Machu Picchu und das Heilige Tal der Inka

Peru Highlights Teil 3

Von Cusco nach Machu Picchu

Wir verlassen ganz früh am Morgen Cusco und unser schönes Hotel. Wir werden erst am übernächsten Tag wieder zurückkehren, da wir eine Nacht im Valle Sagrado, dem Heiligen Tal übernachten werden. Wir möchten neben Machu Picchu noch Ollantaytambo und Pisac besuchen und das wäre für einen Tag zu viel Programm.

Organisiert ist das über eine örtlliche Agentur, so dass wir uns über die Transportfrage keine Gedanken machen müssen. Mit einem Minibus fahren wir erst nach Ollantaytambo. Hier werden wir in einen Zug der PeruRail umsteigen, der uns nach Aguas Calientes bringen wird, einem kleinen Ort unterhalb von Machu Picchu. Wir müssen gar nicht lange warten, bis der Zug sich nähert. Unsere Tickets werden kontrolliert und wir dürfen einsteigen. Der Zug fährt entlang des Urubamba-Flusses und benötigt für die 28 Kilometer lange Strecke bis Aguas Calientes ungefährt 1, ½ Stunden. Man sagt, die Strecke durch das Urubamba-Tal gehört zu den schönsten Zugstrecken der Welt.

Perurail nach Machu Picchu

In Aguas Calientes endet die Zugfahrt. Von hier aus geht es nur mit dem Bus oder mit einem Taxi weiter. Unsere Busfahrt dauert ungefähr 25 Minuten und führt über eine sehr steile und kurvige Straße. Die Berglandschaft ringsum ist nur zu ahnen – es ist noch recht zeitig am Morgen und die ganze Umgebung liegt unter wabernden Nebelschwaden.

Machu Picchu, die Stadt der Inka

Gleich am Eingang zu Machu Picchu befindet sich eine Gedenktafel für den Entdecker der Stätte – Hiram Bingham. Am 24. Juli 1911 hat er die von der Außenwelt vergessene Stadt wiederentdeckt.

Tafel für Hiram Bingham in Machu Picchu

Machu Picchu liegt 2,430 Meter ueber dem Meeresspiegel. Ringsum ist eine traumhafte Berglandschaft. Die Stadt gibt den Wissenschaftlern noch heute Rätsel auf. Machu Picchus gigantische Steinmauern, die der Landwirtschaft dienenden Terrassen fügen sich perfekt in die Landschaft ein.

Während unseres Besuches sind nicht allzu viele Touristen dort – später erfahren wir, dass dies einem Streik der Touristenführer geschuldet ist. Deshalb sind heute keine Reisegruppen hier. Wir finden das jedenfalls gut.

Machu Picchu im Nebel

An vielen Stellen während eines Rundgangs durch die Stadt bieten sich umwerfende Aussichten auf spektakuläre Natur. Wild wachsende Orchideen bilden einen natürlichen Schmuck. Wir haben Glück und sehen sogar eine Hasenmaus oder auch Bergvisachas genannt zwischen den Terrassensteinen. Auf den Terrassen grasen Guanakos. Die Sonne lässt sich leider nicht sehen, aber die tief hängenden Wolken machen den Ort irgendwie mystisch.

Machu Picchu im mystischen Nebel

Wir machen den Rundgang eigentlich in der verkehrten Richtung, daher kommen wir erst ganz zum Schluss zum Hauptaussichtspunkt der Anlage, dem Puesto de Vigilancia. Von hier aus hat man die Aussicht, die wir auf unzähligen Postkarten und Fotos von Reisenden im Internet schon bewundert haben. Der Blick auf die Stadt mit der markanten Spitze des Huayna Picchu (“kleiner Berg”) im Hintergrund. Der Berg Maccu Picchu (“großer Berg”) liegt dabei hinter uns.

Blick auf Machu Picchu vom Aussichtspunkt Puesto de Vigilancia

Nachdem wir noch eine ganze Weile diese wundervolle und beeindruckende Aussicht genossen haben, verlassen wir die Anlage und steuern das Hotel an, das sich direkt vor der Ruinenstätte befindet. Im Restaurant gibt es ein umfangreiches Mittagsbuffet und wir merken erst jetzt, wie erschöpft wir von dem Rundgang sind. Hunderte Treppenstufen hinauf und wieder hinab, dazu das feuchte Klima, das macht sich dann doch bemerkbar.

Unser Rückweg führt uns wieder mit dem Bus nach Aquas Calientes.

Valle Sagrado, das heilige Tal der Inka

Nach einem sehr schönen, aber auch sehr anstrengenden Tag in Machu Picchu bringt uns der Fahrer zu unserem Hotel im Urubamba-Tal: das „Casa Andina Private Collection Valle Sagrado“. Es ist bei unserer Ankunft fast schon dunkel; wir genießen nur noch das Abendessen und fallen erschöpft ins Bett.

