Sommer in Grönland – Teil 1: Anreise zur MS Hamburg, oder: Ist das hier der Bus nach Grönland?

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Unser Abenteuer Grönland beginnt – die Anreise zur MS Hamburg

Eine Kreuzfahrt mit der MS Hamburg wird uns an die Westküste von Grönland führen. Eine Reise mit vielen wundervollen Erlebnissen, Eisbergen und Walen soll es werden, eine Expeditionskreuzfahrt mit einem kleinen Schiff. Die MS Hamburg ist ein klassisches Kreuzfahrtschiff für ca. 400 Passagiere. Ausgewählt haben wir die Reise jedoch nicht in erster Linie wegen des Schiffes, sondern auf Grund der Route: von Kangerlussuaq führt die Reise entlang der Westküste, durch die Diskobucht bis zu Orten in Nordgrönland, die nur selten von Schiffen angelaufen werden. Schließlich wird die Reise wieder in Kangerlussuaq enden. Aber soweit ist es noch lange nicht.


Alle Berichte zu unserer Grönland-Kreuzfahrt mit der MS Hamburg

Sommer in Grönland – Teil 1: Anreise zur MS Hamburg, oder: Ist das hier der Bus nach Grönland?

Sommer in Grönland – Teil 2: Von Fuchshöhlen, falschen Spinnen, gefleckten Seehunden und einem außergewöhnlichen Strand

Sommer in Grönland – Teil 3: Uummannaq, Upernavik und das Dorf am Ende der Welt

Sommer in Grönland – Teil 4: Ilulissat Eisfjord und Eisberge bis zum Horizont


Organisationsprobleme im Vorfeld

Unsere Anreise erfolgt mit einem von Plantours Kreuzfahrten organisierten Charterflug. Ganz entgegen unserer sonstigen Präferenzen haben wir diesmal Kreuzfahrt und Flug als Komplettpaket bei der Reederei gebucht. Normalerweise organisieren wir den Flug selbst und planen noch so ein, zwei Tage am Ort der Einschiffung ein, den man ja ansonsten nur als „Durchreisender“ erlebt. Diesmal hatte ich das aus unerfindlichen Gründen nicht in Betracht gezogen.

Einige Wochen vor Beginn der Kreuzfahrt kam dann eine Mitteilung von Plantours, dass der Flug nicht wie geplant von Düsseldorf, sondern ab Frankfurt/Main starten wird. Hmpf! Wir hatten bereits in Düsseldorf ein Hotel gebucht, um wegen des frühen Abflugs schon am Vorabend anzureisen. Glücklicherweise eine stornierbare Buchung. Und als Entschuldigung für die Umstände bot uns Plantours auch kostenlose Rail-and-Fly-Tickets an, was mich dann halbwegs wieder versöhnte. Bis ich sah, welche Fluggesellschaft für den Charter-Flug ausgewählt worden ist.

Ausgerechnet Ethiopian Airlines soll uns von Frankfurt nach Kangerlussuaq bringen. Da war doch gerade etwas … der Flugzeugabsturz im März ist in der Erinnerung noch sehr präsent. Die Airline ist zwar Mitglied der Star Alliance, hat aber in den letzten 30 Jahren sieben Totalverluste von Maschinen zu verzeichnen und außerdem mehr als 20 schwerwiegende Vorkommnisse. Andererseits: das Durchschnittsalter der Maschinen von Ethopian Airlines liegt mit 5,6 Jahren deutlich unter dem der Lusthansa-Flotte (11,8 Jahre). Dennoch – ein Grummeln in der Magengegend bleibt, und das ist nicht unbedingt die beste Voraussetzung für einen entspannten Start in den Urlaub.

Vorübernachtung im Sheraton Frankfurt Airport Hotel

Gleichzeitig mit der Änderung des Flughafens bot uns Plantours auch noch eine Vorübernachtung im Sheraton Frankfurt Airport Hotel zu einer sehr günstigen Rate an. Das Hotel befindet sich direkt am Flughafen, am Übergang zwischen Fernbahnhof und Airport-Check In. Bequemer geht nicht.

Im Hotel erwartet uns zunächst erst einmal ein Höllenlärm. Irgendwelche Bauarbeiten finden auf der Lobby-Ebene statt. Die nette Dame an der Rezeption beruhigt uns: das wäre in den Zimmern nicht zu hören – und so ist es dann auch. Schon als wir in der dritten Etage den Aufzug verlassen, ist von den Bauarbeiten nichts mehr zu hören.

