Linzer Plätzchen oder Spitzbuben – köstliches Weihnachtsgebäck

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich in irgend einer Art und Weise dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

Dieses köstliche Weihnachtsgebäck ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt: Linzer Plätzchen, Spitzbuben, Hildabrötchen. Für uns sind es jedoch ganz einfach Gittis Weihnachtsplätzchen. Jedes Jahr hat Gitti diese köstlichen Plätzchen gebacken und zum Wochenend-Tanztreff der Klubs in der Tanzschule mitgebracht. Zwischen Diskofox, Tango oder Salsa gab es in der Pause dann eine kleine Stärkung.

Die Tanztreffs gab es dann irgendwann nicht mehr. Nach einigen Recherchen fand ich später in den Weiten des Internets Rezepte für die Linzer Plätzchen oder Spitzbuben – das Gebäck hat wohl in jeder Region einen anderen Namen. Ich habe viele Rezepte ausprobiert, nicht alle kamen Gittis Weihnachtsplätzchen nahe. Schließlich habe ich dann ein passendes Rezept gefunden. Weihnachtsplätzchen, wie wir sie immer bei unseren Tanztreffs genascht haben. Ja, ich weiß: normalerweise sind die Linzer Plätzchen mit Puderzucker bestreut und nicht mit Schokolade bestrichen. Aber mir gefallen sie so eben besser – was soll’s?

Woher kommt der Brauch der Weihnachtsplätzchen?

Alle Jahre wieder … beginnt Ende November das große Weihnachtsplätzchen-Backen. Oft werden mit den Kindern die Plätzchen gebacken, die es schon im eigenen Elternhaus gab, werden Rezepte von Generation zu Generation weitergereicht. So ist das beispielsweise in meiner Familie mit dem Weihnachtskuchen, der bei uns unbedingt zur Weihnachtszeit gehört. Ziemlich kalorienreich, ein Stück sättigt ungemein. Aber köstlich.

Woher kommt aber nun diese Tradition der Weihnachtsplätzchen? Nun, es gibt dafür unterschiedliche Theorien.

These 1: die Weihnachtplätzchen entstanden bei den Kelten als Opfergabe zur Wintersonnenwende

Vor über 2000 Jahren fürchteten sich die Kelten davor, dass in der Nacht der Wintersonnenwende Geister die Häuser heimsuchen würden. Diesen Geistern wurden Opfergaben gebracht – aus Teig gebackene Tiere. Diese Theorie würde vielleicht erklären, weshalb wir auch heute noch viele Plätzchen mit Tierformen ausstechen.

These 2: das Gebäck wurde im Mittelalter in Klöstern gebacken und dann als Almosen an Bedürftige verteilt

Im Mittelalter soll in Klöstern diese Backtradition entstanden sein – die Mönche haben dieses Gebäck hergestellt, um an die Geburt Christi zu erinnern. Damit auch Bedürftige an dieser christlichen Tradition teilhaben können, wurden die Plätzchen als Almosen verteilt.

Was sind Linzer Plätzchen und Spitzbuben?

Gibt es eigentlich einen Unterschied, oder stehen beide Bezeichnungen für das gleiche Gebäck? Bei beiden geht es um zweiteilige Plätzchen, die mit Aprikosenmarmelade zusammengeklebt werden. Der obere Teil des Plätzchens hat Löcher – manchmal mittig ein großes Loch, manchmal mehrere kleine Löcher, teilweise in Gesichtsform.

Linzer Plätzchen Spitzbuben
eine Variation der bekannten Linzer Plätzchen oder Spitzbuben

Die Linzer Plätzchen kommen – wie der Name schon vermuten lässt – ursprünglich aus Österreich und weisen meist das bereits erwähnte große Loch in der Mitte des Oberteils auf.

Die Spitzbuben verortet man dagegen in Süddeutschland und der Schweiz. Bei ihnen ist häufig im oberen Teil ein Gesicht ausgestanzt, vielleicht in Assoziation an die Bezeichnung des Gebäcks.

Linzer-Plätzchen ausstechen – ein einfacher Hack

Das Ausstechen der Linzer Plätzchen ist tatsächlich ein wenig tricky. Natürlich gibt es spezielle Ausstechformen, sowohl für die Linzer Plätzchen als auch für Spitzbuben. Diese Ausstecher sind meist zweiteilig und lassen sich sowohl für die Unterteile ohne Löcher und die Oberteile mit Löcher verwenden.

Aber ganz ehrlich, ich muss nicht unbedingt noch ein Gadget im Schubfach liegen haben, das ich dann nur ein einziges Mal im Jahr verwende. Daher habe ich beim Backen der Linzer Plätzchen improvisiert. Für das Ausstechen der Unter- und Oberseiten können nämlich auch zwei Trinkgläser mit unterschiedlich großen Öffnungen genutzt werden. Ich verwende meist ein Whiskyglas mit großer Öffnung und ein Grappa-Glas mit kleiner Öffnung.  Das funktioniert super!

