Geheimtipp Oberlausitz – naturnahe Erholung und Genuss in Tautewalde

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Heute brachte mir der Paketbote ein Päckchen aus der Oberlausitz, über das ich mich außerordentlich gefreut habe. Vor einiger Zeit war ich auf Kurzreise in dieser Region und habe zwei interessante Tage voller Aktivitäten, Genuss und Erlebnissen verbracht. Unter anderem durfte ich in einer Töpferei selbst aktiv werden – das Ergebnis befindet sich in dem eingangs erwähnten Päckchen. Ich bin schon ganz aufgeregt, heute werde ich es zum ersten Mal sehen und in den Händen halten. Rückblickend auf die Tage in der Oberlausitz kann ich sagen: die Region und auch das Hotel in Tautewalde sind tatsächlich ein echter Geheimtipp.

Geheimtipp Oberlausitz Landidyll Erbgericht Tautewalde Bautzen

Was macht eigentlich einen Geheimtipp aus?

Kannst du auf Anhieb sagen, wo die Oberlausitz liegt und welche Städte und Sehenswürdigkeiten es dort gibt? Falls nicht, stehst du damit nicht allein. Laut einer Studie des Instituts für Management und Tourismus hatten 2014 lediglich 15% aller Deutschen die Oberlausitz bereist. Dabei hat diese Region tatsächlich sehr viel zu bieten, was sie zu einem wahren Geheimtipp macht: naturnahe Erholung, Entdeckungen für Genießer, mehr als 1000jährige sorbische Geschichte und Kultur sowie interessantes Handwerk zum Anfassen.

Wo liegt denn nun die Oberlausitz?

Beginnen wir mit der Standortbestimmung: die Oberlausitz befindet sich im Dreiländer-Eck Deutschland/Polen/Tschechien und erstreckt sich zu ungefähr 67 Prozent in Sachsen, 30 Prozent in Polen und magere 3 Prozent in Brandenburg. Die größten Städte sind Görlitz und Bautzen.

Was sofort auffällt: die Orts- und Straßenschilder sind hier zweisprachig beschriftet. Dies ist ein erster Hinweis auf die über 1000jährige Geschichte der Region – neben der deutschen Bezeichnung ist auch noch der sorbische Name des jeweiligen Ortes, der jeweiligen Straße vermerkt.

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Am besten kommt man dann auch mit dem Auto in die Oberlausitz. Das funktioniert hervorragend über die Autobahnen A4 aus Richtung Dresden oder A13 aus Richtung Berlin sowie über diverse hervorragend ausgebaute Bundesstraßen.

Ausgangspunkt und Basislager für unsere Entdeckungen in der Oberlausitz ist ein kleiner Ort in der Nähe von Bautzen: Tautewalde. Die nächste Bahnstation ist in ungefähr 3 km Entfernung Wilthen – ja, das ist der Ort mit der bekannten Wilthener Weinbrennerei, einer der ältesten und bedeutendsten Weinbrennereien Deutschlands. Gern hätte ich sie besichtigt! Es gibt dort auch tatsächlich Führungen – allerdings leider nur wochentags, nicht an Sonn- und Feiertagen.

Das Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde – ein Kleinod in der Oberlausitz

Der Name ist Programm: das Hotel wirkt schon auf den ersten Blick wirklich idyllisch. Es ist Herbstzeit und vor der Eingangstür ist alles liebevoll-herbstlich dekoriert. Das setzt sich auch im Gebäude fort. Es ist aber keine kitschig anmutende und verstaubte Landidylle, sondern wirkt trotzdem irgendwie frisch und modern. Kennst du das, wenn du ein Gebäude betrittst und dich auf Anhieb dort wohl fühlst? Genau so ging es mir im Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde.