Unser Zimmer überrascht uns äußerst positiv. Vor ungefähr 4 Jahren waren wir zuletzt im Sheraton Frankfurt Airport Hotel und hatten es als ziemlich veraltet in Erinnerung. Gebucht haben wir es dennoch wegen der idealen Lage – schließlich müssen wir morgen sehr früh zum Flughafen. Seit unserem letzten Aufenthalt hier hat sich allerdings einiges getan – schon die Korridore sehen frisch renoviert aus und eben diesen Eindruck macht auch das Zimmer auf uns. Kaum Gebrauchsspuren, alles wirkt sehr neu.

Zimmer im Sheraton Hotel Frankfurt Airport

Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee steigt mir in die Nase. Mmmh, das duftet wundervoll – nach einer recht kurzen Nacht tut der Kaffee um 5 Uhr morgens auch wirklich gut, bevor wir zum Check In Schalter gehen. Für Früh-Starter wie uns gibt es im Sheraton Frankfurt Airport Hotel ein kostenfreies kleines Frühstück – eine kleine Auswahl an Gebäck, Kaffee, Obst und Joghurt.

Abflug in Frankfurt – Warten am Check In

Die lange Warteschlange am Check In Schalter lässt es bereits erahnen: das kann dauern. Auf Grund eines Systemproblems müssen die Mitarbeiter von Ethiopian Airlines alle Passagiere manuell einchecken. Gedanklich verabschiede ich mich zu diesem Zeitpunkt bereits von einem pünktlichen Start unseres Flugzeuges. Als wir nach einer Stunde Wartezeit endlich an der Reihe sind, ist die Warteschlange immer noch so lang, wie bei unserer Ankunft. Genug Zeit also, die Sicherheitskontrolle zu passieren und zum Abflug-Gate zu gehen.

Zu meinem großen Erstaunen beginnt das Boarding dennoch pünktlich. Im Flugzeug dann … Chaos. Anscheinend wurden einige Plätze doppelt vergeben und dadurch erhalten einige Passagiere nicht die Plätze, die sie im Vorfeld reserviert und auch bei Plantours extra bezahlt hatten. Die Stewardess ist mit der Situation völlig überfordert und platziert diese Gäste einfach irgendwo anders – aber dort kommen nach wenigen Minuten andere Passagiere, die dann ebenfalls wieder ihre reservierten Plätze belegt vorfinden. Ich sag’s ja: Chaos.

Abenteuer Charterflug, oder: Ist das hier der Bus nach Grönland?

Aber damit nicht genug. Ca. eine Stunde, nachdem unser Flugzeug eigentlich hätte starten sollen, ertönt eine Durchsage: Auf Grund eines Versehens wurde unserem Flug ein falsches Gate zugeteilt und wir haben daher beim Verlassen des Terminals nicht die Passkontrolle passiert. Das bedeutet: alle Passagiere müssen noch einmal das Flugzeug verlassen, und mit dem Bus zurück zum Terminal fahren, um die Passkontrolle nachzuholen.

Mehr als 300 Passagiere gleichzeitig am Schalter der Passkontrolle – das dauert. Und so werden aus der einen Stunde Verspätung mal eben drei Stunden. Dennoch verlieren die meisten Gäste nicht den Humor und sind noch zu Scherzen aufgelegt – schließlich geht es ja in den Urlaub. So geht auch mir beim Einsteigen in den Bus, der uns nach erfolgreicher Passkontrolle zurück zum Flugzeug bringt, dieser Satz durch den Kopf: Entschuldigung, ist das hier der Bus nach Grönland?

Im Flugzeug wieder das gewohnte Chaos mit den doppelt reservierten Sitzplätzen – und dann geht es mit letztlich drei Stunden Verspätung endlich los: die Boeing 787 hebt ab mit Ziel Kangerlussuaq. 4108 Kiloeter liegen vor uns. Der Flug wird ungefähr 4 ½ Stunden dauern, unsere Ankunft wird nun für 11:02 Uhr avisiert.

