Weltwunder der Neuzeit #2: Reisetipps Chinesische Mauer

Sieben Reiseblogger über ihren Besuch der Großen Chinesischen Mauer

Im zweiten Teil meines Blogprojektes 2018 Reisetipps rund um die sieben Weltwunder der Neuzeit habe ich wiederum andere Reiseblogger gebeten, über ihre Erfahrungen zu berichten. Diesmal geht es um den Besuch der Großen Chinesischen Mauer.

Ich habe gemeinsam mit meinem Mann die Chinesische Mauer bei Badaling besucht und in meinem Beitrag  Die Chinesische Mauer bei Peking  bereits kurz darüber berichtet. Aber es gibt darüber hinaus noch einige andere Mauerabschnitte, welche – saniert oder unsaniert – dem Besucher zugänglich sind. Nicht alle sind so bekannt wie der bei Badaling und deshalb freue ich mich sehr, dass wir mit diesem Artikel eine Vielfalt von Besuchszielen vorstellen können.  Sieben Reiseblogger sind meinem Aufruf gefolgt – deutlich mehr, als ich erhofft hatte.

Sie haben alle China besucht, einige sogar mehrfach oder haben sogar einige Zeit dort gelebt – Du bekommst also fundierte Reisetipps von sehr erfahrenden Reisenden! Du interessierst Dich für China? Dann nimm dir ein wenig Zeit, ganz in Ruhe diesen Beitrag zu lesen und auch darüber hinaus auf den Blogs der Teilnehmer noch ein wenig zu stöbern!

Wie schon im ersten Teil meines Blogprojektes gibt es zunächst von jedem einen Kurzbeitrag, gefolgt von einer kurzen Vorstellung des Bloggers/der Bloggerin und des jeweiligen Reiseblogs.

Chinesische Mauer Badaling Ausblick Turm

Diese Reiseblogger teilen ihre Erfahrungen und Reisetipps rund um die Chinesische Mauer mit Dir

Um ein wenig Struktur zu schaffen und Dir die Übersicht zu erleichtern, habe ich die einzelnen Beiträge nach den besuchten Mauerabschnitten geordnet. Dies sind nun die Reiseblogger, welche sich mit ihren Erfahrungen, Beiträgen und Reisetipps am zweiten Teil meines Blogprojektes 2018 beteiligt haben – lieben Dank dafür!

Ich beginne mit dem Bericht von zwei Reisebloggerinnen, die bereits mehrfach die Große Chinesische Mauer besucht haben und auf deren Blogs du umfangreiche Expertentipps zu China-Reisen findest:

Mutianyu, Gubeikou, Jiayuguan, Zhuangdaokou, Jiankou, Longquanyu

  • Vanessa vom Reiseblog „The Travelling Colognian“

Huanghuacheng, Badaling, Mutianyu

  • Ulrike vom „Bambooblog“

Mutianyu

Es ist erstaunlich, selbst beim Besuch des gleichen Mauerabschnitts schildern zwei Bloggerpaare unterschiedliche Erfahrungen hinsichtlich der besten Uhrzeit für einen Besuch. Auf jeden Fall zwei tolle Berichte!

  • Sani und Richi vom Reiseblog „Salty Toes“
  • Franziska und Christoph vom Reiseblog „Weltenbummler unterwegs“

Ein weiterer Blogger hat den Mauerabschnitt Mutianyu im Winter besucht und außerdem noch andere Abschnitte beschrieben:

  • Thomas vom Reiseblog „Reisen und Essen“

Jinshanling

  • Steffi vom Reiseblog „Reiselife“

Badaling

Den von so vielen Besuchern als überlaufen geschilderten Mauerabschnitt bei Badaling hat Nils besucht. Mit einer überraschenden Erkenntnis: es ist nicht wirklich relevant, welchen Mauerabschnitt man besucht – es kommt vielmehr auf den richtigen Zeitpunkt an. Auch in Badaling kann man bei geschickter Reiseplanung und zum richtigen Zeitpunkt die Mauer ohne große Menschenmassen besuchen.

