Eine Woche Paris mit Kindern – das kam irgendwie unerwartet. Ein gemeinsamer Drei-Generationen-Urlaub sollte es werden: mein Mann und ich als Großeltern gemeinsam mit Tochter, Schwiegersohn und zwei Enkelkindern. Innerlich war ich schon auf eine Woche in irgendeinem Ferienpark eingestellt, ähnlich wie unser Urlaub im Hof van Saksen. Dann brachte meine Tochter zunächst eine Städtereise nach Barcelona ins Gespräch und switchte kurz danach überraschend auf Paris.
Eine Kombination aus Disneyland Paris und Städtetrip sollte es werden. Ich gebe zu, ich war skeptisch. Nicht wegen Disneyland – aber ein Städtetrip nach Paris mit Kindern? Würde das nicht ziemlich stressig werden? Egal, uns ging es ja weniger um das Reiseziel, als um gemeinsame Zeit und Erlebnisse mit der Familie, daher schoben wir die Bedenken, die zweifellos vorhanden waren, beiseite.
Inhalt
Ein Städtetrip nach Paris mit Kindern – ist das eine gute Idee?
Um es vorweg zu nehmen: Ja, ein Städtetrip nach Paris mit Kindern kann eine richtig gute Idee sein. Vorausgesetzt, man reist mit den passenden Erwartungen an. Paris ist keine klassische Familienstadt, dafür bietet es aber eine faszinierende Kombinationsmöglichkeit mit Disneyland und auch in der City gibt es viele kleine Abenteuer, die Kinder in der Tat begeistern können.
Schon die Fahrt mit der Metro fühlt sich spannend an, überall gibt es etwas zu entdecken und dann steht man plötzlich vor dem Eiffelturm – und der ist größer als in der Vorstellung. Das kann schon ein echter Wow-Moment sein. Dazu kommen Straßenkünstler mit Seifenblasen, bunte Karussells, Spielplätze in den Pariser Parks – das alles ist tatsächlich etwas für die Kids. Solche kleinen Pausen machen den Unterschied – Paris will mit Kindern anders entdeckt werden als zu zweit.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Die Stadt ist groß, Wege sind oft länger als gedacht und an beliebten Sehenswürdigkeiten kann es voll werden. Wer versucht, möglichst viele Highlights an einem Tag abzuhaken, wird schnell merken: das funktioniert mit Kindern nur bedingt.
Mit Kindern wird Paris nicht unbedingt der klassische Sightseeing-Trip, sondern eine Reise voller gemeinsamer Erinnerungen. Weniger perfekt geplant, dafür lebendiger und spontaner als gedacht.

