Sobald an den Straßen wieder diese roten Erdbeerhäuschen stehen, bekommen wir Lust auf Sommerdesserts. Das kann ein köstlicher Mango Sticky Rice sein, ein einfacher Mango-Pudding aus nur drei Zutaten, aber ganz ehrlich: Erdbeer Tiramisu toppt das doch alles!
Mit normalen Löffelbiskuits kann ich sonst nicht viel anfangen – trocken, bröselig, eher langweilig. Aber sobald sie sich mit Creme und Erdbeersaft vollgesogen haben, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus. Gerade die fruchtige Variante des italienischen Klassikers mag ich inzwischen fast lieber als das klassische Tiramisu mit Kaffee.
Praktisch ist außerdem, dass man das Dessert schon Stunden vorher vorbereiten kann. Wenn Besuch kommt, bin ich immer froh über alles, was bereits fertig im Kühlschrank wartet. Je nachdem, wer mitisst, mache ich es mit einem kleinen Schuss Likör oder eben komplett alkoholfrei.
Hier zeige ich dir einfach meine Version – ohne komplizierte Schritte, aber mit ein paar Tipps und Tricks, damit die Creme schön cremig bleibt und nichts zu weich wird.
Inhalt

Kennst du den Tag der Deutschen Erdbeere?
Ja, tatsächlich gibt es einen solchen Aktionstag – dieser findet alljählich am 24. Mai statt. Damit sollen die reifen Erdbeeren gefeiert werden, die regional produziert werden und damit keinen weiten Transportweg hinter sich haben. Und ganz ehrlich: Erdbeeren vom Erdbeerfeld um die Ecke duften und schmecken doch ganz anders, als die weitgereisten Früchte aus dem Mittelmeerraum. Deshalb freue ich mich immer, wenn es heißt: das Selbstpflückfeld ist geöffnet.
Mehr Infos rund um diese Kampagne findest du übrigens auf der Webseite von Deutsche Beeren.

Woher kommt Tiramisu eigentlich?
Tiramisu kennt heute gefühlt jeder, aber tatsächlich ist das Dessert noch gar nicht so alt. Die klassische Variante stammt vermutlich aus Norditalien, genauer gesagt aus Venetien. Oft wird dabei das Restaurant „Le Beccherie“ in Treviso genannt, in dem das Dessert in den 1960er Jahren entstanden sein soll.
Traditionell besteht Tiramisu aus Löffelbiskuits, Mascarpone, Espresso und Kakao. Häufig kommt noch etwas Amaretto oder Marsala dazu. Die in Kaffee getränkten Biskuits werden mit der Creme geschichtet und müssen danach erst einmal gut durchziehen. Genau dadurch entsteht diese weiche, cremige Konsistenz.
Der Name „Tiramisu“ bedeutet übrigens sinngemäß „zieh mich hoch“ oder „munter mich auf“. Passt eigentlich ziemlich gut, finde ich.
Inzwischen gibt es unzählige Varianten: mit Beeren, Zitrone, Schokolade oder sogar mit Eis. Im Sommer landet bei mir aber eher die Erdbeer Version auf dem Tisch.
Diese Zutaten brauchst du für Erdbeer Tiramisu
Für das Erdbeer Tiramisu brauchst du keine ausgefallenen Zutaten – und vieles davon hast du wahrscheinlich sowieso schon zuhause. Und keine Sorge: das Erdbeer Tiramisu ist wirklich ganz einfach und gelingt auch ohne lange Back-Erfahrungen.

Hier kommt die Übersicht, was du brauchst.
Löffelbiskuits
Sie bilden die Grundlage oder den Boden des Desserts und saugen die Flüssigkeit später schön auf. Wichtig ist nur, sie wirklich nur kurz einzutunken – sonst werden sie schnell zu weich und matschig.

