Halifax auf eigene Faust – Sehenswürdigkeiten in Halifax und Ausflug nach Peggy’s Cove

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich in irgend einer Art und Weise dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

Halifax, die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia, ist nicht unbedingt die touristisch bekannteste Stadt in Kanada. Dabei verfügt sie über eine reiche maritime Geschichte, interessante historische Stätten, eine wundervolle Uferpromenade und eine vielfältige gastronomische Szene. Nicht zu vergessen ist auch noch eine der Hauptattraktionen Nova Scotias in der näheren Umgebung von Halifax: der Leuchtturm von Peggy’s Cove. Außerdem ist es ganz einfach, Halifax auf eigene Faust zu erkunden.

Ob man nun auf einer Individualreise oder als Kreuzfahrttourist hier ist: Halifax selbst kann man am besten zu Fuß erkunden, auch wenn das durch die Hanglage der Stadt mitunter ein wenig mühsam ist. Das Zentrum der Stadt ist recht überschaubar und bietet für jeden etwas: kulturell Interessierte, Naturliebhaber, Feinschmecker werden alle gleichermaßen den Besuch der Stadt genießen.

Was also sind meine Empfehlungen für einen Besuch in Halifax? Die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten haben mich bei meinem Besuch begeistert und ich kann sie voller Überzeugung empfehlen:

Halifax auf eigene Faust – auf der Uferpromenade flanieren

Die Waterfront ist eine Sehenswürdigkeit an sich. Zwischen Kreuzfahrtterminal im Süden und dem Casino im Norden erstreckt sich über ca. 4 Kilometer eine der schönsten Uferpromenaden im Osten Kanadas, teilweise als Boardwalk direkt über das Wasser gebaut. Viele Geschäfte und Restaurants befinden sich entlang dieser Strecke. Wer nicht unbedingt in einem Restaurant einkehren möchte, kann auch an einer der zahlreichen Imbissbuden einen kleinen Snack zu sich nehmen. Oder man bummelt einfach nur am Ufer entlang.

Halifax Waterfront

Halifax Waterfront

Halifax auf eigene Faust – erstklassiges Seafood genießen

Werbeschild McLobsterBei einer Reise an die Ostküste Kanadas ist es einfach ein Muss, auch die frischen Meeresfrüchte zu genießen. Die Qualität ist erstklassig, Hummer & Co sind hier so frisch, wie es nur irgend geht und die Preise für Meeresfrüchte sind im Vergleich zu denen in Deutschland recht niedrig. Ob es nun das klassische Hummer-Dinner mit einem ganzen gekochten Hummer ist, gebratene Jacobsmuscheln, ein Hummerbrötchen auf die Faust oder vielleicht sogar ein McLobster beim allseits bekannten gelben M – das Angebot und die Auswahl sind einfach riesig.

Wir sind einige Male im Restaurant Salty’s Bar & Grill an der Waterfront eingekehrt. Beim ersten Besuch mittags waren wir direkt begeistert, so dass wir sofort eine Reservierung zum Dinner getätigt haben. Das Restaurant erstreckt sich über zwei Etagen. Im unteren Bereich geht es etwas legerer zu, er ist im Stil eines typischen Diners eingerichtet. Im oberen Bereich befindet sich ein Restaurant mit sehr schönem Ausblick über den Hafen von Halifax, hierfür empfiehlt sich eine vorherige Reservierung.  Auf beiden Etagen wird hervorragendes Seafood geboten, wobei mir die Atmosphäre im oberen Bereich ein wenig besser gefallen hat.

Das Restaurant "Salty's" an der Waterfront in Halifax

der untere Bereich im Restaurant "Salty's"

Austern

Jacobsmuscheln in Bacon frittiert

Hummer zum Dinner in Halifax

 

Halifax auf eigene Faust – in die maritime Geschichte der Stadt eintauchen

Unweit des Salty’s, ungefähr in der Mitte der Uferpromenade, befindet sich ein Museum, das wegen einer der größten Katastrophen der Kreuzfahrtgeschichte unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht: das Maritime Museum oft the Antlantic.

das Maritime Museum oft the Antlantic

Die Titanic-Ausstellung

Zum Untergang der Titanic gibt es eine besondere Verbindung: von Halifax liefen die  Bergungsschiffe aus, die die Opfer aus dem Meer zogen. Während man die Überlebenden der Katastrophe nach New York brachte, liegen die Toten in Halifax begraben. Daher gibt es im Museum eine permanente Ausstellung „Titanic – Das unsinkbare Schiff und Halifax“. Die Ausstellung dokumentiert das Leben an Bord, den Untergang des Schiffes und zeigt historische Fotografien und Artefakte, die aus dem Meer geborgen worden sind. Es ist schon bedrückend, dies zu betrachten. Insbesondere die wenigen persönlichen Gegenstände, die entgegen der verfügten Verfahrensweise nicht verbrannt worden sind, sorgen für Gänsehautmomente.

