Die schönsten Weihnachtsmärkte in Mitteldeutschland

Von Lichterglanz und Budenzauber

Es ist wieder Adventszeit – und damit Zeit für Weihnachtsmärkte überall in Deutschland. Die schönsten Weihnachtsmärkte haben wir in den letzten Jahren besucht und sind immer wieder fasziniert von Weihnachtsduft, Lichterglanz und Budenzauber.

So ziemlich jede Stadt hat ihren Weihnachtsmarkt und meist sind diese sehr unterschiedlich. Mal groß, mal klein, bieten sie regionale Besonderheiten und Spezialitäten und haben doch eine Gemeinsamkeit: wenn der Duft nach Glühwein, gebrannten Mandeln und Weihnachtsgebäck in der Luft liegt, dann entführen sie uns in eine kleine Auszeit von der Hektik des Alltags. Wir nehmen uns die Zeit für einen Glühwein, einen Becher Feuerzangenbowle oder einen heiße Schokolade (mit Sahne?) in geselliger Runde, bummeln gemütlich über den Markt.

Welches sind nun die schönsten Weihnachtsmärkte? Jeder sieht das wohl anders. Ich stelle Dir hier mit meinen Erfahrungsberichten und Tipps einige meiner liebsten Weihnachtsmärkte in der Region in und um Mitteldeutschland vor.

Der Magdeburger Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Magdeburg Alter Markt

Natürlich beginne ich mit dem Weihnachtsmarkt in meiner Heimatstadt. Der Magdeburger Weihnachtsmarkt bietet neben Glühwein, Weihnachtsdekoration sowie süßen und herzhaften Leckereien auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Eine Besonderheit ist die lange Dauer des Weihnachtsmarktes: Er beginnt am Montag vor dem ersten Adventswochenende und dauert bis zum 30. Dezember.

Der beliebte Weihnachtsmarkt zählt jährlich mehr als 1,5 Millionen Besucher und ist außerdem der kinderfreundlichste Weihnachtsmarkt Mitteldeutschlands. Für die Kleinen gibt es in der Nähe des Rathauses diverse Angebote: Eine Hütte, in welcher der Weihnachtsmann täglich während mehrerer Stunden anzutreffen ist, ein Bastel-Haus, eine Weihnachtsbackstube, eine Märchengasse, Karussel und eine kleine Eisenbahn. Auch eine Weihnachtskrippe ist aufgebaut und auf einer kleinen Bühne kann man an den Wochenenden Märchenaufführungen sehen.

Das Herzstück des Magdeburger Weihnachtsmarktes befindet sich auf dem historischen Alten Markt, eingerahmt von wundervoll in Lichterglanz getauchten historischen und modernen Häuserfassaden und zu Füßen des spektakulär illuminierten Alten Rathauses der Stadt. Einheitlich gestaltete Buden schaffen ein romantisches Ambiente und bieten für jeden etwas. Besonders schön finde ich die Gestaltung mit der Weihnachtspyramide und den leuchtenden Herrnhuter Sternen im Eingangsbereich des Alten Marktes. Es gibt diverse Buden, an denen weihnachtliche Erzeugnisse verkauft werden – beispielsweise Schwibbögen und Holzkunst aus dem Erzgebirge, Töpferwaren, Weihnachtsbaumschmuck vom Glasbläser.

Weihnachtsmarkt Magdeburg Alter Markt

Ein einziger Besuch auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt reicht gar nicht aus, um sich durch alle kulinarischen Spezialitäten hindurch zu probieren. Natürlich gibt es die traditionellen Leckereien wie Glühwein, Feuerzangenbowle, Rostbratwurst, Rahmbrot, Grünkohl mit Bregenwurst oder Leber im Brötchen. Daneben erfreuen sich aber auch kulinarische Neuheiten wie Pulled Pork, Flammlachs oder auch Sushi-Variationen eines großen Interesses.