Die Anreise-Optionen von Deutschland nach Paris
Von Deutschland nach Paris zu reisen, ist erstaunlich unkompliziert. Je nachdem, wo man startet, wie alt die Kinder sind und wie entspannt die Anreise ablaufen soll, kommen mehrere Möglichkeiten infrage.
Fahrt mit dem Zug
ICE und TGV verbinden viele deutsche Städte direkt oder mit nur einem Umstieg in Paris. Das ist eine relativ stressfreie Variante, gegenüber dem Flug muss man keine Warteschlangen an Sicherheitskontrollen einplanen, hat mehr Bewegungsfreiheit und kann während der Fahrt spielen, lesen oder einfach aus dem Fenster schauen. Der Nachteil ist das nicht kalkulierbare Risiko von Zugverspätungen und daraus resultierend möglicherweise das Verpassen von Anschlussverbindungen.
Fahrt mit dem Auto
Eine beliebte Wahl für viele Familien ist das Auto – die Fahrt ist damit sehr flexibel: Pausen lassen sich spontan einlegen, Gepäck spielt kaum eine Rolle und man ist vor Ort unabhängiger. Allerdings sollte man bedenken, dass der Verkehr rund um Paris lebhaft sein kann und Parkplätze in der Stadt meist teuer sind. Zudem wird auf manchen französischen Autobahnen eine Mautgebühr fällig.
Flug
Auch das Flugzeug kann eine sinnvolle Anreisemöglichkeit nach Paris sein. Von vielen deutschen Flughäfen gibt es Direktverbindungen nach Paris. Die reine Flugzeit ist kurz, doch mit Anfahrt zum Flughafen, Check-In und Wartezeiten relativiert sich der Zeitvorteil schnell – besonders mit kleinen Kindern.
So sind wir nach Paris gereist
Wir hatten zunächst die Anreise mit dem Flugzeug geplant, entschieden uns dann aber letztlich für eine Autofahrt mit Zwischenübernachtung auf halber Strecke sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt. Der Vorteil: das Gepäck war gut in den Autos verstaut und zusätzlich konnten noch einige Lebensmittel für die Selbstversorgung, Spielzeug und Roller für die Kinder eingepackt werden. Außerdem war so die Anreise mit den Zwischenstopps bereits ein erstes Urlaubserlebnis.
Entspannt übernachten nahe Paris und Disneyland: Center Parc Villages Nature
Die französische Hauptstadt ist groß und lebendig – die Wahl der passenden Unterkunft entscheidet mit, wie entspannt eine Familienreise tatsächlich wird. Es gibt große Unterschiede zwischen charmanten Boutiquehotels, klassischen Stadthotels oder Ferienwohnungen. Gerade mit Kindern lohnt es sich deshalb, beim Übernachten nicht nur auf den Preis zu schauen. Ein kleines Zimmer in zentraler Lage klingt gut, kann nach einem langen Tag aber schnell zur Geduldsprobe werden. Mehr Platz, eine Küchenzeile und die Nähe zu einem Park sind oft deutlich wertvoller als der Blick auf ein bekanntes Wahrzeichen.
Wer Paris mit Kindern besucht, sollte die Unterkunft nicht als Nebensache betrachten. Sie ist Rückzugsort, Startpunkt und manchmal auch Zufluchtsort an Regentagen. Und genau deshalb lohnt es sich, hier bewusst zu wählen.
Eine besonders familienfreundliche Alternative zum klassischen Stadthotel findet sich nur wenige Kilometer von Disneyland entfernt und gut gelegen für Ausflüge nach Paris mit dem Center Parc Villages Nature Paris. Statt enger Zimmer, Straßenlärm und hektischem Großstadttrubel finden wir hier ein weitläufiges Ferienresort im Grünen.

Gerade für Familien fühlt sich das Konzept angenehm unkompliziert an. Der Tag startet stressfrei, wahlweise mit Selbstversorgung oder mit einem Frühstück im parkeigenen Restaurant. Die Unterkünfte sind als Apartment oder Ferienhäuser unterschiedlicher Größen konzipiert – mit separaten Schlafzimmern, Wohnbereich und Küche. Das ist Gold wert, wenn man nicht jede Mahlzeit im Restaurant planen möchte. Wir entschieden uns, das angebotene Frühstücksbuffet zu buchen und haben ansonsten auf eine flexible Kombination aus Selbstversorgung im Ferienhaus und Restaurantbesuchen gesetzt. Der Favorit der Kinder war dabei die Crêperia Suzette direkt im Center Parc, nicht so begeistert hat uns die Pizzeria im Park.
Das Herzstück der Anlage ist die große Badelandschaft mit Innen- und Außenbereichen, Wasserrutschen und warmem Wasser – eine entspannte Möglichkeit für Ruhetage zwischen Stadtbummel oder Freizeitparkbesuch. Dazu kommen Spielplätze, Naturbereiche, Spazierwege und zahlreiche Freizeitangebote für Kinder.

Besonders reizvoll macht den Park aber die Kombination aus sozusagen drei verschiedenen Urlaubswelten: Städtetrip nach Paris, Disneyland und die Vorteile eines Familienfreizeitparks.
Mein Eindruck: Wer Paris erleben möchte, aber dennoch bewusst Pausen vom Großstadttempo sucht, wohnt in diesem Center Parc genau richtig. Insbesondere für Paris mit Kindern ist das eine gute Wahl.
Disneyland Paris mit Kindern
Nicht nur für viele Kinder ist es ein Traum: einmal Mickey Mouse, Winnie Puh oder den Disney-Prinzessinnen begegnen, durch märchenhafte Schlösser laufen und mit leuchtenden Augen in die Welt von Disney eintauchen. Disneyland Paris ist genau solch ein Ort – bunt, aufregend und voller Momente, die lange in Erinnerung bleiben.
Aber ja: Nicht nur Kinder kommen im Disneyland ins Staunen – auch Erwachsene werden schnell wieder ein bisschen sentimental, wenn die Parade vorbeizieht oder irgendwo bekannte Figuren auftauchen. In den verschiedenen Themenwelten gibt es für nahezu jedes Alter passende Attraktionen.
Natürlich kann solch ein Tag in Disneyland Paris auch recht anstrengend sein – viele Eindrücke, Wartezeiten und unglaubliche Menschenmengen. Wenn du deinen Besuch gut planst und vor allem auch mit realistischen Erwartungen startest, kannst du hier einen lange nachhallenden Familientag erleben.

