Pitztal im Sommer

3 Tage im Pitztal im Sommer – Schöne Erlebnisse zwischen Wasserfall und Gletscher

Das Pitztal im Sommer: 3 Tage voller Natur, Wandern & Genuss – vom Klockelefall über den Rifflsee bis zum Café 3440. Tipps & Eindrücke für deinen Tirol-Kurzurlaub.

Warum sich ein Sommerurlaub im Pitztal lohnt

Wenn du im Sommer ins malerische Pitztal fährst, erwartet dich klare Bergluft, das Rauschen von Wasserfällen, ein faszinierender Bergsee und ein beeindruckendes Bergpanorama. Zwischen saftig grünen Almwiesen und der imposanten Gletscherwelt kannst du Sommertage voller Ruhe, Natur und Genuss fernab von überfüllten Hotspots erleben.

Das Pitztal ist die zweite Station unseres Roadtrips in Tirol und wir verbringen drei Tage in einem Familienhotel in St. Leonhardt. Geplant ist eine Mischung aus Aktivität und Entschleunigung: eine Wanderung zum beeindruckenden Klockelefall, ein Ausflug zum idyllischen Rifflsee und ein Stopp im höchsten Café Österreichs auf 3440 Metern – dem Café 3440.

In den folgenden Zeilen nehme ich dich mit auf unsere Entdeckungen im Pitztal im Sommer – mit persönlichen Eindrücken, hilfreichen Tipps und der Empfehlung, die Natur bewusst zu erleben. Ob du viel wandern oder einfach nur den Moment genießen möchtest, das Pitztal hat seinen ganz eigenen Charme.

Pitztal im Sommer

Anreisetag – Ankommen im Pitztal und Besuch im Steinbockzentrum

Von der ersten Station unseres Roadtrips, Feichten im Kaunertal, ist es nur ungefähr eine Stunde Fahrtzeit bis zu unserem Hotel in St. Leonhardt. Wir lassen uns Zeit, eigentlich soll das reservierte Zimmer erst ab 15 Uhr bezugsfertig sein. Trotz gemütlicher Fahrt kommen wir deutlich vor diesem Zeitpunkt an. Wie wir es bereits in Feichten erlebten, ist man auch hier im Hotel super freundlich und wir können schon direkt unser Zimmer beziehen.

Wir nutzen den Nachmittag, um gemütlich ins Tal-Leben einzutauchen. Nur wenige Minuten entfernt liegt das Steinbockzentrum Pitztal, ein modernes und liebevoll gestaltetes Erlebniszentrum rund um den König der Alpen. Mit unserer in die Hotelübernachtung includierten Pitztal Sommer Card erhalten wir auf den Eintrittspreis im Steinbockzentrum sogar einen Preisnachlass – das ist doch perfekt!

In einer interaktiven Ausstellung erfahren wir viel über das Leben der Steinböcke, ihre Wiederansiedlung und den Lebensraum Hochgebirge. Besonders schön ist der kurze Spaziergang durch das Freigelände. Wir kommen uns auf dem unebenen Weg beinahe selbst wie ein Steinbock vor, als wir bergan und bergab kraxeln. Einige der scheuen Steinböcke können wir tatsächlich auch entdecken.

Freigehege im Steinbockzentrum

Für uns war das ein entspannter Einstieg in den Aufenthalt im Pitztal während unseres Roadtrips durch Tirol – genau richtig, um anzukommen und die ersten Eindrücke vom Pitztal im Sommer zu sammeln.

Tag 1 – Wanderung zum Klockelefall im Pitztal

Nach einem gemütlichen Frühstück – unser Hotel erwies sich diesbezüglich wirklich als absoluter Glücksgriff – starten wir in unseren ersten ganzen Tag im Pitztal im Sommer. Das Tal wird auch liebevoll als „Tal der Wasserfälle“ bezeichnet – und das völlig zu Recht. Überall rauscht und plätschert es, kleine Bäche und Kaskaden sind nahezu allgegenwärtig. Kaum ein anderes Tal bietet so viele natürliche Wassererlebnisse auf so kleinem Raum.

