Pool-Plätzchen

Pool-Plätzchen backen – kreative Weihnachtsplätzchen mit Wow-Effekt

Im vergangenen Advent geisterten die lustigen Badegäste in selbstgebackenen Engelsaugen durch so ziemlich alle Facebook-Gruppen, die sich der Plätzchenbäckerei verschrieben haben. Es waren alle möglichen Variationen zu finden – und selbst wenn ich zu Beginn der Plätzchensaison noch dachte, dieser Pool-Plätzchen-Trend solle doch bitte an mir und meiner Backstube vorbeigehen – spätestens nach zwei Wochen hat es mich dann doch gepackt. Im örtlichen Supermarkt war das gesamte weihnachtliche Backsortiment preislich herabgesetzt und tatsächlich lachten mich doch die lustigen Lebkuchenmännchen aus dem Regal an. Ich konnte einfach nicht anders und sie wanderten in meinen Einkaufskorb. Eine Packung blauer Lebensmittelfarbe kam gleich auch noch mit – und so waren die Voraussetzungen gegeben, die Pool-Plätzchen selbst auch einmal auszuprobieren.

Zutaten für Pool-Plätzchen

Kulinarischer Adventskalender

Ich darf auch in diesem Jahr wieder ein Türchen im Kulinarischen Adventskalender auf Zorras Blog 1x umrühren bitte aka Kochtopf befüllen. Schon in den vergangenen Jahren durfte ich dabei mitwirken (mit einem Rezept für köstliche Mandorlini und einem Rezept für Gebratene Geflügelleber wie auf dem Weihnachtsmarkt) und für mich ist das tatsächlich immer ein ganz besonderes Highlight.

Es beteiligen sich viele verschiedene Blogger mit tollen Rezepten – und außerdem gibt es auch wieder fantastische Preise zu gewinnen. Wenn du die Beiträge hinter den einzelnen Türchen aufmerksam verfolgst, dann kannst du die Gewinnspielfragen bestimmt ganz einfach beantworten und in den Lostopf hüpfen.

Das erste Gewinnspiel findet vom 12. bis 14. Dezember statt, das zweite vom 24. Dezember bis 2. Januar. Zu gewinnen gibt es unter anderem eine KMix in Matt von Kenwood, eine Magnifica Evo Next von De’Longhi, einen MultiFry 5 von Braun und einen Nutribullet Portable, einen GRAEF Allesschneider Manuale H93, rot, einen GRAEF Glas-Milchaufschäumer MS802, schwarz, Teigrädchen von Gaumenfreunde, cupit To Go Becher von KAHLA sowie mehrere Kochbücher von Bloggern.

Warum wir in der Adventszeit Plätzchen backen

Das Backen von Plätzchen gehört für mich ebenso zur Adventszeit wie Kerzenlicht und Tannenduft. Doch woher kommt diese Tradition eigentlich, hast du dich das auch schon einmal gefragt?

Ursprünglich hatten die süßen kleinen Gebäckstücke eine religiöse und symbolische Bedeutung. Schon im Mittelalter wurden in Klöstern feine Backwaren aus kostbaren Zutaten wie Honig, Nüssen und Gewürzen zubereitet – als Zeichen der Freude über die bevorstehende Geburt Christi. Zucker, Mandeln oder Zimt waren damals echte Luxusgüter, die man sich nur zu besonderen Anlässen gönnte. Das Backen wurde also quasi zu einem Festakt.

Mit der Zeit wanderte diese Tradition in die privaten Küchen. Familien begannen, in der dunklen Jahreszeit gemeinsam zu backen – als wärmendes, verbindendes Ritual. Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen verbreitete Geborgenheit. Die kleinen Formen wie Sterne, Herzen oder Engel spiegelten die Symbole der Weihnachtszeit wider.

Heute geht es beim Plätzchenbacken weniger um die Religion, sondern vielmehr um Gemeinschaft, Kreativität und Erinnerungen. Es ist ein Moment des Innehaltens in der hektischen Zeit: Teig kneten, ausstechen, verzieren – all das verbindet, sei es nun im Familien- oder Freundeskreis. Und vielleicht lieben wir das Plätzchenbacken auch deshalb so sehr, weil es uns erlaubt, ein Stück Kindheit wieder aufleben zu lassen – mit Zuckerguss an den Fingern und gespannter Vorfreude auf das fertige Gebäck.

Wenn Klassiker auf Kreativität treffen – Plätzchen im Wandel der Zeit

Seit Generationen duftet es in der Adventszeit nach Vanillekipferln, Zimtsternen und Butterplätzchen. Diese klassischen Rezepte sind echte Wohlfühlbotschafter: vertraut, schlicht und voller Kindheitserinnerungen. Ihre Formen und Aromen haben sich über Jahrzehnte kaum verändert – und genau das macht ihren Charme aus. Freust du dich nicht auch jedes Jahr wieder auf deine Lieblingskekse, vielleicht auf die ersten Dominosteine oder Zimtsterne? Dieses Gebäck steht für Beständigkeit und die kleinen Rituale, die die Adventszeit so besonders machen.

