InstaMeet auf dem Magdeburger Dom

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

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Erneut hat die Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH (kurz: MMKT) zum InstaMeetMagdeburg aufgerufen und sehr gern nehme ich wieder teil! Nach dem Rundgang über die Baustelle des City-Tunnels am Magdeburger Hauptbahnhof ist dies nun schon mein zweites InstaMeet, diesmal geht es zum Magdeburger Dom.

Insta-was?  Wenn du mit dieser Bezeichnung so gar nichts anfangen kannst, dann schau doch einfach in den Bericht über mein erstes InstaMeet! Dort habe ich erläutert, was für ein Veranstaltungsformat das ist und weshalb so etwas durchgeführt wird.

Während es beim InstaMeet Tunnelbaustelle ein wenig unter die Erdoberfläche ging, wollen wir diesmal hoch hinaus: auf Domspitzen, hoch über der Stadt. Von dort oben muss man einen wundervollen Ausblick haben!

Magdeburger Dom

Der Magdeburger Dom, Wahrzeichen der Stadt

In meinem Artikel #MagdeburgerKind habe ich geschrieben:

egal wo wir auch waren, wie schön es in der Ferne auch war – wenn ich die Elbe und den Dom wieder sehe, fühle ich mich zu Hause

Von der Autobahn aus westlicher Richtung kommend, bietet sich ein wunderbarer Blick über Magdeburg. Die Silhouette der Stadt wird dabei von einem zentralen Punkt dominiert: dem Magdeburger Dom. Dieser Anblick weckt regelmäßig ein Heimatgefühl bei mir – und aus dem Feedback zum genannten Artikel weiß ich, dass es vielen Magdeburgern ebenso ergeht.

Schön ist er, unser Dom! Er ist die älteste gotische Kathedrale Deutschlands. Vielleicht war sein Bau zur damaligen Zeit ebenso umstritten, wie zu Beginn der 2000er Jahre der Bau der Grünen Zitadelle in seiner unmittelbaren Nachbarschaft? Vom Baubeginn des Doms im Jahr 1209 bis zur Fertigstellung der Domtürme im Jahr 1520 sind mehr als 300 Jahre vergangen – es war also auf jeden Fall ein Großprojekt mit Potenzial für kontroverse Diskussionen.

Zwei ungleiche Türme hat der Magdeburger Dom

104 Meter misst der Dom zu Magdeburg von der Basis bis zur Turmspitze. Zumindest der Nordturm – denn der Südturm ist tatsächlich einige Meter kleiner. Es ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen: die beiden Domtürme sind ungleiche Zwillinge.

Magdeburger Dom Türme

So trägt nur der Nordturm die Glocken sowie eine mächtige steinerne Kreuzblume auf der Spitze und ist auch massiver gebaut, als der Südturm. Weshalb das so ist, erklärt vermutlich ein Blick auf den Standort des gewaltigen Bauwerks. In unmittelbarer Nähe der Elbe ist der Boden von sandigen Schichten geprägt. Während Teile des Bauwerks durch den sogenannten Domfelsen gestützt werden, musste wohl beim Bau des Südturmes dem sandigen Untergrund Rechnung getragen werden – zumindest ist das in verschiedenen Quellen so zu lesen. Der Guide, der uns im Magdeburger Dom auf den Nordturm begleitet hat, hat dies nicht so bestätigt.

Nun, den Domfelsen gibt es tatsächlich und nur ca. 350 Meter vom Dom entfernt kann man ihn bei Niedrigwasser aus der Elbe auftauchen sehen.

Meine schönsten Reisefotos aus Deutschland

Dem Magdeburger Dom auf’s Dach gestiegen

433 Stufen sollen es sein, die bis in die Spitze des Nordturms führen. Nachgezählt habe ich nicht. Ich muss auch gestehen, dass wir beim InstaMeet zwar alle Stufen hinab – aber nur zwei Drittel der Stufen hinauf gestiegen sind. Das erste Drittel des Aufstiegs hat uns unser Guide erspart – es gibt nämlich im anderen Turm einen Aufzug. So sehen wir das erste Drittel nur beim Abstieg. Eigentlich ist dies jedoch noch das einfachste Stück – die Treppen beginnen im Raum unterhalb des Turmes und sind dort noch so breit, dass bequem 2 Personen nebeneinander hinauf steigen könnten.

Nun, noch einfacher ist es mit dem Aufzug. Er bringt uns bis Höhe des Dachstuhls über dem Mittelschiff. Wir überqueren das Mittelschiff des Doms in 33 Metern Höhe. Alles ist hier aus Holz und natürlich kommt uns der Gedanke an den Dachstuhlbrand des Pariser Wahrzeichens Notre Dame. Was für ein Glück, dass im Jahr 1945, als der Dom bei der Bombardierung Magdeburgs getroffen wurde, der Brand schnell gelöscht und schlimmerer Schaden verhindert werden konnte!