Unser Ziel: der Klockelefall, ein hübscher Wasserfall, der ganz in der Nähe von St. Leonhardt in die Tiefe stürzt. Unsere Entscheidung für den Klockelefall fiel aus ganz pragmatischen Gründen: die Wanderung wird im Pitztal-Guide als „leicht“ beschrieben und von den zur Auswahl stehenden Wasserfällen mit Aussichtsplattformen waren bei dieser Wanderung die geringsten Höhenmeter zu überwinden. Da wir eher „Flachlandtiroler“ und keinesfalls geübte Bergwanderer sind, erschien uns dies als vernünftige Wahl – was sich später auch durchaus bestätigen sollte.

Klockelefall im Pitztal

Startpunkt & Wegbeschreibung zum Klockelefall

Unsere Wanderung zum Klockelefall startet im idyllischen Ortsteil Stillebach, einem kleinen grünen Fleck mitten im Pitztal. Der Name passt perfekt – hier ist es tatsächlich still. Nur wenige andere Wanderer begegnen uns auf unserem Ausflug.

Bis zum Startpunkt unserer Wanderung müssen wir gar nicht weit fahren. Von unserem Hotel in St. Leonhardt sind es bis zum Ortsteil Stillebach nur wenige Kilometer. Wir parken unser Auto auf dem Parkplatz am Ortsausgang, nahe der Bushaltestelle Stillebach. Gleich hinter dem Biohotel Stillebach zweigt der Josefsteig ab – ein schmaler, naturbelassener Pfad, der sich sanft durch den Wald hinaufzieht.

Ein Wasserfall wie aus dem Bilderbuch

Schon nach wenigen Minuten umgibt uns eine andere Welt: Moosbewachsene Steine, Farne, unzählige kleine Frösche, das Rauschen des Wasserfalls aus der Ferne und der Duft von feuchter Natur schafft eine ganz eigene Atmosphäre. Der Steig ist gut gekennzeichnet. Stellenweise wird es etwas steiler, aber mit festem Schuhwerk (!) auch für uns Anfänger noch recht gut zu bewältigen. Immer wieder öffnen sich kleine Sichtachsen mit schönen Ausblicken.

Wir sind keine geübten Wanderer, daher ist die Zeitangabe von 15 Minuten, die wir unten auf einem der Wegweiser gelesen hatten, für uns eher illusorisch. Hinzu kommt, dass ich auch noch andauernd stehenbleibe, um wieder einen der wundervollen Ausblicke fotografisch einzufangen. Nach rund 40 bis 50 Minuten erreichen wir schließlich einen Aussichtspunkt, auf dem man freundlicherweise eine Bank zum Ausruhen platziert hat.

Aussichtspunkt am Klockelefall

Der Ausblick lohnt die Anstrengungen des Aufstiegs absolut. Über mehrere Stufen stürzt das Wasser des Klockelefalles hier in die Tiefe, umgeben von Felsen, Moos und einem feinen Sprühnebel. Wir nehmen auf der Bank Platz, um diese Szene – und den Ausblick von hier oben – einfach zu genießen.

Der Rückweg führt auf demselben Pfad zurück nach Stillebach. Unten angekommen lädt die Ruhefläche an einem kleinen Natursee mit diversen Liegemöglichkeiten zur Entspannung ein – bevor wir uns noch kurz an der Glasers Mühle (gehört zum Biohotel Stillebach) eine kleine kulinarische Stärkung gönnen. Ein wunderbarer Abschluss nach der zugegebenermaßen für uns doch nicht ganz so leichten Wanderung.

kurze Pause am Naturbadesee

Mein Tipp für deine Wanderung

Wenn du den Klockelefall ganz in Ruhe erleben möchtest, starte am besten frühzeitig. Die Luft ist dann noch angenehm frisch und du begegnest nicht so vielen anderen Wanderern. Denke an zum Wandern geeignetes festes Schuhwerk!

festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich, wenn du im Pitztal im Sommer wandern möchstest

Verlasse dich nicht auf die Zeitangaben auf den Hinweisschildern. Die Zeitangaben für Wanderungen in den Alpen werden mit einer Faustformel berechnet, die Aufstiegs- und Abstiegs-Höhenmeter sowie die horizontale Distanz berücksichtigt. Eventuelle Pausen und individuelle Faktoren wie Alter, Kondition, Wetter und persönliche Erfahrungen, die sich natürlich ebenfalls auf die Gehzeit auswirken, wurden bei diesen Zeitangaben jedoch nicht berücksichtigt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man die angegebenen Gehzeiten als ungeübter Wanderer mindestens verdoppeln sollte – zuzüglich von Pausen wie beispielsweise zum Fotografieren.

Nimm dir am Aussichtspunkt ein paar Minuten Zeit, um einfach nur dem Rauschen des Wassers zuzuhören und entspannt zu genießen.

Wenn du nach der Rückkehr nach Stillebach noch Lust auf eine kleine Belohnung hast: ein hausgemachter Apfelstrudel geht doch eigentlich immer – nicht wahr?

Tag 2 – Rifflsee im Pitztal: ein Bergsee zum Verlieben

Nach der ersten Wanderung zum Klockelefall steht unser zweiter Tag im Pitztal ganz im Zeichen der Höhe. Der Rifflsee gilt als einer der schönsten Bergseen in Tirol – türkisblau, umrahmt von Dreitausendern. Schon die Anreise ist ein Erlebnis, und oben angekommen wartet ein Ort, der absolut zum Verweilen einlädt.

Mit der Rifflseebahn in die Höhe

Ungefähr 15 Minuten fahren wir von unserem Hotel in St. Leonhardt bis zur Talstation der Rifflsee-Bahn in Mandarfen, kurz vor dem Ende des Pitztals. Tickets für die Berg- und Talfahrt erwerben wir direkt vor Ort und schon steigen wir in die geschlossene Gondel, die uns in ca. 6 Minuten auf 2.232 Meter Höhe zum höchstgelegenen Bergsee Österreichs bringt.

Rifflsee-Bahn

Spaziergang rund um den See – türkisblau und still

Direkt beim Verlassen der Gondel an der Bergstation befindet sich das Restaurant Sunna Alm und wenige Schritte weiter entdecken wir auch schon den wunderschönen türkisfarbenen Rifflsee. Von einem Aussichtspunkt einige Meter unterhalb des Restaurants haben wir einen wundervollen Blick über den rund 60 Höhenmeter tiefer liegenden See und die umliegenden Gipfel.

Rifflsee

Der Rundweg um den Rifflsee ist einfach zu gehen und führt etwa 3,6 Kilometer immer entlang des Seeufers. Als Wegezeit ist vor Ort eine Stunde angegeben – wir benötigen natürlich mit Fotopausen und in gemütlichem Wandertempo wieder deutlich länger. Schließlich möchten wir den Weg und die wundervollen Ausblicke auch so richtig genießen. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven: mal spiegeln sich die Berggipfel auf der glatten Oberfläche, mal glitzern winzige Wellen im Sonnenlicht. Einige Holzbänke entlang der Strecke laden auch zu einer kurzen Pause ein.

Trotz seiner Beliebtheit können wir den Rifflsee bei unserem Besuch in relativer Ruhe erleben, auf großen Teilen des Wanderweges sind wir ganz allein unterwegs.

Wanderung um den Rifflsee

Floßfahrt auf dem Rifflsee – das besondere Erlebnis auf 2.232 Metern

Ein echtes Highlight im Pitztal im Sommer ist eine Floßfahrt auf dem Rifflsee – und genau darauf hatten wir uns besonders gefreut. Die Temperaturen sind bei unserem Besuch Ende August nicht wirklich sommerlich, aber wir haben uns kleidungstechnisch darauf eingestellt.

