Pfifferlinge haben wieder Saison! Rezept für eine schnelle Pfifferlings-Pfanne mit Schinken

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Sie gehören zu den Edelpilzen und sind im Laufe des Jahres die ersten Wildpilze. Ich liebe Pfifferlinge! Bei passendem Wetter kann man sie schon Ende Juni in den Supermärkten finden und ihre Saison geht bis in den späten Herbst. Die Pfifferlinge sind eigentlich recht schnell und einfach zubereitet – die meiste Zeit benötigt man dabei in der Vorbereitung für das Säubern der Pilze.

Der Name der Pfifferlinge lässt es fast schon vermuten: sie haben einen pikantes, leicht pfeffriges Aroma. Bei der Zubereitung sollte man versuchen, dies möglichst zu erhalten.

Pfifferlinge Saison Pfifferlings-Pfanne

Sind Pfifferlinge eigentlich gesund?

Pfifferlinge kommen nicht wegen der Inhaltstoffe auf meinen Speiseplan, sondern wegen des feinen Geschmacks. Dennoch an dieser Stelle ein kurzer Blick durch die Gesundheits-Brille.

Inhaltsstoffe

Nun ja, bezüglich der Inhaltsstoffe tun sich die Pfifferlinge nicht gerade besonders hervor. Aber sie sind sehr kalorienarm: zu mehr als 90 Prozent besteht der Pilz aus Wasser, 100 Gramm der beliebten Edelpilze bringen es gerade mal auf 11 kcal.

Wie alle Pilze sind auch Pfifferlinge schwer verdaulich. Sie enthalten kaum Kohlenhydrate oder Fett, dafür aber Eiweiß und Ballaststoffe.

Belastung

Pfifferlinge können – wie alle anderen Waldpilze auch – giftige Schwermetalle wie Blei oder Cadmium enthalten. Außerdem können sie – auch mehr als 30 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl – noch radioaktiv belastet sein. Der Grund dafür ist das besonders langlebige radio­aktive Cäsium 137. Dieses ist im Waldboden gespeichert und wird von den unterirdischen Pilzpflanzen aufgenommen und in den Fruchtkörpern – den Pilzen – konzentriert.

Allerdings dürfen in Deutschland Pfifferlinge mit einer Belastung von mehr als 600 Becquerel pro Kilogramm nicht gehandelt werden – insofern greife ich ohne Angst zu den leckeren Waldpilzen im Supermarkt. Außerdem ist es sie ja nur eine begrenzte Zeit, in der die Pfifferlinge Saison haben. Und ich halte mich an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Empfehlung für den Verzehr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Wildpilzgerichte nur in geringen Mengen zu verzehren. Dies sollten ungefähr 200 bis 250 Gramm pro Woche sein. Na, passt ja – das ist genau eine Mahlzeit nach meinem Lieblingsrezept für diese leckere Pfifferlings-Pfanne.

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Pfifferlinge einkaufen und aufbewahren

Natürlich schmecken Pfifferlinge absolut frisch am Besten. Möglichst direkt aus dem Wald in die Pfanne, das wäre optimal. Geht aber leider meist nicht. Die leckeren Pilze sind in unseren heimischen Wäldern nicht mehr sehr zahlreich zu finden. Ich habe im vergangenen Jahr während eines Urlaubs in Schweden einige wirklich schöne Exemplare gefunden – aber selbst dort gab es zwar Unmengen anderer Pilzarten, jedoch nur wenige Pfifferlinge.

Ihren Weg in unsere Küche finden sie meist aus Osteuropa – in Polen, Weißrussland oder Litauen kommen sie noch zahlreich in den Wäldern vor. Damit haben sie aber auch schon eine kleine Reise hinter sich, wenn wir sie im Supermarkt in den Einkaufswagen legen. Daher unbedingt darauf achten, wie die Pilze aussehen! Die Pfifferlinge sollten noch leuchtend gelb-orange sein. Wenn die Pilze schon älter sind, werden sie feucht und färben sich braun oder sie trocknen total aus und werden schrumpelig – in beiden Fällen würde ich sie nicht mehr kaufen.

Hat man aber leckere frische Pfifferlinge gekauft, sollte man sie möglichst bald verarbeiten. Ein bis zwei Tage kann man sie vielleicht im Kühlschrank – möglichst im Gemüsefach – ohne größeren Qualitätsverlust aufbewahren. Dabei darauf achten, dass sich in der Verpackung keine Feuchtigkeit bildet!

Kann man Pfifferlinge einfrieren?

Um Pfifferlinge auch außerhalb ihrer Saison zu genießen, muss man sie irgendwie haltbar machen. Aber wie? Kann man die Edelpilze einfrieren? Die Antwort ist ein klares JA! Pfifferlinge eignen sich recht gut zum Einfrieren.