Beitragsbild Oberlausitz Landidyll Erbgericht Tautewalde

Das Hotel besteht aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden – das vordere Haus ist ein historisches Gebäude des alten Erbgerichts und dahinter wurde ein modernes Hotelgebäude errichtet. Alles harmoniert in Stil und Erscheinungsbild wunderbar und der Clou liegt dazwischen: ein herrlicher Innenhof, der geradezu zum Einkehren einlädt. Anscheinend gern auch mit Kindern – mir ist natürlich sofort der kleine Spielplatz aufgefallen, der sich in Sichtweite befindet. Und direkt dahinter ein parkähnlicher Garten – ich erwähnte ja bereits: idyllisch!

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Das Hotel Erbgericht Tautewalde ist inhabergeführt – Enrico und Nadine Schulz betreiben das Haus mit großem Engagement und Enthusiasmus. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern schaffen sie eine sehr angenehme Atmosphäre, in der ich mich als Gast sehr wohlgefühlt habe. Ein Spruch ist mir an einer Tafel im Gebäude aufgefallen: „Den Wert eines Hauses machen nicht die Mauern aus, wertvoll sind die Menschen, die darin arbeiten.“ Ein schönes Motto und ich habe den Eindruck, dass dieses Prinzip im Hotel Erbgericht Tautewalde bei der Führung des Hotels umgesetzt wird.

Woher kommt der Name Erbgericht?

Erbgericht – diese Bezeichnung, in Verbindung mit einem Ortsnamen, habe ich in Sachsen und teilweise auch Sachsen-Anhalt schon mehrfach gelesen. Meist sieht man das als Restaurant- oder Hotelname. Was hat es damit eigentlich auf sich?

Tatsächlich geht diese Bezeichnung auf das Mittelalter zurück. Der sogenannte Erbrichter wurde vom Landes- oder Gutsherren ernannt, stand dem Dorfgericht vor und übte die niedere Gerichtsbarkeit aus. Er war Mitglied der Dorfgemeinde und schlichtete Streitigkeiten, teilte die Frondienste auf – sicher keine einfache Aufgabe. Dafür war er von Abgaben, Zins und Diensten befreit und ihm standen häufig auch das Schankrecht und das Braurecht zu. Von Generation zu Generation wurde dieses Amt vererbt. In den Dörfern östlich der Elbe und Saale kam damit neben Kirche und Schule auch dem Erbgericht eine ganz besondere Bedeutung zu. Im 16. Jahrhundert schließlich wurden die Erbgerichte aufgelöst.

Der Name hat sich über die Jahrhunderte erhalten und deshalb gibt es in vielen Dörfern auch heute noch Gaststätten – oder auch Hotels – die die Bezeichnung Erbgericht im Namen tragen.

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Mein Zimmer im Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde

Der erste Eindruck, als ich mein Zimmer betreten habe: hier kann ich mich zwei Nächte wohlfühlen. Alles ist ansprechend eingerichtet und für einen kurzen Aufenthalt absolut ausreichend. Die Einrichtung ist funktionell und sieht neuwertig aus, ich vermisse nichts.

Die Fenster zeigen in Richtung Süd-Ost und zweimal habe ich das Vergnügen, einen herrlichen Sonnenaufgang zu beobachten. In der Nacht kann ich die Fenster geöffnet lassen – es ist ruhig draußen. Die nahe Bahnlinie ist nur wenig frequentiert und weder von dort noch von der Straße auf der anderen Seite des Hotels hört man irgendwelche Geräusche.

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Im 3. Geschoss direkt unter dem Dach gelegen, muss man bei der Dachschräge ein wenig aufpassen. Tatsächlich habe ich mir zwei Mal den Kopf an einem der Balken gestoßen. Wenn ich mir die Zimmer auf der Hotel-Webseite anschaue, war dies wohl eines der preiswerten Einzel-/Doppelzimmer. Bei einem längeren Aufenthalt würde ich eher ein etwas größeres Zimmer in einer der beiden höheren Kategorien buchen.