  • Nils vom Reiseblog „PhotoTravelNomads“

 Vanessa vom Reiseblog The Travelling Colognian: „besuche die chinesische Mauer in Mutianyu nicht am Wochenende, sondern unter der Woche – möglichst früh am Morgen“

Vanessa über ihre Besuche der Chinesischen Mauer

Es war schon seit vielen Jahren mein Traum, einmal die chinesische Mauer entlang zu wandern. Im April 2013 war es dann endlich soweit. Zu Beginn meiner zweiten Reise durch China, die mich durch den Osten des Landes führte, besuchte ich den Mauerabschnitt in Mutianyu im Bezirk Huairou, 70 Kilometer nordöstlich von Peking. Endlich stand ich auf der chinesischen Mauer und war völlig überwältigt. Vor mir erstreckte sich dieser restaurierte Abschnitt mit seinen 22 Wachtürmen, den ich in den nächsten Stunden ausgiebig erkundete. Es war ein Montagmorgen und außer meiner kleinen Gruppe waren nur ein paar Händler und einige andere Besucher dort.

Bei diesem einen Besuch sollte es jedoch nicht bleiben. Im Oktober 2013 kehrte ich auf die chinesische Mauer in Mutianyu zurück. Zehn Monate später, an einem heißen Tag Ende August 2014, bewanderte ich den Mauerabschnitt in Gubeikou, zusammen mit meiner amerikanischen Freundin Mill. Sie lebt seit 2010 in Peking und arbeitet als Wanderführerin für eine lokale Agentur, die Wanderungen rund um Peking sowie Reisen in andere Teile Chinas anbietet. Die chinesische Mauer in Gubeikou liegt 135 Kilometer nordöstlich von Peking und ist größtenteils nicht restauriert.

Doch damit nicht genug. Während meiner Reise entlang des chinesischen Teils der Seidenstraße im Oktober 2014, die mich über Land fast 4.400 Kilometer von Peking nach Kashgar in den Nordwesten Chinas führte, besichtigte ich das westlichste Ende der chinesischen Mauer in Jiayuguan. Dieses liegt im Westen der Provinz Gansu, 2.000 Kilometer westlich von Peking.

Bei weiteren Aufenthalten in der chinesischen Hauptstadt im März 2015 und im Mai 2016 bewanderte ich die teilweise restaurierte, teils nicht restaurierte chinesische Mauer in Zhuangdaokou, die „wilde“, stark zugewachsene chinesische Mauer Jiankou „Big West“ und folgte der „Great Wall Spur“. Alle drei Mauerabschnitte sind von Peking aus im Rahmen einer Tagestour zu erreichen.

Von Anfang September 2017 bis Ende Januar 2018 lebte ich in Peking. Während dieser Zeit machte ich eine Wanderung entlang des teilweise restaurierten, teils noch nicht restaurierten Abschnitts in Longquanyu bis hin zum kleinen Westsee. Für mich ist die chinesische Mauer nicht nur eines der sieben Weltwunder der Neuzeit, sondern eines der beeindruckendsten, wenn nicht gar das beeindruckendste Bauwerk der Erde.

Tipps von Vanessa:

  • Ich würde Dir raten, die chinesische Mauer in Mutianyu nicht am Wochenende, sondern unter der Woche zu besichtigen und morgens möglichst früh loszufahren. Ich habe diesen Mauerabschnitt zweimal im Rahmen von zwei Abenteuerrundreisen durch Ostchina mit einer Kleingruppe besucht. Man kommt jedoch auch individuell dorthin. Mehr erfährst Du in meinem Blogartikel: „Ein Weltwunder: Die Chinesische Mauer, Mutianyu“.
  • Die weniger touristischen Mauerabschnitte Gubeikou, Zhuangdaokou, Jiankou „Big West“, Longquanyu und die „Great Wall Spur“ kann man sicherlich ebenfalls alleine besuchen. Da einige Bereiche dieser Mauerabschnitte jedoch nicht restauriert und weniger gut erhalten sind, würde ich dazu raten, diese entweder mit einem lokalen Anbieter oder einem einheimischen chinesischen Führer zu besichtigen. Hier erfährst Du alles über meine „Wanderung auf der Chinesischen Mauer in Gubeikou“.
  • Das westlichste Ende der chinesischen Mauer in Jiayuguan habe ich im Rahmen einer privaten Tour entlang der Seidenstraße Chinas Leider wird diese Tour vom Veranstalter nicht mehr angeboten.

