Weit sichtbar ragen sie über Steilküsten, Dünen und Klippen hinaus: Die Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee sind maritime Wegweiser, stille Zeugen der Seefahrtsgeschichte, Symbole für Sicherheit und Orientierung – und nicht zuletzt beliebte Ausflugsziele mit atemberaubender Aussicht.
In diesem Artikel stelle ich dir die eindrucksvollsten Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee vor – erzähle ihre Geschichten und gebe Tipps für einen Besuch bei diesen stillen Wächtern der See. Fotos gibt es natürlich auch.
Inhalt
Zwischen Geschichte, Meer und Magie
Vom majestätischen Leuchtturm auf dem Kap Arkona bis zum strahlend weißen Wahrzeichen auf dem Dornbusch – jeder Turm erzählt seine eigene Geschichte. Eingebettet in die faszinierende Schönheit von Deutschlands größter Insel laden sie dazu ein, innezuhalten, dem Wind zu lauschen und den Blick über die Ostsee schweifen zu lassen. Für viele Urlauber gehören sie zu den beliebtesten Fotomotiven – nicht nur wegen ihrer exponierten Lage, sondern auch wegen ihrer Ausstrahlung: Sie vermitteln Ruhe, Sicherheit und einen Hauch von Fernweh.
Aber natürlich haben die Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee auch Aufgaben fernab dieser touristischen Aspekte. Sie erfüllen mehrere wichtige Funktionen für die Schifffahrt. So helfen sie Schiffen dabei, ihre Position zu bestimmen und sich in Küstennähe sicher zu orientieren – besonders bei Nacht oder schlechter Sicht. Außerdem markieren sie gefährliche Stellen wie Klippen, Untiefen, Riffe oder enge Fahrwasser. Ihr Lichtsignal warnt Kapitäne frühzeitig, um Kollisionen oder Grundberührungen zu vermeiden. Leuchttürme zeigen Schiffsführern, wo sich sichere Hafenzugänge befinden – sie sind besonders wichtig für den Ein- und Auslaufverkehr bei Dunkelheit oder Nebel.
Übrigens – wusstest du, dass jeder Leuchtturm ein ganz individuelles Lichtsignal hat (gekennzeichnet durch Blinkrhythmus, Farbe, Dauer), das in Seekarten verzeichnet ist? So können Seeleute klar erkennen, welcher Leuchtturm gerade sichtbar ist.
Okay, soviel allgemein zu den Leuchttürmen – nun aber zurück zum Thema, es geht hier schließlich um Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee.
Überblick über die Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee
Rügen – die größte Insel Deutschlands – und das benachbarte, autofreie Hiddensee sind landschaftlich vielfältig und auch reich an maritimen Bauwerken. Insgesamt finden sich auf beiden Inseln 8 aktive Leuchttürme und Leuchtfeuer.
Die bekanntesten unter ihnen sind der Leuchtturm Kap Arkona auf Rügen sowie der Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee – beide weithin sichtbare Landmarken und beliebte Ausflugsziele. Aber auch die kleineren Türme wie der Sassnitzer Leuchtturm auf der beinahe 1,5 Kilometer langen Ostmole oder der kleine Leuchtturm im Hafen Lauterbach erzählen spannende Geschichten. Daneben gibt es natürlich noch weitere interessante, heute nicht mehr aktive Türme – wie beispielsweise den Schinkelturm und den Marinepeilturm am Kap Arkona.
Die drei Türme am Kap Arkona
Am Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt der Insel Rügen, stehen gleich drei markante Türme. Gemeinsam bilden sie eine beeindruckende maritime und historische. Jeder dieser Türme hat seine eigene Geschichte und Funktion.

Der Schinkelturm
Beginnen wir mit dem ältesten Turm am Kap Arkona – dem Schinkelturm. Er ist heute kein aktiver Leuchtturm mehr, soll als bedeutendes kulturelles Denkmal und Vorgänger des aktuellen Leuchtturms dennoch hier erwähnt werden. Und ganz ehrlich: sehenswert ist der Turm auf jeden Fall und gehört daher unbedingt in diesen Artikel über Leuchttürme auf Rügen. Schließlich ist er der älteste erhalten gebliebene Leuchtturm an der deutschen Ostsee und zeugt somit von der Frühzeit der Leuchtturmtechnik.