Ticketkauf
Im ersten Schritt in Vorbereitung auf deinen Besuch im Disneyland Paris steht der Ticketkauf an. Dies ist heute deutlich einfacher als früher – läuft aber fast komplett digital über die offizielle Webseite von Disneyland Paris ab. Buche die Eintrittskarten möglichst vorab online, denn vor Ort am Parkeingang sind Tickets nur sehr eingeschränkt erhältlich und können für den betreffenden Tag durchaus auch schon ausgebucht sein.
Grundsätzlich wählst du bei der Onlinebuchung über die Webseite von Disneyland Paris zuerst das gewünschte Datum und anschließend die gewünschte Ticketart. Zur Auswahl stehen 1-Tages-Tickets oder mehrtägige Tickets, sowohl für einen als auch für beide Parks.
Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen datierten und undatierten Tickets. Datierte Tickets gelten für ein festes Besuchsdatum und sind meist günstiger. Undatierte Tickets sind flexibler, müssen aber vor dem Besuch online registriert werden – Achtung, auch dies ist nur bei Verfügbarkeit für den gewünschten Termin möglich!
Nach dem Kauf erhältst du die Tickets digital per eMail und sie werden im Disneyland-Paris-Account bereitgestellt. Dieses kannst du über die offizielle App verwalten. Das ist insofern praktisch, als dort auch Wartezeiten für die einzelnen Attraktionen angezeigt werden, Restaurantplätze reserviert werden können und auch Zusatzoptionen gebucht werden können.
Zusammengefasst: der Online-Ticketkauf ist recht unkompliziert – Datum wählen, Ticketart aussuchen, online bezahlen.
Tipp: buche möglichst frühzeitig, insbesondere für Ferienzeiten, Feiertage oder Wochenenden. Die Preise sind dynamisch und können bei großer Nachfrage ansteigen. Wenn du flexibel reisen kannst, meide solche stark frequentierten Termine.
Die Anreise und der weite Weg vom Parkplatz in den Vergnügungspark
Vielleicht wunderst du dich an dieser Stelle, weshalb ich Weg vom Parkplatz in den Vergnügungspark einen eigenen Abschnitt widme. Nun, in der Tat war es für uns eine Überraschung wie lange es dauerte, bis wir endlich im eigentlichen Vergnügungspark ankamen.

Wer mit dem Auto anreist, steuert zunächst den großen Besucherparkplatz an, der gut ausgeschildert ist und direkt für Tagesgäste vorgesehen ist. Spätestens hier steigt die Vorfreude spürbar – denn ab diesem Moment tauchen überall die ersten Disney-Motive, Hinweisschilder und gut gelaunte Besucher auf.
Nach dem Parken geht es zu Fuß Richtung Eingangsbereich. Je nach Stellplatz kann der Weg einige Zeit dauern. Der Parkplatz ist weitläufig, gleichzeitig aber klar organisiert, sodass man sich gut orientieren kann. Kleiner Tipp: fotografiere die Reihe, in der dein Auto parkt, so findest du es am Abend ohne Probleme.