Der erste Blick auf Grönland und die MS Hamburg

Etwa eine Stunde vor der Ankunft in Kangerlussuaq steigt die Aufregung im Flugzeug. Wir werden die grönländische Küste überfliegen und damit den Beginn der Eiskappe erreichen, die das Inland von Grönland bedeckt. 81% der Insel liegen unter dieser Eiskappe! Beeindruckend erstreckt sich das Inlandeis unter dem Flugzeug und eine gefühlte Ewigkeit dauert es, bis wir die Stelle erreichen, wo es sich kurz vor Kangerlussuaq in viele Gletscherzungen aufteilt und schließlich in breiten Strömen durch Fjorde ins Meer fließt. Ein Anblick, der beeindruckt und in seinen Bann zieht. Aber das nächste Highlight noch vor der Landung in Grönland folgt unmittelbar: aus dem Flugzeugfenster ist die MS Hamburg zu sehen, die nahe des Ortes Kangerlussuaq im Søndre Strømfjord vor Anker liegt.

Anflug auf Grönland

Ankunft in Kangerlussuaq

In meinem Gepäck für diese Reise befinden sich Mütze und Handschuhe, Fleecejacke und warme Outdoorbekleidung. In dem Moment, als ich die Flugzeug-Gangway heruntersteige, gerate ich daher arg ins Zweifeln: habe ich vielleicht die falsche Kleidung eingepackt? Strahlender Sonnenschein und warme 21°C begrüßen uns in Kangerlussuaq, bestes Sommerwetter in Grönland.

Nach dem Verlassen des Flugzeugs erwartet uns keine Immigration, kein Zoll, keine Passkontrolle. Die Boeing 787 hat direkt vor den wartenden Bussen eingeparkt, die uns nun zu dem Fjord fahren, in dem die MS Hamburg auf uns wartet. Um das Gepäck müssen wir uns auch nicht kümmern, das wird separat auf das Schiff und später direkt auf die Kabine gebracht. Das ist natürlich super bequem.

Die Busse … sind ein Sammelsurium dessen, was es alles so in Kangerlussuaq gibt. Vom alten, gelben amerikanischen Schulbus über den typischen Linienbus bis hin zum umgebauten LKW ist alles vertreten. Aber immerhin – nach einer halben Stunde erreichen alle Passagiere den kleinen Hafen.

Noch einmal eine Stunde vergeht, bevor dann auch alle auf dem Schiff sind – der Engpass sind die zwei Tenderboote, die im Wechsel nur jeweils 50 Passagiere vom Anleger zum Schiff bringen können. Aber das macht gar nichts, so können wir uns im Hafenbereich ganz in Ruhe ein wenig umschauen und ein paar Fotos machen.

MS Hamburg im Sondre Stromfjord

12 Stunden, nachdem wir das Hotel in Frankfurt verlassen haben, sind wir nun endlich auf der MS Hamburg eingetroffen. Unser Gepäck wird später auf die Kabine geliefert. Die Kreuzfahrt kann beginnen. Beim Sail away stoßen wir mit einem Glas Sekt auf den Start unserer Kreuzfahrt an.

Sail Away MS Hamburg in Grönland

Später erfahren wir, dass einige Gäste vergeblich auf ihr Gepäck warteten – es ist wohl in Frankfurt nicht ins Flugzeug verladen worden. Was nun? Eine Horror-Vorstellung: 10 Tage Kreuzfahrt ohne Gepäck!

MS Hamburg – ein kleines, feines Schiff

MS Hamburg vor der Küste von Grönland

Wie eingangs bereits erwähnt, ist die MS Hamburg mit einer Kapazität von ca. 400 Passagieren ein eher kleineres Kreuzfahrtschiff. Dieses kleine, aber feine Schiff ist überhaupt nicht zu vergleichen mit den großen Kreuzfahrtschiffen, auf denen gerne einmal eine vielfache Anzahl von Passagieren an Bord gehen. Nach ihrem Stapellauf im Jahr 1996 fuhr das Schiff bis 2012 als MS Columbus für Hapag Lloyd. Auf Grund der verstärkten Bordwand (Eisklasse 1B bzw. E2) kann die MS Hamburg in Eisgebieten fahren und durch die geringe Größe bietet es sich auch für Reisen mit Expeditionscharakter an. Die schiffseigenen Zodiacs vervollständigen das Komplettpaket.

Natürlich gibt es bei so einen kleinen Schiff unter anderem hinsichtlich Vielfalt der Unterhaltungs- und Freizeitangebote oder auch Anzahl der Bars und Restaurants  Unterschiede zu größeren Schiffen, wie beispielsweise den Oceania-Schiffen, mit denen wir im Mittelmeer bzw. in der Ostsee unterwegs waren. Eine andere Zielgruppe wird hier angesprochen, welche die klassische Kreuzfahrt oder Expeditionsreisen bevorzugt.

