7 Spots entlang der Elbe – was du unbedingt am Magdeburger Elbufer erleben solltest

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Spaziergang am Magdeburger Elbufer – vom Petriförder bis zum Albinmüllerturm

Geht euch das auch so: manchmal vergisst man, welche wunderbaren Orte es in der eigenen Heimatstadt gibt. Das wurde mir so richtig bewusst, als ich in einem Restaurant saß und Gäste am Nebentisch reden hörte. Sie waren auf einer Wochenend-Kurzreise und unterhielten sich begeistert über die Sehenswürdigkeiten Magdeburgs und das Elbufer in Magdeburg.

Das war der Anstoß, einmal über meine Lieblingsorte in und um Magdeburg nachzudenken.
„Ist denn die Elbe immer noch dieselbe, fragt sich der Dom und wundert sich …“ so beginnt das Magdeburger Lied, das wohl die meisten Magdeburger kennen und das seit Jahrzehnten jedes Magdeburger Kind im Kindergarten gelernt hat. Und wenn ich so überlege … nein, ist sie nicht. Die Elbe hat sich verändert, wie auch die gesamte Stadt sich verändert hat. Schön ist Magdeburg geworden. Neue Lieblingsorte sind entstanden. Und mittendrin fließt – quasi als Dreh- und Angelpunkt – die Elbe. Hier kannst Du bei schönem Wetter einen abwechslungsreichen und entspannten Tag verbringen, mach einfach einen Spaziergang vom Pertriförder bis zum Albinmüllerturm:

In Magdeburg auf der Elbuferpromenade entlang bummeln

Von der Innenstadt aus erreicht man in wenigen Minuten zu Fuß die Elbuferpromenade. Sie zieht sich entlang der Elbe am westlichen Ufer zwischen Nordbrückenzug und Hubbrücke über ca. 2,5 Kilometer und wird gesäumt von gepflegten Grünanlagen. In den letzten Jahren neu entstanden ist der südliche Teil der Promenade. Hier wurde der ehemalige Elbebahnhof, ein altes Industriegelände, neu mit Wohnhäusern und Restaurants bebaut und die Elbuferpromenade dabei verlängert. Bei einem Spaziergang am Elbufer bietet sich immer wieder ein wundervoller Ausblick auf Magdeburg und einige seiner Sehenswürdigkeiten, die man bei dieser Gelegenheit auch gut fotografieren kann.

Ich würde einen Bummel auf der Elbuferpromenade am Petriförder beginnen. Hier befinden sich die Anlegestellen der Weißen Flotte und in den Sommermonaten wird am Petriförder eine Strandbar aufgebaut. So richtig mit Sandstrand, Liegestühlen und Sommerfeeling. Und keine Sorge, auch auf dem weiteren Weg findet sich immer wieder ein nettes Restaurant oder Café, in dem Du einkehren und eine Pause einlegen könntest. Magdeburg hat nämlich eine ganze Menge davon.
Von Petriförder aus geht es stromaufwärts entlang der Elbe. Die Promenade teilen sich Fußgänger, Radfahrer und Skater, das funktioniert aber ganz gut. Entlang des Weges sind diverse Brunnenanlagen, Skulpturen und Sitzbereiche.
Kurz vor der Strombrücke wird der Pegelstand des Flusses in diesem Bereich angezeigt. Wenn Du dort stehst, stell Dir einfach mal vor, wie es im Juni 2013 hier aussah, als der Pegel bei 7,47 Meter stand.

der Elbpegel an der Strombrücke in Magdeburg
der Elbpegel an der Strombrücke in Magdeburg

 

Davor öffnet sich die Promenade und wird zu einem großen Platz. In der Mitte befindet sich ein Monument aus den 70er Jahren. Eigentlich soll es eine Fahne darstellen, wird aber von den Magdeburgern mitunter ein wenig respektlos als „Spirelli“ betitelt. Auf jeden Fall gehört es zum Stadtbild dazu. An verschiedenen Stellen sind auch hier Bänke aufgestellt, die zum Verweilen einladen.

Fototip: von der Pegelanzeige aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Johanniskirche und kann sie von dort aus gut fotografieren.