Über Vanessa und ihren Reiseblog „The Travelling Colognian“

Vanessa berichtet auf ihrem zweisprachigen Blog „The Travelling Colognian“ auf Englisch und auf Deutsch über ihre Reisen insbesondere durch Asien und an den Persischen Golf. Der Schwerpunkt ihres Blogs liegt dabei auf Reisen als Frau alleine und abseits der Touristenpfade durch Länder wie China und Bhutan sowie durch Zentralasien.

Insgesamt war Vanessa bislang acht Mal in China, ist zweimal durch die südwestchinesische Provinz Yunnan, quer durch Ostasien, entlang der Seidenstraße Chinas und durch Tibet gereist. Von Anfang September 2017 bis Ende Januar 2018 hat sie in Peking gelebt.

Während ihres Studiums hat sie außerdem je zwei Monate in Costa Rica und in Santiago de Chile gelebt, wo sie für eine deutsch-chilenische Wochenzeitung gearbeitet hat. Bevor sie Asien als Lieblingskontinent für sich entdeckte, ist sie durch Europa, Nord-, Zentral- und Südamerika, Australien, Neuseeland und Ozeanien gereist.

Ulrike vom Bambooblog: „Nach wie vor halte ich Badaling für einen der interessantesten Abschnitte.“

Ulrike zum Mauerabschnitt Huanghuacheng

Bei Huanghuacheng, dem Dorf der gelben Blumen, gibt es einen der schönsten Abschnitte der Großen Mauer nördlich von Peking. Vom westlichen Tourismus noch fast nicht entdeckt, schlängelt sich die Mauer über die bewaldeten Berge und quer über einen kleinen Stausee. Einige Abschnitte sind noch nicht renoviert.

Dieser Abschnitt stammt aus der Ming-Dynastie (1368 – 1644). 65 Kilometer nördlich von Peking kann man knapp 11 Kilometer lang eine wunderbare Landschaft genießen, die man so nahe an der Megametropole Peking kaum vermutet. Schon die Anfahrt führt über Landstraßen, die mit Bäumen bestanden sind, raus aus den Hochhaussiedlungen. Gelbe Blumen wachsen am Wegesrand. Man kommt durch kleine Dörfer.

Es ist ein erster beeindruckender Blick auf den „Drachen, der sich über die Berge schlängelt“, der den Atem stocken lässt. Im Sommer lockt diese noch recht ursprüngliche Landschaft Ausflügler und Wanderer aus Peking an. Denn hier ist die Luft frisch und rein. An dem kleinen See haben sich Restaurants angesiedelt.

Eine Wanderung über den renovierten Teil, der relativ gut zu gehen ist, lässt den Blick auf zahlreiche Wehrtürme schweifen. Manchmal sind die Stufen steil, wirken fast gefährlich! Wenn man in die grüne Natur ringsum guckt, kann man mit ein wenig Achtsamkeit bunte Eidechsen, Schmetterlinge und Vögel sehen. Manchmal kreist ein Raubvogel am Himmel.

Ich kenne verschiedene Stellen der Großen Mauer. Badaling habe ich in den Jahren 1993 und 2011 besucht, Mutianyu bereits dreimal:1988, 1991 und 1993. Ich bin der Meinung, dass Badaling  einer der interessantesten Abschnitte ist. Dort gab es einst einen wichtigen Durchgang zwischen Peking und dem “wilden” Norden. Man kann dort einzigartige Befestigungsanlagen sehen. Auf Grund der leichten Erreichbareit durch eine Autobahn und einen Bahnhof ist Badaling allerdings auch einer der beliebtesten und am stärksten frequentierten Abschnitte.  An Wochenenden und Feiertagen sollte man nicht hierher fahren.

Aber meine liebste Stelle ist Huanghuacheng.

Über Ulrike und den „Bambooblog“

Der Bambooblog ist für mich in der Tat einer der interessantesten Blogs über China. Ulrike schreibt nicht einfach nur Reiseberichte, sie schreibt mit soviel Begeisterung über viele Themen und Aspekte rund um dieses große Land, Sitten und Gebräuche. Man hat als Leser das Gefühl, in diese fremde Kultur einzutauchen.

