marinierte Hähnchenspieße vom Grill

Marinierte Hähnchenspieße vom Grill

Die Hähnchenspieße vom Grill werden in eine Marinade aus Ananassaft, Sojasauce, Ketchup, Öl und Gewürzen eingelegt, bevor sie auf den heißen Rost wandern. Das macht diese Hähnchenspieße vom Grill wunderbar zart und verleiht ihnen ein ganz besonderes Aroma.

Zeit zum Grillen!

Wieder einmal habe ich Inspiration auf Zorras Blog „1x umrühren bitte aka Kochtopf“ gefunden – dort präsentiert Tanja von Schlundis aktuell das Blog-Event – Alles rund um den Rost. Unglaublich finde ich, dass es bereits das 230. Blog-Event ist. Ich selbst habe mich bereits an diversen dieser Foodblog-Aktionen beteiligt und bin bei diesem Motto natürlich sehr gern wieder dabei. Schließlich wird bei uns der Grill hervorgeholt, sobald die Temperaturen warm genug sind, um draußen an der frischen Luft zu sitzen und die laue Sommerluft zu genießen.

Meist gibt es ja zu Beginn der Saison einfach Bratwurst oder Steaks – wenn wir diese aber zur Genüge genossen haben, dann muss ein wenig mehr Abwechslung auf den Grill und das führt manchmal auch zu interessanten Experimenten.

Diese marinierten Hähnchenspieße vom Grill sind das Ergebnis eines dieser Experimente. Die Marinade ist dem hawaiianischen Huli Huli Chicken entlehnt und passt einfach perfekt zu diesen Spießen.

marinierte Hähnchenspieße vom Grill
marinierte Hähnchenspieße vom Grill

Was ist Huli Huli Chicken?

Ganz einfach: Huli Huli Chicken gehört unbedingt zur hawaiianischen Grillkultur. Es handelt sich um saftige Hähnchenteile, die in einer ganz speziellen Marinade eingelegt und dann über offenem Feuer oder auf dem Grill zubereitet werden.

Das Geheimnis liegt in der Marinade. Sie ist eine wilde Mischung aus süßen und herzhaften Aromen. Meist bilden Ananassaft, Sojasauce, brauner Zucker oder Honig und etwas Knoblauch die Basis. Ähm … Moment mal: Knoblauch? Neeeeiiiiin … den lasse ich lieber weg, den mag in diesem Haushalt niemand. Aber ansonsten passt das schon. Durch das Grillen karamellisiert der Zucker leicht, wodurch das Fleisch eine wunderschöne, dunkle Farbe und eine leicht klebrige Kruste bekommt. Im Inneren bleibt es aber dennoch wunderbar saftig.

Das Wort „Huli“ bedeutet auf Hawaiianisch übrigens schlichtweg „umdrehen“ oder „wenden“. Und wie so oft, ist dabei auch der Name Programm: damit die Marinade perfekt einzieht und das Fleisch durch den Zucker nicht verbrennt, werden die Spieße beim Grillen immer wieder mal gewendet. Huli Huli also. Das sorgt für ein gleichmäßiges Garen und ein intensives Aroma.

Wie lange müssen die Hähnchenspieße mariniert werden?

Okay, ich gebe zu: dieses Rezept ist nicht für spontane Grillabende geeignet. Drei Stunden würde ich empfehlen, damit die Marinade richtig ins Hühnerfleisch einziehen kann. Natürlich sollten die Spieße währenddessen im Kühlschrank liegen.

Was kommt in die Marinade?

Die Hähnchenspieße vom Grill werden insbesondere durch die Marinade so lecker. Es gibt einige Grundzutaten (wie Sojasauce, Ananassaft, Ketchup, brauner Zucker, Essig, Knoblauch und Ingwer) und dann vermutlich je nach Familienrezept unzählige Ergänzungen und Abwandlungen. Wenn du schon mehrere Rezepte auf diesem Blog angeschaut hast, weißt du vermutlich schon, dass meine Küche eine knoblauchfreie Zone ist. Diese Zutat entfällt bei mir also auf jeden Fall.

Eine besondere Rolle spielt in diesem Rezept der Ananassaft. Er bringt nicht nur tropischen Geschmack und Süße, sondern sorgt auch dafür, dass das Fleisch nach dem stundenlangen Marinieren butterzart wird.

ABER: verwende auf keinen Fall frisch gepressten Ananassaft, sondern unbedingt den Saft von Ananasscheiben aus der Dose. Frische Ananas enthält einen starken natürlichen Zartmacher, ein Enzym namens Bromelain. Dieses Enzym würde dafür sorgen, dass das Hähnchenfleisch viel zu weich und labberig wird. In der verarbeiteten Form der Dosenananas wurde das Enzym zerstört und kann daher nicht mehr diese Wirkung entfalten.