Magdeburger Dom Dachstuhl

Und dann dürfen wir tatsächlich dem Dom aufs Dach steigen. Durch zwei Türen rechts und links im hinteren Bereich des Gebäudes gelangen wir zu beiden Seiten hinaus. Schon von hier aus ist der Blick über die Stadt sehr beeindruckend. Die kunstvollen Wasserspeier wecken wieder Assoziationen zur Notre Dame. Ihnen kommt die Aufgabe zu, das vom Dach ablaufende Regenwasser von den Mauern des Bauwerks fernzuhalten – und diese Funktion erfüllen sie auch heute mit fast 500 Jahren noch. Fleißige kleine Kerlchen!

Magdeburger Dom Wasserspeier

Der Aufstieg auf den Nordturm

Weiter geht es im Nordturm. Wir gehen zunächst durch den Dachstuhl wieder zurück zur Westseite des Gebäudes, steigen im Turm weiter hinauf und erreichen den Glockenraum. Zwei riesige Glocken hängen hier. Natürlich werden diese längst nicht mehr manuell angetrieben. Die nahezu 500 Jahre alten mächtigen Balken finde ich beeindruckend. Wenn sie reden könnten, was würden sie wohl über die vergangenen 500 Jahre alles zu berichten haben?

Magdeburger Dom Glocke

Magdeburger Dom Antrieb Glocke

Magdeburger Dom Balken

Die Wendeltreppen im zweiten und dritten Abschnitt des Turmaufstiegs werden immer schmaler. Meinen Fotoapparat habe ich längst im Rucksack verstaut – meine ganze Aufmerksamkeit gilt den unebenen und ungleichmäßigen Treppenstufen, die immer weiter hinauf führen.

Magdeburger Dom Aufstieg Turm

Magdeburger Dom 1520 Jahreszahl

Oben angekommen, steige ich durch eine schwere Metalltür ins Freie. Aufatmen. Geschafft! Über der Tür ist auf einem Stein die Jahreszahl der Fertigstellung des Magdeburger Doms zu lesen: 1520. Wer mag diese Ziffern dort wohl in den Stein gehauen haben? Und wie sah die Stadt aus, die er zur damaligen Zeit von hier oben überblickte? Das Magdeburger Lied kommt mir in den Sinn:

Ist denn die Elbe
immer noch dieselbe,
fragt sich der Dom
und wundert sich

Der heutige Anblick der Stadt zu unseren Füßen würde ihn sicher in Erstaunen versetzen. Die Stadt ist nicht mehr dieselbe – sie hat sich in den 800 Jahren seit Baubeginn des Magdeburger Doms mehrfach komplett verändert.

Und so lasse ich mich von dem Ausblick faszinieren – da ist viel Grün in der Stadt zu sehen. Meine Augen finden vertraute Punkte wie das Hundertwasserhaus, die Johanniskirche, den Jahrtausendturm. Die Elbe schlängelt sich wie ein Band durch die Stadt und wird von der Hubbrücke, der Strombrücke und dem Nordbrückenzug überspannt. Ganz deutlich ist auch der Domfelsen zu erkennen, der sich in diesem Sommer großflächig aus der Elbe erhebt.

Magdeburger Dom Ausblick

Magdeburger Dom Ausblick

Magdeburger Dom Ausblick

Magdeburger Dom Ausblick

Die Zeit vergeht wie im Flug und schließlich müssen wir wieder den Rückweg antreten. Im Gepäck habe ich Dutzende Fotos und viele Eindrücke – ebenso wie alle anderen Teilnehmer des InstaMeet. Es geht die schmalen Wendeltreppen wieder hinab, was ich fast noch schwieriger finde. Diesmal nehmen wir auch im letzten Drittel die Treppen.

Öffentliche Turmführungen im Magdeburger Dom

Habe ich dir mit meinem Bericht und meinen Fotos jetzt Lust gemacht auf einen Blick von den Magdeburger Domtürmen? Kein Problem – es gibt öffentliche Turmführungen! Sie finden im Sommerhalbjahr jeweils freitags, sonnabends und sonntags statt.

Du solltest fit genug sein, die 433 Stufen zu bewältigen und den Blick aus rund 90 Metern Höhe nicht scheuen. Außerdem denke bitte an geeignetes Schuhwerk!

Die Tickets kannst du direkt vor Ort im Dom erwerben. Die Führung dauert ungefähr eine Stunde, wobei rund die Hälfte der Zeit für den Auf- und Abstieg zu rechnen sind. Es lohnt sich definitiv und ist ein besonderes Erlebnis!

