Gans to Go – in diesem Jahr ist alles anders

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

Die Martinsgans konnten wir in diesem Jahr leider nicht im Restaurant genießen, sondern entschieden uns für eine Gans to Go – ein Erfahrungsbericht.

Mit der Martinsgans beginnt die Gänsesaison

Es ist wieder einmal soweit: die Tage werden kürzer und die Abende länger. Eigentlich genau richtig, um sich mit Freunden auf ein gemütliches Abendessen bei Kerzenschein zu treffen. Zum gemeinsamen Martinsgans-Dinner beispielsweise. Eigentlich. Aber in diesem Jahr ist alles anders. Die gesellige Runde muss wegen des aktuellen Teil-Lockdowns leider ausfallen, die Restaurants haben geschlossen.

Auf die köstliche Martinsgans möchten wir dennoch nicht verzichten, so ein Gänsefestessen gehört doch einfach zum Beginn der kalten Jahreszeit dazu. Dann eben in diesem Jahr nicht in großer Runde und nur zu Hause. Klar könnte ich den Gänsebraten in der heimischen Küche selbst zubereiten. Aber es ergibt sich dann doch noch eine andere Möglichkeit. Zufällig entdeckte ich einen Tweet des Ringhotels „Zum Stein“ in Wörlitz mit einer Offerte für Martinsgans to Go. Das klingt gut, ist nur zu weit entfernt. Aber es hat mich durchaus inspiriert – es müsste sich doch auch ein Anbieter in der Nähe finden lassen!

Die Gänsesaison beginnt alljährlich am 11. November, dem Martinstag, und dauert bis Weihnachten an. Die im Frühjahr geschlüpften jungen Gänse haben zu diesem Zeitpunkt ein gutes Gewicht erreicht und sind schlachtreif – vielleicht geht die Lage der Gänsesaison auf diesen Sachverhalt zurück. Möglicherweise wurden die Tiere früher zu eben diesem Zeitpunkt geschlachtet und verkauft, um sie nicht über den Winter füttern zu müssen und so könnten sich die Traditionen der Martinsgans und der Weihnachtsgans im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Für die Herkunft der Martinsgans-Tradition gibt es zudem mehrere unterschiedliche Erklärungen. Geht dieser Brauch auf den Heiligen Martin von Tours zurück, dessen Versteck die Gänse mit ihrem Geschnatter verraten haben sollen? Etablierte sich die Tradition aus Anlass und letztes Festessen zu Beginn der 40tägigen vorweihnachtlichen Fastenzeit, die am 11. November beginnt? Oder ist der früher übliche Termin zur Pachtzahlung an den Lehnherren der Grund und haben die Bauern am 11. November diese Pacht in Naturalien – mit der Gans – bezahlt? Egal, so ein Gänsebraten ist einfach köstlich!

Gans to Go
Gans to Go – knusprige Martinsgans mit Beilagen

Gans to Go in Magdeburg – ein Erfahrungsbericht

Die Bestellung

Wir gehen an die Recherche – und tatsächlich gibt es auch in Magdeburg mehrere Restaurants, welche Martinsgans to Go anbieten. Bei einigen muss man den Gänsebraten vor Ort abholen, andere offerieren auch eine Lieferung.

Ein kurzer Vergleich ergibt keine relevanten Preisunterschiede – bei einem Gänsebraten für 4 Personen inclusive der üblichen Beilagen liegen wir überall zwischen 90 – 100 Euro. Unsere Entscheidung für die Bestellung beim Ratskeller Magdeburg basiert letztlich also nicht auf einem Preisvergleich, sondern auf guten Erfahrungen der Vergangenheit: das Essen dort hat uns bisher immer hervorragend gemundet. Außerdem ein Pluspunkt: das Team des Ratskellers bietet auch eine Lieferung an. Super, dann müssen wir die zubereitete Gans nebst Beilagen nicht im Restaurant abholen.

Die Lieferung

Der Tisch ist schnell eingedeckt und wir müssen auch gar nicht lange warten: pünktlich klingelt es an der Tür und unser bestelltes Menü wird geliefert. Wir bezahlen direkt beim Lieferanten und nun muss ich nur noch alles auspacken und auf den Tisch bringen.

Qualität und Quantität von Gänsebraten und Beilagen

Der Gänsebraten wird – genau wie ich es bestellt hatte – im Ganzen geliefert. Auf Wunsch hätten wir die Gans auch schon fertig tranchiert geliefert bekommen. Aber mal ganz ehrlich: dieser Anblick ist es doch durchaus wert, sich selbst ein wenig mit Tranchiermesser und Geflügelschere abzumühen. Ein perfekter Gänsebraten – das Fleisch saftig und die Haut schön kross. So köstlich!

Gans to Go

Die klassischen Beilagen sind auch dabei: Rot- und Grünkohl, Rosenkohl sowie Salzkartoffeln und Kartoffelklöße. Alles ist noch gut warm.

Rosenkohl mit Schinkenspeck

Bei den Beilagen scheiden sich ja bekanntlich die Vorlieben. Bist du eher Team Grünkohl, Rotkohl oder Rosenkohl? Ich mag am liebsten Grünkohl zur Gans und bin daher in Bezug auf diese Beilage immer besonders kritisch. Diesmal entspricht die Zubereitung absolut meinem Geschmack – Grünkohl mit Zwiebeln und Speck, gut abgeschmeckt. Auch Rotkohl und Rosenkohl sind köstlich. Insgesamt sind die Beilagen sehr üppig bemessen. Insbesondere von den Kartoffelklößen bleibt mehr als die Hälfte übrig.

Kartoffelklöße

Ich bin von der Qualität begeistert. Sowohl optisch als auch geschmacklich gibt es – wie der Magdeburger so schön überschwänglich zu sagen pflegt 😉– nichts zu meckern.

Gans to Go – mein ganz persönliches Resümee

Ein wirklich köstlicher Gänsebraten ohne viel Aufwand! Ich musste nicht stundenlang in der Küche stehen, um Gans und Beilagen zuzubereiten. Nun ja, es ist nicht ganz so, als würde man eine Pizza bestellen, ein wenig Planung und Aufwand verursacht das gelieferte Menü schon. Da die Gans eine entsprechende Zubereitungszeit benötigt, muss rechtzeitig im Voraus bestellt und nach Lieferung muss das Menü zu Hause angerichtet werden. Im Vergleich zum Selber-Kochen fällt dieser Aufwand aber nicht wirklich ins Gewicht.

Einziger Wermutstropfen: das köstliche Menü verursacht bei Lieferung Verpackungsmüll, den wir anschließend natürlich ordnungsgemäß getrennt entsorgen.

Ein Martinsgans-Dinner im Restaurant wäre nach wie vor meine erste Wahl. Geht aber momentan nicht – und so ist die Gans to Go wirklich eine gute Alternative. Muss ich mir für Weihnachten merken: so ein gelieferter Gänsebraten oder Entenbraten würde da auch sehr gut passen.


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1 Kommentar
  1. Jana

    Schön, dass Ihr auf Eure Gans am Martinstag nicht verzichten musstet. In der jetzigen Zeit muss es halt irgendwie anders gehen und wenn man mit To-Go- auch noch ein Restaurant unterstützen kann, dann umso löblicher! Ich selbst esse keine Gans, seit ich als Kind bemerkt hatte, dass die Gans auf dem Teller, die aus dem Stall war, die ich gefüttert hatte! Schwerer kindlicher Schock 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

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