Moderne Plätzchen wie die Pool-Plätzchen hingegen bringen frischen Wind auf das Backblech. Sie spielen mit Farben, Themen und Humor und zeigen, dass Backen heute auch eine kreative Ausdrucksform ist. Hier geht es nicht nur um Geschmack, sondern auch um Ideen, Design und Emotionen. Ein winziges Lebkuchenmännchen im „blauen Pool“ sorgt für ein Schmunzeln und macht das Gebäck zu einem kleinen Kunstwerk.

Pool-Plätzchen

So stehen traditionelle und moderne Plätzchen nicht im Widerspruch, sondern ergänzen sich wunderbar.

Ein Klassiker als Basis für die lustigen Pool-Plätzchen

Wie das bei vielerlei Ideen so ist, die auf Social Media geistern und sich zum Trend entwickeln, basieren auch diese lustigen Pool-Plätzchen auf einem beliebten Weihnachtsklassiker: die Kekse haben im Original einen Klecks Marmelade in der Mitte und sind als Engelsaugen oder auch Husarenkrapfen bekannt. Der Name „Engelsaugen“ kommt vermutlich daher, dass die glänzende Marmeladenmitte an ein funkelndes Auge erinnert.

Irgendjemand kam dann auf die geniale Idee, für die Verzierung die lustigen Lebkuchenmännchen zu verwenden – und statt der Marmelade die Engelsaugen mit blauer Lebensmittelfarbe in einen kleinen Swimmingpool zu verwandeln. Wer auch immer das war – ich gratuliere zu diesem Einfall!

Die Kekse kannst du ganz klassisch mit einem Mürbeteig zubereiten. Ich habe mich jedoch entschieden, für den „Swimmingpool“ einen Schoko-Mandel-Teig zu verwenden. Durch die Zutaten werden die Engelsaugen zwar ein wenig bröselig und lassen sich schwieriger formen, aber so bekommen sie neben dem interessanten Aussehen auch noch einen besonderen Geschmack.

Schoko-Mandel-Mürbeteig

So formst du die Pool-Plätzchen

Für die kleinen Swimmingpools formst du aus dem Plätzchenteig kleine, etwa walnussgroße Kugeln, die du auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legst und ein klein wenig flach drückst. Um den Pool auszuformen verwende ich den Stiel eines Holzlöffels. Mit diesem drücke ich ganz vorsichtig eine kleine Vertiefung in die Mitte der Teigkugel. Das muss wirklich ganz vorsichtig erfolgen, damit der Keks nicht einreißt – insbesondere durch die geriebenen Mandeln im Teig kann dies wirklich schnell passieren.

Ausformen der Pool-Plätzchen

Die so vorbereiteten Rohlinge werden nun für ca. 10 – 12 Minuten im auf 175 Grad vorgeheizten Ofen gebacken und anschließend für einen leichten Schnee-Effekt mit Puderzucker bestreut.

Lassen wir das Wasser in den Pool!

Kein Pool ohne Wasser – und das sollte möglichst auch noch blau sein. Und schmecken sollte es auch noch. Genau an dieser Stelle musste ich ein wenig herumprobieren. Geschmacklich hätte ich zu gern auf eine Weiße-Schokolade-Zitronenglasur gesetzt, die ich in der Vorweihnachtszeit in irgendeinem Supermarkt gekauft hatte. Das wunderbar säuerliche Aroma passte perfekt zu den Schoko-Mandel-Plätzchen. Nur leider war diese Zitronenglasur gelb – und ergab beim Mischen mit der blauen Lebensmittelfarbe eher einen grünen Teich als einen blauen Pool. Nun ja, auf jeden Fall schmeckte es immer noch.

Um jedoch nun wirklich einen klassisch-blauen Pool zu bekommen, musste als noch eine andere Mischung her – ganz einfach mit Puderzucker, Wasser und blauer Lebensmittelfarbe. Sieht schick aus, schmeckt nicht ganz so gut wie die gelbe oder grüne Variante.

Welche gefallen dir am besten, die gelben, grünen oder blauen Swimmingpools?

Pool-Plätzchen in verschiedenen Farben

Auf in’s Badevergnügen!

Noch bevor die Glasur fest wird, dürfen die kleinen Lebkuchenmännchen in den Pool springen. Setze sie vorsichtig in die noch feuchte Glasur, so dass sie aussehen, als würden sie baden.

Nun benötigst du Geduld – das „Wasser“ muss erst einmal fest werden. Lass‘ also die Lebkuchenmännchen ganz in Ruhe im Pool plantschen – mindestens einige Stunden. Anschließend bewahrst du sie in einer flachen Keksdose auf. Es ist ein wenig schwierig, die Pool-Plätzchen übereinander zu stapeln, da die fragilen Lebkuchenmännchen sehr leicht abbrechen.