Am nächsten Morgen bleibt dann noch etwas Zeit, sich kurz in der Hotelanlage umzuschauen. Der Blick auf die umliegende Berglandschaft ist faszinierend und beinahe unwirklich – als würden wir auf ein überdimensionales Gemälde schauen.

Ausblick vom Hotel Casa Andina Valle Sagrado

Nach einem gemütlichen Frühstück, bei dem wir das Restaurant fast für uns allein haben (Nachsaison!), geht es weiter nach Ollantaytambo.

Ollantaytambo

Von Ollantaytambo sind wir äußerst positiv überrascht: eine archäologische Inka-Stätte und daneben ein intaktes und bewohntes Inka-Dorf.

der Ort Ollantaytambo in Peru

Zuerst besichtigen wir die an einem Berghang gelegenen Inka-Ruinen; nicht ganz so groß wie Machu Picchu, aber dennoch nicht weniger beeindruckend. Wieder begegnet uns hier die trapezförmige „erdbebensichere“ Bauweise der Inka.

Ollantaytambo Inka-Ruinen

Nach einem anstrengenden Aufstieg sind wir im Sonnentempel angekommen … und am „Thron“ des Inka-Herrschers. Von hier aus hat man einen fantastischen Ausblick!

Abwärts ist der Weg ebenfalls anstrengend, alle Stufen haben unterschiedliche Höhen … die Normbauweise kannten die Inkas definitiv nicht!

Die Stadt war im 15. Jahrhundert von den Inkas geplant und gebaut worden. Noch heute existiert der alte Stadtkern nahezu unverändert und wird noch immer von den Nachfahren der einstigen Bauherren bewohnt. Das ist in dieser Weise für Peru einzigartig.

Anschließend spazieren wir durch das Dorf, sehen malerische Gassen und bummeln über den zentralen Dorfplatz. Die Ortschaft existiert heute noch in unveränderter Form, so wie sie im 15. Jahrhundert von den Inkas angelegt und erbaut wurde. Das ist faszinierend und wohl einmalig in Peru. Durch die Kanäle entlang der Gassen fließt das Wasser, die Einwohner, die uns in den Straßen begegnen, könnten die Nachfahren der einstigen Bauherren sein.

Gasse in Ollanta

 

Straßenszene in Ollanta

So langsam regt sich aber auch ein wenig Appetit auf ein Mittagessen. In einem schönen Restaurant machen wir Mittags-Rast und genießen eine leckere Mahlzeit.

Der Markt von Pisac

Erholt und gesättigt fahren wir weiter nach Pisac. Der Markt von Pisac ist einer der berühmtesten Märkte in der Region Cusco und lockt viele Besucher an. Die meisten Besucher sind allerdings vormittags hier und jetzt, am frühen Nachmittag, ist es recht ruhig in den Marktgassen. Ein großer Teil des Marktes ist sehr touristisch ausgerichtet, neben vielen Souvenirs, den typischen Web- und Strickwaren gibt es auch viel Silberschmuck in typischem Design.

Markt in Pisac

Inmitten des touristisch geprägten Marktes befindet sich auch ein kleiner Obst- und Gemüse-Markt. Dieser ist fast noch interessanter – auf jeden Fall wesentlich authentischer. Ein Stand mit diversen Maiskolben fesselt unsere Aufmerksamkeit: Der Mais ist wesentlich größer, als wir in von zu Hause kennen. Und wie viele Sorten gibt es eigentlich?

Mais auf dem Markt in Pisac

Auf dem Markt in Pisac gibt es mehr verschiedene Sorten Kartoffeln, als in einem gut sortierten deutschen Supermarkt!

Die Marktfrauen sind überwiegend traditionell gekleidet; die vielen übereinander getragenen Röcke und die Hüte – wir sind definitiv mitten in Peru!

Marktfrau in Pisac

Abschied von Peru

Zurück in Cusco in unserem schönen Hotel „Monasterio“ machen wir uns kurz frisch und bummeln noch einmal kurz durch die Stadt; natürlich muss der berühmte 12-eckige Stein fotografiert werden.

Cusco zwölfeckiger Stein

Anschließend lassen wir den Abend beim Dinner in dem wunderschönen Hotelrestaurant ausklingen. Am nächsten Tag werden wir Peru verlassen … schade!


Keinen neuen Beitrag auf SilverTravellers verpassen!

