Island pur in den Westfjorden

Isafjördur und ein Ausflug zum Naturparadies Hornstrandir

Die Columbus 2 ist über Nacht nach Ísafjörður weitergefahren. Dies ist der größte Ort in den Westfjorden. Das ist natürlich relativ zu betrachten. Ísafjörður (auf deutsch: Eisfjord) hat ca. 2500 Einwohner und ist doch recht überschaubar.
Nach dem Frühstück bummeln wir kurz durch den Ort. Es gibt einige hübsche kleine bunte Häuschen, einige Cafés und einen von einer Deutschen geführten gut sortierten Souvenirshop. Vor einer Bäckerei steht ein Oldtimer, der natürlich für alle Touristen als Fotomotiv dient.

Haus in Isafjördur

Oldtimer vor der Bäckerei in Isafjördur

Auf dem Rückweg entdecken wir noch ein Fischereimuseum. Wir machen einen kurzen Rundgang durch das Museum und finden es recht interessant.

Fischereimuseum in Isafjördur

Museum in Isafjördur

Zum Glück hatten wir für den Nachmittag einen Ausflug gebucht, mangels Alternativen diesmal einen vom Schiff organisierten Ausflug in einer kleinen Gruppe.

Mit einem kleinen Boot fahren wir vom Hafen Ísafjörður zur Halbinsel Hornstrandir. Die Fahrt dauert ca. 75 Minuten und ist ziemlich unruhig. Obwohl das Wetter in Ísafjörður gar nicht so schlecht aussah, ist das auf dem Meer doch ganz anders und der Wellengang schaukelt unser kleines Boot hin und her.

Auf Hornstrandir liegt das kleine, nicht mehr bewohnte Dorf Hesteyri. Hier befand sich früher eine Walfangstation. Als der Walfang verboten wurde, kam die Heringsfischerei und als auch dies wegen des Rückgangs der Heringsbestände nicht mehr möglich war, wurde das Dorf um 1952 von den Bewohnern verlassen. Heute stehen dort nur noch einige Häuser als Ferienhäuser und es gibt ein kleines Gästehaus mit einem netten Cafe, in dem man quasi in der guten Stube bei Kaffee und Kuchen sitzen kann.

Blumen auf Hornstrandir

Blumenfelder in Hesteyri

Leider hat inzwischen ein Nieselregen eingesetzt. Schöner wäre es, den Spaziergang bei Sonnenschein zu genießen. Insbesondere die riesigen Blumenfelder (eine wilde Geranienart) müssen bei Sonnenschein fantastisch aussehen.

Orchideen auf IslandZu unserem großen Erstaunen gibt es auch wilde Orchideen. Die Blüten sind ganz klein, aber unverkennbar durch ihre Form als Orchidee zu erkennen. Das hätten wir auf Island nicht erwartet. Auch einen Fluss gibt es, der in diversen Stufen Wasserfälle bildet. Landschaftlich ist Island einfach wunderschön.

 

Fluss und Wasserfall auf Hornstrandir

Wir machen an einem sehr, sehr kleinen Friedhof mit einigen Gräben aus dem frühen 19. Jahrhundert halt. Das jüngste Grab stammt aus 2009; eine ältere Dame, ließ sich hier an der Seite ihrer in Hesteyri verstorbenen Schwester beisetzen. Zur Kirche, von der man nur noch Fragmente des Fundaments erkennen kann, gibt es folgende spannende Geschichte: Im frühen 20. Jahrhundert war der ansässige Pfarrer der Ansicht, dass für die wenigen in Hesteyri wohnenden Gläubigen keine Kirche lohnt und diese dringender in Súðavík benötigt würde. Also wurde die Kirche in Hesteyri  Stein für Stein abgebaut und in Súðavík wieder aufgebaut. Ein klarer Fall von Kirchenraub!

Bootsanlegesteg in Hesteyri

Schließlich setzen wir mit dem Schlauchboot vom Steg aus wieder über zu unserem Ausflugsboot und fahren zurück nach Ísafjörður. Der Ausflug war sehr schön, auch wenn auf Grund der Wetterverhältnisse die Fotos ein wenig grau ausschauen.

Übersetzen mit dem Schlauchboot

Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage: Island muss man einfach in einem längeren Urlaub erleben. So eine Rundreise individuell könnte ich mir gut vorstellen; bei unseren beiden Stops haben wir ja nur einen ganz kleinen Teil gesehen. So ganz in Ruhe individuell den Golden Circle befahren und dann weiter die Ringstraße entlang – das wäre schon fantastisch.  weiterlesen ….


Informationen zum Schiff: Columbus 2 – ein Schiff zum Wohlfühlen

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