Schloss Moritzburg und Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

Schloss Moritzburg war das Jagdschloss von August dem Starken und ist natürlich zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Aber jährlich von Mitte November bis Mitte Februar des Folgejahres zieht es besonders viele Besucher in das romantische Barockschloss. Sie alle wandeln auf den Spuren eines Märchenfilmes: die Winterausstellung zum Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist ein wahrer Besuchermagnet.

Die Winterausstellung im Märchenschloss

Das Schloss Moritzburg ist einer von vier Originalschauplätzen, an denen die Dreharbeiten zum Film damals stattfanden. Hier wurden die Außenaufnahmen gedreht, hier verlor das Aschenbrödel auf der berühmten Außentreppe ihren Schuh.

Der 1973 in deutsch-tschechischer Koproduktion entstandene Märchenfilm entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten zum ultimativen Weihnachts-Märchenfilm. Es ist kaum möglich, dem in der Vorweihnachtszeit zu entgehen. Und eigentlich … möchte ich das auch gar nicht. Der Film gehört für mich zur Adventszeit wie die Weihnachtskekse, der Dresdner Stollen oder der Song Last Christmas. Immer wieder gern schaue ich mir den Film an und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis wir endlich einmal zur besagten Winterausstellung nach Moritzburg gefahren sind.

Die Anreise

Wir reisen mit dem Auto von Dresden aus an, wo wir ein Hotelzimmer gebucht haben. Zwar kommt man auch mit Bus und Bahn von Dresden nach Moritzburg, aber das fand ich doch ein wenig unbequem. Es gibt einen sehr großen (kostenpflichtigen) Parkplatz unweit des Schlosses, die Anfahrt dorthin ist gut ausgeschildert. Vom Parkplatz ist es bis zum Eingangsbereich vom Schloss Moritzburg nicht mehr weit.

Schloss Moritzburg – das Märchenschloss

Nur wenige Schritte und das Schloss liegt malerisch vor uns: wie ein Märchenschloss, anmutig und in perfekter Symmetrie liegt das Barockschloss auf einer künstlichen Insel. Es ist kalt und der See ist von einer dünnen Eisdecke bedeckt. Beinahe habe ich das Gefühl, dass jeden Moment die Kutsche mit dem Aschenbrödel vorfahren müsste … Wir genießen den Anblick, bevor wir dann auf den Haupteingang zusteuern.

Schloss Moritzburg im Winter

Die Tickets zur Ausstellung

Natürlich kann man vor Ort Tickets für die Ausstellung erwerben. Diese gibt es in einem Kassenhäuschen vor dem Schloss oder auch im Museums-Shop. Das kann allerdings unter Umständen mit einer erheblichen Wartezeit verbunden sein. Der Besucherandrang wird über Einlasszeiträume gesteuert – die Tickets gelten jeweils in einem definierten Zeitfenster von einer Stunde (das gilt nur für den Zutritt, in der Ausstellung kann man dann natürlich länger verweilen). Besser ist, bereits im Vorfeld via Online-Vorverkauf ein Zeitfensterticket zu kaufen.

Die Ausstellung zum Kultfilm

Wir tauchen ein in die Welt vom Aschenbrödel. Gleich zu Beginn des Rundgangs laden in einem Raum Kostüme zum anprobieren ein. Wer mag, kann in eines der nachempfundenen Kostüme schlüpfen und ein Erinnerungsfoto machen – aber der Andrang ist groß und ich mag mich jetzt auch nicht aus dem Mantel pellen. So bleibt es bei einem Foto ohne Kostüm, dafür aber mit dem Werbeschild der Ausstellung.

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Aufsteller

Vorüber am Speisesaal vom Schloss Moritzburg (der mit dem Film eigentlich gar nichts zu tun hat) geht es weiter. Viele der bekannten Original-Kostüme sind hier ausgestellt. Besonders gut gefällt mir, dass einige der Schlüsselszenen des Films liebevoll nachgestaltet worden sind:

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Rätsel 1

„Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht“ – passend zu diesem Rätsel finden wir uns in der Szene wieder, in welcher die Tauben dem Aschenbrödel beim Sortieren von Linsen und Mais helfen.

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Tauben

 

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Rätsel 2

Im nächsten Raum folgt dann die Szene passend zum Rätsel „Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht“. Der Wald, in dem Aschenbrödel dem Prinzen begegnet, ist hier nachempfunden und der Rundgang führt hindurch.

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Rätsel 3

Zum letzten Rätsel: „Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht“ finden wir uns auf dem Ball wieder. Auf einem kleinen Podest sitzen König und Königin – unverkennbar und originalgetreu sind die Wachsfiguren gestaltet worden. In der Mitte des Raumes drehen sich der Prinz und das Aschenbrödel zum Tanz. Das ist auch die Szene, in der das Aschenbrödel dem Prinzen die drei Rätselfragen stellt, die uns quasi als roter Faden durch die Ausstellung begleitet haben.