Seit 1987 reist Ulrike nach China. Fast jedes Jahr steht eine China-Reise auf ihrem Programm. Mittlerweile spricht sie Chinesisch und arbeitet als China Reise-Expertin bei einem kleinen China-Veranstalter in Hamburg. Ihre Lieblingsstadt in China ist Peking. Dort kennt sie sich aus. Und doch entdeckt sie bei jedem Besuch Neues, Unbekanntes. Gerne teilt sie ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf ihrem Blog: dem Bambooblog. Sie liebt es zu schreiben und zu fotografieren. Auf ihrem Blog  ist China der Schwerpunkt. Aber auch jeder Ausflug, jede Reiseerfahrung in Europa findet seinen Niederschlag als Reisetipp. So findet man dort neben den sehr interessanten Berichten rund um China auch Beiträge zu anderen Reisezielen weltweit.

Sani und Richi vom Reiseblog Salty Toes: „Rund 1,5 – 2 Stunden solltest du für die Anfahrt zur Mauer einplanen“

Sani und Richi zum Mauerabschnitt Mutianyu

Die berühmte große Mauer von China, ein fast 6.700 km langer Wall! Viele Besucher, die zum ersten Mal China bereisen, gehen davon aus, dass sich die chinesische Mauer in unmittelbarer Nähe der Stadt Peking befindet! So ist es keinesfalls. Rund 1,5 – 2 Stunden solltest du für die Anfahrt zur Mauer einplanen. Für den Besuch der Mauer selbst kommt es natürlich darauf an, wie viel du sehen möchtest. Die meisten Touristen verbringen ungefähr 1-3 Stunden an und auf der Mauer.

Im Stadtteil von Mutianyu, das rund 100 km nördlich von Peking liegt, wirst du einen Bereich der Mauer mit weniger Menschenmassen vorfinden.

 

Eine vom Hotel aus gebuchte Tour ist eine recht bequeme Möglichkeit für einen Ausflug zur Chinesischen Mauer. Ca. 800 Yuan (ca. 130 € für beide Personen) kostete unsere private Tour vom Hotel aus. Eine Alternative wäre die Fahrt mit einem öffentlichen Taxi. Es ist jedoch nicht sicher, dass man vor Ort auch ein Taxi für die Rückfahrt zu einem vernünftigen Preis findet.

360 Yuan (ca. 58 €) kostet ein Tagesticket. Mit dem Sessellift gelangst du zum Hauptteil der Mauer. Die optimale Zeit für einen Besuch ist frühmorgens (7:30 – 8:30 Uhr), dann hast du viele Teile der Mauer ganz für dich alleine! Nutze diese einsame Zeit auf der Mauer um über die einzigartige Geschichte und die damalige Zeit nach zudenken. Das wird dein Moment auf der chinesischen Mauer sein!

Auf der Mauer direkt gibt es keine Möglichkeiten, Erfrischungen oder Sonstiges zu kaufen. Daher denke daran, ausreichend zum Trinken mitzunehmen. Beim Abstieg der Mauer findest du zwar einige kleine Verkaufsstände, jedoch werden hier für Getränke horrende Preise verlangt.

 

Runter geht es dann mit der Gondelrutsche. Die macht richtig Spaß, solange der vor dir fahrende nicht dauernd bremst!

Mehr Fotos vom Ausflug der beiden zur Chinesischen Mauer und noch weitere Reisetipps für Peking findest Du in Sanis Beitrag Meine besten Highlights für 48 Stunden in Peking

Über Sani und Richi und ihren Blog „Salty Toes“

In ihrem About-Beitrag lese ich: Sani & Richi – Zwei um die Welt. Darunter ein schönes Foto von einem Paar. Sani schreibt die interessanten Artikel über schöne Orte und Reiseerlebnisse und Richi steuert die tollen Fotos bei.
So bunt und vielfältig die Welt ist, genauso sind auch ihre Reisen. Neben exotischen Insel-Paradiesen zeigen sie dir viel von der schönen Natur, aber auch Luxus-Unterkünfte. Außerdem geben die beiden dir tolle Reisetipps für Genussreisen auf der ganzen Welt. Auf ihrem Blog Salty Toes kannst du dir Inspirationen zu Reisezielen von Bora Bora bis nach China holen.

