Berlin Tipp: Staatsoper Unter den Linden

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Mein ganz besonderer Berlin Tipp: Ein Besuch in der Staatsoper Unter den Linden. Ein Erfahrungsbericht:
Wer mich kennt, weiß: ich bin nicht unbedingt der begeisterte Opern-Fan, sondern eigentlich würde eine Show im Friedrichstadtpalast eher zu mir passen. Der Anlass, für die Vorstellung von Fidelio Karten zu erwerben, war eigentlich Neugier. Seit ungefähr einem Jahr finden die Vorstellungen der Staatsoper Berlin wieder in der traditionellen Spielstätte Unter den Linden statt, die im Laufe von sieben Jahren (2010-2017) aufwändig saniert wurde. 239 Millionen Euro kosteten die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Nun schauen wir uns also an, was sich gegenüber unserem letzten Besuch dort – das war im Jahr 1999 Die Hochzeit des Figaro – verändert hat. Und wer weiß – vielleicht würde mich Beethovens einzige Oper ja auch begeistern.

Vorbereitungen für den Besuch in der Staatsoper Unter den Linden Berlin

Der Ticketkauf

Die Tickets für die Vorstellung erwerbe ich ganz einfach über die Webseite der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Dabei kann ich aus verschiedenen Preisklassen wählen. Die genauen verfügbaren Plätze werden in einem Saalplan angezeigt, aus dem ich direkt auswählen kann. Es gibt sogar eine Online-Warteliste, in die man sich eintragen kann, wenn die gewünschten Plätze nicht mehr verfügbar sind. Nun, das ist nicht notwendig, ich finde zwei geeignete Plätze. Nach der Bezahlung kann ich mir die Tickets direkt herunterladen und ausdrucken. Absolut unkompliziert!

Neben dem Kauf der Tickets online über die Webseite der Staatsoper gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, die Eintrittskarten zu erwerben. Es gibt eine Theaterkasse direkt in der Staatsoper, bei der man seine Tickets vor Ort erwerben kann, sogar noch bis direkt vor der Vorstellung. Auch ein telefonischer Ticketservice wird geboten. Alle Informationen zum Erwerb der Tickets und die entsprechenden Kontaktdaten findest Du auf der Webseite der Staatsoper Unter den Linden, Berlin.

Die Platzwahl oder Welches sind die besten Plätze in der Staatsoper?

Beim Kauf unserer Operntickets hat mich ein Service ganz besonders begeistert, über den ich an dieser Stelle unbedingt berichten möchte.

Zunächst wähle ich auf der Webseite der Staatsoper Berlin aus dem Spielplan die passende Vorstellung aus. Direkt bei den Vorstellungsterminen gelange ich dann  zum Ticketkauf. Dort wird mir der Saalplan angezeigt. Aus diesem kann ich die Sitze auswählen, die je nach Preisklasse verschiedenfarbig gekennzeichnet sind. Soweit ist das erst einmal nichts Besonderes. Aber wenn ich einen Platz auswähle, wird mir in einem Popup-Fenster direkt die Sicht von diesem Platz gezeigt. Als würde ich gerade in der Oper sitzen, bekomme ich so einen visuellen Eindruck und das erleichtet die Platzwahl doch erheblich. Schließlich gibt es viele unterschiedliche Kategorien und Preise. Sogar innerhalb einer Preiskategorie unterscheiden sich die Plätze hinsichtlich Lage und Sicht mitunter erheblich. Ich empfehle wirklich, das einmal online auf der Webseite der Staatsoper Unter den Linden auszuprobieren.

Tatsächlich gibt es auch sogenannte Hörplätze, von denen aus man die Bühne kaum sieht, sondern die Oper nur akustisch verfolgen kann – zu einem sehr günstigen Preis.

Nach einigem Suchen finde ich so auch die optimalen Plätze für unseren Opernbesuch: im 2. Rang, mittig, direkt gegenüber der Bühne. Wir können nahezu geradeaus auf die Bühne und auf die Textanzeige über der Bühne schauen.

Der Service im Vorfeld der Veranstaltung

Ein ganz besonderer Service überrascht mich dann zwei Tage vor dem Opernbesuch. Ich erhalte eine eMail an meine angegebene Mail-Adresse, in der mir noch einmal die genauen Daten mitgeteilt werden: der Beginn der Vorstellung und die Öffnung des Einlasses ins Opernhaus, die Spieldauer, die Lage der Pause. Über einen Link kann ich online im Programmbuch blättern und mich auf die Vorstellung einstimmen. Ein weiterer Link führt zu den Angeboten der Gastronomie im Opernhaus, ich könnte sogar schon vorher online Speisen und Getränke für die Einlassphase oder die Pause vorbestellen. Wow! Auch Anfahrtshinweise und Aufzählung der Parkmöglichkeiten dürfen natürlich nicht fehlen.