Ein absolutes Plus und bei mir inzwischen auch wichtiges Kriterium bei einer Hotelauswahl: kostenloses WLAN im gesamten Hotel – und das auch in einer angenehmen Geschwindigkeit.

Kulinarisches im Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde

Die Plaketten am Hoteleingang wecken große Erwartungen an die kulinarischen Genüsse im hauseigenen Restaurant. Enrico Schulz ist Mitglied im erlesenen Kreis der Chaîne des Rôtisseurs, einer der weltweit renommiertesten gastronomischen Gesellschaften, die sich der Kunst des Speisens verschrieben hat. Als eines von nur drei Restaurants in der Oberlausitz ist das Erbgericht Tautewalde in der Übersichtskarte der Vereinigung verzeichnet.

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Ein Blick auf die Webseite des Hotels, auf der sich auch Auszüge aus der Speisekarte finden, macht mich ebenfalls bereits im Vorfeld neugierig: da ist von regionalen Zutaten zu lesen, die mit internationalen Einflüssen zu kreativen Gerichten verarbeitet werden. Außerdem direkt auf der Startseite der Hinweis, dass an diversen Tagen leider keine Reservierungen für das Restaurant mehr angenommen werden können – es ist ausgebucht. Das lässt eine in der Region sehr beliebte Küche vermuten!

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Ein Menü erwartet uns also zum Abendessen, aber zunächst ist eine Auswahl zu treffen: zum Hauptgericht kann ich Fisch oder Fleisch wählen. Mein Magen ruft: Fleisch – und damit entscheide ich mich für den Sauerbraten vom Hirsch an Rosenkohl und Stupperche (das sind Oberlausitzer Kartoffelklöße).

Nach einem anstrengenden Tag bringe ich einen guten Appetit mit und freue mich direkt über das frische Brot, das mit dreierlei Aufstrichen zum Auftakt gereicht wird.

Noch ein kleiner kulinarischer Gruß aus der Küche – ich gestehe, ich habe vergessen mir zu notieren, was ich da auf dem Teller hatte. Auf jeden Fall hat es sehr gemundet.

Das Menü schließlich erfüllt definitiv meine Erwartungen. Saisonal passend und in der Tat eine sehr gelungene Balance zwischen regionaler, bodenständiger Küche und internationaler Kreativität.

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Smoker-Abend im Hotel Erbgericht Tautewalde

Ein ganz besonderes Highlight im kulinarischen Kalender des Hotels Erbgericht Tautewalde sind die mehrmals im Jahr stattfindenden Smoker-Abende. Wir haben das Vergnügen, eben an einem solchen kulinarischen Höhepunkt teilnehmen zu dürfen – auch diesmal ist das Restaurant komplett ausgebucht.

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Nachmittags darf ich einen kurzen Blick in den Smoker werfen – nur ganz kurz öffnet Enrico Schulz ihn, damit die Temperatur im Garraum nicht absinkt. Die Hauptgänge für den Smoker-Abend werden darin zubereitet. 8 Stunden garen die verschiedenen Sorten Fleisch und Fisch langsam im Smoker, bevor sie am Abend auf den Tisch kommen. Das Fleisch ist anschließend perfekt – butterzart und aromatisch. Abgerundet wird das Ganze durch hausgemachte Soßen und Dipps.

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Neben den Hauptgängen gibt es auch ein sehr umfangreiches Buffet mit Vorspeisen, Beilagen und Desserts.

Mein ganz persönlicher Favorit an diesem Abend ist übrigens die Fjord-Forelle mit Fenchel und Orange. Aber die Geschmäcker sind verschieden – so vielfältig wie die Auswahl an diesem wunderbaren Smoker-Abend.

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Aber nun genug zum Thema Unterkunft und zum Hotel Erbgericht Tautewalde. Kommen wir zum Thema aktive Erholung und zu den Unternehmungen, die sich bei einem Aufenthalt in der Oberlausitz anbieten.