Blick vom Elbufer auf die Johanniskirche
Blick vom Elbufer auf die Johanniskirche

 

Unter der Strombrücke hindurch geht es dann weiter elbaufwärts, vorüber am Parkhaus eines großen Shoppingcenters, des Allee-Centers. Wenige Meter weiter kreuzt eine Fußgängerbrücke die Straße und die Promenade. Diese Brücke verbindet das Elbufer mit dem historischen Gebiet um Fürstenwall und Dom. Direkt an der Brücke befindet sich am Elbufer ein Café und Restaurant mit einer kleinen Terrasse zur Elbe hin.

Am Elbufer auf den Elbtreppen sitzen

Direkt neben der Fußgängerbrücke und dem Café sind Treppen hinunter zum Fluss in das Ufer eingebaut. Bei schönem Wetter ist dies einer der Lieblingsplätze der Magdeburger, hier sitzt man und entspannt, schaut auf die Elbe und genießt die Stimmung.

die Elbtreppen am Ufer des Flusses
die Elbtreppen am Ufer des Flusses

 

Blick von den Elbtreppen zur Hubbrücke
Blick von den Elbtreppen zur Hubbrücke

 

Nach Sonnenuntergang kann man von hier aus die beleuchtete Hubbrücke bewundern. Der Italienische Lichtkünstler Maurizio Nannucci hat eine Lichtinstallation für diese ehemalige Eisenbahnbrücke entworfen und so leuchten seit 2008 bei Dunkelheit rote und blaue Neonbuchstaben von der Brücke und spiegeln sich malerisch im Fluss. Auf der einen Seite ist zu lesen „von so weit her bis hier hin“ und auf der anderen Seite steht „von hier aus noch viel weiter“

Wie sehr die Magdeburger dieses Kunstwerk ins Herz geschlossen haben, zeigte sich im Jahr 2012. Nachdem der Schriftzug durch Vandalismus zerstört wurde, gab es eine Spendenaktion, bei der innerhalb weniger Tage das benötigte Geld für die Reparatur zusammenkam.


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Wenn der Wasserstand der Elbe niedrig ist, wird der Domfelsen vor den Elbtreppen sichtbar, der für die Schifffahrt auf der Elbe ein Hindernis darstellt. 1890 wurde eine Fahrrinne in den Felsen gesprengt, aber dennoch gilt in Höhe des Domfelsens ein Begegnungsverbot für Schiffe.

der Domfelsen bei niedrigem Wasserstand der Elbe
der Domfelsen bei niedrigem Wasserstand der Elbe

 

Beim Zeitzähler schauen, wie spät es jetzt gerade am Amazonas ist

Von den Elbtreppen bis zur Hubbrücke sind es dann nur noch wenige Minuten Fußweg, vorüber an einem anderen Kunstwerk, das schon auf den ersten Blick recht interessant aussieht. Da sitzt ein Mann auf einer ca. drei Meter großen Weltkugel, in die 18 Uhren eingelassen sind, und hält vor seinem Gesicht eine weitere Uhr. Nur diese Uhr zeigt die aktuelle Zeit, alle andern Uhren in der Kugel geben Auskunft darüber, wie spät es gerade an diversen Wasserläufen überall auf der Erde ist.

Eine Tafel erklärt, was es mit dem Kunstwerk auf sich hat:

Gloria Friedmann, geb. 1950 in Kronach, lebt in Paris) Zeitzähler, 2007/2008, Die Elbe [in] between 2007, Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

„Man sagt die Zeit ist im Fluss und es heißt Flüsse verbinden. Die Skulptur von Gloria Friedmann für die Elbe macht auf den Zusammenhang aufmerksam, der die Zeit für den Menschen, wie für den Fluss, mit allen Wassern überall auf der Welt verbindet, mit den Wassern aller Flüsse und Seen, aller Wolken und Ozeane. Hier am Strom der Elbe, wie überall auf der Welt, hat der moderne Mensch die Gegenwart und auch die Zukunft in seinen Händen.“

der "Zeitzähler" an der Elbuferpromenade
der „Zeitzähler“ an der Elbuferpromenade

 

die Figur des "Zeitzählers" auf der Kugel
die Figur des „Zeitzählers“ auf der Kugel