Franziska und Christoph vom Reiseblog Weltenbummler Unterwegs: „Die beste Reisezeit für Peking und die chinesische Mauer ist der Herbst.“

Franziska und Christoph zum Mauerabschnitt Mutianyu

Eines der unangefochtenen Highlights unserer Weltreise ist die chinesische Mauer. Offenbar sehen das viele Menschen ähnlich, denn das Welterbe wurde 2007 zu einem der neuen 7 Weltwunder gewählt. Schon oft auf Fotos betrachtet, machten wir uns Anfang September 2017 auf den Weg, die chinesische Mauer mit eigenen Augen zu sehen.

Viele Abschnitte der Großen Mauer sind noch unzureichend restauriert, aber es gibt auch einige Abschnitte, die problemlos begehbar sind. Der wohl bekannteste und damit touristisch etwas überlaufene Bereich ist der Abschnitt Badaling. Deswegen haben wir uns für den Mutianyu-Abschnitt entschieden – im Nachhinein eine gute Wahl. Hier gibt es zwar ebenfalls ein paar Touristen, aber deutlich weniger. Wer ungestört sein will, kommt am besten nachmittags. Gegen 14 Uhr hatten wir die chinesische Mauer fast für uns allein.

Es gibt diverse Anbieter, welche Touren zu der Großen Mauer verkaufen. Man kann aber ebenso problemlos mit dem Bus hingelangen. Dies bietet den Vorteil, nach eigenem Tempo und Lust auf der Mauer zu verweilen und ist dazu auch noch günstiger. Der Bus 916E fährt ab der Busstation Dongzhimen bis zur Haltestelle Huairou Beidajie (Wichtig: Das „E“ steht für Express, sonst dauert es länger). Von dort haben wir dann ein Taxi direkt zum Mutianyu-Abschnitt genommen. Achtung: Taxifahrer steigen in die Busse und machen Touristen weis, dass sie schon früher aussteigen müssen. Unbedingt bis Huairou Beidajie warten!

Bei dem Eingang angekommen, hat man drei Möglichkeiten, auf die Chinesische Mauer zu gelangen: Man kann zum einem hunderte von Treppen bergauf wandern. Oder man entscheidet sich für die gemütlichen Varianten: Mit Sessellift oder Seilbahn kommt man bei der hohen Luftfeuchtigkeit nicht ganz so aus der Puste. Schließlich will man ja auf der Chinesischen Mauer entlang auch noch ein Stück spazieren. Wir entscheiden uns für die Seilbahn. Hinunter kann man zwischen zu Fuß, Seilbahn oder der Rutsche wählen.

Oben auf der Mauer angekommen, waren wir etwas erstaunt: Die Mauer selbst besteht aus zahlreichen Stufen. Da Franzi mit Krücken unterwegs war, hieß das natürlich eine ganze Menge mehr Anstrengung für uns beide. Für Rollstuhlfahrer ist die Strecke ungeeignet.

Die Chinesische Mauer entsprach genau unseren Erwartungen. Wir staunten immer wieder über die riesige Länge und die schönen Berge in der Umgebung. Absolut sehenswert!

Noch einmal zusammengefasst die Tipps von Franzi und Chris:

  • Die beste Reisezeit für Peking und die chinesische Mauer ist der Herbst. Hier sind die Temperaturen angenehm und die Sonne scheint. Auch ist der Himmel klar und kein Smog zu erwarten.
  • Besucht den weniger überlaufenen Abschnitt Mutianyu der Mauer anstatt Badaling.
  • Ihr erreicht die Mauer einfach mit dem öffentlichen Nahverkehr (Bus 916E) ab der Busstation Dongzhimen. Es ist keine teure Tagestour notwendig.

Auf Franzi und Chris Reiseblog Weltenbummler Unterwegs findest du noch mehr spannende Reiseberichte  und Videos über China und weitere Länder. Schaut euch unbedingt das Video von der Chinesischen Mauer an! Die Luftaufnahmen, welche die beiden mit ihrer Drohne gemacht haben, sind absolut beeindruckend!