Der Schinkelturm, benannt nach dem Architekten Karl Friedrich Schinkel, wurde zwischen 1826 und 1827 erbaut und 1828 in Betrieb genommen. Seine schlichte Ziegelarchitektur ist typisch für Schinkels Stil.
Mit einer Höhe von 19,3 Metern und einer Feuerhöhe von etwa 60 Metern über dem Meeresspiegel diente er 75 Jahre lang der Schifffahrt als Orientierungshilfe . Er wurde am 31. März 1905 außer Dienst gestellt und durch den benachbarten, größeren Leuchtturm ersetzt, der seit dem 1. April 1905 in Betrieb ist .
Heute beherbergt der Schinkelturm ein Museum mit Ausstellungen zu Leuchtfeuern und Seenotrettung. Zudem befindet sich darin eine Außenstelle des Standesamts, in der Eheschließungen vorgenommen werden können .
Der neue Leuchtturm am Kap Arkona
In unmittelbarer Nähe seines historischen Vorgängers, des Schinkelturms, steht heute der neue Leuchtturm von Kap Arkona – mächtiger, höher und technisch auf dem Stand des frühen 20. Jahrhunderts. Er wurde in den Jahren 1901 bis 1902 erbaut und am 1. April 1905 offiziell in Betrieb genommen. Bis heute erfüllt er seine Funktion als aktives Seezeichen, das die Schifffahrt in den Gewässern rund um Rügen sicher durch die Ostsee lenkt.
Der Leuchtturm ist ein Backsteinbau im neoromanischen Stil, 35 Meter hoch und thront auf dem 45 Meter hohen Kapfelsen. Damit erreicht sein Licht eine Feuerhöhe von rund 75 Metern über dem Meeresspiegel – und ist bei klarer Sicht über 20 Seemeilen (ca. 37 km) weit sichtbar. Der Betrieb erfolgt heute vollautomatisch, eine ständige Besatzung wie früher gibt es nicht mehr. Überwacht wird der Turm aus der Ferne von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.
Die Wände des Turms sind leicht konisch, was ihm – zusammen mit dem massiven Mauerwerk – eine besonders standfeste Erscheinung verleiht. Die umlaufende Aussichtsplattform unterhalb der Laterne ist für Besucher zugänglich. Wer die Stufen zur Plattform erklimmt, wird mit einem weiten Ausblick belohnt.
Der Marine-Peilturm – Funktechnik statt Leuchtfeuer
Etwas abseits der beiden berühmten Leuchttürme am Kap Arkona steht ein dritter Turm, der auf den ersten Blick oft übersehen wird – und doch eine ganz eigene, spannende Geschichte erzählt. Der sogenannte Marine-Peilturm ist ein Relikt aus der Zeit, als sich die Navigation zur See zunehmend von optischen Leitsystemen hin zur Funktechnik verlagerte.
Er wurde im Jahr 1927 im Auftrag der deutschen Marine errichtet und diente nicht der Aussendung von Lichtsignalen wie seine beiden Nachbarn, sondern der Funknavigation. Der Peilturm war Teil eines sogenannten Richtfunksystems: Schiffe konnten ihre Position durch den Empfang von Funksignalen orten lassen, die vom Kap ausgesendet wurden. Anhand der Signalstärke und Richtung konnten Navigationsdaten gewonnen werden – ein damals modernes Verfahren, das vor allem in der militärischen Schifffahrt eingesetzt wurde.
Diese Technik war ein entscheidender Schritt in der Entwicklung der elektronischen Navigation, Vorläufer heutiger GPS-Systeme. Der Turm diente gleichzeitig auch zur Überwachung und Kommunikation mit Schiffen in der Ostsee.
Der Turm ist rund 20 Meter hoch und besteht aus rotem Backstein. Seine Bauweise ist schlicht und zweckmäßig, ganz im Gegensatz zu klassischen Leuchttürmen.