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Königspaar

 

Schloss Moritzburg Aschenbrödel Ballsaal

Zum Schluss kommen wir noch in die Schlossküche und zum Souvenirshop. Natürlich müssen wir ein Souvenir als Erinnerung an unseren Besuch beim Aschenbrödel mitnehmen. Wir entscheiden uns für einen Weihnachtsbaumanhänger: die drei Haselnüsse werden also künftig immer unseren Weihnachtsbaum schmücken.

Als krönenden Abschluß müssen wir selbstverständlich noch die Treppe suchen, auf welcher das Aschenbrödel beim Verlassen des Balls ihren Schuh verliert. Es gibt vier solcher Treppen im Schloss Moritzburg, aber die richtige ist nicht zu verfehlen. Es ist die Treppe auf der rechten Seite, der Ostseite oder Gartenseite des Schlosses. Und tatsächlich: dort ist als Erinnerung ein Schuh befestigt. Ob er wohl passen würde? Viele der weiblichen Besucher versuchen ihr Glück, aber meist vergeblich. Der Schuh ist einfach zu klein.

Schloss Moritzburg Schuh Aschenbrödel

 

Schloss Moritzburg Schuh Treppe

Hinweise zum Besuch von Schloss Moritzburg und der Ausstellung

Adresse:
Schloss Moritzburg
Schlossallee
01468 Moritzburg

Die Ausstellung findet jährlich von Mitte November bis Mitte/Ende Februar statt. Die genauen Termine, Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet ihr auf der Website vom Schloss Moritzburg. Über einen Link auf der Homepage kann man auch gleich die bereits erwähnten Zeitfenstertickets erwerben.

An dem großen Parkplatz am Schloss starten auch die Rundfahrten mit den Pferdekutschen. Damit kann man dann stilgerecht rund um das Schloss und durch den Schlosspark fahren.

Den Besuch im Schloss Moritzburg kann man gut mit einem Ausflug nach Dresden verbinden. Wir haben für zwei Tage ein Hotel in Dresden gebucht und uns auch gleich noch einmal die schöne Stadt an der Elbe angeschaut.


Keinen neuen Beitrag auf SilverTravellers verpassen!

Melde Dich für unseren Newsletter an! Kein Spam – versprochen! Du erhältst einmal im Monat einen Newsletter per eMail, in dem viele interessante Informationen zu den aktuellen Beiträgen enthalten sind. Außerdem kannst Du Dich jederzeit wieder abmelden, falls Du den Newsletter nicht mehr erhalten möchtest.
>>> Hier geht es zur Anmeldung <<<


Übrigens: Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade Ausflugsziele fürs Wochenende vom WellSpa Portal teil. Schaut doch dort mal vorbei, ihr findet dort noch viele weitere tolle Ideen und Tipps für Ausflugsziele!


Das könnte dich auch interessieren
10 Kommentare
  1. Einfach nur toll! Vor allem jetzt zur Weihnachtszeit.
    War letztes Jahr in Dresden im Urlaub und selbstverständlich haben wir auch einen Ausflug nach Schloss Moritzburg gemacht. Leider gabs dort aber keine Aschenbrödel-Ausstellung …
    Wünsche dir ein schönes Adventswochenende! Kerstin

    1. Cornelia

      Ja, die Ausstellung gibt es leider nur in den Wintermonaten von Mitte November bis Ende Februar. Einfach noch einmal in dieser Zeit nach Moritzburg fahren 😉
      Liebe Grüße, Cornelia

  2. anja

    Ohhh, das wäre was für meine Prinzessin! Danke für die Vorstellung.

    1. Cornelia

      Na dann – bis Mitte/Ende Februar ist ja noch Zeit: schnell einen Besuch planen! Und vorher natürlich den Film anschauen 😉

  3. Clarissa

    Cornelia, das Schloss ist ja sagenhaft schön und die Kutschfahrt dazu sicherlich ein absolutes Topping.

    Zur Weihnachtszeit kann ich mir die Kombination besonders gut vorstellen. Schön, wenn dann auch noch ein wenig Schnee liegt.

    Liebe Grüße, Clarissa

  4. Ich muss ehrlich gestehe, dass ich den Film noch nie gesehen habe. Kenne halt nur die Cinderella Version.
    Das Schloss an sich scheint sehr schön zu sein und viel zu entdecken. Schade nur, dass man fürs Parken zahlen muss.

    1. Cornelia

      Die Gelegenheit zum Anschauen des Films ergibt sich jedes Jahr auf’s Neue 🙂 Ist schon ein klein wenig anders, als die Cinderella-Version. Aber das Schloss ist auch ohne Aschenbrödel-Ausstellung eine Reise wert!

  5. Eines meiner absoluten Lieblingsschlösser! Im Winter haben wir es noch nicht besucht, es wird wohl Zeit.

    Liebe Grüße
    Christina

    1. Cornelia

      Hallo Christina,
      ja, unbedingt – im Winter ist das noch mal ein wenig anders, insbesondere, wenn die Landschaft schneebedeckt ist.
      Liebe Grüße
      Cornelia

  6. Steffi

    Oh, wie schön! Und ich Märchenliebhaber hab davonn noch nie etwas gehört! Also den Film kenne ich natürlich, nur nicht den Drehort. Danke!
    Liebe Grüße
    Steffi

Ich freue mich über Feedback

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.