Auf einem stabilen Holzfloß gleiten wir lautlos über das Wasser, umgeben von Bergen, die sich in der glatten Oberfläche spiegeln. Während der Fahrt erzählt der Floßführer Interessantes über die die Region und reißt den einen oder anderen Witz. Für einen solchen halte ich zunächst auch seine Ansage, dass man im See baden dürfe und er jedem einen Kräuterschnaps spendieren würde, der freiwillig in den See springt.

Eine Gruppe junger Leute aus dem Sauerland nimmt das allerdings direkt zum Anlass, tatsächlich einen Sprung ins nur 10°C kühle Nass zu wagen – zur Bewunderung und zum Staunen der restlichen Gäste auf dem Floß und der Wanderer am Ufer. Aus dem stillen und entschleunigenden Erlebnis wird so flugs ein Abenteuer – für die mutigen Badenden und die Zuschauer. Der Reaktion des Floßführers entnehme ich, dass das auch für ihn kein alltägliches Erlebnis ist.

Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und kann direkt an der Bergstation gebucht werden. Etwas günstiger ist das Ticket, wenn man gleich an der Talstation ein Kombi-Ticket für die Bergbahn und die Floßfahrt erwirbt.

Floß auf dem Rifflsee
Floßfahrt auf dem Rifflsee

Kaffee mit Aussicht auf 2.300 Metern – Bergrestaurant Sunna Alm

Nach Spaziergang und Floßfahrt empfiehlt sich eine Pause im Bergrestaurant. Bei einer wärmenden Suppe können wir noch einmal den Blick über das Bergpanorama schweifen lassen. Es ist an diesem Augusttag doch ziemlich kühl in der Bergwelt und die kurze Rast im warmen Gebäude können wir wirklich gut vertragen, bevor uns die Bergbahn wieder hinab ins Tal bringt.

Bergrestaurant Sunna Alm

Tipps für deinen Besuch des Rifflsee

Wenn du den Rifflsee in seiner ganzen Schönheit und in Ruhe erleben möchtest, fahre möglichst am Vormittag mit der Rifflseebahn hinauf – dann hast du ausreichend Zeit für deine geplanten Aktivitäten.

Plane auf jeden Fall genug Zeit für die Floßfahrt ein und informiere dich im Vorfeld über die Abfahrtszeiten – dies geht über die offizielle Webseite des Pitztaler Gletschers. Dort findest du auch aktuelle Angaben zum Liftstatus – bei widrigen Wetterbedingungen kann es durchaus sein, dass die Bergbahnen außer Betrieb sind.

Die Floßfahrt ist kein Muss, aber wirklich ein echtes Highlight. Wenn du schon an der Talstation Mandarfen ein Kombi-Ticket erwirbst, kannst du gegenüber dem Ticketkauf an der Bergstation ein wenig sparen.

Wirf vor deinem Besuch einen Blick auf die Wetterdaten auf der Webseite des Pitztaler Gletschers und Rifflsee und wähle geeignete Kleidung nach dem Zwiebelprinzip. Natürlich empfiehlt sich auch festes, zum Wandern geeignetes Schuhwerk.

Tag 3 – Hoch hinaus im Café 3440 am Pitztaler Gletscher

Am dritten Tag unseres Aufenthaltes im Pitztal zieht es uns noch einmal ganz nach oben – dorthin, wo das Pitztal seine spektakulärste Seite zeigt. Mit der Pitztaler Gletscherbahn soll es hinaufgehen zum Café 3440, dem höchstgelegenen Café Österreichs. Der Name ist Programm – das Café befindet sich nämlich auf 3.440 Metern Höhe.