Bevor es in den eigentlichen Park geht, führt der Weg zunächst durch die Sicherheitskontrolle. Taschen werden kontrolliert, ähnlich wie an Flughäfen. Gerade morgens kann es hier voller werden, deshalb ist ein früher Start eine gute Entscheidung.
Nach der Sicherheitskontrolle steht man noch nicht direkt in der Main Street, die in Richtung Märchenschloss führt, sondern zunächst im Bereich zwischen den Parks und Disney Village. Von hier aus geht es weiter in den Disneyland Park oder in die Walt Disney Studios. Wer zum ersten Mal dort ist, wird meist automatisch vom Blick auf die Eingangspassage angezogen, den man nun auch noch passieren muss.
Dort werden die Tickets gescannt – entweder ausgeduckt oder direkt vom Smartphone. Spätestens jetzt beginnt das typische Disneyland-Gefühl: vom Platz hinter dem Eingangsbereich öffnet sich der Blick auf die Main Street und das Märchenschloss.
Der Weg vom Parkplatz bis in den Park ist gut organisiert und unkompliziert, braucht aber etwas Zeit. Mit Kindern sollte man dafür lieber entspannt 30-60 Minuten einplanen.
Die einzelnen Bereiche im Disneyland
Das Besondere am Disneyland Park (und das ist nicht nur in Paris so) ist, dass man nicht einfach von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft läuft, sondern durch liebevoll gestaltete Themenwelten spaziert. Jedes Areal ist anders – mal märchenhaft, mal abenteuerlich, mal wild und aufregend. Gerade für Familien ist das ideal, weil sich je nach Alter der Kinder ganz unterschiedliche Lieblingsbereiche empfehlen.
Main Street U.S.A. – der magische Auftakt
Direkt hinter dem Eingang beginnt die berühmte Main Street, eine nostalgische amerikanische Kleinstadtstraße mit Geschäften, Musik und Blick auf das Schloss. Hier gibt es weniger klassische Attraktionen, dafür aber viel Atmosphäre. Durch die Main Street führt auch die tägliche große Disney-Parade – wenn du also siehst, dass Sicherheitspersonal die Straße frei macht, dann suche dir einen guten Platz am Bürgersteig.
Geeignet für: alle Altersgruppen
Besonders schön für: Familien mit kleinen Kindern, Fotos, Paraden und entspanntes Ankommen

Fantasyland – das Herzstück für kleine Disney-Fans
Fantasyland ist für viele Familien die wichtigste Themenwelt. Hier steht das Dornröschenschloss, dazu kommen märchenhafte Fahrgeschäfte mit bekannten Disney-Figuren wie
- Peter Pan’s Flight
- It’s a small World
- Dumbo the Flying Elephant
- Mad Hatter’s Tea Cups
- Alice’s Curios Labyrinth
Wer mit kleinen Kindern reist, wird hier besonders viel Zeit verbringen. Die Lieblings-Karussells unserer Enkel (4 und 7 Jahre alt) waren das Dumbo-Karussell und das Teetassen-Karussell.
Wer Freude daran hat, sich mit Disney-Charakteren fotografieren zu lassen, hat im Fantasyland die Möglichkeit für ein Meet & Greet mit Mickey Mouse oder auch den Disney-Prinzessinnen. Den Termin dafür kann man in der Disney-App buchen – das sollte man frühzeitig tun, da die virtuelle Warteschlange sehr schnell ausgebucht ist.
Geeignet für: ca. 2 bis 10 Jahre
Auch schön für Erwachsene: Nostalgie, Disney-Zauber

Adventureland – Piraten, Dschungel und Entdeckergefühl
Hier wird es abenteuerlicher. Palmen, Brücken und Piratenschiffe sorgen für echtes Expeditionsgefühl.
Beliebte Attraktionen sind
- Pirates of the Caribbean
- Indiana Jones and the Temple of Peril
- Adventure Isle mit Höhlen und Wegen
- Pirates Beach Spielbereich
Geeignet für: Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters, weil hier sowohl Action als auch Entdecken möglich ist.
- Pirates of the Caribbean: ab etwa 7 Jahren – die rasante Fahrt geht durch recht dunkle Bereiche und die Piratenszenen könnten kleine Kinder erschrecken
- Indiana Jones and the Temple of Peril: eher für Jugendliche und Erwachsene
- Spielbereiche: ideal für Kinder ab 3 Jahren

Frontierland – Wilder Westen und große Abenteuer
Diese Themenwelt wirkt wie eine amerikanische Westernstadt mit einem großen See, Holzstegen und einer historischen Minenlandschaft.
Beliebte Attraktionen sind:
- Big Thunder Mountain – eine Achterbahn
- Phantom Manor – eine Geisterbahn
- Riverboat Landing – ein Mississippi-Dampfer auf dem See
Geeignet für: verschiedene Altersgruppen, insbesondere für ältere Kinder ist dieser Themenbereich möglicherweise eines der Highlights im Park
- Big Thunder Mountain: die geforderte Körpergröße dürften die Kinder mit 7-8 Jahren erreichen, aber die rasante Fahrt geht teilweise durch völlige Dunkelheit und in schnelle Kurven. Der Zug ist rasant, bietet jedoch keine Loopings oder Schrauben. Ich würde individuell je nach Kind einschätzen, ob eine Fahrt mit dem Big Tunder Mountain in Frage kommt.
- Phantom Manor: offiziell ist diese Geisterbahn für alle Altersgruppen geeignet und setzt auch keine Mindestgröße voraus. Ohne Begleitung ist der Zutritt ab 7 Jahren gestattet. Die Bahn basiert auf optischen Täuschungen, Soundeffekten und einer düsteren Atmosphäre. Eltern sollte ihre Kinder einschätzen, ob solch eine Fahrt sie erschrecken würde.
- Riverboat Landing: alle Altersgruppen