Eine besondere Leckerei muss bei jedem Weihnachtsmarktbesuch in Magdeburg sein: eine Tüte Original Magdeburger Schmalzkuchen. Die richtigen müssen es sein. Innen hohl, außen mit seeeehr viel Puderzucker bestäubt, müssen sie unbedingt noch warm gegessen werden. Fantastisch lecker!

Weihnachtsmarkt Magdeburg Schmalzkuchen

Aber der Weihnachtsmarkt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch über den Bereich des Alten Marktes hinaus entwickelt und ausgebreitet. Neben dem Rathaus,  gibt es seit Jahren einen Historischen Weihnachtsmarkt, der mit traditionellen Angeboten zum Besuch einlädt. Mit Attraktionen wie Badehaus, diversen Handwerksständen wie beispielsweise Glasbläser oder Schmied, Wahrsagerin und natürlich auch kulinarischen Leckereien zieht der Historischen Weihnachtsmarkt jährlich viele Gäste an. Apropros kulinarische Leckereien: mein ganz persönliches Highlight ist ein Käsebrot von der „Schweizer Käseschmelzerey“. Auf einem Röstfladen wird ganz dick geschmolzener Käse vom Schweizer Feuer-Raclette aufgestrichen und darauf kommt dann noch ein Topping, welches man selbst auswählen kann. Versuche mal Preiselbeeren mit grünem Pfeffer – einfach lecker!

Weihnachtsmarkt Magdeburg Käseraclette

 

Weihnachtsmarkt Magdeburg Käseraclette

Den besten Blick über den Weihnachtsmarkt hat man übrigens vom Riesenrad am Otto-von-Guericke-Denkmal links neben dem Rathaus.

Wenn Du jetzt den Magdeburger Weihnachtsmarkt einmal besuchen möchtest, habe ich Dir nachfolgend einige Informationen zusammengestellt:

Öffnungszeiten:
Im Jahr 2017 ist der Weihnachtsmarkt vom 27.11. bis 30.12.2017 zu folgenden Zeiten geöffnet.

Montag bis Donnerstag: 11:00 – 22:00 Uhr
Freitag und Sonnabend: 11:00 – 23:00 Uhr
Sonntag: 11:00 – 21:00 Uhr

Ruhetage: 24. und 25.12.2017
26.12. bis 29.12.2017: 11:00 – 21:00 Uhr
30.12.17: 11:00 – 20:00 Uhr

Informationen zum Magdeburger Weihnachtsmarkt, das Programm, Anreiseinformationen und Übernachtungshinweise findest Du auf der Website des Marktes.

Der Striezelmarkt in Dresden

Den ältesten urkundlich erwähnten Weihnachtsmarkt Deutschlands finden wir in Dresden: den Striezelmarkt gibt es seit 1434. Wenn wir über die schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands reden, kommen wir natürlich nicht am Dredner Striezelmarkt vorbei.

Der Dresdner Striezelmarkt findet auf dem Altmarkt in Dresden statt. Sein Name ist von dem bekannten „Dresdner Stollen“ abgeleitet – Striezel ist die Bezeichnung im Mittelhochdeutschen für dieses weihnachtliche Hefegebäck. Natürlich gibt es auf dem Striezelmarkt auch diverse Verkaufsstände von Dresdner Bäckereien, an denen man die originalen Dresdner Stollen erwerben kann.

Die Buden auf dem Striezelmarkt sind einheitlich gestaltet, was zu einem stimmigen und stimmungsvollen Ambiente beiträgt. Es gibt viele Stände, an denen Erzgebirgische Volkskunst angeboten wird – die Schwibbögen aus Holzschnitzerei und die bekannten Räuchermännchen sind bei den Besuchern sehr begehrt. Auch die traditionellen Herrnhuter Sterne kann man an einer Bude erwerben – in vielen unterschiedlichen Varianten für den Innen- und Außenbereich.
Außerdem gibt es auf dem Markt die bekannten Pulsnitzer Lebkuchen (lecker!) und ein ganz besonderes Dresdner Souvenir: den Pflaumentoffel. Du solltest unbedingt von Deinem Marktbesuch einen solchen kleinen Glücksbringer mitbringen! Der Pflaumentoffel ist ein kleines Männchen aus Backpflaumen, das einen Schornsteinfeger mit Umhang und Leiter darstellt und seit dem 19. Jahrhundert ein typisches Souvenir vom Striezelmarkt.