Für eventuelle Rückfragen wird mir die Telefonnummer des Besucherservice mitgeteilt – nach dieser umfangreichen Mail habe ich aber definitiv keine offenen Fragen mehr! Ein wirklich guter Service!

Dresscode – was ziehe ich in die Oper an?

Nein, halt – eine Frage bleibt doch noch offen: was ziehe ich in die Oper an? Auf der Webseite der Staatsoper Berlin gibt man sich zu dieser Frage sehr diplomatisch: es gäbe keinen Dresscode, aber in Schale werfen könne man sich ja dennoch. Das ist nicht wirklich hilfreich.

Natürlich wird es immer Gäste geben, die sich auch in der Oper demonstrativ leger und lässig kleiden. Aber ich finde, so ein Opernbesuch ruft nach der passenden eleganten Kleidung – das hat für mich auch ein wenig mit Wertschätzung der Leistung der Künstler zu tun.

Dabei macht es sicher einen Unterschied, ob ich – wie in unserem Fall – eine Nachmittagsvorstellung besuche, oder ob die Vorstellung abends stattfindet. Ich denke, abends ist alles noch mal ein wenig eleganter.

Das kleine Schwarze passt eigentlich immer und lässt sich super mit Blazer und Accessoires aufwerten. Zur Nachmittagsvorstellung passt ein Blazer, abends hätte ich vielleicht eher einen Seidenschal kombiniert.

Ein Tipp für die Schuhwahl im Winter: einfach ein paar geeignete Schuhe mitnehmen und die dicken Winterschuhe an der Garderobe wechseln.

Berlin Tipp: Fidelio in der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Berlin Tipp Staatsoper unter den Linden

Vor Beginn der Vorstellung

Von unserem Hotel, dem Arcotel John F, bis zur Staatsoper Unter den Linden ist es nicht weit – nur wenige Minuten Fußweg. So sind wir ungefähr eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn in der Oper und haben noch ausgiebig Zeit, uns ein wenig umzuschauen. Im Untergeschoß befindet sich die sogenannte Konditorei. Tische und Stehtische laden zum Verweilen ein, es gibt an einigen Verkaufsständen Snacks und Getränke.

Gleich nach dem zweiten Klingeln verlassen wir die Konditorei, um zu unseren Plätzen zu gehen. Von der eher nüchtern und ein wenig dunkel wirkenden Konditorei führen Treppen in die oberen Etagen. Die kunstvoll geschwungenen Treppengeländer sehen edel aus und geben einen ersten Eindruck vom prachtvollen Interieur des Opernhauses, das sich in den Gängen zum großen Opernsaal immer mehr offenbart.

Berlin Tipp Staatsoper unter den Linden

Der Blick von unseren Plätzen im zweiten Rang ist beeindruckend. Ich muss sagen, ich begrüße die Entscheidung, die Sanierung des Gebäudes originalgetreu zu realisieren – auch wenn das natürlich den Nachteil hat, dass es in Treppenhaus und Gängen ein wenig eng zugeht und nicht von allen Plätzen eine gute Sicht auf die Bühne gegeben ist. Die Atmosphäre allerdings ist einfach fantastisch.

Berlin Tipp Staatsoper unter den Linden

So langsam nehmen alle Gäste ihre Plätze ein. Mir fällt auf, dass unter den Besuchern tatsächlich eine große Anzahl junger Menschen ist – dabei erzählt uns Leonie Stumpfögger aus dem Pressebüro der Staatsober bei der Führung später, dass das Opernpublikum typischerweise eher älter ist. Das kann ich zumindest für diese Vorstellung nicht bestätigen.

Die Handlung in Kurzfassung

Mit Fidelio haben wir uns für unseren Besuch der Staatsoper Unter den Linden die einzige Oper von Ludwig van Beethoven ausgesucht. Ein guter Freund meinte neulich, vor einem Opernbesuch müsse ich mich unbedingt vorher mit der Handlung auseinandersetzen.

Worum geht es also in Beethovens Oper? Die Handlung spielt im 18. Jahrhundert im Gefängnis von Sevilla. Fidelio ist die als Mann verkleidete Leonore, die sich als Gehilfe des Kerkermeisters verdingt. Sie will ihren Mann Florestan befreien, der dort auf Geheiß des Gouverneurs widerrechtlich gefangen gehalten wird. Nach einigen Verwicklungen – die Tochter des Kerkermeisters verliebt sich in Fidelio, der Gouverneur will Florestan hinrichten lassen – gelingt schließlich die Befreiung.

Dank der Übertitel kann ich die Handlung ganz hervorragend verfolgen, auch wenn nicht jedes gesungene Wort deutlich zu verstehen ist. Übertitel nennt man in der Oper die Laufschriftanzeige oberhalb der Bühne, auf welcher der Text angezeigt wird – quasi vergleichbar mit den Untertiteln bei Film und Fernsehen.