Discoveryland – Zukunft, Raumfahrt und Tempo
Das Discoveryland verbindet Science-Fiction mit klassischem Disney-Stil. Hier finden actionreiche Fahrten statt.
Discoveryland hält eine besondere Möglichkeit des Meet & Greet mit den Figuren aus dem Star Wars – Universum bereit. Wer mag, kann hier den Mandalorian mit Grogu treffen oder gar eine Audienz bei Darth Vader erleben. Den Termin für letzteres Erlebnis kann man in der Disney-App buchen – das sollte man frühzeitig tun, da die virtuelle Warteschlange sehr schnell ausgebucht ist.
Weitere beliebte Attraktionen sind
- Star Wars Hyperspace Mountain
- Buzz Lighyear Laser Blast
- Star Tours: The Adventure Continues
- Orbitron
- Autopia
- Les Mystère du Nautilus
Geeignet für: verschiedene Altersgruppen – besonders spannend für technikbegeisterte Kinder und Star Wars-Fans.
- Star Wars Hyperspace Mountain: Die Mindestgröße von 1,20 Metern sagt meiner Ansicht nach nichts über die Eignung für diese sehr rasante Achterbahn mit Überschlägen und Dunkelheut aus. Es ist dunkel, laut, mit Star Wars Soundtrack und Lichteffekten, aus meiner Sicht eher für Nervenkitzel-Suchende (Teenager und Erwachsene) geeignet, weniger für kleine Kinder.
- Buzz Lighyear Laser Blast: Es gibt keine Mindestgröße, weshalb die Attraktion ideal für Familien mit kleinen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist. Es handelt sich um eine interaktive Fahrt, bei der Besucher mit Laserpistolen auf Ziele schießen.
- Star Tours: The Adventure Continues ist für Kinder geeignet, sofern sie Mindestgröße von 1,02 Metern erreichen. Da es sich um einen Flugsimulator handelt, ist die Fahrt bewegungsintensiv, gilt aber generell als familienfreundliche Attraktion
- Orbitron: Es handelt sich um ein klassisches Karussell, das besonders für Kinder geeignet ist und keine Mindestgröße erfordert – ähnlich wie das Dumbo-Karussell im Fantasyland
- Autopia: Hier können Kinder bereits in jungem Alter mitfahren, idealerweise ab ca. 3-4 Jahren. Kinder, die groß genug sind, um an die Pedale zu reichen, dürfen die kleinen bunten Flitzer selbst steuern (kleinere Kinder in Begleitung eines Erwachsenen).
- Les Mystère du Nautilus: Hierbei handelt es sich um einen Spaziergang durch das U-Boot von Kapitän Nemo, der besonders für Familien mit Kindern, aber auch für Fans des Films „20.000 Meilen unter dem Meer“ konzipiert ist.