Dazu müssen sie vorher gründlich gesäubert werden und dann möglichst trocken in einem geeigneten Behältnis eingefroren werden. Idealerweise die Pilze zunächst locker auf dem Boden eines flachen Behälters in den Tiefkühlschrank geben und dann erst in gefrorenem Zustand in eine Tüte oder kleinere Gefrierdose umfüllen. Bei dieser Verfahrensweise kleben sie nicht zusammen und lassen sich später gut portionieren.

Die Pfifferlinge werden dann später in gefrorenem Zustand verarbeitet.

Am Besten allerdings schmecken die Edelpilze ganz frisch und in der eigentlichen Pfifferlling-Saison.

Pfifferlinge richtig säubern

Die Theorie besagt, dass Pilze nur trocken zu säubern sind. Am Besten soll man anhaftenden Schmutz mit einer Pilzbürste oder ein wenig Küchenpapier entfernen. In der Praxis gestaltet sich das allerdings meist schwierig. Der anhaftende Schmutz – Sand, Waldboden, Blätter und Nadeln der Waldbäume – erschwert die Reinigung doch sehr. Oft ist es einfach nicht vermeidbar, die Pilze kurz mit Wasser abzubrausen.

Grundsätzlich gilt dabei: so wenig mit Wasser in Berührung bringen, wie möglich. Die Pfifferlinge saugen das Wasser auf wie ein Schwamm und dabei wird der feine Geschmack wortwörtlich verwässert. Vielleicht kommt daher der Name, den die Österreicher diesem Wildpilz gegeben haben: Eierschwammerl.

Ich verwende zum Putzen der empfindlichen Pilze eine weiche Pilzbürste und sofern erforderlich halte ich sie auch kurz unter fließendes Wasser. Ganz ehrlich: wer mag schon ein sandiges Knirschen beim Genuss des Pilzgerichtes?

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Rezept für eine schnelle Pfifferlings-Pfanne

Wie schon erwähnt, lassen sich Pfifferlinge schnell und einfach zubereiten. Nachfolgend ein recht einfaches, aber sehr leckeres Rezept. Die Schinkenwürfel geben dem ganzen noch mal eine sehr leckere Note. Das passt eigentlich immer, egal ob mittags als kleine Mahlzeit oder zum Abendessen. Am liebsten mag ich die Pfifferlinge genau so, nur mit ein wenig Ciabatta oder Baguette serviert.

Die aufgeführten Zutaten ergeben 2 Portionen.

Zutaten:

  • 500 Gramm Pfifferlinge
  • 4 kleine Kirschtomaten
  • 150 Gramm Schinkenwürfel
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 100 ml Weißwein
  • 150 ml Creme Fraiche oder Creme Legere
  • ½ Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
  • Muskat
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Butter

Zubereitung:

Zuerst werden die Pfifferlinge gesäubert – wie du das richtig machst, ohne das feine Aroma der Edelpilze zu zerstören, habe ich ja in diesem Beitrag bereits beschrieben.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, die Kirschtomaten halbieren.

In einer heißen Pfanne die Butter auslassen und die Zwiebelwürfel und die Schinkenwürfel darin anbraten, bis die Zwiebeln glasig werden. Anschließend die Pilze und die halbierten Kirschtomaten hinzugeben und ebenfalls bei großer Hitzezufuhr einige Minuten anbraten. Wenn sich in der Pfanne Flüssigkeit bildet, ist der richtige Moment zum Ablöschen. Dazu den Weißwein in die Pfanne geben, die Wärmezufuhr herunter regeln und das Ganze abgedeckt ca. 5-8 Minuten köcheln lassen.

Zum Schluss die Creme Fraiche unterrühren und mit Paprikapulver, Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken.

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Wie bereitest du Pfifferlinge zu?

Die Pfifferlings-Pfanne ist wirklich schnell zubereitet und schmeckt mit ein wenig Baguette oder Ciabatta serviert ganz hervorragend!

Es gibt ja so viele tolle Rezepte für und mit Pfifferlingen. Super harmonieren beispielsweise Rührei oder auch Pasta mit den edlen Wildpilzen. Unbedingt ausprobieren muss ich mal das Rezept für Flammkuchen mit Pifferlingen von Astrid.

Wie bereitest du die leckeren Pilze zu? Hast du ein tolles Rezept, welches ich einmal ausprobieren sollte? Sende es mir gern zu oder teile es über die Kommentarfuntion.

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2 Kommentare
  1. Ulrike

    Ich liebe Pfifferlinge! Und esse sie am liebsten pur, mit ein wenig Zwiebel und Rührei.
    LG
    Ulrike

    1. Cornelia

      Mmmmh, ja – Rührei mit Pfifferlingen mag ich auch sehr gern! 🙂

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