Der Ablauf der Vorstellung

Die gesamte Vorstellung dauert ca. 2 Stunden 45 Minuten. Nach Ouvertüre und dem ersten Akt folgt gegen 17:30 Uhr eine halbstündige Pause. Diese nutzen wir, um uns den prachtvollen Apollo-Saal anzuschauen, bevor dann – wieder durch Klingeln signalisiert – die Vorstellung mit dem zweiten Akt weitergeht.

Mein ganz persönliches Fazit

Ich hatte eingangs schon erwähnt, dass ich nicht unbedingt der absolute Opern-Fan bin. Aber ich muss sagen, das Gesamtpaket aus Musik, Handlung und Erlebnis Staatsoper hat mich dann doch begeistert und ich kann diesen Berlin Tipp aus ganzer Überzeugung empfehlen. Es war ein sehr schöner Nachmittag in der Staatsoper Unter den Linden, den wir anschließend noch bei einem guten Dinner nach der Oper im Restaurant Aigner am Gendarmenmarkt ausklingen lassen.

Berlin Tipp: Führung hinter die Kulissen der Staatsoper Unter den Linden

Welche logistische und organisatorische Meisterleistung hinter solch einem Opernabend steckt, lernen wir zwei Tage später bei einer Führung. Leonie Stumpfögger vom Pressebüro der Staatsoper erklärt sich freundlicherweise bereit, uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu gewähren.

Wir treffen uns im Gebäude der Intendanz und von dort aus führt unser Weg durch endlose Gänge, in verschiedene Proben-Säle, tief unter die Oper und schließlich aus dem Hauptportal wieder hinaus. Wie groß der gesamte Komplex ist, erfasse ich tatsächlich erst bei diesem Rundgang. Und verstehe, weshalb die Sanierung soviel mehr war, als wir auf den ersten Blick vermuten.

Die Rahmenbedingungen für das Arbeiten der vielen fleißigen Hände hinter den Kulissen wurden durch die Sanierungsmaßnahmen deutlich verbessert. Alles ist unter einem Dach und bietet beste Voraussetzungen für erfolgreiche Produktionen.

Ich erfahre vom Problem des hohen Grundwasserspiegels, das zunächst gelöst werden musste, um den riesigen Kellergang unterhalb der Oper neu gestalten zu können. Bis unterhalb der Bühne führt er, große Bühnendekorationen können durch ihn nun gut bis zur Bühne transportiert werden.

Natürlich führt unser Weg noch einmal in die Räume, die wir bereits als Besucher der Staatsoper Unter den Linden gesehen haben. Wieder beeindruckt mich der prachtvolle Apollo-Saal mit seinen großen korinthischen Säulenpaaren und dem Fußboden mit Marmor-Mosaiken.

Auch in den nun menschenleeren Opernsaal führt uns Leonie Stumpfögger noch einmal und weist uns auf eine Meisterleistung bei der Sanierung des Hauses hin: die Decke wurde um 5 Meter angehoben und denkmalgerecht wieder eingebaut. Der Zwischenraum wurde mit einem Netzgewölbe verkleidet – alles zusammen verbessert die Akustik und verlängert die Nachhallzeit. Und – das fällt mir natürlich gleich dazu ein – es sieht auch noch wirklich schön aus. Ganz so, als sei es schon immer so gestaltet.

Berlin Tipp Staatsoper unter den Linden

Berlin Tipp Staatsoper unter den Linden

Eine Führung buchen

Du möchtest auch einen Blick hinter die Kulissen des Hauses werfen? Führungen durch die Staatsoper Unter den Linden und das neue Probenzentrum kannst du ebenfalls über die offizielle Webseite der Staatsoper buchen.

Alle Berichte zu unserem Kurztrip nach Berlin im Advent

Weiterlesen … den einen oder anderen Berlin Tipp und Erfahrungsberichte von unserem Kurztrip nach Berlin gibt es in folgenden Beiträgen:

5 Gründe für einen Kurztrip – Berlin im Advent
Berlin Tipp: Staatsoper Unter den Linden
Restaurant Aigner – Wiener Flair am Berliner Gendarmenmarkt
Arcotel John F – Hotel mit Charme im Herzen Berlins
Lohnt sich die Berlin Welcome Card?


*Transparenzhinweis: Dieser Beitrag ist auf Basis einer individuelle Recherchereise entstanden. Die Reise habe ich  selbst organisiert und einschließlich der Operntickets selbst bezahlt. Herzlichen Dank aber an die Staatsoper Berlin für die  Führung hinter die Kulissen.
Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst und es gab keinerlei Vorgaben bezüglich der Inhalte dieses Beitrags. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar. Ich habe mich freiwillig entschieden, darüber zu bloggen, und der Bericht spiegelt meine ganz persönlichen Eindrücke wider.
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