Welche Themenwelt für welches Alter?
Mit Kleinkindern (2-5 Jahre): Fantasyland, Main Street, Teile von Adventureland
Mit Grundschulkindern (6-10 Jahre): Fantasyland, Adventureland, Buzz Lightyear, Big Thunder Mountain (je nach Mut)
Mit Teenagern (11+): Frontierland, Discoveryland, Indiana Jones, Hyperspace Mountain
Mit gemischten Altersgruppen: Fantasyland morgens, später Adventureland, Frontierland oder Discoveryland.
Stadtbummel: die Highlights von Paris mit Kindern erleben
Ein Stadtbummel in Paris mit Kindern heißt: die Stadt Schritt für Schritt erleben. Mit immer wieder kleinen Pausen und Raum für spontane Entdeckungen wie das Kinderkarussell, den Spielplatzbesuch oder auch den Straßenkünstler, der unzählige Seifenblasen in die Luft zaubert. Daneben bleibt noch genug Zeit für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Mit der Metro unterwegs in Paris
Mit der Metro durch Paris zu fahren, gehört fast automatisch zu einem Städtetrip in die französische Hauptstadt dazu. Dies ist oft die schnellste und praktischste Möglichkeit, größere Strecken zurückzulegen.
Das Streckennetz ist dicht, gut ausgebaut und bringt Besucher fast überall hin – vom Eiffelturm bis Montmartre: die nächste Metrostation ist nie weit entfernt. Du sparst dadurch viel Laufzeit und kommst deutlich entspannter durch den Tag.
Von unserer Homebase im Center Parc Village Nature aus können wir auch ganz einfach mit der Metro das Stadtzentrum erreichen. Wir fahren mit dem Auto zunächst bis zum Shopping Center Val d’Europe, wo wir kostenlos parken können. Zur gleichnamigen RER-Station sind es nur wenige Schritte.
Tickets lassen sich bequem am Automaten vor Ort kaufen. Es lohnt sich, vorab zu überlegen, wie viele Fahrten pro Tag geplant sind. Oft sind Tageskarten die praktischere und vor allem günstigere Lösung als Einzeltickets.
Basilika Sacré-Cœur
Unbedingt auf deiner Paris-Bucket-List sollte – neben dem Eiffelturm natürlich – die Basilika Sacré-Cœur stehen. Für mich eines der schönsten Gebäude in der französischen Hauptstadt.
Die Basilika ist mit der Metro relativ einfach zu erreichen. Sie liegt auf dem Hügel von Montmartre im Norden von Paris – ganz hinauf fährt die Metro allerdings nicht, ein kleines Stück Weg musst du von der Zielstation Anvers (Linie 2) noch zu Fuß laufen. Es geht durch verwinkelte Gassen, vorbei an Straßenkünstlern, Souvenirläden und kleinen Cafés bis zum Füße des Hügels – danach führen Treppen oder die Standseilbahn hinauf zur Basilika. In der Standseilbahn (Funiculaire) gelten normale Metro-Tickets – so auch beispielsweise die Tageskarte der Metro.
Oben angekommen, kannst du einen der schönsten Ausblicke über Paris genießen – die Stadt liegt dir sozusagen vor Füßen.
Der Eintritt in die Basilika ist frei, je nach Andrang ist allerdings mit Wartezeiten zu rechnen. Im Inneren geht es deutlich ruhiger zu. Die beeindruckende Kuppel, das Licht und die besondere Atmosphäre sind faszinierend. Wichtig ist, den Kindern vorher zu erklären, dass hier ein stiller Ort ist und man sich entsprechend ruhig verhält.
Aber tatsächlich geht es noch weiter hinauf – wer den Aufstieg in die Kuppel wagt, wird mit einem der schönsten Ausblicke über Paris belohnt. Für die Kinder kann das durchaus ein echtes Highlight sein, wenn aus dem Kirchenbesuch plötzlich ein kleines Abenteuer wird.
Der Zugang zur Kuppel erfolgt separat vom eigentlichen Kirchenraum. Nach dem Ticketkauf (der Aufstieg ist kostenpflichtig) beginnt der Weg nach oben über zahlreiche enge Treppenstufen, die sich spiralförmig nach oben winden. Es gibt keinen Aufzug, hier sind also Ausdauer und gute Kondition gefragt. Dies ist allerdings durchaus auch für kleinere Kinder machbar.
Zusammengefasst bringt der Aufstieg in die Kuppeln der Sacré-Cœur: ein bisschen Anstrengung, viel Spannung und ganz großes Panorama.