Heute ist der Peilturm nicht mehr in Betrieb, aber er wurde erhalten und kann heute ebenfalls besucht werden. 111 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform in 20 Metern Höhe, von der sich dem Gast ein wundervoller Rundumblick auf das Kap, das Meer und die Umgebung bietet – wenn auch etwas niedriger, als vom Leuchtturm. Dafür ist der Peilturm aber auch etwas weniger besucht und du kannst direkt auch einkehren und ein wenig shoppen – eine kleine Galerie bietet Kunsthandwerk, Schmuck. Alpaka-/Wollbekleidung & diverse Textilien zum Kauf, außerdem befindet sich ein Café dort. Hier geht es zur Webseite des Geschäftes im Peilturm.
So kommst du zu den drei Türmen am Kap Arkona
Mit dem öffentlichen Nahrverkehr kommst du von Sassnitz aus zum Kap Arkona. Die Buslinie 14 fährt von Sassnitz Busbahnhof über 38 Haltestellen bis zum Kap Arkona und hält dort an einer Wendeschleife nahe der Leuchttürme.
Bei Anreise mit dem eigenen Auto wird deine Fahrt am Ortseingang Putgartens enden, da die Region um Kap Arkona und das Fischerdorf Vitt autofrei ist. Lediglich Anwohner erhalten einen Ausnahmegenehmigung.
Vom Parkplatz bis zu den Leuchttürmen und nach Vitt pendeln Bimmelbahnen, mit denen du zum kleinen Preis die Strecke zurücklegen kannst. Alternativ bietet sich natürlich auch ein gemütlicher Spaziergang an.
Parkplatz Kap Arkona
Dorfstraße 31B
18556 Putgarten
Leuchtturm und Molenfeuer im Sassnitzer Hafen
Im Stadthafen von Sassnitz markieren zwei maritime Leuchtzeichen die Einfahrt: der grün-weiße Leuchtturm auf der Ostmole und das rote Molenfeuer auf der Westmole. Beide sind automatische Seezeichen. Bei Tag sind sie wichtige visuelle Landmarken, bei Nacht und Nebel lebenswichtige Navigationshilfen für die Schifffahrt nach Sassnitz – ob Fähren, Fischereiboote oder Segeljachten. Das Zusammenspiel beider Leuchtzeichen gewährleistet eine sichere Navigationslinie: das Ostmolenfeuer dient als Haupteinweis, bringt mittels mehrfarbiger Sektoren zuverlässige Sichtsignale, während das Westmolenfeuer die Einfahrt mit einem Richtfeuer-System vervollständigt.
Leuchtturm Sassnitz auf der Ostmole
Ein sehr beliebtes Fotomotiv ist der Sassnitzer Leuchtturm am Ende der Ostmole. Ich wollte ihn auch unbedingt fotografieren – dabei konnte ich feststellen, dass der Weg bis zum Leuchtturm ziemlich weit ist. Später nachgelesen: mit 1.444 Metern ist die Ostmole wirklich sehr lang. Später habe ich dann gesehen, dass der Turm auch ganz einfach von der gegenüberliegenden Hafenseite zu fotografieren wäre, wo ich problemlos das Auto hätte parken können. Nun ja, dann wäre mir aber der Spaziergang entlang der Mole entgangen und einige hübsche Fotomotive wie beispielsweise die an der Molenmauer befestigten Liebesschlösser.
Besonders faszinierend ist der Turm bei Sturm, wenn sich die Wellen an der Mole brechen und den Sassnitzer Leuchtturm in Gischt einhüllen. Leider konnte ich das bisher nur auf Fotos bewundern.
Der heutige Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1937 – er ersetzte einen ursprünglich runden Turm, der an dieser Stelle 1903-1904 erbaut wurde. Mit seiner Feuerhöhe von 15 Metern (der Turm misst 12 Meter und steht auf einem 3 Meter hohen Sockel) sendet er alle 6 Sekunden ein wechselndes Licht aus Weiß, Rot und Grün bis zu 15 Kilometer (Rot und Grün) bzw. 22 Kilometer (weiß) über die Ostsee.

Molenfeuer auf der Sassnitzer Westmole
Wenn du vom Sassnitzer Hafen aus auf das Meer blickst, erkennst du schnell die typische Farbenkommbination, die in vielen Hafeneinfahrten den Kapitänen Orientierung gibt: grün auf der Ostseite, rot auf der Westseite.