Modell der Titanic

Natürlich gibt es noch andere Ausstellungen in diesem Museum. Halifax liegt an einem der größten natürlichen Häfen Nordamerikas und das Meer und die Seefahrt sind daher natürlich allgegenwärtig in der Stadt.


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Die große Explosion von Halifax

Ein ebenfalls sehr ausführlich dokumentiertes Ereignis im Maritime Museum oft the Antlantic ist die große Explosion von Halifax vom 6. Dezember 1917. Dabei kollidierten im Hafen von Halifax zwei Schiffe, von denen eines voll mit Munition beladen war und explodierte. Fast 2000 Menschen wurden getötet und viele Tausend verletzt. Die Explosion gilt als  eine der heftigsten nicht-nuklearen Explosionen der Weltgeschichte und zerstörte einen großen Teil der Stadt.

Das Museum ist insgesamt wirklich sehr sehenswert und ein Besuch sehr zu empfehlen. Zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen kann man sich auf der Website informieren.

Halifax auf eigene Faust – durch einen viktorianischen Garten spazieren

Einer der schönsten viktorianischen Gärten Nordamerikas ist der ca. 6,5 Hektar große Public Gardens in Halifax. Ursprünglich in Privatbesitz, ist der im Jahr 1867 gegründete Park inzwischen Eigentum der Stadt. Er liegt an der Ecke Spring Garden Road und South Park Street, im Herzen von Halifax.

Der wunderschön angelegte Park ist von einem schmiedeeisernen Zaun umgeben. Man betritt den Park durch ein sehr dekoratives Tor und ist wie in einer anderen Welt – eine grüne Oase mit verschlungenen Wegen, die durch bunte Blumenbeete führen, unter einem grünen Blätterdach der Bäume entlang und überall bieten sich neue Ansichten und Durchblicke. Brunnen, Statuen, ein malerischer Pavillion und viele Bänke laden zum Verweilen ein. Wir wandeln durch die verschiedenen Themenbereiche, wie beispielsweise ein Dahliengarten, in dem wir noch nie gesehene Arten bewundern und über die Größe der Blüten ins Staunen geraten.

Eingang zum Halifax Public Garden

Pavillion im Halifax Public Gardens

Cafe im Halifax Public Gardens

Brunnen im Halifax Public Gardens

Brunnen im Halifax Public Gardens

Der Eintritt ist frei, der Halifax Public Garden ist im Frühjahr, Sommer und Herbst täglich ab 8 Uhr bis zur Dämmerung geöffnet. Zwischen Dezember und Mitte April ist der Park geschlossen. Einen Übersichtsplan kann man sich auf der Website des Parks anschauen.

Halifax auf eigene Faust – die Zitadelle in Halifax besuchen

Die Zitadelle

Hoch über der Innenstadt von Halifax gelegen, ist die Zitadelle ein Zeichen für die militärische Vergangenheit der Stadt.  Die gegenwärtige Zitadelle, welche 1856 fertiggestellt wurde, ist das vierte Fort in Folge, welches an diesem Ort erbaut wurde. Es wurde nach Großbritanniens König Georg II. benannt. Das Fort George war eine bedeutende Militärbasis und ist der Hauptgrund, warum Halifax niemals angegriffen wurde.

Kanone in der Zitadelle Halifax

Heute hat die Zitadelle allerdings keine militärische Bedeutung mehr, sondern ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Halifax. Man kann individuell das Gelände erkunden und in das Militärleben einer längst vergangenen Zeit eintauchen, die Kaserne besuchen, das Munitionslager und die Schützengräben besichtigen. Natürlich gibt es auch geführte Touren. Das Fort ist hervorragend restauriert und fasst könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre hier noch alles in Betrieb. Und plötzlich schauen wir verdutzt – da begegnet uns bei unserem Rundgang tatsächlich ein Soldat in schottischer Uniform. Natürlich kein wirklicher Soldat, wie sich herausstellt. Er ist Student und nebenbei als Touristenführer in der Zitadelle tätig und zeigt uns die Kasematten der ehemaligen Kaserne, in der die hochgeklappten Feldbetten aussehen, als würden sie am Abend wieder benutzt.

