksdosen.
Zwischen die einzelnen Schichten kannst du etwas Backpapier oder Butterbrotpapier legen, damit die Plätzchen nicht zusammenkleben. Wichtig ist außerdem, die Dosen kühl und trocken aufzubewahren.
Richtig gelagert bleiben viele Weihnachtsplätzchen mehrere Wochen frisch. Einige Sorten schmecken nach ein paar Tagen sogar noch besser, weil sie dann ihr volles Aroma entfalten.
Selbst gebackene Plätzchen als Geschenk aus der Küche
Selbst gebackene Weihnachtskekse sind auch eine wunderbare Geschenkidee in der Adventszeit. Hübsch verpackt in einer Dose, einem Glas oder einer dekorativen Tüte sind sie ein persönliches Geschenk für Familie, Freunde oder Nachbarn. Sie zeigen, dass du dir Zeit genommen hast, etwas Selbstgemachtes zu verschenken.

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Genau so ein Rezept habe ich gesucht, einfache Plätzchen.