Auf der Westmole des Stadthafens Sassnitz befindet sich das weniger bekannte, aber ebenso wichtige rote Molenfeuer, das zusammen mit dem grün-weißen Leuchtturm die Hafeneinfahrt markiert.
Das Westmolenfeuer ist ein aktives Seezeichen und dient mit seinem roten Blinklicht aus etwa 7 Metern Höhe der Navigation für ein- und auslaufende Schiffe. Die rote Kennzeichnung hilft Kapitänen bei der richtigen Ansteuerung des Hafens: beim Einlaufen behält man grün an Steuerbord (rechts) und rot an Backbord (links) – so lautet eine einfache Faustregel der Seefahrt.
Im Gegensatz zum weithin sichtbaren Leuchtturm auf der Ostmole ist das rote Molenfeuer schlichter und kleiner. Der kleine, zwölfeckige Laternenaufsatz auf Stahlfüßen steht nicht auf einer langen Promenade und ist für Spaziergänger kaum erreichbar.

So kommst du zu den zwei Türmen im Sassnitzer Stadthafen
Den Sassnitzer Stadthafen erreichst du ganz bequem mit dem eigenen Auto oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Direkt am Hafen findest du ein großes kostenpflichtiges Parkhaus.
Parkhaus Stadthafen Sassnitz
Hafenstraße 12I
18546 Sassnitz
Von dort aus folgst du der Uferpromenade in Richtung Osten – vorbei an Cafés, Fischkuttern und Anlegestellen – bis zur 1,45 km langen Außenmole.
Die Mole ist öffentlich begehbar. Am Kopfende erreichst du den grün-weißen Leuchtturm auf der Ostmole.
Vom gleichen Startpunkt aus gehst du in Richtung Westen entlang des Hafenbeckens. Ich bin mir nicht sicher, ob man direkt bis zum Molenfeuer heran kommt. Aber recht nah – zumindest für Fotos – kommt man der Westmole mit dem roten Molenfeuer bei der Ausfahrt aus dem Hafen in Richtung Westen. Auch vom gegenüberliegenden Leuchtturm kannst du das Molenfeuer gut fotografieren.
Leuchtturm im Hafen Mukran
Ungefähr 5 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Sassnitz liegt der moderne Fährhafen Mukran. Direkt auf der Nordmole dieser Anlage steht das achtseitige Molenfeuer Mukran. Dabei handelt es sich um ein kleines, aber funktional bedeutendes Seezeichen, das seit 1996 in Betrieb ist.
Der charakteristisch in grün-weiß-grün gehaltene Leuchtturm mit Hafen Mukran wurde 1995 aus Beton errichtet und misst 14 Meter in der Bauhöhe. Sein Licht – ein grünes Gleichtaktfeuer mit vier Sekunden Wiederkehr – erstrahlt aus 16 Metern über dem Meeresspiegel und ist 10 Seemeilen (etwa 18 km) weit sichtbar. Außerdem sorgt eine am Turm angebrachte Radarantenne für Signalverbesserung im Schifffahrtsverkehr.
Das Molenfeuer markiert die Steuerbordseite der Hafeneinfahrt in Mukran und wird von der Fährhafen Sassnitz GmbH betrieben, nicht wie viele klassische Leuchttürme vom Wasserstraßenamt.

So kommst du zum Leuchtturm im Hafen Mukran
Die schlechte Nachricht zuerst: es ist kein direkter Zugang zum Leuchtturm möglich. Seit dem Ausbau des Hafens ist die Nordmole abgesperrt und Besucher können daher den Turm nicht zu Fuß erkunden.
Eine gute Sicht bietet sich jedoch vom gegenüberliegenden Ufer, z.B. vom Außenbereich des Cafés der Bäckerei Peters oder auch vom nahegelegenen Parkplatz, den du aus Richtung Sassnitz kommend kurz hinter der Bäckerei Peters auf der linken Straßenseite findest. Für das Fotografieren von dort aus benötigst du jedoch ein Teleobjektiv.