Mehr über Magdeburg auf SilverTravellers

Natürlich gibt es auf SilverTravellers noch mehr über Magdeburg und Umgebung zu lesen. Stöbere doch einfach selbst ein wenig durch die Artikel, du findest sie hier: https://www.silvertravellers.de/magdeburg-und-umgebung/


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13 Kommentare
  1. Silvia

    Das sind ja tolle Bilder geworden! Ich finde es immer wieder super, wenn man neue Blickwinkel kennen lernen kann, total inspirierend!
    LG Silvia

  2. Miriam

    Wow, die Aussicht vom Dom ist echt beeindruckend. Ich war vor 20 Jahren mal in Magdeburg, aber da hat sich bestimmt einiges verändert. So schön hab ich es auch nicht in Erinnerung 🙈

  3. WOW, das ist ja ein echt spannendes Erlebnis und tolle Bilder.
    Dein Artikel würde perfekt zum aktuellen Bericht bei uns passen, Städtereise von oben 🙂

    Liebe Grüße, Katja

  4. Sigrid

    Was für ein Ausblick! Ich finde solche Aktionen ja immer total spannend – und nehme auch in meiner Stadt immer wieder gerne daran teil. Da ich ohnehin versuche, jede Stadt, die ich besuche, auch von oben zu sehen, natürlich die perfekte Unternehmung. Werde ich mir jedenfalls merken für den Fall, dass es mich mal nach Magdeburg verschlägt. 🙂

  5. Tanja L.

    Die Aussicht ist schon beeindruckend. Dafür hat sich der Aufstieg garantiert gelohnt. Vor allem den Dom von innen zu sehen finde ich spannend. Die meisten Kirchen sieht man ja doch nur von außen. Ich frage mich immer, wie damals solche Bauwerke entstanden sind. Ob wir das heute überhaupt noch hinbekommen würden? Oder bezahlen könnten…?

  6. Ich liebe den Ausblick von oben. Egal ob bei einer Städtereise oder beim Wandern. Steht irgendwo ein Turm, ein Aussichtspunkt oder ein Berg, ich muss hoch 😉
    Daher hätte mir dieser Instawalk sicher enorm viel Spaß bereitet.
    Die Bilder sind richtig schön geworden.

    Liebe Grüße, Katja

  7. Elena

    Tolle Aussicht vom Dom! Ich muss sagen, ich habe noch nie daran gedacht auch mal den Turm anzuschauen, werde ich bei meinem nächsten Städtetrip gleich einplanen. 🙂

    Schöne Grüße
    Elena

  8. Fabienne Maxi

    Wow!! Der Dom sieht wirklich sehr beeindruckend aus! Die Aussicht muss beeindruckend sein 😍

    Liebe Grüße
    Fabienne

  9. Lena

    Liebe Cornelia
    Oh, das waren aber viele spannende Informationen zum Magdeburger Dom, war richtig interessant zum lesen und natürlich tolle Bilder. Die Dom Felsen kannte ich übrigens noch gar nicht. Falls ich einmal in der Nähe bin, lasse ich mir einen Aufstieg in den Turm sicher nicht entgehen:)
    Liebe Grüsse
    Lena

  10. Doris

    Oh, das sieht ja wunderbar aus! Die Idee „InstaMeet“ kannte ich nicht – tolle Aktion! Kirchen haben es mir zudem angetan – Deine Fotos vom Dom dort sind wirklich einmalig! Dass der Aufstieg derart lange dauert, ist der Hit – Wahnsinn! Aber, wie man sieht, hat es sich eindeutig gelohnt!

    Liebe Grüße,

    Doris

  11. Jana

    Die 433 Stufen würde ich definitiv schaffen, immerhin bin ich im Kölner Dom noch 100 Stufen mehr gelaufen, aber anstrengend war es trotzdem! Puh!

    Meine Tochter und ich waren schon einige Male in Magdeburg, aber nur einmal zum Konzert in der Innenstadt und ansonsten nur am Bahnhof! Ich glaube, ich muss mir doch mal mehr von der Stadt ansehen 🙂 Und ich schau gleich mal nach, was ein InstaMeet ist 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

  12. Renate

    Tolle Ein- und Ausblicke in Magdeburg. Die Bilder gefallen mir sehr gut. Ich glaube, ich muss auch mal wieder nach Magdeburg. Ich war zur Wendezeit zuletzt dort…
    LG Renate

  13. Pia

    Da ist dir ein wirklich interessanter Beitrag gelungen! Konnte grad einiges dazu lernen und vielleicht besuche ich den Dom auch mal 🙂

Ich freue mich über Feedback

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