Mascarpone
Mascarpone ist ein ziemlich reichhaltiger italienischer Frischkäse – genau das macht das Ganze so schön cremig. Geschmacklich ist Mascarpone eher neutral, deshalb passt sie gut zu Erdbeeren.
Ich habe allerdings festgestellt, dass sie schnell grisselig werden kann, wenn man zu lange rührt oder sie direkt aus dem Kühlschrank verarbeitet. Deshalb lasse ich alle Zutaten vorher meistens etwas bei Zimmertemperatur stehen.
Schlagsahne
Durch die geschlagene Sahne wirkt die Creme später lockerer und nicht ganz so schwer. Am besten klappt das Aufschlagen übrigens mit gut gekühlter Sahne.
Holunderblütensirup
Diese Zutat macht für mich eigentlich den Unterschied! Der leichte Holunderblütengeschmack passt überraschend gut zu Erdbeeren und macht das Ganze etwas frischer.
Du kannst ihn wie in diesem Rezept in die Creme geben oder auch zum Tränken der Biskuits verwenden.
Wenn du keinen Holunderblütensirup zu Hause hast, kannst du ihn durch Vanillesirup oder leicht gesüßten Zitronensaft ersetzen – aber dann fehlt ein bisschen das Besondere.
Erdbeeren
Je reifer die Erdbeeren sind, desto besser schmeckt später natürlich auch das Tiramisu. Gern hole ich mir die Erdbeeren übrigens von einem Selbstpflückfeld. Frischer geht es kaum!
Du kannst sie ganz verwenden, würfeln oder in Scheiben schichten – ganz wie du magst.
Obstler
Ein Schuss Obstbrand gibt dem Dessert den besonderen Touch – vor allem, wenn du ein „erwachsenes“ Tiramisu möchtest. Er wird zum Tränken der Biskuits verwendet und passt toll zur Fruchtigkeit der Erdbeeren.
Alternative: Für eine alkoholfreie Version kannst du stattdessen z. B. Apfelsaft oder Erdbeersaft mit etwas Zitronensaft nehmen.
Pistazien
Die Pistazien sind eigentlich nur das Extra oben drauf – aber eines, das sich lohnt. Sie bringen etwas Crunch hinein und sehen zusammen mit den Erdbeeren einfach richtig schön aus. Du kannst sie als Topping verwenden oder auch zwischendurch leicht einstreuen.
Erdbeer Tiramisu mit Holunderblütensahne
Zutaten
- 125 Gramm Mascarpone
- 50 Milliliter Holunderblütensirup
- 200 Gramm Schlagsahne
- 300 Gramm Erdbeeren
- 1 Päckchen Sahnesteif
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 16 Stück Löffelbiskuit
- 50 Milliliter Obstbrand
- 1 EL Puderzucker
zum Garnieren
- Pistazien gehackt
- Puderzucker
- Erdbeeren
Zubereitung
- Die Erdbeeren säubern und in löffelgerechte Stücke schneiden.

- Für die Holunderblütencreme den Sirup mit der Mascarpone in einer Schüssel vorsichtig vermengen. Danach die mit Sahnesteif und Vanillezucker aufgeschlagene Sahne unterheben und nochmals vorsichtig vermengen. Nach Belieben mit dem Puderzucker nachsüßen. Beachte die Hinweise im Artikel, um zu vermeiden, dass die Creme krisselig wird.
- Den Obstbrand gemeinsam mit einigen Erdbeeren pürieren –nicht zu viele Erdbeeren verwenden, es sollte noch recht flüssig bleiben. Diese Flüssigkeit nun in eine kleine flache Schale geben. Darin die Löffelbiskuits kurz eintauchen und dann als untere Schicht in einer Auflaufform verteilen.

- Nun die Hälfte der Erdbeeren auf den Löffelbiskuits verteilen und darauf wiederum die Hälfte der Holunderblütencreme gleichmäßig verteilen und glattstreichen.

- Anschließend legst du eine weitere Lage in der Obstbrand-Erdbeer-Flüssigkeit getränkter Löffelbiskuits auf die Creme, bedeckst sie mit der zweiten Hälfte der Erdbeeren und schließlich streichst du die restliche Creme als Abschluss auf das Tiramisu.
- Das Tiramisu sollte mindestens 3–4 Stunden im Kühlschrank durchziehen, am besten über Nacht. So verbinden sich die Aromen optimal.
- Vor dem Servieren mit frischen Erdbeerscheiben, Pistazien und Puderzucker garnieren – ganz wie du magst.

Variationen & Tipps: so passt du dein Erdbeer Tiramisu ganz einfach an deinen Geschmack an
Erdbeer Tiramisu gehört zu den Desserts, die man immer wieder neu abwandeln kann – genau das macht es so beliebt. Ob klassisch, alkoholfrei, vegan oder besonders schokoladig: mit ein paar kleinen Änderungen kannst du gleich ein beinahe anderes Dessert zaubern.
Alkoholfreie Variante – perfekt auch für Kinder
Du möchtest auf Alkohol verzichten? Kein Problem! Statt die Löffelbiskuits in Obstbrand oder Likör zu tränken, kannst du einfach Erdbeersaft verwenden. Besonders lecker wird’s auch, wenn du einen Spritzer Zitronensaft oder einen Schuss Vanillesirup zugibst.
Veganes Erdbeer Tiramisu
Auch vegan lässt sich Erdbeer Tiramisu problemlos zubereiten. Statt Mascarpone und Sahne verwendest du einfach veganen Frischkäse und pflanzliche Schlagcreme, zum Beispiel auf Soja- oder Haferbasis. Agar-Agar eignet sich gut als Ersatz für Sahnesteif.
Vegane Löffelbiskuits gibt es inzwischen in vielen Supermärkten. Alternativ kannst du sie natürlich auch selbst backen.
Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass alle Zutaten frei von Gelatine und Milchprodukten sind.
Mit Schokolade verfeinern
Wenn du es etwas besonderer magst, kannst du dein Erdbeer Tiramisu mit Schokolade ergänzen. Fein gehobelte Zartbitterschokolade oder weiße Schokolade passen hervorragend. Auch Schokoraspeln zwischen den einzelnen Schichten sorgen für extra Geschmack und machen optisch richtig etwas her.
Erdbeer Tiramisu im Glas servieren
Gerade bei Feiern oder Picknicks sind Erdbeer-Tiramisu im Glas ein echter Hingucker. Einfach die Zutaten in kleine Dessertgläser schichten – das sieht toll aus, lässt sich gut vorbereiten und jeder Gast bekommt seine eigene Portion.