Über Franzi und Christoph und ihren Blog „Weltenbummler Unterwegs“

Seit Juni 2017 sind Franzi und Christoph unterwegs auf ihrer Weltreise durch Asien, Australien, Neuseeland und der Südsee. Auf ihrem Blog Weltenbummler Unterwegs berichten die beiden von ihren Erlebnissen und aufregendsten Momenten. Sie nehmen euch mit zu den schönsten Plätzen der Welt. Neben vielen Reiseberichten mit tollen Fotos haben beide auch ihre Erlebnisse auf Video festgehalten und auf Youtube veröffentlicht. Besonders beeindrucken dabei die faszinierenden Luftaufnahmen mit ihrer Drohne.

Thomas vom Reiseblog Reisen und Essen: „Plane am besten den ganzen Tag für den Besuch ein.“

Thomas zu verschiedenen Mauerabschnitten:

Die große chinesische Mauer ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf der Welt. Die Chinesische Mauer gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Die gesamte Mauer ist über 20.000 KM lang und mit dem Bau wurde im 7. Jahrhundert begonnen. Bei einem Besuch in Peking (Beijing), kann man einen Ausflug zur Mauer unternehmen. Von Beijing kann man das gut an einem Tag machen.

Der bekannteste Abschnitt ist in Badaling. Dieserist leicht zu erreichen, jedoch fahren dorthin auch die meisten Besucher. In Beijing werden viele Touren nach Badaling angeboten. Die Touren werden häufig in Kombination mit den Ming Gräbern angeboten. Man kann auch mit dem Zug nach Badaling fahren. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde.

Ein anderer Mauerabschnitt ist Mutianyu. In Mutianyu kann man mit einer Seilbahn zur Mauer hinauffahren. Das rate ich dir auch, denn die Kraft kannst du oben gebrauchen, um den Mauerabschnitt zu erkunden. Gegenüber Badaling hat Mutianyu den Vorteil, dass nicht so viele Touren dorthin gehen. (Anmerkung: den ausführlichen Bericht über Thomas‘ Besuch der Mauer in Mutianyu findest Du auf seinem Blog)

Die beiden Mauerabschnitte in Badaling und Mutianyu sind restauriert. Bei Mutianyu gibt es etwas weiter entfernt noch einen nicht restaurierten Abschnitt, wenn man von der Seilbahn links der Mauer folgt. Der restaurierte Mauerabschnitt zeigt, wie die Mauer einmal ausgesehen haben soll.

Die Mauerabschnitte in Jinshanling, Simtai und Jiankou sind noch in der ursprünglichen Form bzw. nur teilweise restauriert. Diese Abschnitte liegen etwas weiter entfernt und die Fahrt dauert über 2 Stunden.

Bei einem Besuch der Mauer ist die damit verbundene Anstrengung nicht zu unterschätzen. Es geht steil bergauf und -ab. Die Steinstufen sind unregelmäßig und hoch. Wer die Mauer möglichst für sich alleine haben möchte, muss schon einige Meter gehen.

Wenn du den Besuch genießen möchtest, dann planst du am besten den ganzen Tag für den Besuch ein. Vermeide am Besten das Wochenende. Für schöne Bilder eignet sich der frühe Vormittag und der Nachmittag. Am späteren Nachmittag leert sich die Mauer.

Wenn du Glück hast, kannst du die Mauer auch beim Landeanflug auf Beijing auf der linken Seite im Flugzeug sehen.

Über Thomas vom Reiseblog „Reisen und Essen“

Thomas ist seit über 30 Jahren auf der Welt unterwegs. Er liebt Individualreisen und auch den Komfort und Luxus in der Zwischenzeit. Vom Backpacker zum Flashpacker. Seine bevorzugte Reiserichtung ist Asien – und das erkennt man beim Blick auf seinen Blog Reisen und Essen. Dort findest du viele interessante Berichte über asiatische Länder wie China, Japan, Vietnam, Myanmar …  Hinzu kommen Reisen in Europa mit vielen Wochenendtrips. Ein sehr interessanter Blog!

