Argostoli auf eigene Faust – Meeresschildkröten und Katavothres

Wo das Meerwasser verkehrt herum fließt und Meeresschildkröten zu beobachten sind

Argostoli kann man ganz gut auf eigene Faust erkunden. Wir werden uns auf die Suche nach den Meersschildkröten machen, die es hier in direkter Hafennähe geben soll. Wusste ich gar nicht, dass es in Argostoli Meeresschildkröten gibt.

Argostoli Meeresschildkröten

Argostoli ist so ein Ort, von dem ich vor unserer Kreuzfahrt noch nie etwas gehört hatte. Also habe ich mich im Vorfeld unserer Kreuzfahrt erst einmal damit beschäftigt, wo wir denn da anlanden werden und was dieser Ort eigentlich zu bieten hat. Wirklich einfach war das nicht und nach diversen Suchen im Internet war ich immer noch ein wenig ratlos.

Argostoli ist die Hauptstadt der griechischen Insel Kefalonia, die größte der Ionischen Inseln. Sehenswürdigkeiten? Nun, es soll einen besonderen Leuchtturm geben. Ansonsten war noch die Altstadt als Sehenswürdigkeit aufgeführt – an anderer Stelle las ich dann aber auch wieder, dass die Stadt 1953 von einem Erdbeben zum großen Teil zerstört worden ist. Nicht wirklich hilfreich.

Meeresschildkröten

Eine Quelle berichtete über eine Kolonie von Meeresschildkröten auf Kefalonia, genauer gesagt: unechte Karettschildkröten. Angeblich soll man sie mit ein wenig Glück im Hafen von Argostoli beobachten können. Das wäre natürlich toll, für das Beobachten von Schildkröten bin ich immer zu begeistern!

Die Silver Wind legt gegen 13 Uhr in Argostoli an. Kaum zu glauben, dass die Stadt ungefähr zehntausend Einwohner haben soll. Wo haben diese sich versteckt? Als wir das Schiff verlassen, liegt der Ort ziemlich verschlafen in der heißen Nachmittagssonne. Ah, ja – wir sind ja im Süden Europas und da ruht man, wenn die Sonne hoch am Himmel steht.


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Die Palmen entlang der neu angelegten Hafenpromenade bieten ein wenig Schatten, also bummeln wir diese entlang. Dabei geht unser Blick suchend über die Wasseroberfläche, in der Hoffnung auf das Auftauchen einer Wasserschildkröte. Und tatsächlich: nach einer Weile lässt sich eine Schildkröte blicken. Gang langsam nähert sie sich der Oberfläche und taucht schließlich mit dem Kopf auf.  Wir spazieren noch ein wenig weiter und verlassen den Bereich, in dem die Schiffe liegen. Hier lassen sich dann noch weitere Schildkröten sehen – zwei schwimmen auf und ab, scheinen miteinander zu tanzen und tauchen immer wieder auf. Wunderbar! Lange schauen wir ihnen zu und bekommen tatsächlich auch einige sehr schöne Fotos. Leider brennt die Sonne hier erbarmungslos und schattenspendende Bäume gibt es in diesem Bereich nicht.

Meeresschildkröte im Hafen von Argostoli

Meeresschildkröte im Hafen von Argostoli

Meeresschildkröte im Hafen von Argostoli

In einem der vielen Restaurants an der Hafenpromenade legen wir eine kurze Pause ein. Hier ist Schatten und außerdem wirbt ein Schild vor dem Restaurant mit einer süßen Sünde: Baklava. Auch wenn wir die Silver Wind nicht gerade hungrig verlassen haben, kann ich der Versuchung an dieser Stelle nicht widerstehen und bestelle mir ein Stück Baklava. Soooo lecker!

Der Leuchtturm Agios Theodoros

Derart gestärkt, entschließen wir uns noch zu einem Besuch des bereits erwähnten Leuchtturms. Laut einiger Quellen im Internet soll man dorthin zu Fuß gehen können, aber angesichts der heißen Temperaturen entscheiden wir uns doch gegen einen Spaziergang. In der Nähe des Hafens steht ein Taxi und schnell sind wir mit dem Fahrer einig. Er fährt uns direkt zum Leuchtturm an der Einfahrt der Bucht. Wir sind froh, uns gegen den Spaziergang entschieden zu haben – es sind tatsächlich ungefähr 4 Kilometer vom Hafen bis zum Leuchtturm.

der Leuchtturm in Argostoli

Der klassizistische Leuchtturm Agios Theodoros wurde 1829 errichtet, beim Erdbeben 1953 zerstört. Später wurde er nach der ursprünglichen architektonischen Gestaltung unter Nutzung noch vorhandener Teile wieder aufgebaut. So ganz anders, als Leuchttürme üblicherweise aussehen, präsentiert er sich auf schroffen Felsen an der Einfahrt zur Bucht von Argostoli. Die Küste zeigt sich hier felsig und das Meer ist kristallklar.

die Bucht vor Argostoli

Das Naturphänomen Katavothres

Unser Taxifahrer möchte uns unbedingt noch eine weitere Sehenswürdigkeit der Insel zeigen: die Meeresmühle bei Argostoli. Sie liegt auf dem Rückweg und in den 15 Euro, auf die wir uns  für den kurzen Ausflug geeinigt haben, ist der Stop mit drin. Der Ort ist wirklich sehenswert, alles sehr gepflegt und hübsch angelegt. Auch ein modernes Restaurant gibt es hier, was allerdings während unseres Besuches leider geschlossen hat.

Das Besondere an diesem Ort: Das Meereswasser fließt hier wie ein Bach in das Innere der Insel, also quasi in die falsche Richtung. Diese Öffnungen, in die das Meerwasser fließt, werden Katavothres (Schlünde) genannt. Das Meerwasser fließt in diese Höhlen hinein, durchquert die Insel unterirdisch  und kommt erst nach 14 Tagen am anderen Ende der Insel  wieder zum Vorschein. Das Fließen des Wassers wurde früher zum Antrieb der Wassermühle genutzt, mit der Getreide gemahlen wurde.

Wassermühle bei Argostoli

Nachdem uns der Taxifahrer wieder im Hafen abgesetzt hat, beenden wir unseren Landgang in Argostoli und gehen wieder an Bord. Der kurze Ausflug war sehr schön und die Meeresschildkröten werden wir auch noch lange in Erinnerung behalten.   weiterlesen ….


Informationen zum Schiff: Die Silver Wind von Silversea Cruises – stilvoller Luxus auf See

 

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