Auf der Hubbrücke die Elbe überqueren

Die Hubbrücke ist eine ehemalige Eisenbahnbrücke. Erbaut 1848 und anfangs noch als Drehbrücke konzipiert, wurde sie im Laufe der Jahrzehnte mehrmals umgebaut und dem Schiffsverkehr angepasst. In der heute sichtbaren Bauweise steht sie seit 1934. Seit 1998 ist sie stillgelegt und seit 2001 ist das 90 Meter lange Mittelteil dauerhaft in angehobener Position, weil die Hubvorrichtung defekt ist. Die Brücke kann nur noch zu Fuß überquert werden, das angehobene Mittelteil ist über Treppen mit den Seitenteilen verbunden.

die Hubbrücke über die Elbe in Magdeburg
die Hubbrücke über die Elbe in Magdeburg

 

Neben der schon beschriebenen Lichtinstallation gibt es noch eine weitere Besonderheit an der Brücke. Wenn man sie überquert und den Blick nach unten schweifen lässt, fallen sofort die Holzbohlen der Brücke ins Auge. Sie tragen jeweils individuelle Inschriften. Die Story dahinter: In den Jahren seit 2012 wurden die Holzbohlen der Brücke saniert und auch hier waren die Magdeburger mit Spenden dabei. Die Spender der Bohlen konnten diese dann jeweils mit Sprüchen oder ihren Namen versehen lassen.

Fototip: Wenn Du auf der Brücke stehst, schau doch einmal zurück zur Elbuferpromenade. Es bietet sich ein wunderbares Bild der Stadtsilhouette mit der Elbe davor.

Blick von der Hubbrücke auf das westliche Elbufer
Blick von der Hubbrücke auf das westliche Elbufer

 

Auf der Elbschaukel sitzen

Über die Brücke kommt man zur östlichen Seite der Elbe. Hier befindet sich der Stadtpark, aber wir wenden uns erst einmal einem weiteren Lieblingsplatz der Magdeburger zu: der Elbschaukel.

Was ist das denn?

Ungefähr seit April 2015 hängt am östlichen Ufer unter der Hubbrücke eine riesige Schaukel. Sie war plötzlich da, wer sie dort hingehängt hatte, wusste niemand. Irgendjemand war wohl der Ansicht, dass so eine Schaukel an diesen Ort passt. Wer auch immer das war: er hatte recht. Für die Instandhaltung fanden sich dann Magdeburger Firmen, auch hierfür gab es Spendengelder der Magdeburger. Für die Schaukel bzw. die Fotos der Magdeburger auf dieser Schaukel gibt es sogar eine eigene Facebook-Seite: https://www.facebook.com/unsereelbschaukel/

Aber nun genug geredet: geh einfach die Uferböschung hinunter unter die Brücke und setze Dich auf die Schaukel. Du hast hier einen wundervollen Ausblick auf die Altstadt.

die Elbschaukel in Magdeburg
auf der Elbschaukel sitzen und die Stadtsilhouette betrachten … wunderbar!

 

Fototip: von einem Standort ca. 2-3 Meter hinter der Schaukel kannst Du das typische Elbschaukelbild aufnehmen. Beispiele gibt es gaaaanz viele auf der genannten Facebook-Seite oder bei Instagram unter dem Hashtag #elbschaukel

Im Biergarten auf den Seeterrassen sitzen

Wenn Du mir bis hierhin gefolgt bist, befindest du Dich übrigens gerade auf einer Insel und gleichzeitig im größten Park der Stadt – dem Rotehornpark, oder auch einfach Stadtpark. In Magdeburg  teilt sich die Elbe in zwei Arme auf, die Stromelbe und die Alte Elbe. Beide Elbarme fließen um die Rothehorninsel und kommen dahinter wieder zu einem Strom zusammen.

Der Park ist ein beliebtes Ausflugsziel der Magdeburger – man geht hier spazieren oder fährt mit dem Fahrrad auf den Wegen, die den Park in alle Himmelsrichtungen durchziehen. Auch vielen Skatern begegnet man hier. Vom Frühjahr bis Herbst kann man auch Fahrräder, Rikschas oder Segway ausleihen und damit den Park erkunden oder auf dem Adolf-Mittag-See ein Ruderboot ausleihen und – sofern der Wasserstand es zulässt – in die Seitenkanäle fahren.

Blick über den Adolf-Mittag-See zur Marieninsel
Blick über den Adolf-Mittag-See zur Marieninsel

 

Blick über den Adolf-Mittag-See zu den Seeterrassen
Blick über den Adolf-Mittag-See zu den Seeterrassen

 

Man kann aber auch zu Fuß um den Adolf-Mittag-See spazieren (keine Angst, er ist nicht sehr groß) und dann auf den Seeterrassen im Biergarten oder im Restaurant „Le Frog“ einkehren. Bei schönem Wetter würde ich natürlich einen Platz im Freien bevorzugen.