Die MS Hamburg kann auf Grund ihrer geringen Größe auch kleinere Häfen anlaufen und ihre Kreuzfahrtrouten bewegen sich häufig abseits des Massentourismus. Ein Beispiel dafür ist eben die wunderbare Grönland-Kreuzfahrt, die wir auf der MS Hamburg erleben durften. Oder darf es gar die Antarktis sein? Auch in diesem Gebiet ist die MS Hamburg unterwegs und eine solche Reise wäre der absolute Traum für mich.

Die Atmosphäre an Bord

Es herrscht eine fast familiäre Wohlfühl-Atmosphäre an Bord. Bereits nach einem Tag weiß „unser“ Kellner, welche Getränke wir bevorzugen, sind wir mit vielen Mitreisenden ins Gespräch gekommen. Egal welches Crew-Mitglied man im Treppenhaus oder sonstwo im Schiff trifft – es kommt immer ein freundlicher Gruß und ein paar nette Worte.

Der Kleidungsstil an Bord ist – zumindest während unserer Grönland-Reise – überwiegend leger. Mit Ausnahme zweier Gala-Abende, an denen die meisten Passagiere in festlicher Kleidung erscheinen.

Die Kabinen

Insgesamt verfügt die MS Hamburg über 205 Kabinen und Suiten. Die Kabinen variieren dabei von 63 Innenkabinen mit 13 m² Wohnbereich über 134 Außenkabinen unterschiedlicher Kategorien mit 15 m² Wohnbereich bis hin zu 8 Suiten von 25 – 31,5 m² Wohnbereich. Welche Kabine oder Suite der Gast auch auswählt, die Bordangebote und Restaurants stehen allen Passagieren zur Verfügung.

Es gibt die Möglichkeit, sogenannte Glückskabinen zu buchen. Dabei legt man sich nur auf die Kabinenart fest – Innen- oder Außenkabine – und überlässt Plantours die Wahl der konkreten Kabine.

Wir hatten eine Glückskabine gebucht, da uns Lage und Kategorie relativ egal sind. Auch wenn wir dann die günstigste Außenkabine auf Deck 1 bekommen, ist diese doch sehr komfortabel und gemütlich eingerichtet. Vor allem ist die Aufteilung und die Möblierung sehr durchdacht. Es gibt ausreichend Stauraum für das Reisegepäck und bei dem Meerblick durch zwei große Bullaugen kommt ein romantisch-maritimes Gefühl auf.

Die Kulinarik an Bord

Es gibt zwei Restaurants auf der MS Hamburg. Im Hauptrestaurant nehmen wir nur das Abendessen ein, obwohl dort natürlich auch Frühstück und Mittagessen angeboten werden. Für diese beiden Mahlzeiten aber bevorzugen wir das Buffetrestaurant im Palmgarten. Das hat während unserer Grönland-Reise ganz einfach den Grund, dass man vom Palmgarten aus einen wundervollen Rundumblick auf die vorbeiziehende Landschaft hat und wir so schnell einmal die Kamera greifen und zum Fotografieren nach draußen gehen können.

Im Hauptrestaurant gibt es feste Tischzeiten und fest für die Dauer der Reise zugewiesene Plätze. Es wird natürlich versucht, Tauschwünsche zu realisieren – soweit möglich.  Auch bereits vor der Reise kann man Tischplatzwünsche äußern.

Das Essen ist … viel zu viel. Es gehört schon ein wenig Disziplin dazu, wenn man nach der Kreuzfahrt nicht 1-2 Kilogramm mehr auf die Waage bringen möchte. Plantours verfolgt auf der Hamburg nicht den Anspruch wie beispielsweise Oceana’s  „Finest Cuisine at Sea“, aber wer in der vielfältigen Karte des Hauptrestaurants oder dem umfangreichen Buffet im Palmgarten nichts findet, muss schon sehr wählerisch sein.

Lieblingsplätze auf der MS Hamburg

Tagsüber sitzen wir während unserer Kreuzfahrt natürlich gern auf dem Pooldeck, wo wir freien Blick auf das Meer und die vorüberziehenden Eisberge genießen.

