Quarkkuchen mit Früchten und köstlicher Sauce

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Es gibt viele unterschiedliche Arten, einen Käsekuchen zu backen. Diesmal habe ich mich für einen Quarkkuchen mit Früchten (in diesem Fall: Feigen) entschieden und auch noch aus den übrig gebliebenen Feigen eine köstliche Sauce gekocht.

Quarkkuchen mit Früchten – mein Beitrag zum Blog-Event CLXXXV – Pudding für die Queen

Dem 70-jährigen Thronjubiläum von Queen Elizabeth II hat Zorra vom Blog 1x umrühren bitte aka kochtopf ein Blog-Event unter dem Motto „Pudding für die Queen“ gewidmet – und an eben diesem Blog-Event beteilige ich mich mit diesem Rezept.Wie passt denn dieses Rezept für einen Quarkkuchen mit Früchten zum Thema „Pudding für die Queen“? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns ein wenig mit der britischen Definition von Puddings auseinandersetzen.

Das britische Verständnis vom Pudding

„Nicht alle Puddings sind Desserts, während alle Desserts im modernen Sinne des Wortes Puddings sind“

I beg your pardon???  Um dieses Zitat zu verstehen, müssen wir ein wenig in die Vergangenheit schauen. Wir gehen zurück bis in das 14. Jahrhundert – damals stand der Begriff Pudding für deftige Speisen, die in einen Magen oder Darm gefüllt und eingenäht sowie anschließend gekocht wurden. So ähnlich wie der bekannte Pfälzer Saumagen. Später wurden Brot, Gemüse oder Fleisch in einer speziellen Form oder in einem Tuch im kochenden Wasserbad zubereitet bzw. gedämpft. Erst im Verlauf der Zeit erfolgte der Wechsel von herzhaften zu süßen Zutaten – der süße Pudding wurde dann insbesondere im Viktorianischen Zeitalter sehr beliebt. Der Begriff Pudding erlangte nach und nach seine heutige Bedeutung: er wurde in Großbritannien quasi zum Oberbegriff für Nachtisch, egal ob es sich nun um gekochte/gedämpfte Puddings, gebackene Puddings, Brotpuddings, Rührpuddings, Milchpuddings oder Gelees handelt.

Oha, das sind ja schon wieder viele Begriffe. Steigen wir also ein wenig tiefer in das Thema ein.

Gekochter oder gedämpfter Pudding

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist diese Form wohl der Ursprung. Wie bereits geschildert, wurden zunächst verschiedene herzhafte Zutaten in einem Magen oder Darm, später in einem Tuch im Wasserbad gekocht oder über kochendem Wasser gedämpft. Herzhafte Puddings gibt es immer noch, beispielsweise den schottischen Haggis. Allerdings haben sich die süßen Varianten auch bei dieser Zubereitungsweise durchgesetzt.  Heute werden meist spezielle Puddingformen dafür verwendet.

Gebackener Pudding

Ich glaube, einen gebackenen Pudding würden wir in Deutschland eher als Torte bezeichnen. Per Definition wird die Puddingmasse über einer Teigschicht in eine Form gefüllt und dann wird das Ganze im Ofen gebacken.

Da sind wir schon bei meinem Rezept für einen köstlichen Quarkkuchen mit Früchten und seiner Verbindung zum Thema „Pudding für die Queen“  – er fällt in die Kategorie „gebackener Pudding“

Quarkkuchen mit Früchten
Quarkkuchen mit Früchten – nach britischem Verständnis ein „gebackener Pudding“

Brotpudding

Brotpudding habe ich zum ersten Mal in New Orleans gegessen. Geschmacklich war ich direkt begeistert und habe später zu Hause nach einem Rezept für dieses köstliche Dessert gesucht. Es besteht im Wesentlichen aus altbackenem Brot (in diesem Fall Weißbrot) welches mit einer Flüssigkeit aus Milch/Sahne und Eiern getränkt und dann gebacken wird. Das genaue Rezept findest du natürlich auch auf SilverTravellers:

Brotpudding – einfacher Dessert-Klassiker aus New Orleans

Brotpudding gibt es in diversen Länderküchen mit variierenden Zutaten. So geben die Kanadier beispielsweise Ahornsirup hinzu, in Belgien gehören Zimt und Rosinen ins Rezept, auf den Philippinen gibt es Bananenbrotpudding usw.

Rührpudding

Den Rührpudding würden wir eher als Backwerk bezeichnen. Basis ist ein leichter Teig, ähnlich dem Pfannkuchenteig. Die Teilchen werden dann in Fett ausgebacken. Ein Beispiel dafür sind Yorkshire-Puddings oder auch Krapfen.