Auf den Spuren des Hexenmeisters der Oberlausitz

Direkt am Hotel Erbgericht Tautewalde führt ein bekannter Wanderweg der Oberlausitz entlang: der Pumphutsteig. Dieser ist nach einer sehr berühmten Oberlausitzer Sagengestalt benannt: Martin Pumphut

Die Sage vom Pumphut

Besagter Martin Pumphut  soll ein Müllerbursche in der Oberlausitz gewesen sein, der über Zauberkräfte verfügte. Diese sollen von seinem großen Zauberhut herrühren, der spitz zuläuft und eine breite Krempe hat. Von diesem Hut ist auch sein Name abgeleitet – in der damaligen Zeit sollen die Pumpenbauer solche Hüte getragen haben.

Pumphut zog als Müllerbursche durch die Oberlausitz. Wenn der Müller ihn gut behandelte, so dankte er es ihm. Anderenfalls so rächte er sich und trieb allerlei Schabernack – so auch in der Umgebung von Wilthen, wo man nun auf diesem Rundweg auf seinen Spuren wandern kann.

Wandern in der Oberlausitz: Der Pumphutsteig

In Wilthen in der Nähe des Bahnhofs begegnet man ihm dann schließlich: Martin Pumphut höchstpersönlich. Naja, nicht ganz – aber zumindest ein Denkmal hat man ihm hier hingestellt, dem Hexenmeister der Oberlausitz.

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Der Pumphutsteig ist ein 17 Kilometer langer Rundwanderweg. Entlang des Weges befinden sich verschiedene Sagentafeln, die von der Geschichte des Pumphuts erzählen. Die Route besteht aus acht Teilstrecken und bietet an gekennzeichneten Aussichtspunkten immer wieder einen herrlichen Blick auf die Landschaft der Oberlausitz. An verschiedenen Stationen – von denen das Landidyll Hotel Erbgericht Tautewalde übrigens eine ist – erhält man einen Stempel in ein Wander-Stempelkärtchen.  Zum Verschnaufen laden einige Gasthäuser auf der Tour ein. Auch für die Kleinen gibt es auf der Tour einiges zu entdecken.

Wo die Wanderung beginnt, ist letztlich egal – es ist ja ein Rundwanderweg. Die Wander-Stempelkarten sind in allen Gasthäusern auf der Strecke erhältlich und natürlich in der Tourist-Information Wilthen.

Traditionelles Handwerk in der Oberlausitz: Besuch in einer Töpferei

Das Töpferhandwerk hat in der Oberlausitz eine lange Tradition, die auf Grund reicher Tonvorkommen in dieser Region entstanden ist. Noch heute gibt es hier viele Töpfereien, welche die historischen Dekore bewahren, aber auch erfolgreich neues Design entwickeln.  Eine solche haben wir in Schmölln-Putzkau besucht: die Töpferei Thomas Thunig

Der Chef Thomas Thunig genießt gerade nach Abschluss der Töpfermarkt-Saison seinen wohlverdienten Urlaub – bevor in einigen Wochen die Weihnachtsmarktsaison beginnen wird. Auf Märkten unter anderem in Wien, München und auch auf dem Strietzelmarkt in Dresden kann man die Erzeugnisse der Töpferei erwerben.

Interessantes in der Werkstatt

An seiner Stelle begrüßt uns Martina Matyba – sie ist als Keramikmalerin im Betrieb tätig. Martina hat ihre Ausbildung zur Keramikmalerin in Meißen absolviert und kann inzwischen auf mehr als 40 Jahre Berufserfahrung zurückblicken. Die Leidenschaft für ihren Beruf ist ihr deutlich anzumerken, als sie uns durch die Werkstatt führt und die einzelnen Schritte vom Tonklumpen bis zum fertigen Produkt erklärt.