Mit der Gletscherbahn zum Dach Tirols

Wieder fahren wir von unserem Hotel in Richtung Tal-Ende – diesmal jedoch noch ein kleines Stück weiter als am Vortag. In Mittelberg befindet sich die Talstation der Gletscherbahn, die uns in zwei verschiedenen Etappen nach oben bringt. Die Auffahrt zum Café 3440 mit dem Gletscherexpress und der Wildspitzbahn dauert ca. 20 Minuten. 

Die erste Etappe legen wir im Gletscherexpress zurück – diese Standseilbahn fährt im Berg, quasi wie eine U-Bahn. Das empfinde ich nicht wirklich spektakulär, weil man halt durch den Berg fährt und nichts sieht.

Gletscherexpress

Auf 2.840 Metern Höhe müssen wir umsteigen, von hier aus geht es mit der Wildspitzbahn in einer Seilbahn-Gondel weiter auf den Brunnenkogel, wo auf 3.440 Metern das Café 3440 thront – mit Blick auf die Wildspitze. Die Fahrt mit der Wildspitzbahn ist durchaus beeindruckend: die Gondel schwebt stetig über Felsen in Richtung Eis und Schnee mitten in die Gletscherwelt der Ötztaler Alpen.

Hier oben ist alles ein wenig anders – die Luft dünner (das merken wir auch ganz deutlich), das Licht klarer. Das Café thront direkt über dem Gletscher und bietet ein Panorama, das ich kaum in Worte fassen kann. Gipfel, soweit das Auge reicht. Teilweise sehen wir strahlendes Weiß, teilweise verschiedene Grautöne.

Der Steg zur Aussichtsplattform mit Blick auf das architektonisch interessante Café ist leider geschlossen – in der Nacht hatte es geschneit und alles ist rutschig. So können wir nur auf die Außenterrasse des Cafés gehen oder den Ausblick direkt durch die große Fensterfront vom Tisch aus genießen – beides ist sehr schön.

Genuss mit Panorama – Kaffee & Kuchen auf 3.440 Metern Höhe

Drinnen im Café 3440 ist es angenehm warm und es duftet nach frisch gebrühtem Kaffee. Wir finden einen Tisch direkt an der riesigen Glasfront und entscheiden uns für ein Stück hausgemachten Apfelstrudel. Die Kuchenstücken sind riesig und schmecken mit Vanillesoße, Eis und Sahne ausgezeichnet. Natürlich hat die Kaffeepause hier oben einen stolzen Preis, aber dieses besondere Erlebnis mussten wir einfach auf diese Art zelebrieren.

Kaffeepause im Café 3440

Noch während wir unsere kleine Kaffeepause genießen, verändert sich die Szenerie vor dem großen Panoramafenster beinahe im Minutentakt. Mal bedecken die Wolken beinahe den gesamten Berg, dann kämpft sich die Sonne wieder durch und wir sehen sogar ein Stück blauen Himmel.

Bevor wir den Rückweg ins Tal antreten, genießen wir noch den Ausblick von der Restaurant-Terrasse. Definitiv ein Ort, der Staunen und Begeisterung auslöst.

Mein Tipp für deinen Besuch des Café 3440

Plane deinen Besuch möglichst am Vormittag ein, wenn die Sicht oft am klarsten ist. Ich habe gelesen, dass im Sommer im Laufe des Tages häufiger Wolken aufziehen, die die Aussicht ein wenig verhüllen können.

Nimm dir unbedingt Zeit, den Ausblick zu genießen!

Selbst an heißen Sommertagen lohnt sich eine warme Jacke, denn hier oben ist es auch im Juli oder August selten über null Grad. Ein Blick auf die Wetterdaten auf der Webseite des Pitztaler Gletschers und Rifflsee hilft dir bei der Planung sicher weiter.

Aktuelle Angaben zum Liftstatus findest du auf der Webseite des Pitztaler Gletschers – bei unserem Besuch vor Ort war tatsächlich an einem Tag die Wildspitzbahn wegen widriger Wetterbedingungen außer Betrieb.