Café Bäckerei Peters Fährhafen Mukran
Zum Fährblick 4
18546 Sassnitz
Leuchtturm Kollicker Ort an der Kreideküste
Klein, weiß und wirkungsvoll – so würde ich den nächsten Leuchtturm beschreiben. Der Leuchtturm Kolliker Ort steht auf einem Kreidefelsenvorsprung der Halbinsel Jasmund, südöstlich des Königsstuhls. Er dient als Quermarken- und Orientierungsfeuer für die Einfahrt in den Sassnitzer Hafen und weist zudem den Kurs in die Prorer Wiek.
Der zylindrische Turm aus gusseisernen Elementen misst nur ca. 6-7 Meter Höhe, zuzüglich Laterne und Windrose.
So kommst du zum Leuchtturm Kolliker Ort
Der Turm kann leider nicht betreten werden – er steht auf einer steilen Klippe hinter dichter Bewaldung. Der direkte Weg ist gesperrt.
Wie einer Wanderung am Hochuferweg Jasmund kannst du den Turm zwischen Königsstuhl und Kieler Back durch das Dickicht entdecken. Besser ist die Aussicht jedoch vom Wasser aus – beispielsweise bei einer Bootstour zu den Kreidefelsen kannst du malerische Fotos von diesem Leuchtturm machen.
Leuchtturm von Maltzien auf der Halbinsel Zudar
Im Süden Rügens befindet sich noch ein kleines, beinahe verborgenes Wahrzeichen mit großer Bedeutung für die Schifffahrt: der Leuchtturm von Maltzien auf der Halbinsel Zudar. Obwohl er eher unscheinbar wirkt, erfüllt der Turm eine hochpräzise Navigationsfunktion im Strelasund. Er unterstützt die Navigation durch Richtfeuer – eine präzise Methode zur Kursführung in engen Gewässern.
Direkt am Ufer des Strelasundes, eingebettet unterhalb einer kleinen Steilküste südlich von Maltzien, ist er für Wanderer, Fotografen und Leuchtturm-Fans ein charmantes Ziel – abseits der großen Besuchermagneten.
So kommst du zum Leuchtturm von Maltzien
Der Turm ist über einen alten Plattenweg erreichbar, etwas 150 Meter vom Parkplatz am Ortsrand von Maltzien.
Jedoch ist der Turm nicht zugänglich, darf nicht betreten werden.
Leuchtturm im Hafen von Lauterbach
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass die Leuchttürme von Hafen Lauterbach und vom Kolliker Ort baugleich sind. Beide stammen aus dem Jahr 1904 und wurden von der Firma Julius Pintsch als gusseiserne Rundtürme gefertigt. Sie bestehen jeweils aus 24 gegossenen Segmenten, tragen ein kupfernes Spitzdach mit Windrose und etwa 6-7 Meter hoch.
Der Turm Kolliker Ort steht seit 195 unverändert an Ort und Stelle. Der Turm in Lauterbach begann seine Laufbahn als Leuchtturm Ranzow auf der Halbinsel Jasmund. Im Jahr 1999 wurde er dort abgebaut, ab 2004 war er als Ausstellungsstück am Kap Arkona zu besichtigen, und seit Juni 2021 leuchtet er im Hafen von Lauterbach als aktives Leuchtfeuer.
So kommst du zum Leuchtturm im Hafen von Lauterbach
Bei der Anreise mit dem Auto folgst du ab Ortsschild Lauterbach der Ausschilderung Richtung Hafen – hier gibt es allerdings nur eine begrenzte Anzahl Stellplätze – oder in Richtung Parkplatz. Von letzterem aus sind es etwa 5 Minuten Fußweg bis zum Hafen.
Auch mit der Bahn oder mit dem Bus kommst du zum Hafen Lauterbach – sogar der Rasende Roland hält am Bahnhof Lauterbach Mole.
Leuchtfeuer Gellen auf der Insel Hiddensee
Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee ist ja die Überschrift dieses Artikels – und nun kommen wir zu den zwei Türmen auf Rügens kleiner Schwesterinsel.
Der Leuchtturm Gellen – häufig auch Süderleuchtturm oder kleiner Leuchtturm Gellen genannt – ist ein charmantes, funktionales Seezeicht am südlichen Ende der Insel Hiddensee. Er liegt an der Nordgrenze der Gellen-Halbinsel bei Neuendorf und leitet seit vielen Jahrzehnten sicher den Schiffsverkehr um Hiddensee herum.