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Extra für unseren Besuch in der Töpferei ist noch eine weitere Mitarbeiterin gekommen, um uns ihr handwerkliches Geschick an der Töpferscheibe zu demonstrieren. Maxi Fessel war Auszubildende im Betrieb und arbeitet nun mit Leib und Seele als Töpferin. Unter ihren geschickten Händen entsteht in Windeseile aus einem genauestens abgewogenen Tonstück ein kleines Kunstwerk. Unglaublich, wie schnell das geht.

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Der verwendete Ton kommt heutzutage aus Frankreich – der besseren Qualität wegen. Verarbeitet, gebrannt und handbemalt wird aber jedes Stück einzeln in Schmölln in der Oberlausitz.

Ein Blick in den Verkaufsbereich

Und was für schöne Stücke das sind! Im Verkaufsraum weiß ich gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll. Das Basisprogramm ist braunes, salzglasiertes Steinzeug. Daneben gibt es diverse andere Serien: beispielsweise erinnert der Lavendel an die Provence, der Olivenzeig an die Toskana. Sehr beliebt ist die Serie mit dem Obst-Design.

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Passend zur Jahreszeit und für die Weihnachtsmärkte gibt es auch Teller, Schüsseln und Tassen in weihnachtlichem Design. Und etwas ganz Besonderes aus der Region entdecke ich: eine Klösslfrau. Bei dieser Räucherfrau sieht es aus, als ob von der Schüssel frischer Kartoffelklöße der Dampf aufsteigt. Ich habe mich später heftig geärgert, dass ich mir so eine hübsche Figur nicht direkt vor Ort im Laden gekauft habe.

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Mein selbst bemalter Teller

Zum Schluss unseres Besuchs der Töpferei Thomas Thunig dürfen wir auch noch selbst aktiv werden. Ich entscheide mich, nach dem Vorbild eines der hauseigenen Designs einen Teller zu bemalen. Martina stellt mir die benötigten Materialien auf den Tisch und erklärt mir, was ich zu beachten habe. Mit ihrer Hilfe gelingt es dann auch ganz gut – ich bin jedenfalls mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nun muss das gute Stück noch gebrannt werden. Ich bin stolz auf mein Werk. Und ich habe noch mehr Hochachtung vor dieser Handwerkskunst – jedes Stück ist ein handgefertigtes  Unikat.

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Diesen selbst bemalten Teller habe ich also nun, einige Wochen nach meinem Aufenthalt in der Oberlausitz, fertig gebrannt und gut verpackt erhalten. Sogar für die Spülmaschine soll er geeignet sein.

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Ein Abstecher in die Stadt der Türme

Was fällt dir spontan zu Bautzen ein? Bei dieser Frage wird meist zunächst der bekannte Bautzner Senf genannt. Oder die Band Silbermond. Das war es dann aber auch schon – mehr konnte ich ad hoc auch nicht aufzählen. Grund genug für einen Abstecher in die Stadt Bautzen, die auch die Stadt der Türme genannt wird. Dieser Beiname erklärt sich schon bei unserer Ankunft, als wir über die Friedensbrücke in Richtung Altstadt fahren. Von dieser Brücke aus bietet sich der beste Blick auf die Bautzener Skyline, die in der Tat von diversen Türmen geprägt ist.

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Wir wollen einen Rundgang durch die Altstadt unternehmen und ich bin angesichts der vielen Türme schon neugierig, was uns erwartet. Aber zunächst meldet sich ein wenig Appetit auf ein Mittagessen – und so kehren wir auf einen kleinen Imbiss im Italienischen Eck ein.

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Noch ein Geheimtipp: Mittagessen im Italienischen Eck Bautzen

In der Innenstadt befindet sich dieser Geheimtipp: parallel zur Fußgängerzone der Stadt verläuft die Wendische Straße, in welcher das Geschäft zu finden ist. Feinkostgeschäft und Trattoria zugleich, bietet das Italienische Eck wochentags zur Mittagszeit eine kleine Auswahl italienischer Speisen. Antipasti und frisches Brot, leckere Pasta und ein kleines Dessert – Herz, was willst du mehr?