Wenn du schon eine Dose Ananas geöffnet hast, kannst du die Ananasscheiben eigentlich auch gleich noch mit auf den Grill legen. Schmeckt lecker und ist eine tolle Ergänzung der Hähnchenspieße vom Grill. Dabei reichen wenige Minuten von jeder Seite, bis die Ananas ein wenig karamellisiert ist.

Wie bereits erwähnt, können die Zutaten für die Marinade noch beliebig ergänzt werden. Ich habe mich dabei für geröstetes Sesamöl, Sherry und als Schärfekick noch für ein wenig Sambal Oelek entschieden.

Was macht eine Marinade eigentlich so richtig gut?

Viele denken bei einer Marinade einfach nur an eine Flüssigkeit, in der das Fleisch liegt, damit es nicht so trocken wird. Aber das ist eigentlich nur die halbe Wahrheit. Bei der Marinade ist wie beim Backen: es müssen die richtigen Zutaten in der richtigen Mischung zusammenkommen, damit am Ende das perfekte Ergebnis auf dem Teller landet.

Damit deine Hähnchenspieße nicht nur nach „Fleisch mit Salz“ schmecken, sondern so richtig lecker sind, solltest du auf vier einfache Dinge achten.

Damit Ihre Hähnchenspieße nicht nur nach „Fleisch mit Salz“ schmecken, sondern so richtig Lust auf mehr machen, sollten Sie auf vier einfache Dinge achten.

Die vier Zutaten, die zusammenpassen müssen

Zuerst wäre das die Säure. Das kann zum Beispiel Zitronensaft, ein Schuss Essig oder auch Joghurt sein. Die Säure hat eine ganz wichtige Aufgabe: sie macht das Fleisch mürbe. Sie lockert die Fasern ein wenig auf, sodass das Hähnchenbrustfilet nach dem Grillen nicht zäh ist, sondern schön saftig quasi auf der Zunge zergeht.

Dann kommt das Fett. Ein gutes Öl oder sogar ein Klecks Kokosmilch sind unverzichtbar. Viele Gewürze können ihren Geschmack erst richtig entfalten, wenn sie mit Fett in Kontakt kommen. Fett ist Geschmacksträger, sagt man doch so schön – das hast du bestimmt auch schon einmal gehört. Außerdem sorgt das Fett dafür, dass das Fleisch auf dem Grill nicht sofort austrocknet.

Die dritte Komponente (wieso denke ich bei diesem Wort immer gleich an eine Kochsendung aus dem Fernsehen?) sind die Aromen. Da hast du die Qual der Wahl – Knoblauch (nicht so meins), Zwiebeln, frische Kräuter wie Rosmarin oder vielleicht etwas Exotisches wie Ingwer. Mit der Auswahl der Aromen gehst du in eine bestimmte Richtung: eher mediterran oder eher asiatisch usw.

Tadaaa – wir sind schon beim krönenden Abschluss: ein bisschen Süße. Das kann ein Löffel Honig, Ahornsirup oder auch Ananassaft sein. Der darin enthaltene Zucker karamellisiert beim Grillen und erzeugt eine leicht dunkle, glänzende Kruste auf dem Fleisch. Lecker!

Wie lange sollte das Fleisch ziehen?

Hier kann man wirklich ziemlich viel falsch machen: man lässt das Fleisch viel zu kurz oder viel zu lange in der Marinade.

Bei einer Marinade auf Öl- oder Joghurtbasis ist das noch relativ problemlos – da kann das Fleisch ruhig ein paar Stunden oder sogar einen ganzen Tag im Kühlschrank ziehen. Das Fleisch saugt die Aromen dann ganz intensiv auf.

Sobald jedoch viel Säure im Spiel ist, musst du aufpassen. Wenn das Fleisch zu lange darin liegt, dann wird das Fleisch matschig und beinahe gummiartig. Wenn deine Marinade also recht säurehaltig ist, reichen zwei bis drei Stunden meist völlig aus.

marinierte Hähnchenspieße vom Grill
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Marinierte Hähnchenspieße vom Grill

Diese besonders zarten Hähnchenspieße vom Grill werden in eine Marinade aus Ananassaft, Sojasauce, Ketchup, Öl und Gewürzen eingelegt, bevor sie auf den heißen Rost wandern.
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit10 Minuten
Gesamtzeit25 Minuten
Gericht: Grillen & BBQ
Küche: Amerikanisch
Keyword: Fingerfood, Geflügel, Sommer
Servings: 2