Linzer Plätzchen Spitzbuben
die mit zwei unterschiedlich großen Gläsern ausgestochenen Rohlinge

Linzer Plätzchen oder Spitzbuben – köstliches Weihnachtsgebäck

Eine Variation der Klassiker – Linzer Plätzchen bzw. Spitzbuben mit Schokoladenglasur. Einfach köstlich!
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit1 Std.
Ruhezeit2 Stdn.
Arbeitszeit3 Stdn. 10 Min.
Gericht: Kaffeepause
Land & Region: Deutschland, Österreich
Keyword: Gebäck

Zutaten

für den Plätzchenteig

  • 400 Gramm Weizenmehl Type 405
  • 120 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Zitronenschalen-Abrieb
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 1 Stück Eigelb
  • 40 Milliliter Rum
  • 250 Gramm Butter Zimmertemperatur!
  • 1 Prise Salz

für den Belag

  • 250 Gramm Aprikosenmarmelade samtig, ohne Stücke
  • 300 Gramm Schokoladenglasur zartbitter

Zubereitung

Zutaten bereitstellen

  • Es empfiehlt sich immer, im Vorfeld alle Zutaten für den Plätzchenteig auf der Arbeitsplatte bereitzulegen und die für das Rezept benötigten Mengen abzuwiegen. Die Butter lässt sich besser verarbeiten, wenn sie einige Stunden außerhalb des Kühlschranks auf Zimmertemperatur erwärmt wird.

den Teig vorbereiten

  • Für die Spitzbuben/Linzer Plätzchen wird ein relativ einfacher Plätzchenteig verwendet und dessen Zubereitung ist wirklich keine Wissenschaft. Wichtig ist jedoch, den Teig nach dem Verkneten der Zutaten einige Zeit kühl zu stellen und ein wenig ruhen zu lassen. Berücksichtige das unbedingt bei deiner Zeitplanung!
  • Zuerst die weiche Butter mit dem Handmixer schaumig schlagen, das Eigelb sowie Zucker, Salz, Vanillinzucker, Rum und Zitronenabrieb hinzugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren.  Mit dem Knethaken des Mixers werden zuletzt das Backpulver und das Mehl untergerührt.
  • Nun streust du ein wenig Mehl auf die Arbeitsfläche und knetest darauf den Teig mit den Händen weiter, bis er fest genug ist. Damit er bei der weiteren Verarbeitung nicht mehr klebt und sich leichter verarbeiten lässt, wird derTeig für ca. 60 Minuten in den Kühlschrank getan. Dazu wickelst du dieTeigkugel in Frischhaltefolie ein.
  • Tipp: Natürlich kannst du den Teig auch bereits am Vortag vorbereiten und dann über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.

Plätzchen ausstechen und backen

  • Nachdem du den Teil zur Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank genommen hast, verstreust du auf der Arbeitsfläche erneut ein wenig Mehl, damit der Teig nicht anhaftet. Mit einem Nudelholz rollst du nun den Teig dünn auf ca. 2 Millimeter aus.
  • Jetzt können die Plätzchen ausgestochen werden. Entweder du verwendest eine spezielle Ausstechform für Linzer Plätzchen oder – falls du keine zur Hand hast – improvisierst du, wie im Blogbeitrag oben beschrieben. Aus dem Teig werden gleich viele runde Plätzchen als Unterseite und Ringe als Oberseite der Plätzchen gefertigt.
  • Die Reste wieder verkneten und erneut ausrollen. Dabei muss die Arbeitsfläche immer gut mit Mehl bestreut sein, damit nichts anklebt.
  • Die Plätzchen-Rohlinge legst du auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Sie werden bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) für ca. 12-15 Minuten (je nach Teigdicke) gebacken.

Die Linzer Plätzchen bzw. Spitzbuben zusammenfügen

  • Ich füge die Unter- und Oberseite der Linzer Plätzchen sofort nach dem Backen zusammen, solange das Gebäck noch heiß ist.
  • Die Linzer Plätzchen klebst du nun mit Aprikosenmarmelade zusammen: die gebackenen Plätzchen-Unterseiten mit je 1 Teelöffel Aprikosenmarmelade einstreichen und die Oberseiten aufdrücken. Nach Belieben in die Mitte noch zusätzlich einen Klecks Aprikosenmarmelade geben. Vor der Weiterverarbeitung ca. 1 Stunde antrocknen lassen.
  • Die Schokoladenglasur im Wasserbad erwärmen und verflüssigen. Mit einem Kuchenpinsel werden die Ringe auf der Oberseite mit Schokolade bestrichen.
    Die Glasur muss jetzt nur noch trocknen und dann sind die Linzer Plätzchen/Spitzbuben fertig.

Linzer Plätzchen Spitzbuben


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