Steffi vom Blog Reiselife: „In Jinshanling kannst du ungestört Fotos machen, ohne dass Massen an Touristen die Stimmung deiner Bilder zerstören“

Steffi zum Mauerabschnitt Jinshanling

2014 war ich in Peking unterwegs und ein kleiner Traum sollte endlich in Erfüllung gehen – ein Besuch der Chinesischen Mauer. Aber welcher Abschnitt der Mauer ist wirklich sehenswert? Wo werde ich nicht mit hunderten von Touristen im Gleichschritt über dieses atemberaubende und einzigartige Bauwerk schreiten?

Nach einer kurzen Recherche habe ich mich für den Mauerabschnitt Jinshanling entschieden, welcher circa 120 km nordöstliche Richtung von Peking entfernt liegt. Ausflüge zur Chinesischen Mauer kannst du eigentlich vorab und auch kurzfristig in jedem Hotel in Peking buchen. Meinen Trip habe ich direkt über mein Hostel gebucht. Schon am darauffolgenden Tag ging es 06:30 Uhr in der Früh los. Die Tour wurde in einer kleinen Gruppe durchgeführt. In Begleitung einer chinesischen Reiseleiterin und eines Fahrers starteten wir mit einem Van in Richtung Jinshanling.

2,5 Stunden Fahrtzeit lagen nun vor mir. Angekommen vor Ort erwartete mich vorab eine Gondelfahrt direkt zum Mauerabschnitt. Allein dieser Punkt hat mir schon sehr gut gefallen, landschaftlich wirklich toll. Die Gondelfahrt dauert ungefähr 15 Minuten.

Nach Ankunft der Gondel war sofort klar, der Besuch des Mauerabschnittes in Jinshaling die richtige Entscheidung war. Es waren kaum Touristen vor Ort, ich war mit meiner Reisegruppe fast allein. Traumhaft! Die 2 1/2 Stunden für das Erkunden der Mauer waren völlig ausreichend. Der Zustand der Chinesischen Mauer bei Jinshaling ist zum Teil noch sehr ursprünglich und erfordert eine hohe Trittsicherheit.

Es gibt Mauerabschnitte, die schneller und einfacher von Peking aus erreichbar sind. Ich empfehle dennoch, die etwas längere Anfahrt in Kauf zu nehmen. Fast allein auf der Chinesischen Mauer zu sein, ist ein unvergessliches Erlebnis. Und vor allem: du kannst ungestört Fotos machen, ohne dass Massen an Touristen die Stimmung deiner Bilder zerstören.

Ich habe in 10 Tagen Peking, Shanghai und Hongkong besucht und einige sehenswerte Spots der Städte zusammengefasst! Auf Reiselife findest Du den ausführlichen Bericht über diese Reise.

Über Steffi und ihren Reiseblog „Reiselife“

Auf Reiselife schreibt Steffi – und sie bezeichnet sich selbst als Reisebloggerin aus Leidenschaft. 2014 ging sie für ein halbes Jahr auf Weltreise. Seitdem erkundet sie wenigstens alle zwei Monate ein anderes Fleckchen Erde.

Der Schwerpunkt bei Reiselife liegt auf Rundreisen und der Nähe zur Natur. Du findest hier Tipps und Reiseberichte zu (Natur-)Rundreisen weltweit (egal ob selbst zusammengebastelt oder über einen Reiseveranstalter gebucht) sowie Naturausflüge weltweit (Wandern, Tierbeobachtung, landschaftliche Highlights etc.)

Mein persönlicher Favorit ist ja ihr Bericht über die Kanada-Rundreise, auch wenn wir in einem Punkt nicht übereinstimmen: es lohnt sich meiner Meinung nach durchaus, in Niagara Falls mehrere Tage zu verbringen 😉

Nils vom Reiseblog PhotoTravelNomads: „Fernab vom Massentourismus gibt es viele Stellen an der Chinesischen Mauer bei denen du alleine sein wirst.“

Nils zum Mauerabschnitt Badaling

Die Chinesische Mauer ohne Touristenmassen erkunden ist schon eine Aufgabe für sich, denn sie gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten weltweit. Fernab vom Massentourismus gibt es viele Stellen an der Chinesischen Mauer bei denen du alleine sein wirst.