Praktische Tipps für deinen Sommerurlaub im Pitztal

Zwischen Wasserfällen, Bergseen und Gletschern findest du viele Möglichkeiten, das Pitztal im Sommer in deinem eigenen Tempo zu genießen. Damit dein Aufenthalt rundum gelingt, habe ich ein paar praktische Tipps zusammengestellt.

Anreise & Orientierung im Tal

Das Pitztal liegt westlich von Innsbruck und ist über die Inntalautobahn (A12) und die Ausfahrt Imst/Pitztal gut erreichbar. Von dort führt eine landschaftlich schöne Talstraße bis nach Mittelberg, dem letzten bewohnten Ort.

Vor Ort kommst du bequem mit der Pitztal Sommer Card voran, damit nutzt du die Busse und viele andere Einrichtungen kostenlos oder ermäßigt. Besonders praktisch, wenn du dein Auto einfach mal stehen lassen möchtest. Die Karte ist bei vielen Hotels bereits im Übernachtungspreis enthalten.

Beste Reisezeit für das Pitztal im Sommer

Das Pitztal im Sommer zeigt sich von Juni bis September von seiner schönsten Seite. Wer Wasserfälle und sattgrüne Wiesen erleben möchte, kommt am besten im Juli oder August.

Was du unbedingt mitnehmen solltest

Das Pitztal im Sommer ist vielseitig – an einem Tag wanderst du durch blühende Almen, am nächsten stehst du am Gletscher auf über 3.000 Metern. Entsprechend abwechslungsreich sollte auch dein Gepäck sein. Hier meine persönlichen Empfehlungen, damit du für jede Situation bestens gerüstet bist.

Für deine Wanderungen:

  • Feste Wanderschuhe mit gutem Profil – viele Wege sind steinig oder bei Nässe rutschig
  • Leichte Wanderhose
  • Funktionsshirt und Fleecejacke für wechselnde Temperaturen
  • Regenjacke oder Windbreaker – im Gebirge kann das Wetter schnell umschlagen
  • Kleiner Tagesrucksack für Trinkflasche, Snacks und Sonnenschutz
  • Kamera oder Smartphone mit vollem Akku

Für Sonne und Höhe:

  • Sonnenbrille mit UV-Schutz
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Kopfbedeckung
  • Lippenpflege mit UV-Schutz

Tipp:
Auch wenn du im Sommer reist: packe nach dem Zwiebelprinzip. Ein sonniger Vormittag kann in den Bergen schnell in kühles, windiges Wetter übergehen – besonders rund um den Rifflsee oder am Gletscher. Mit mehreren leichten Schichten bist du immer flexibel.

Fazit  – 3 Tage im Pitztal im Sommer: Kleine Auszeit, große Eindrücke

Drei Tage Pitztal im Sommer vergehen schnell – und hinterlassen doch bleibende Erinnerungen. Zwischen rauschenden Wasserfällen, glitzernden Bergseen und der klaren Luft am Gletscher zeigt sich, wie vielseitig dieses Tiroler Tal ist. Jeder Tag war anders – und jeder hatte seinen eigenen Zauber.

schön war das Pitztal im Sommer

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1 Gedanke zu „3 Tage im Pitztal im Sommer – Schöne Erlebnisse zwischen Wasserfall und Gletscher“

  1. Liebe Cornelia,

    ich war ja von der Kaunertaler Gletscherstraße, die du uns vorgestellt hast, schon so begeistert. Jetzt über das Pitztal zu lesen, hat mir sehr gefallen und mir wieder eine mir unbekannte Gegend in Tirol nähergebracht. Und was für ein zauberhafter Ort!
    Da wüsste ich gar nicht, was ich zuerst unternehmen sollte. Vermutlich zum Klockelefall – Wasserfälle sind auch gerade für die Kinder immer super spannend.

    Ich bin schon gespannt, mit welcher Region aus Tirol du uns als nächstes verzauberst 🙂

    Liebe Grüße, Lisa

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