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Zum Abschluss noch einen Espresso und schon sind die Lebensgeister wieder geweckt und ich bin startbereit für einen Spaziergang durch die Stadt der Türme.

Ein historischer Stadtrundgang mit der Türmerin von Bautzen

Wir haben eine Verabredung mit Maria Henke, aka Die Türmerin von Bautzen zu einem historischen Stadtrundgang.  Zur Offiziellen Botschafterin der Region Oberlausitz wurde sie ernannt – sie ist seit 1979 im Tourismus der Region tätig und macht ihre Arbeit mit Begeisterung. Sie kennt wohl jeden Winkel der kleinen Stadt und ist um keine Antwort verlegen. Dass sie aus der Gegend stammt, hört man an ihrem stark gerollten R, welches für die Oberlausitzer Mundart so typisch ist.

Der Dom und sein Turm

Wir beginnen unseren Rundgang am Bautzener Dom. Hier sind zwei Besonderheiten zu bestaunen: der Dom ist Deutschlands älteste Simultankirche und er hat einen Knick. Wie bitte? Ja, tatsächlich. Weshalb das so ist, weiß niemand ganz genau – aber der Dom St. Petri zeigt in seinem Grundriss eindeutig einen Knick in der Achse. Wenn man genau hinschaut, sieht man es auch innen. Eben an dieser Stelle schließt sich die zweite Besonderheit an: als Simultankirche wird dieses Bauwerk sowohl von Lutheranern als auch Katholiken genutzt. Die Grenze zwischen beiden verlief lange Jahre eben an diesem ‚Knick‘.

Wesentlich interessanter fand ich allerdings die Tatsache, dass der Turm des Bautzener Doms immer noch die Wohnung einer echten Türmerin beherbergt. (Nicht von Maria, die ja nur für ihre Stadtrundgänge in die Rolle des Bautzener Türmerin schlüpft.) Es gibt sogar einen außen angebrachten Aufzug, der zum Heraufziehen der Einkäufe genutzt werden kann.

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Auf den Turm kann man an Wochenenden hinaufsteigen. Wer die 239 Stufen nicht scheut, kann gegen eine geringe Gebühr vom Aussichtsgeschoß aus 53 Metern Höhe den Ausblick über die Stadt genießen.

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Die Gassen der Altstadt

Maria führt uns weiter durch die malerischen Gassen der Altstadt und erzählt dabei die eine oder andere heitere Anekdote aus der mehr als 1000jährigen Geschichte Bautzens.  Leider lässt sich das hier nicht alles widergeben – das muss man einfach selbst sehen, hören und erleben. Abwechslungsreich ist es und ich merke kaum, wie die Zeit vergeht.

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Die Ruine der Sankt-Nikolai-Kirche

Schließlich gelangen wir zur Ruine der Sankt-Nikolai-Kirche. Diese Kirche aus dem 15. Jahrhundert wurde bereits 1620 zerstört und seither nicht wieder aufgebaut. Rings um die Ruine befindet sich ein kleiner Friedhof und auch zwischen den Kirchenmauern sind Gräber zu sehen.

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An der Kirche vorbei führt ein alter Wehrgang der ehemaligen Stadtbefestigung Bautzens. Von dort aus hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Spree, die sich hier als kleines Flüsschen an der Stadt entlang windet.

Weitere Ausflugsziele

Noch mehr Ausflugstipps für einen Urlaub in der Oberlausitz gefällig? Kein Problem, es gibt ja genug lohnende Ausflugsziele in der näheren und weiteren Umgebung von Tautewalde:

  • In Kirschau, nur ungefähr 6 Kilometer von Tautewalde entfernt, befindet sich die Körse-Therme, ein Erlebnis- und Freizeitbad
  • In Kleinwelka, nur ca. 18 Kilometer von Tautewalde entfernt, befindet sich Deutschlands größter Saurierpark mit Attraktionen für Groß und Klein
  • Bis zur größten Attraktion des Elbsandsteingebirges, der Bastei mit der wundervollen Basteibrücke, sind es nur ca. 45 Minuten Autofahrt, bis zur Festung Königstein nur wenige Minuten mehr.
  • Wie wäre es mit einem Besuch im Märchenschloss von Aschenbrödel? Auch Moritzburg ist nur knapp eine Stunde entfernt.
  • Last but not least: bis nach Dresden fährt man knapp eine Stunde und ist in der wundervollen Landeshauptstadt Sachsens.