Mit einer Autofahrt von knapp 3 Stunden sind die meisten Touristen schon abgeschreckt. Von Peking würden Sie am liebsten aus dem Hotel heraus zur Chinesischen Mauer laufen oder noch besser gefahren werden, aber wer etwas mehr Reisezeit auf sich nimmt wird mit Aussicht und Ruhe belohnt.

An vielen Mauerabschnitten vorbei wirst  du unzählige Reisebusse sehen. Es sind immerhin knapp 9 Millionen Touristen jedes Jahr, die sich dieses Bauwerk anschauen wollen.

Wir haben uns die Chinesische Mauer mit nur einer Handvoll anderer Touristen in Badaling angeschaut. Die vielen Türme und Mauerabschnitte erkundeten wir zu Fuß und machten viele Fotos, die unsere Erinnerungen an China für immer festhalten werden.

Wusstest Du, dass es an einigen Mauerabschnitten möglich ist, auf der Chinesischen Mauer zu übernachten? Die vielen Türme auf der Mauer bieten Schutz vor Wind und Wetter. Dabei wärst du dann höchstwahrscheinlich ganz allein. Bitte denke in diesem Fall daran, Essensreste und Müll wieder mitzunehmen!

Über Nils und seine Reiseblog „PhotoTravelNomads“

Nils von PhotoTravelNomads bereist seit vielen Jahren an Orte dieser Welt fernab vom Massentourismus und verbindet die Reisen mit seiner Leidenschaft zur Fotografie und zum Schreiben in seinem Reiseblog.

Ich habe ein wenig auf seinem Blog gestöbert und war insbesondere fasziniert von seinen Berichten über Borneo, die mit vielen tollen Fotos Lust auf eine Reise machen.


So, das waren die Reisetipps zum Besuch der Chinesischen Mauer von den Autoren sieben interessanter Reiseblogs. Damit ist nun schon die zweite Runde meines Blogprojektes 2018: Reisetipps rund um die sieben Weltwunder der Neuzeit  abgeschlossen. Natürlich geht es weiter! In der dritten Runde geben verschiedene Reiseblogger Reisetipps zum Besuch von Chitchen Itza in Mexiko.


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7 Kommentare
  1. Nils

    Hallo Cornelia,

    wow – dein Bericht und die Zusammenfassung aller Mauerschnitte ist sehr gelungen und sehr ausführlich. Vielen Dank dafür.

    1. Cornelia

      Freut mich, dass Dir das Ergebnis gefällt. 🙂

  2. Ganz toll Cornelia, vielen Dank für diese Zusammenstellung, auch an die Beitragenden! Ich habe über meine Wanderung, die unvergesslich schön war auch gerade gebloggt: http://www.reisetipps.travelsandevents.com/chinesischemauer-jinshanling-simatai. Und finde es sehr interessant, wie es auf den anderen Abschnitten ist. Würde ich sehr gerne wiederholen, so einen Tagesausflug. Und vor allem auch jedem empfehlen, weil es so einmalig ist, auf der Chinesischen Mauer zu spazieren.

    1. Cornelia

      Hallo Jessica, es freut mich, dass Dir der Beitrag gefällt. Hab auch gerade mal bei Dir reingeschaut – tolle Fotos hast Du in Deinem Beitrag! Liebe Grüße, Cornelia

  3. Shaoshi

    Eine sehr schöne Zusammenstellung. Ich war bis jetzt nur am Abschnitt bei Mutianyu (bei 38°C im Hochsommer – da hat man am späteren Nachmittag die Mauer auch fast für sich). Hingekommen bin ich wie Franzi und Christoph mit den Öffentlichen. Ansonsten sehe ich das wie Ulrike: Badaling wäre eigentlich interessanter – aber da haben wir es bis jetzt nur bis zu der langen Schlange für die Busse geschafft und haben den Tag in Peking dann anderweitig verbracht 😉

    LG
    Shaoshi

    1. Cornelia

      Hallo Shaoshi,
      danke für das Feedback – war ehrlich gesagt auch eine ganze Menge Arbeit 😉
      Aber über das Ergebnis und vor allem über das Feedback bin ich selbst auch ganz glücklich!
      LG Cornelia

  4. Stefanie

    Den Artikel hätte ich mal vor unserem Besuch an der Chinesischen Mauer finden sollen… 😉

Ich freue mich über Feedback

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