Milchpudding

Milchpudding kommt wohl eher unserem deutschen Puddingbegriff nahe. Cremes, auch Eiscreme und Puddings, die aus Milch hergestellt werden.

Gelees

Last but not least – die Gelees. Das sind süße Puddings, die mit Hilfe eines Geliermittels hergestellt werden, oft unter Zugabe von Lebensmittelfarben. Bekannt sind beispielsweise Fruchtgelees oder auch Weingelees.

Quarkkuchen mit Früchten und köstlicher Sauce

Es gibt viele unterschiedliche Arten, einen Käsekuchen zu backen. Diesmal habe ich mich für einen Quarkkuchen mit Früchten (in diesem Fall: Feigen) entschieden und auch noch aus den übrig gebliebenen Feigen eine köstliche Sauce gekocht.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Backzeit1 Std. 10 Min.
Arbeitszeit1 Std. 40 Min.
Gericht: Kaffeepause, Nachspeise
Land & Region: Deutschland, England
Keyword: Gebäck, Kuchen
Portionen: 12
Kalorien: 290kcal

Equipment

  • Teigschüssel
  • Teigschaber
  • Handrührgerät oder Küchenmaschine
  • Messbecher
  • Esslöffel
  • Teelöffel
  • Küchenwaage
  • Küchenmesser
  • Springform 20 cm Durchmesser
  • Tortenteller
  • Stielkasserole oder kleiner Topf
  • Pürierstab
  • Sauciere
  • Dauerbackfolie oder Backpapier

Zutaten

für den Mürbeteig

  • 200 Gramm Mehl Type 405
  • 100 Gramm Butter Zimmertemperatur
  • 30 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Stück Ei
  • 1 TL Backpulver

für die Füllung

  • 500 Gramm Quark 40% Fett
  • 100 Gramm Mehl
  • 1/2 Stück Zitrone
  • 6 Gramm Zitronenabrieb
  • 150 Gramm Zucker
  • 4 Stück Eier
  • 3-4 Stück Feigen

für die Sauce

  • 3 Stück Feigen
  • 130 Milliliter Wasser
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Zitronensaft
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Rotwein
  • etwas Zimt

Zubereitung

Mürbeteig

  • Zuerst werden alle Zutaten für den Mürbeteig bereitgestellt und die Springform vorbereitet. Dazu den Boden und den Rand ein wenig mit der Butter einfetten und für den Boden ein passendes rundes Stück Backpapier zuschneiden. Dieses wird dann auf den eingefetteten Boden gelegt – durch das Fett kann er nicht verrutschen.
  • Alle Zutaten für den Mürbeteig gut miteinander verrühren –zuerst Butter, Zucker und Eier in die Rührschüssel geben und dann Mehl, Backpulver und eine Prise Salz unterrühren. Es ergibt sich ein krümeliger Teig.
  • Den Teig nun in die vorbereitete Springform geben und mit den Fingern an den Seiten und auf dem Boden andrücken.

Füllung

  • Eine halbe Zitrone auspressen und den Saft auffangen.
  • Die Eier sauber trennen und das Eiweiß steif aufschlagen. Für die spätere Verwendung beiseite stellen.
  • In einer Rührschüssel den Quark, das Mehl, den Zucker, das Eigelb, den Zitronensaft und den Zitronenabrieb gut miteinander verrühren, so dass eine glatte Masse entsteht. Zum Schluss das steifgeschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben.
  • Die fertige Quarkmasse in die mit Mürbeteig ausgekleidete Springform gießen.
  • Die Feigen säubern und in Scheiben schneiden, diese anschließend auf dem Kuchen verteilen.
  • Den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und die gefüllte Springform hineingeben. Ca. 1 Stunde backen. Dann den Backofen ausschalten und den Kuchen noch ca. 10-15 Minuten im Backofen stehen lassen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Fruchtsauce

  • Die Feigen säubern und in Stücke schneiden, anschließend gemeinsam mit den restlichen Zutaten  in die Stielkasserole geben und zum Kochen bringen. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Feigen weich sind. Dann mit dem Pürierstab zu einer glatten Sauce verarbeiten und in eine geeignete Sauciere füllen.

So servierst du den köstlichen Quarkkuchen mit Früchten

Vor dem Servieren wird der Quarkkuchen mit Früchten aus der Springform genommen. Dank des eingelegten Backpapiers löst sich der Kuchen leicht aus der Form.

Den Kuchen auf einem geeigneten Tortenteller anrichten und portionsgroße Stücke schneiden. Mit ein wenig Puderzucker bestäuben und mit der Fruchtsauce (in meinem Fall aus Feigen) servieren.

Quarkkuchen mit Früchten


 

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