Mein ganz persönliches Fazit nach zwei Tagen in der Oberlausitz

Die zwei Tage in der Oberlausitz haben mir sehr gut gefallen und machen tatsächlich Lust auf mehr. Einen Kurzurlaub in der Oberlausitz, beispielsweise mit dem Hotel Erbgericht Tautewalde als Ausgangsbasis, kann ich absolut empfehlen. Wundervolle und interessante Ausflugsziele gibt es doch genug – meinst du nicht auch?


Ebenfalls in der Oberlausitz unterwegs war Peter vom Peter von Stamm Travelblog & Travel News. Zu seinem Bericht geht es hier: Landidyll Hotels in Sachsen – von Tradition und Charakter im Hotel Moritz und Hotel Erbgericht Tautewalde


*Transparenzhinweis: Dieser Beitrag ist auf Basis meiner Erlebnisse bei einer Pressereise entstanden. Die Einladung umfasste die Unterkunft inkl. Verpflegung, Transfer, Eintritt sowie An- und Abreise mit der Deutschen Bahn. Ich bedanke mich für die schönen und erlebnisreichen Tage. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst und es gab keinerlei Vorgaben bezüglich der Inhalte dieses Beitrags. Für den Beitrag erhielt ich kein Honorar. Ich habe mich freiwillig entschieden, darüber zu bloggen, und der Bericht spiegelt meine ganz persönlichen Eindrücke wider.

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9 Kommentare
  1. Ina

    Bald kann ich dir ganz viel darüber erzählen, denn in 4 Wochen ziehen wir ja nach Görlitz. Danke schon mal für deine Tipps, die werden wir uns schon mal gut merken.

    LG aus Norwegen
    Ina

    1. Cornelia

      Da ziehst du in eine schöne Gegend!

  2. Julia

    Ein spannender Beitrag über eine sehr unbekannte und unterschätzte Region. Ich glaub, in dem Hotel hätt ich es gut und gern auch ein paar Tage ausgehalten. Auch, wenn ich mich deutlich mehr an den Fischgerichten hätte orientieren müssen. Schade, dass kein Karpfen oder so gesmoked wurde. LG Julia

    1. Cornelia

      Ja, die Fjordforelle war ganz hervorragend und mein persönlicher Favorit an dem Smoker-Abend.

  3. Ina Apple

    Das sieht wirklich nach Erholung pur aus! Und wenn das kulinarische auch stimmt – und danach sehen deine Bilder auch ganz stark aus – dann wäre die Oberlausitz wohl auch ein super Reiseziel für mich!
    LG Ina

    1. Cornelia

      Ja, unbedingt!

  4. Isa

    Wow, ich war noch nie in der Region, sollte ich wohl dringend nachholen. Deine Bilder und auch die Erzählung hören sich wirklich toll an! Scheint, als ob man hier wirklich abspannen kann, aber es auch was zu sehen gibt.

    Vielen Dank für diesen schönen Artikel!

    Viele Grüße
    Isa

    1. Cornelia

      Hallo Isa, ja die Region ist wirklich eine Reise wert! Liebe Grüße, Cornelia

  5. Carina

    Letzes Jahr haben wir Görlitz besucht. In der Oberlausitz gibt es aber tatsächlich noch ganz viel mehr zu entdecken. Vielleicht verschlägt es uns im nächsten Jahr wieder in diese Gegend… Ein paar Tipps haben wir ja jetzt. Danke. LG Carina

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