Pooldeck

Wenn es uns an Deck zu kalt ist, ziehen wir uns entweder in den Palmgarten oder die Bibliothek zurück. Beide Plätze bieten einen wunderbaren Panoramablick auf das Meer. Die Bibliothek grenzt an eine gemütliche Weinbar, an der es nicht nur Wein, sondern beispielsweise auch diverse Kaffeespezialitäten gibt.

Weinbar auf der MS Hamburg

Ein absolutes Plus des Schiffes sind die vielen offenen Decksbereiche, die den Blick und das ungehinderte Fotografieren in alle Richtungen ermöglichen. Auf größeren Schiffen hat man das oft nicht. Insbesondere der Blick über den Bug in Fahrtrichtung ist natürlich für eine Expeditions-Kreuzfahrt wunderbar.

MS Hamburg Grönland Bugblick

Zu erwähnen ist noch die Lounge mit einer kleinen Bühne und Tanzfläche. Große Shows sollte man allerdings nicht erwarten, dafür ist das Schiff gar nicht ausgerichtet. Ein klassisches Kreuzfahrtschiff halt, bei dem noch Kapitäns-Empfang und das klassische Gala-Dinner zelebriert werden.

Einmal lächeln bitte – die Bordfotografen

Die drei Bordfotografen waren während unserer Reise sehr, sehr emsig. Kein Landgang, keine Veranstaltung, bei der die Passagiere nicht fotografiert oder gefilmt wurden. Ob sich das immer so lohnt? Aber vermutlich gehöre ich auch dabei nicht zur Zielgruppe, ich habe nur einige wenige Fotos der Bordfotografen erworben. Ich fotografiere lieber selbst, wie so viele Passagiere dieser Kreuzfahrt – eine größere Dichte an Spiegelreflexkameras und überdimensionalen Objektiven als auf dieser Grönland-Kreuzfahrt habe ich selten erlebt.

Internet an Bord und sonstige Annehmlichkeiten

WLAN gibt es in einigen öffentlichen Bereichen – dem Palmgarten, der Bibliothek, der Weinstube, dem Rezeptionsbereich und in der Lounge. Es sind unterschiedliche WLAN-Pakete zu kaufen, beginnend bei 6 Euro für 30 Minuten bis 23 Euro für 3 Stunden. Die Geschwindigkeit reicht, um seine Mails zu checken, Nachrichten zu senden und zu empfangen oder in die sozialen Netzwerke zu schauen. Je nach Nutzerverhalten und heimischem Provider ist es vielleicht auch eine günstige Lösung, einen Telekom Travel-and-Surf-Pass (bei Reisen außerhalb der EU) zu erwerben. Damit hat man allerdings wiederum nur in den Häfen und an Land eine Internetverbindung.

Der Vollständigkeit halber sind noch Friseur und ein kleiner Spa-Bereich zu erwähnen. Es gibt einen Fitnessbereich mit Meerblick, und natürlich gibt es auch einen Schiffsarzt. Also: trotz geringer Größe des Schiffes ist alles vorhanden, was so eine Kreuzfahrt angenehm macht.

Trinkgelder an Bord

Während unserer Grönland-Reise mit der MS Hamburg werden wir von einem wunderbaren Team umsorgt. 170 Crew-Mitglieder kümmern sich vor und hinter den Kulissen um die 400 Passagiere. Nicht alle trifft der Gast persönlich. Die Empfehlung von Plantours lautet, je Passagier und Reisetag 7 Euro Trinkgeld zu geben. Das kann man ganz einfach über die Bordrechnung begleichen, indem ein entsprechendes Formular ausgefüllt wird. Die Höhe des Trinkgeldes kann dabei individuell bestimmt werden und obliegt dem eigenen Ermessen. Das Ganze ist keine Pflicht, es gibt auch keinen Automatismus – der Passagier muss selbst aktiv einwilligen. Das Trinkgeld wird dann durch die Schiffsleitung unter allen Service-Mitarbeitern aufgeteilt.

Eine Diskussion über Trinkgelder oder Servicenentgelte möchte ich an dieser Stelle nicht entfachen, sondern verweise auf einen sehr guten Artikel von Franz Neumeier zu diesem Thema.