Melde Dich für unseren Newsletter an! Kein Spam – versprochen! Du erhältst einmal im Monat einen Newsletter per eMail, in dem viele interessante Informationen zu den aktuellen Beiträgen enthalten sind. Außerdem kannst Du Dich jederzeit wieder abmelden, falls Du den Newsletter nicht mehr erhalten möchtest.
>>> Hier geht es zur Anmeldung <<<


Peru Highlights Teil 1: Lima, die Stadt im Nebel
Peru Highlights Teil 2: Cusco und Umgebung, das Zentrum der Inka

 

Das könnte dich auch interessieren
16 Kommentare
  1. Carry

    Ein sehr toller Bericht mit schönen Fotos 🙂 Macchu Picchu steht auch noch auf meinen Reisezielen für die nächsten Jahre. Jetzt hab ich noch mehr Lust dazu 🙂

    Liebe Grüße
    Carry

  2. Zuckerbrotliebe

    Die Bilder und Eindrücke sind ja der Wahnsinn. Soviel Natur, da werd ich ja neidisch hier im Kohlepott. Lieben Gruss aus meiner Küche Jennifer

  3. Clarissa

    Mensch, da habt ihr ja richtig Glück gehabt mit den Touristenströmen.
    Schöne Aufnahmen konntest du machen. Wäre mir auch mal ein Anliegen die Anden zu erkunden. Sie stehen fest auf meiner Bucket List.

    Freue mich auf weitere tolle Berichte und Bilder von dir.

    Liebe Grüße, Clarissa

  4. Wow! Ich kenne Machu Pichu durch das Postcrossing sehr gut, muss aber glaub ich noch etwas sparen um dahin zu reisen 🙂 Jedenfalls danke für die tollen Eindrücke. So macht es die Vorfreude doch noch schöner!
    Liebe Grüße
    Tanja

  5. Andrea

    Das ist ein ganz großer Traum von mir, mal dort hinzureisen! Danke für die schönen Eindrücke.

  6. Liebe Cornelia,
    Toller Artikel. Es sind wieder ganz viel Erinnerungen an Machu Picchu wach geworden. Für mich zweifelsohne einer der atemberaubendsten Orte auf der Welt, nur noch vergleichbar mit dem Taj Mahal. Danke auch, dass du auf den Markt von Pisac eingegangen bist, da hat mir einfach die Zeit gefehlt. Doch das nächste Mal fahre ich da auf jeden Fall hin. schade, dass ich den ganzen Januar unterwegs bin, sonst würde ich mich an deinen Roundup beteiligen.

    https://bruder-auf-achse.de/peru-inkareich/

    1. Cornelia

      Das ist ja wirklich schade! Aber vielleicht findest du ja doch irgendwann einen ruhigen Moment? Ansonsten vielleicht zu einem der anderen Weltwunder der Neuzeit, es geht ja nach dem Januar noch weiter!
      Liebe Grüße
      Cornelia

  7. Jana

    Oh das wäre ein Urlaub ganz nach meinem Geschmack! Wenn da nicht meine Flugangst im Weg stehen würde, dann gäbe es Machu Picchu definitiv auch auf meiner Urlaubsliste! Ganz tolle Fotos hast du da mitbracht! Ich bin beeindruckt!

    Liebe Grüße
    Jana

  8. Man liest ja hier viele Berichte über tolle Orte aber diesen Ort würde ich wirklich sehr gerne mal besuchen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  9. Jessica

    Liebe Cornelia, das ist so ein schöner Beitrag!
    Die Bilder sind beeindruckend, da würde ich am liebsten gleich in den Flieger steigen und dort hin reisen 🙂 Deinen Blog kannte ich bisher noch nicht, du hast einen Fan mehr 😉 Freue mich schon auf deine nächsten Abenteuer!

    Liebe Grüße aus der verschneiten Steiermark,
    Jessi

  10. Carrie

    Ich sage nur : NEID!!! Steht ganz oben auf meiner Reiseliste. Ich bekomm Richtig Gänsehaut wenn ich mir den Beitrag durchlese und deine tollen Bilder sehe

  11. Dorie

    Oh Wow! 1. Ich will unbedingt auch mal den Machu Picchu sehen und verschlinge jeden Bericht. 2. Was für ein unglaubliches Glück mit dem Streik! Ich habe schon Bilder gesehen und Berichte von den Torumassen gehört… 3. Ich wusste gar nicht, dass es noch bewohne Inka-Städte gibt. Richtig toll.
    Eine wunderschöne Woche wünsche ich!
    Liebe Grüße
    Dorie

  12. Wow, einfach atemberaubende Impressionen die du hier mit uns teilst. Ich war zwar noch nie dort, dieser Ort zählt für mich aber auf jeden Fall zu den schönsten der Welt!

    Alles Liebe,
    Verena

  13. Karolina

    Bin richtig sprachlos wow. Deine Bilder sind traumhaft schön und du machst richtig viel Gusto darauf seine Koffer zu packen und direkt hinzufliegen. Toller Beitrag
    Glg Karolina

  14. Einfach ein ganz toller Bericht und sehr beeindruckende Bilder. Ich staune immer wieder über die tollen Motive.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  15. Lisa

    Vielen Dank für deine Eindrücke! Wirklich ein atemberaubender Ort – schön was es alles so auf der Welt zu sehen gibt. Da möchte man am liebsten selber hin, aber jetzt heißt es erst nur noch träumen. 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa

Ich freue mich über Feedback

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.