Kasematten in der Halifax Zitadelle

Munitionslager

Zum Zeitpunkt unseres Besuchs dürfen wir noch ein besonderes Highlight erleben: in Vorbereitung eines Kommandantenwechsels der örtlichen Garnison wird im Hof der Zitadelle der Festakt einstudiert. Dazu marschieren ein kanadisches und ein schottisches Musikcorps auf und ab. Wir schauen uns das eine ganze Weile an und lauschen der Musik aus den schottischen Dudelsäcken.

Halifax Zitadelle

Halifax Zitadelle

Der Uhrturm von Halifax

Am Zitadellenhügel gibt es noch eine weitere Sehenswürdigkeit. Der Uhrturm, gleichzeitig das Wahrzeichen von Halifax, stammt aus dem Jahre 1803 und ist ebenfalls originalgetreu saniert, wobei das Uhrwerk immer noch das Originale ist.
Angeblich hat Prince Edward, der Vater der britischen Königin Victoria, den Uhrturm gestiftet. Der Grund soll die notorische Unpünktlichkeit in der örtlichen Garnison gewesen sein, die er damit bekämpfen wollte – deswegen ließ er an jeder der vier Seiten des Turms eine Uhr anbringen. Wie auch immer – auf jeden Fall ist der Uhrturm von Halifax sehr sehenswert.

Uhrenturm Halifax

Halifax auf eigene Faust – den meistfotografierten Leuchtturm an der kanadischen Atlantikküste besuchen

Neben den bereits beschriebenen Sehenswürdigkeiten in Halifax selbst, gibt es noch ein ganz besonderes Highlight in der näheren Umgebung.
Der Leuchtturm von Peggy’s Cove ist eine der meistbesuchten Attraktionen von Nova Scotia. Er ist heute noch in Betrieb und wird von der kanadischen Küstenwache genutzt.

Peggy’s Cove liegt etwa 45 Kilometer von Halifax entfernt und man fährt ungefähr eine Stunde. Am Infopoint gibt es einen kleinen Parkplatz. Die letzte Strecke durch den kleinen Ort kann man gut zu Fuß zurücklegen. Peggy’s Cove ist ein kleiner malerischer Fischerort, den wohl niemand kennen würde ohne den rot-weißen Leuchtturm, der auf vom Wasser glatt geschliffenen Granitfelsen hoch oben über dem Meer thront. Fast sieht es aus, als ob er von den schäumenden Wellen angegriffen wird.

Leuchtturm Peggys Cove

Granitfelsen am Leuchtturm Peggys Cove

Hafen von Peggys Cove

Der Leuchtturm ist natürlich auch begehrtes Ausflugsziel für die Gäste der vielen Kreuzfahrtschiffe, die in der Hauptsaison im Hafen von Halifax liegen. Daher ist ein Besuch ganz früh am Morgen empfehlenswert, wenn noch nicht so viele Touristenbusse vor Ort sind. Nach Möglichkeit sollte man für den Besuch einen Tag wählen, an dem nicht so viele Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen.

Sehr sehenswert ist übrigens auch die Landschaft einige Kilometer auf dem Weg vor Peggy’s Cove: Eine Küstenlandschaft mit riesigen Granitsteinen, fast ein wenig unwirklich. Es lohnt sich, auch dort  einmal zu halten und ein paar Fotos zu machen.

 

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2 Kommentare
  1. andrea

    Liebe Cornelia,

    Kanada steht ja schon länger auf meiner Reiseliste. Nach deinem Bericht muss ich noch ein paar Tage anhängen :-). Traumhaftes Wetter habt ihr da gehabt – passt perfekt zu den schönen Fotos.

    Liebe Grüße,
    Andrea

    1. Cornelia

      Hallo Andrea,
      Halifax hat mir wirklich gut gefallen. Das Wetter war eigentllich viel zu warm. Eigentlich wollten wir den Indian Summer erleben, statt dessen hatten wir schönen Spätsommer und die Bäume waren noch alle grün. Aber so ist das eben manchmal, es war trotzdem phantastisch.
      Liebe Grüße
      Cornelia

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