Den Rundumblick vom Albinmüllerturm genießen

Einen wunderbaren Rundumblick auf die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts hat man vom Albinmüllerturm. Den Aussichtsturm im Rotehornpark kann man gar nicht verfehlen, er ist schon von Weitem zu sehen.  Der Name des Turms geht auf den Architekten zurück: Albin Müller entwarf das in den 1920er Jahren errichtete Gebäude. Er besitzt eine Aussichtsplattform, welche man über 252 Treppenstufen oder per Fahrstuhl erreicht. Bei klarem Wetter kann man von dort oben den Brocken sehen.

der Albinmüllerturm befindet sich gleich in der Nähe der Seeterrassen
der Albinmüllerturm befindet sich gleich in der Nähe der Seeterrassen

 

Der Eintritt kostet 2 Euro pro Person (Hinweis: die Automaten am Eingang akzeptieren nur Münzen im Wert von 50 Cent, 1 oder 2 Euro).

Zurück in die Innenstadt kommt man dann ganz bequem mit dem Bus, der am Rondell vor der Stadthalle und dem Albinmüllerturm abfährt.

Weiterlesen … noch mehr Tipps für Magdeburg und Umgebung

  • Wenn Du noch mehr über Magdeburg lesen und noch weitere Highlights dieser schönen Stadt an der Elbe kennenlernen möchtest, dann schau doch in meinem Beitrag #MagdeburgerKind vorbei. In diesem Beitrag habe ich 11 Fragen von Charnette (Blog „Wir auf Reise“) zu meiner Heimatstadt beantwortet und gebe Tips für Unternehmungen an Regentagen, Unternehmungen mit Kindern, stelle Magdeburger Dom und die Grüne Zitadelle von Hundertwasser vor und vieles mehr.
  • Ein wunderschönes Ausflugsziel in der Nähe von Magdeburg stelle ich in meinem Artikel

    Schloss Hundisburg – Ausflugsziel in der Nähe von Magdeburg  vor.

  • Eine wahre Meisterleistung der Ingenieurskunst kannst du ebenfalls unweit von Magdeburg bewundern: Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg.

Oder stöbere doch einfach selbst in den Artikeln mit Reisetipps für Magdeburg und Sachsen-Anhalt.

 

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5 Kommentare
  1. sehr cool deine Hot Spots liebe Cornelia! und da sieht man mal, dass auch so weniger bekannt, bzw. besuchte Städte total schöne Ecken haben … man muss nicht immer weit wegreisen um so schöne Orte zu entdecken 🙂

  2. Veronika

    Die eigene Stadt mal durch die Augen eines Touristen betrachten, genau das habe ich letztes Jahr auch gemacht, als ich meinen bayrischen Schwiegereltern meine Heimatstadt Linz ( in Österreich) gezeigt habe. Manchmal sieht man das besondere gar nicht mehr, nur weil man es ständig vor der Nase hat. Sich dessen von Zeit zu Zeit wieder mal bewusst zu werden ist eine gute Idee!
    Am besten gefallen mir die Stufen am Elbufer und die coole Schaukel sowie die Uhr in Form einer Kugel mit den verschiedenen Zeiten drauf.
    Liebe Grüße
    Veronika

  3. Ich bin immer wieder überrascht, welche Schönen Plätzchen unser schönes Deutschland zu bieten hat. Wir haben die Donau gleich um die Ecke, an der Elbe war ich leider noch nie…
    Liebe Grüße
    Tanja

  4. Andreas

    Ich muss zu meiner Schande gestehen: Die ganze Ecke ist mir völlig unbekannt bisher, aber da sieht man mal wie schön es auch in Deutschland sein kann. Das werde ich mir auf jeden Fall mal speichern und vormerken für demnächst … wäre nur prima wenn das deutsche Wetter dann genauso mitspielt wie auf den Fotos hier *lechz*

  5. Sigrid Braun

    In Magdeburg war ich leider noch nicht. Aber dein Beitrag ist wirklich sehr interessant und deine Bilder zeigen, dass es eine sehenswerte Stadt ist.
    Liebe Grüße Sigrid

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