Kathedrale Notre-Dame de Paris
Die berühmte Kathedrale Notre-Dame de Paris steht wohl ebenfalls auf vielen Paris-Programmen. Nach dem verheerenden Feuer ist sie inzwischen wiederaufgebaut und zieht mit ihren Türmen und der Lage an der Seine die Blicke der Besucher auf sich.
Der große Vorplatz ist meist sehr lebendig und voller Menschen. Wir haben angesichts des Trubels darauf verzichtet, mit den Kindern das Innere der Kathedrale zu besuchen und ließen es bei einem Blick von außen auf die berühmten Türme bewenden.
Wenn du gern einen Blick in das Innere der Kathedrale werden möchtest, dann empfehle ich angesichts des starken Besucherandrangs die vorherige Reservierung eines Zeitfenstertickets. Dieses garantiert dir den Zugang ohne langes Anstehen, ist kostenfrei und wird ausschließlich von der offiziellen Webseite der Kathedrale ausgestellt, um Besuchern einen einfachen und stressfreien Zutritt zu ermöglichen.
Achtung: Auf der offiziellen Webseite wird vor gefälschten kostenpflichtigen Tickets gewarnt – der Eintritt ist 100% kostenlos und kann nur über die offizielle Website gebucht werden. Keine Drittanbieter-Plattform ist berechtigt, sie zu verkaufen.

Place de l’Hôtel de Ville – der Platz vor dem Pariser Rathaus
Auf dem Weg von der Kathedrale Notre-Dame de Paris zum Louve kommen wir am Rathaus vorbei und entdecken dort eines der wunderschönen alten Kinderkarussells. Natürlich drehen die Kinder erst mal ein Runde damit, um dann anschließend dem Straßenkünstler zuzuschauen, der mit einer Konstruktion aus zwei Stäben und dazwischen zu Schlaufen gebundenen Seilen eine Vielzahl kleiner Seifenblasen oder auch riesig große Seifenblasen erzeugt.

Das Pariser Rathaus – das Hôtel de Ville – im Stil der Loire-Schlösser ist selbst zwar eines der beeindruckendsten Gebäude im Zentrum, allerdings kein klassisches Sightseeing-Ziel, das man jederzeit einfach betreten kann. Das Gebäude dient als Verwaltungssitz der Stadt Paris und ist daher nur eingeschränkt öffentlich zugänglich. Innenräume können normalerweise nur im Rahmen besonderer Anlässe oder Führungen besucht werden.
Auf dem Platz vor dem Hôtel de Ville finden viele Veranstaltungen statt. Im Winter tummeln sich Schlittschuhläufer vor dem Rathaus.
Louvre
Vor vielen Jahren haben wir einmal das Musée du Louvre besucht und ich erinnere mich noch sehr gut an die Dimensionen dieses einzigartigen Museums. Schier endlose Gänge, unzählige Kunstwerke – von der berühmten Mona Lisa bis zu Venus von Milo. Damals waren wir mit einem Teenager dort – mit kleinen Kindern würde ich das nicht unbedingt empfehlen. So beließen wir es mit einem Besuch des Außenbereiches. So lässt sich dieser berühmte Ort wunderbar entspannt erleben – ganz ohne Warteschlangen, volle Säle und müde Füße.
Rund um den Louvre gibt es zudem viel Platz und viele coole Fotomöglichkeiten, mit denen man die Kids beschäftigen kann.

Tuileriengarten – Jardin des Tuileries
Direkt angrenzend hinter dem Louvre liegt der Jardin des Tuileries – perfekt dazu geeignet, um mit Kindern kurz durchzuatmen. Hier gibt es Spielplätze, ein Karussell und viel Raum für freie Bewegung. Außerdem findest du hier Cafés, saisonale Imbissstände mit Eis, Crêpes, Getränken oder kleinen Snacks. Allerdings: die Gastronomie im Park ist vor allem praktisch und schön gelegen, weniger ein kulinarisches Highlight. Wer besonders gut essen möchte, findet neben dem Park in der Rue de Rivoli mehr Auswahl.
Place de la Concorde
Der Place de la Concorde mit dem berühmten ägyptischen Obelisken gehört zu den bekanntesten Plätzen von Paris – mitten im Herzen der Stadt gelegen. Eigentlich kommt man hier ganz automatisch vorbei, verbindet er doch mehrere Highlights miteinander: den Jardin des Tuileries, die Champs-Élysées und den Blick bis zum Arc de Triomphe.
Wenn man bereits im Jardin des Tuileries unterwegs ist, kann direkt zu Fuß hinüberlaufen. Ansonsten ist der Place de la Concorde gut mit der Metro zu erreichen – direkt unter dem Platz liegt die Station Concorde, die von mehreren Linien (1, 8, 12) angefahren wird.
Natürlich gibt es auch hier einige Highlights, die wohl jeder Paris-Besucher kennt: Zum einen den großen ägyptischen Obelisken in der Mitte des Platzes – ungewöhnlich, weil er mitten in Paris plötzlich an Ägypten erinnert, du fragst dich ganz automatisch, wie er wohl hierher gelangt ist. Dann gibt es da noch zwei große und sehr dekorative Brunnen und – nicht zu vergessen – grandiose Sichtachsen
- zur Champs-Élysées
- bis zum Arc de Triomphe
- zum Jardin des Tuileries
Insgesamt würde ich sagen, der Platz bietet sich vor allem an für schöne Paris-Fotos.