So kommst du zum Leuchtturm Gellen
Der Turm liegt direkt am naturbelassenen Weststrand und ist ideal für Fotomotive und romantische Sonnenuntergänge. Er ist jedoch nicht zugänglich, kann lediglich vom Strand und vom Wanderweg aus betrachtet werden.
Von Rügen kommend nimmst du die Fähre von Schaprode nach Neuendorf. Vom Hafen Neuendorf aus folgst du dem Naturweg entlang der Dünen Richtung Südwesten – entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Der gusseiserne Turm steh auf einem Steinsockel etwa 2 Kilometer von Neuendorf entfernt. Der Weg führt teilweise durch lockeren Sand oder über den Deichpfad, denke also an geeignetes Schuhwerk.
Leuchtturm Dornbusch auf der Insel Hiddensee
Last but not least – kommen wir zum Schluss zu dem meiner Ansicht nach am meisten fotogenen Leuchtturm der Inseln Rügen und Hiddensee. Dieses Foto wollte ich unbedingt selbst aufnehmen: der Leuchtturm quasi eingerahmt vom Windflüchter.
Für diesen Anblick musst du eine kleine Wanderung unternehmen. Aber dazu später, zuerst einmal einige Fakten und Informationen zum Leuchtturm selbst.
Das Wahrzeichen der Insel Hiddensee wurde 1887-1888 (ja – tatsächlich baute man früher in einem nahezu atemberaubenden Tempo!) als runder Ziegelbau auf dem Schluckswiekberg, dem mit etwa 72 Metern über dem Meeresspiegel höchsten Punkt der Insel. Kurze Zeit später, in den Jahren 1927-1929 wurde er aus statischen Gründen mit einem zwölfseitigen Stahlbetonmandel umhüllt. Seither präsentiert er sich als weißer, etwas abgerundeter Turm mit roter Laterne.
Seine Gesamthöhe beträgt 27,5 Meter und sein Licht sendet er aus einer Höhe von rund 95 Metern über dem Meeresspiegel abwechselnd in Weiß und Rot über die Ostsee. Dabei ist das weiße Licht bis zu 45 Kilometer und das rote Licht bis zu 38 Kilometer sichtbar.
Der Leuchtturm Dornbusch ist seit 1994 für Besucher geöffnet. Sofern du den Aufstieg über 102 Stufen nicht scheust, kannst du von oben einen wundervollen Blick über Hiddensee genießen.
Maximal 15 Personen dürfen sich gleichzeitig auf dem Leuchtturm aufhalten, ab Windstärke 6, bei starkem Regen oder Nebel ist der Turm aus Sicherheitsgründen geschlossen.

So kommst du zum Leuchtturm Dornbusch
Die Wanderung zum Leuchtturm Dornbusch gehört zu den beliebtesten Wanderungen auf der Insel Hiddensee. Von Rügen aus nimmst du zunächst die Fähre von Schaprode nach Kloster. Vom Hafen Kloster ausgehend, führt ein ausgeschilderter Wanderweg durch das charakteristische Dornbusch-Hochland bis zum Leuchtturm, vorbei am malerischen Aussichtspunkt Inselblick. Bei der Wanderung ist ein kleiner Anstieg von 70 Höhenmetern zu bewältigen. Die Strecke von etwa 2 Kilometern führt teilweise über Naturboden und sandige Pfade, insofern ist festes Schuhwerk empfohlen.
Welcher Leuchtturm ist dein Favorit?
So, das waren die Leuchttürme auf Rügen und Hiddensee – welcher hat dir am besten gefallen? Gib mir gerne Feedback, ich freue mich immer über Rückmeldungen meiner Leser. Dazu kannst du ganz bequem die Kommentarfunktion unter dem Artikel nutzen.
Vielleicht verbringst du ja demnächst ein paar Tage auf Deutschlands größter Insel und überlegst noch, wie du deinen Aufenthalt gestaltest? Dann wäre dieser Artikel mit mehr als 50 Freizeittipps und Ausflugszielen auf Rügen sehr interessant für dich – schau doch gleich mal rein.



Ich war zwar mal auf Rügen, aber die Leuchttürme hab ich irgendwie nicht beachtet 🤔. Muss ich direkt noch mal hin.