Zutaten

für die Spieße

  • 500 Gramm Hähnchenbrustfilet
  • 12-15 Stück Spieße aus Holz oder Metall

für die Marinade

  • 60 Milliliter Ananassaft aus der Dose, nicht frisch (Erläuterung siehe Blogartikel)
  • 1 EL Ingwer gerieben oder püriert
  • 60 Milliliter Sojasauce
  • 60 Gramm Tomatenketchup
  • 60 Milliliter Sherry
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Sambal Oelek
  • 2 EL Reisessig
  • 1 EL Sesamöl geröstet

Zubereitung

  • Zuerst die Marinade vorbereiten: den Ingwer schälen und fein reiben oder im Multizerkleinerer pürieren. Mit allen übrigen Zutaten für die Marinade nun in den Multizerkleinerer oder Smoothie-Maker geben und alles gut zusammen zu einer glatten Emulsion vermischen.
  • Das Hähnchenbrustfilet säubern und trockentupfen, anschließend in gleichmäßige flache Streifen schneiden und diese auf die Spieße schieben.
  • Wenn dies erledigt ist, dann alle Spieße in eine flache Dose geben und mit der Marinade begießen, so dass alles gut bedeckt ist. Für etwa drei Stunden in den Kühlschrank stellen. Wenn die Spieße nicht ganz von der Marinade bedeckt sein sollten, dann zwischendurch immer mal wenden oder umschichten, so dass alles gut durchzieht.
  • Zum Grillen die Spieße aus der Marinade nehmen – nicht trockentupfen, sondern die Reste der Marinade ruhig am Fleisch belassen – und von beiden Seiten durchgrillen, dabei immer wieder wenden. Die Marinade karamellisiert dabei und gibt eine schöne braune Farbe und einen köstlichen Geschmack.

Welche Beilagen passen zu den marinierten Hähnchenspießen vom Grill?

Was servierst du denn so als Beilagen zum Grillen? Bei uns kommt gern Baguette mit Kräuterbutter auf den Tisch.

Übrigens kannst du Kräuterbutter ganz einfach selber machen und muss sie nicht extra kaufen. Ich baue im Sommer meist einige Gartenkräuter im Balkonkasten an, so dass ich sie immer frisch ernten kann. So schneide ich ganz frisch einen Strauß aus Petersilie, Dill und Schnittlauch ab und fertige aus diesen Kräutern ganz einfach meine eigene Kräuterbutter. Ganz ohne Knoblauch natürlich – wie bereits erwähnt: knoblauchfreie Küche.

Dazu lasse ich ein Stück Butter bei Zimmertemperatur weich werden (das funktioniert bei sommerlichen Temperaturen natürlich recht schnell), gebe es in eine Schüssel und quetsche es mit einer Gabel zu einer weichen Masse. Dazu kommt ein wenig grobes Meersalz und die kleingeschnittenen Kräuter. Alles gut vermengen und in ein geeignetes Behältnis (eine kleine Dose oder auch ein kleines Einweckglas) füllen.

Danach stellst du die angerührte Butter wieder über Nacht in den Kühlschrank, damit sie fest wird. Schon hast du eine köstliche Kräuterbutter für den nächsten Grillabend. Sie ist auch einige Tage haltbar, jedoch bereite ich immer nur die Menge zu, die wir alsbald verbrauchen.

Aber jetzt bin ich abgeschweift – es ging ja eigentlich um passende Beilagen für die Hähnchenspieße vom Grill. Sehr gut passen meiner Ansicht nach gegrillte Maiskolben – ooops, natürlich auch wieder mit Kräuterbutter.

Auch Pimientos de Padron – spanische Bratpaprika sind eine hervorragende Beilage. Oder soll es lieber ein frischer Salat sein? Dann kann ich diesen Wassermelonensalat mit Feta und Minze empfehlen.

Aufbewahrung von Resten

Reste? Welche Reste? Nun ja, Spaß beiseite. Manchmal überschätzt man ja einfach den eigenen Appetit oder auch den Appetit der Gäste und es bleibt etwas von diesen köstlichen Hähnchenspießen vom Grill übrig. Das musst du natürlich nicht wegwerfen! In einen luftdichten Behälter kannst du die durchgegarten Spieße im Kühlschrank aufbewahren und auch noch am Folgetag verzehren. Sie schmecken kalt im Salat oder auch aufgewärmt immer noch sehr gut.

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1 Kommentar zu „Marinierte Hähnchenspieße vom Grill“

  1. 5 Sterne
    Deine Hähnchenspieße mit der aromatischen Huli-Huli-Marinade bringen ein Stück Hawaii direkt auf den Grill. Das ist so voll mein Geschmack, die kommen bestimmt bald auf unseren Grill. Danke für das schöne Rezept ❤️

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