Häufige Fragen zum Erdbeer-Tiramisu (FAQ)
Wie lange ist Erdbeer-Tiramisu haltbar?
Im Kühlschrank bleibt Erdbeer-Tiramisu etwa zwei bis drei Tage frisch. Am besten lagerst du es gut abgedeckt – zum Beispiel in einer luftdichten Dose oder mit Frischhaltefolie abgedeckt. Verwende möglichst frische Zutaten, vor allem bei der Mascarpone und den Erdbeeren.
Kann man Erdbeer-Tiramisu einfrieren?
Grundsätzlich ja – aber die Konsistenz kann sich beim Auftauen verändern. Die Creme wird etwas flüssiger, und die Löffelbiskuits können matschig werden. Wenn du es trotzdem probieren möchtest, friere es luftdicht verpackt in Einzelportionen ein und lasse es langsam im Kühlschrank auftauen.
Kann ich das Rezept ohne Ei machen?
Ja, problemlos. Viele Erdbeer Tiramisu Rezepte kommen ganz ohne rohes Ei aus – so auch dieses hier. Das macht die Zubereitung einfacher und gerade im Sommer hygienischer.
Muss Alkohol ins Tiramisu?
Nein, Alkohol ist kein Muss. Er sorgt zwar für ein besonderes Aroma, lässt sich aber ganz einfach ersetzen. Du kannst beispielsweise Fruchtsaft, Kaffee oder Sirup verwenden – ganz nach Geschmack. So wird das Dessert auch kinderfreundlich.
Welche Erdbeeren eignen sich am besten?
Am besten sind reife, aromatische Erdbeeren – idealerweise aus der Region und Saison. Sie sollten süß, aber nicht überreif sein, damit sie beim Schneiden ihre Form behalten. Wenn du keine frischen Erdbeeren bekommst, funktioniert das Rezept auch mit gut abgetropften TK-Erdbeeren.
Kann ich das Dessert auch am Vortag vorbereiten?
Unbedingt! Erdbeer-Tiramisu schmeckt sogar noch besser, wenn es über Nacht durchzieht. Die Aromen verbinden sich, und die Creme wird schön fest.
Warum wird Mascarpone krisselig – und wie lässt sich das verhindern?
Wenn du kalte Mascarpone mit warmer oder stark flüssiger Sahne oder Eiern vermischst, gerinnt die Masse leicht und wird krisselig. Auch zu schnelles oder zu langes Rühren kann zu krisseliger Mascarpone führen – Fett und Flüssigkeit trennen sich sichtbar.
So vermeidest du das Problem: alle Zutaten vor der Verarbeitung auf Zimmertemperatur bringen – besonders Mascarpone, Sahne und evtl. Eier. Die Mascarpone nur kurz und sanft rühren – am besten mit einem Schneebesen oder Löffel, nicht auf höchster Stufe mit dem Handmixer. Wenn du Sahne unterhebst: Erst schlagen, dann vorsichtig unterziehen, nicht umgekehrt.
Wie kann ich krisselige Marcarpone noch retten?
Wenn die Creme schon krisselig ist, kannst du Folgendes versuchen: Gib einen kleinen Schluck kalte Milch oder Sahne dazu und verrühre die Creme vorsichtig mit einem Schneebesen oder einem Silikonspatel – oft verbindet sich die Masse dann wieder. Vermeide, die Creme noch mehr zu „bearbeiten“. Sonst wird’s nur schlimmer. Stattdessen lieber sanft und langsam unterheben.
Wenn die Mascarpone-Creme durch Kälte „ausgeflockt“ ist (also sich Fett und Flüssigkeit getrennt haben), kann sanftes Erwärmen (nicht über 35-40°C) helfen, die Bestandteile wieder zu verbinden. Rühre langsam mit einem Schneebesen oder Silikonspatel, während sich die Creme ganz leicht über einem Wasserbad erwärmt. Wichtig: Nicht direkt in der Mikrowelle oder auf dem Herd erhitzen!
Wie gefällt dir das Rezept?
Hast du das Erdbeer Tiramisu schon ausprobiert? Vielleicht hast du sogar deine ganz eigene Variante daraus gemacht – zum Beispiel mit Himbeeren, Vanille oder ganz ohne Alkohol?
Schreib mir gern in die Kommentare, wie es dir geschmeckt hat oder wenn du Fragen hast. Ich freue mich immer über Feedback und neue Ideen. Und wenn dir das Rezept gefallen hat, teile es gern mit deinen Freunden oder Familie – du kannst dafür ganz einfach die Buttons am Ende dieses Artikels nutzen.