Pool-Plätzchen
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Pool-Plätzchen backen – kreative Weihnachtsplätzchen mit Wow-Effekt

Diese Pool-Plätzchen sind ein echter Hingucker: Schoko-Engelsaugen mit blauem Pool, in dem Mini-Lebkuchenmännchen baden. Perfekt für den Keksteller.
Zubereitungszeit30 Minuten
Ruhezeit Teig30 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde
Gericht: Kaffeepause
Küche: Deutschland
Keyword: Gebäck
Servings: 25 Stück

Zutaten

für den Teig

  • 125 Gramm Butter
  • 150 Gramm Mehl Type 405
  • 75 Gramm Mandeln gemahlen
  • 3 EL Back-Kakao
  • 60 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Stück Ei

für den Pool

  • 100 Gramm Puderzucker
  • 1-2 EL Zitronensaft alternativ: Wasser
  • blaue Lebensmittelfarbe Gel oder Paste

für die Dekoration

  • Mini-Lebkuchenmännchen
  • Puderzucker, essbarer Glitzer o.ä. optional

Zubereitung

  • Im ersten Schritt den Teig vorbereiten. Mehl, geriebene Mandeln, Kakao, Zucker und Salz mischen. Butter und das Ei zugeben, alles zügig zu einem glatten Teig verkneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kaltstellen.
  • Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Aus dem Teig kleine Kugeln formen (etwa walnussgroß), ein wenig flach drücken und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
  • Mit dem Stiel eines Holzlöffels eine Mulde eindrücken (für den „Pool“).
  • Die Plätzchen ca. 10-12 Minuten backen und anschließend mit Puderzucker bestäuben. Die Plätzchen gut auskühlen lassen.
  • Puderzucker mit Zitronensaft und blauer Lebensmittelfarbe anrühren. Die Mulden mit der blauen Glasur füllen und ein wenig trocknen lassen. Noch bevor sie endgültig fest wird, die Lebkuchenmännchen in den Pool setzen, so dass sie aussehen, als würden sie baden.

Warum Pool-Plätzchen der Hit auf jedem Plätzchenteller sind

Die süßen Pool-Plätzchen stehen für Leichtigkeit, Spaß und Freude am Selbermachen. Während klassische Plätzchen brav in Reih und Glied auf dem Teller liegen, bringen diese Mini-Badegäste sofort gute Laune und ein Lächeln ins Gesicht. Der schokoladige Mürbeteig sorgt für den vertrauten Weihnachtsgeschmack, das Design erinnert an Sommer, Sonne und Pooltage – eine unschlagbare Kombination aus Nostalgie und Überraschung.

Was sie so besonders macht, ist ihr Humor: ein winziges Lebkuchenmännchen, das entspannt im blauen „Wasser“ liegt, bricht mit jeder Backkonvention und zeigt, dass Plätzchen nicht nur lecker, sondern auch richtig witzig sein können. Besonders Kinder lieben die Idee, aber auch Erwachsene lassen sich von der detailverliebten Optik begeistern.

Kurz gesagt: diese kleinen Badegäste sind das süßeste Statement gegen Weihnachtsstress. Quasi ein Hauch von Urlaub auf dem Plätzchenteller, der garantiert für Gesprächsstoff sorgt. Übrigens – die Pool-Plätzchen sind auch sehr gut als kleines Geschenk aus der Küche geeignet. Einfach hübsch verpacken und Freunden, Verwandten oder Kollegen als kleine Überraschung präsentieren.

Teile deine Plätzchenmomente mit uns!

Hast du jetzt Lust bekommen, selbst in die kreative Plätzchenbäckerei einzutauchen? Dann los – ran an den Teig!

Ob klassische Engelsaugen, bunte Pool-Plätzchen oder ganz eigene Keks-Kunstwerke – zeige uns, was du am liebsten zauberst. Teile deine Ideen oder dein Lieblingsrezept gern in den Kommentaren und inspiriere andere Backfans.

Ich freue mich über jedes süße Meisterwerk – und vielleicht badet bald auch dein Lebkuchenmännchen in einem blauen Zuckerpool.

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Bewertung




5 Gedanken zu „Pool-Plätzchen backen – kreative Weihnachtsplätzchen mit Wow-Effekt“

  1. 5 Sterne
    Ha, irgendwie ist dieser Trend völlig an mir vorbeigegangen. Ich bin Fanatiker von „Geschmack vor Aussehen“, also würde ich die gelben wählen. Absolut süße Idee!

  2. 5 Sterne
    Liebe Cornelia,

    Was für eine geniale Idee!
    Deine Pool Plätzchen sehen nicht nur total witzig aus, sondern bringen garantiert gute Laune auf den Keksteller.

    Herzliche Grüße

    Susan

  3. 5 Sterne
    Liebe Cornelia,
    Badegäste gegen Weihnachtsstress ist super! Diese Plätzchen sind echt cool und ich hatte die kleinen Lebkuchenmännchen noch im Supermarkt in der Hand, hätte ich die mal direkt mitgenommen! Ganz liebe Grüße, Bianca

  4. Stimmt, diese Plätzchen waren dieses und letztes Jahr überall zu sehen. Mal sehen, wie lange dieser hübsche Trend anhält. 🙂
    Viele Grüße Sylvia

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