Zadar – Meeresorgel und Gruß an die Sonne

Die Altstadt von Zadar überrascht mit mediterranem Flair und besonderen Kunstwerken

Die zweite Station auf unserer Kreuzfahrt mit der Riviera von Oceania Cruises ist Zadar. Die Riviera liegt leider nicht, wie eigentlich erwartet, direkt vor der Altstadt in Nähe der Uferpromenade. In Zadar wurde ein neuer Hafen gebaut, der sich ca. 15 Minuten mit dem Auto außerhalb der Stadt befindet. Es gibt einen kostenlosen Shuttlebus, der uns zur Altstadt bringen soll. Aber leider ist der Shuttle bei weitem nicht ausreichend für die Anzahl der Passagiere, die sich gern Zadar anschauen möchten. So teilen wir uns kurzentschlossen mit einem anderen Paar ein Taxi. Vom Hafen bis zur Altstadt kostet die Taxifahrt 15 Euro.

Zadar

Über Zadar haben wir bisher wenig gelesen – es soll auf der Uferpromenade eine Meeresorgel geben und einen Gruß an die Sonne.

Was ist denn eine Meeresorgel???

Meeresorgel in ZadarBei dem Begriff Orgel assoziiert man wohl zunächst ein gewaltiges Kircheninstrument mit riesigen Orgelpfeifen … ist so etwas etwa auf der Uferpromenade aufgebaut? Und wer spielt denn darauf?

Die Antwort auf diese Fragen ist so einfach wie verblüffend: die Meeresorgel ist kein klassisches Musikinstrument, vielmehr ein Kunstwerk des Architekten Nikola Basic.  Ähnlich wie bei einer Orgel im herkömmlichen Sinne werden die Töne in einem Röhrensystem und Pfeifen erzeugt und durch Resonanzkörper verstärkt – nur dass man eben davon überhaupt nichts sieht.

Die gesamte Meeresorgel sieht aus wie eine Steintreppe, die über mehrere Stufen zum Meer führt. Diese Treppe verdeckt das eigentliche Kunstwerk: unter ihr sind 35 Röhren unterschiedlicher Länge und Breite verlegt, an deren Ende Pfeifen angebracht sind, welche die Töne erzeugen. Betrieben wird die Orgel durch die Wellenbewegungen des Meeres, welche Luft in die Röhren drückt und damit abhängig vom Wellengang stärker oder schwächer die Melodien bildet. Über viele kleine Öffnungen an den Stufen sind die Töne dann zu vernehmen.

Die Meeresorgel ist wirklich interessant. Leider ist bei unserem Besuch in Zadar kaum Wind und das Meer ist spiegelglatt, aber dennoch sind einige Töne zu hören. Das steigert sich, nachdem eine Fähre vorüber gefahren ist und ein paar Wellen produziert hat. Es klingt beinahe mystisch, wie das Meer die Töne formt und zu Melodien aneinanderreiht.

Da war doch noch etwas – ach ja, ein weiteres Kunstwerk zählt noch zu den Sehenswürdigkeiten, von denen wir im Vorfeld unseres Besuches in Zadar gelesen haben: Der Gruß an die Sonne.


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Und was ist der Gruß an die Sonne?

Hat das etwas mit Yoga zu tun? So nennt sich doch eine bekannte Yoga-Übung. Aber nein, das ist wohl nur eine zufällige Namensgleichheit. Es handelt sich um ein weiteres Kunstwerk desselben Architekten, der auch die Meeresorgel entworfen hat.

Der Gruß an die Sonne befindet sich auch in unmittelbarer Nähe der Meeresorgel, an der Spitze der Uferpromenade.

Zadar Gruss an die Sonne

Bei Tag erscheint das Kunstwerk eher unspektakulär: ein aus 300 Glasplatten bestehender Kreis von ca. 22 Metern Durchmesser. Unter den Glasplatten befinden sich Solarzellen, welche die Sonnenenergie tagsüber speichern und nach Einbruch der Dunkelheit den Kreis zum Leuchten bringen. Ob dies wirklich im Rhythmus der Wellen und gekoppelt mit den Klängen der Meeresorgel passiert, konnten wir bei unserem Aufenthalt leider nicht nachvollziehen – konnten wir doch leider das Kunstwerk während unseres Besuchs am Mittag nicht in Aktion erleben.

Die Altstadt von Zadar

Direkt auf der Halbinsel, auf welcher sich die Uferpromenade befindet, liegt auch die Altstadt von Zadar. Sie strahlt mediterranes Flair aus, ist von vielen kleinen Gassen durchzogen und beherbergt viele Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte.

Zadar GlockenturmDominiert wird das Stadtbild von der Kathedrale St. Anastasia. Schon von Weitem ist der hohe Glockenturm sichtbar. Rings um die Kathedrale kann man einige Ausgrabungen besichtigen und es gibt jede Menge Souvenirstände. Zufällig entdecken wir, dass man auf den Glockenturm hinaufsteigen kann. Der Eintritt kostet 2 Euro und dann dürfen wir an dem kleinen Kassenschalter vorbei die enge Wendeltreppe hinaufsteigen. 180 Stufen führen die 42 Meter bis zur Aussichtsplattform hoch, vorüber an den riesig erscheinenden Glocken. Der Ausblick von oben belohnt uns schließlich für den anstrengenden Aufstieg. Wir blicken über die Dächer der Stadt und können bis zum Hafen schauen, in dem unser Schiff liegt.   weiterlesen ….

 


Informationen zum Schiff: Die Riviera von Oceania Cruises – Luxus trifft legeres Ambiente

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2 Kommentare
  1. Martina

    Oh Zadar ❤️
    An Zadar habe ich Erinnerungen von vor über 40 Jahren, war ganz oft da mit meinem Opa, mit dem Boot, welches er von D bis nach Jugoslawien geschleppt hat. Das war noch lange vor dem Krieg. Ich würde gerne mal wieder nach Zadar! Im Meer in Zadar habe ich schwimmen und schnorcheln gelernt.

    1. Cornelia

      Zum Schwimmen sind wir bei unserem Besuch leider nicht gekommen, aber das Wasser sah kristallklar aus. Ist bestimmt auch eine schöne Gegend für einen längeren Aufenthalt dort.

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