Die Route unserer Grönland-Kreuzfahrt mit der MS Hamburg

Unsere Reise heißt „Sommer in Grönland“ und führt zu verschiedenen Orten entlang der Westküste Grönlands. Da die MS Hamburg über Zodiacs verfügt, können auch kleine Orte angelaufen werden, die nicht über einen Hafen oder eine Pier für die Tenderboote verfügen. Derartige Anlandungen sind ein ganz besonderes Erlebnis.

Unsere Grönland-Kreuzfahrt mit der MS Hamburg beginnt und endet in Kangerlussuaq und dies ist die geplante Route:

Tag 1: Einschiffung in Kangerlussuaq
Tag 2: Sisimiut
Tag 3: Aasiaat (vormittags) und Qasigiannguit (nachmitags)
Tag 4: Qeqertarsuaq
Tag 5: Uummannaq
Tag 6: Upernavik
Tag 7: Niaqornat
Tag 8: Sarqaq und Equip Sermia Gletscher
Tag 9: Ilulissat
Tag 10: Kreuzen vor Grönland
Tag 11: Ausschiffung in Kangerlussuaq

Im nächsten Teil des Reiseberichtes über unsere Grönland-Kreuzfahrt mit der MS Hamburg findest du Interessantes rund um die ersten vier Stationen – Sisimiut, Aasiaat, Qasigiannguit und Qeqertasuaq – unsere Ausflüge und die Highlights an Bord.

Alle Berichte zu unserer Grönland-Kreuzfahrt mit der MS Hamburg

Sommer in Grönland – Teil 1: Anreise zur MS Hamburg, oder: Ist das hier der Bus nach Grönland?

Sommer in Grönland – Teil 2: Von Fuchshöhlen, falschen Spinnen, gefleckten Seehunden und einem außergewöhnlichen Strand

Sommer in Grönland – Teil 3: Uummannaq, Upernavik und das Dorf am Ende der Welt

Sommer in Grönland – Teil 4: Ilulissat Eisfjord und Eisberge bis zum Horizont


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7 Kommentare
  1. Silvia

    Wow, das ist ja ein richtig schöner und ausführlicher Bericht über eure Kreuzfahrt! Ich selbst bin nicht der Typ für so was, aber ich bin mir sicher, dass Kreuzfahrtbegeisterte hier gut informiert werden. Euer Ziel klingt richtig spannend, Grönland hat schon etwas faszinierendes an sich!
    Liebe Grüße
    Silvia

    1. Britta

      Vor der Geburt unserer Großen stand Grönland auch ganz oben auf unserer Reiseliste. Dann kamen aber erst schwere Krankheit und dann die Kinder dazwischen. Aber vergessen ist es nicht! Danke für den tollen Reisebericht und die wirklich beeindruckenden Bilder.

      Liebe Grüße
      Britta

  2. Wenn der Anfang der Reise schon ein Abenteuer war, darf man gespannt sein auf die Eindrücke in Grönland. Als ich den Titel „Sommer in Grönland“ gelesen habe, musste ich schmunzeln, denn bei Grönland stellen sich bei mir so gar keine sommerlichen Gefühle ein.
    Alles Liebe
    Annette

    1. Cornelia

      Dann hättest du mal die Einheimischen sehen sollen. Während wir in Jeans und Jacke liefen, kam uns eine junge Frau in FlipFlops und HotPants entgegen. Hochsommer halt. 😂😂😂

  3. Bettina Halbach

    Liebe Cornelia, Grönland kenne ich nur von der Landkarte, danke für deinen ausführlichen Start-Bericht über die Grönland-Kreuzfahrt und für die schönen Fotos. So eine Reise würde ich auch gerne mal erleben…
    Mit Grönland verbinde ich Schnee und Eis, trotz Erdkunde Leistungskurs: es erstaunt mich regelrecht, dass es dort auch einen Sommer gibt… ich bin gespannt auf die weiteren Berichte und lese sie gerne durch, herzlichen Gruß Bettina

  4. Jana

    Für den nächsten Sommer würden wir auch eine Kreuzfahrt in Betracht ziehen, das wäre dann unsere erste! Grönland wäre zwar nicht mein Ziel, aber ich dachte beispielsweise an Island! Mal gucken! Auf jeden Fall fand ich deinen Beitrag sehr interessant!

    Liebe Grüße
    Jana

  5. Anja

    Eine unglaublicher Beitrag und ich bin sehr gespannt, wie eure Reise verlaufen wird. Grönland hört sich auf jeden Fall mega spannend an.

    Viele liebe Grüße Anja

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