Triumphbogen – Arc de Triomphe
Natürlich könnte man vom Place de la Concorde bis zum Triumphbogen laufen – aber ganz ehrlich: wir haben lieber die Métro genommen.
Das ikonische Bauwerk wirkt vor Ort größer, mächtiger und imposanter, als ich es von Fotos kenne. Mitten am Ende der Champs-Élysées steht er wie ein Stadttor – umgeben vom geschäftigen Trubel des berühmten Kreisverkehrs.
Allerdings: der Triumphbogen wird nicht oberirdisch über die Straße erreicht, sondern sicher durch einen unterirdischen Zugang.
Uns hat der Blick aus der Ferne gereicht. Ansonsten kann man halt die Unterführung nehmen und die gewaltigen Reliefs, Steinfiguren und das Grab des unbekannten Soldaten mit der ewigen Flamme von nahem betrachten oder sogar zur Aussichtsterrasse hinaufsteigen. Der Weg führt über viele Stufen nach oben, es gibt nur eingeschränkte Liftmöglichkeiten für bestimmte Besuchergruppen.
Von der Aussichtsterrasse soll an einen sehr schönen Panoramablick haben. Nun ja, Die Champs-Élysées zieht sich von dort aus schnurgerade bis zum Place de la Concorde, der Eiffelturm dürfte zu sehen sein und die übrigen großen Boulevards der Stadt laufen sternförmig auf den Platz zu. Ich kann mir gut vorstellen, dass insbesondere zum Abend, wenn die Sonne sehr tief steht, die Lichtstimmung dort oben fantastisch ist.

Eiffelturm und Marsfeld mit Kinderspielplätzen
Last but not least: der Eiffelturm. DAS Highlight der Stadt. Ein Besuch des Eiffelturms gehört natürlich zu jeder Paris-Reise dazu. Doch gerade mit Kindern muss es nicht unbedingt der Aufstieg sein. Schon ein Blick nach oben macht mächtig Eindruck: mit seinen riesigen Stahlstreben ist das Bauwerk schon ziemlich imposant. Rund um den Turm herrscht eine lebendige Atmosphäre.
Mit Kindern lohnt es sich anschließend, nicht direkt weiterzuziehen, sondern zum angrenzenden Champ de Mars zu gehen. Der lange Park erstreckt sich zwischen Eiffelturm und École Militaire und ist ideal, um nach dem Sightseeing kurz zu pausieren.
Hier gibt es große Rasenflächen, breite Wege und mehrere Spielbereiche für Kinder. Klettern, rutschen, schaukeln oder Karussellfahren tut den Kindern nach einem Stadtbummel gut. Außerdem hat man von der École Militaire aus einen wunderbaren Blick auf den Eiffelturm und sehr gute Fotomöglichkeiten.
Meine Meinung: Der Eiffelturm muss nicht unbedingt von oben erlebt werden. Gerade mit Kindern ist die Kombination aus Staunen am Wahrzeichen und anschließendem Spielen im Champ de Mars die deutlich bessere Wahl – weniger Stress, mehr Freiraum und trotzdem ein echtes Paris-Gefühl.

Paris mit Kindern – ein Resümee
Meine ehrliche Einschätzung: auch wenn ich anfangs ein wenig skeptisch war – nach unserem Familienurlaub kann ich sagen, Paris lohnt sich mit Kindern. Vorausgesetzt, man plant den Urlaub mit Fokus auf Erlebnissen und nicht wie einen Erwachsenen-Kulturtrip.
Weitere Tipps für Reisen mit Kindern
Wie wäre es mit einem Urlaub im holländischen Ferienpark Hof van Saksen? Wir haben dort bereits zweimal mit Enkelkindern erholsame und abwechslungsreiche Tage verbracht. Schau doch gleich mal in meinem Erfahrungsbericht zum Urlaub mit Kindern im Ferienpark Hof van Saksen vorbei.