Wenn es möglich ist, solltest Du den Striezelmarkt in den Abendstunden besuchen, wenn die Busse mit den Tagesbesuchern schon wieder auf der Rückfahrt sind. Dann ist es nicht mehr ganz so voll und bei Dunkelheit ist doch der Besuch auf einem Weihnachtsmarkt sowieso viel schöner und stimmungsvoller!

Natürlich gibt es in einer Stadt wie Dresden noch weitere Weihnachtsmärkte. In fußläufiger Entfernung vom Striezelmarkt aus kannst Du gleich mehrere erreichen:

  • den traditionellen Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche
  • den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Stallhof des Dresdner Schlosses
  • den romantischen Weihnachtsmarkt am Schloss
  • Advent auf dem Neumarkt

Jeder dieser Weihnachtsmärkte hat etwas Spezielles und ist auf seine eigene Art und Weise sehr schön.

Für einen Weihnachtsmarktbesuch in Dresden habe ich hier einige nützliche Informationen:

Öffnungszeiten:
Im Jahr 2017 ist der Striezelmarkt vom 29.11. bis 24.12.2017 zu folgenden Zeiten geöffnet:

Täglich  10 – 21 Uhr
Eröffnungstag (29.11.) 16 – 21 Uhr
Sternstunden (15.12.) 10 – 23 Uhr
Abschlusstag (24.12.) 10 – 14 Uhr

Informationen zum Striezelmarkt und den anderen Dresdner Weihnachtsmärkten sowie das Veranstaltungsprogramm des Marktes  findest Du auf der offiziellen Website: http://www.dresden.de/striezelmarkt

Es bietet sich an, den Besuch des Striezelmarktes gleich mit einem Kurzurlaub im vorweihnachtlichen Dresden zu verbinden. Die Stadt hat neben dem Weihnachtsmarkt noch viel mehr zu bieten. Und auch die Umgebung Dresdens ist einen Besuch wert – wie wäre es mit einem Abstecher zum Schloss Moritzburg? Dort findet von Mitte November bis Mitte/Ende Februar die Ausstellung zum Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ statt. Wenn Du dazu mehr erfahren möchtest, lies meinen Bericht  „Schloss Moritzburg und Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Der Leipziger Weihnachtsmarkt

Ebenfalls auf eine lange Tradition zurückblicken kann der Leipziger Weihnachtsmarkt. Seit dem 15. Jahrhundert wird der Markt in Leipzig durchgeführt und hat sich inzwischen zu einem der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland entwickelt. Ungefähr 300 Buden sind in der historischen Altstadt von Leipzig zu finden und harmonieren wundervoll mit den festlich geschmückten und illuminierten Gebäuden und Passagen.

Leipziger Weihnachtsmarkt Eingang

Das Herz des Leipziger Weihnachtsmarktes ist auf dem historischen Marktplatz vor dem Rathaus zu finden. Hier gibt es diverse Buden und Verkaufsstände für die traditionellen weihnachtlichen Leckereien herzhafter und süßer Art. Der Duft nach gebrannten Mandeln umhüllt uns schon beim Betreten des Marktes. Auch die Auswahl an Früchten in Schokolade ist riesig, wir kommen natürlich nicht ohne eine Kostprobe daran vorüber.

Leipziger Weihnachtsmarkt Schokofrüchte

Aber nicht nur Leckereien gibt es hier – auch Handwerkskunst von Holzschnitzereien über Töpferwaren, Herrnhuter Sterne, Weihnachtsschmuck aus Glas, Plauener Spitze und vieles mehr wird geboten. Ein Stand mit Bienenhonig aus dem Erfurter Bienenhaus ist jedes Jahr unser Ziel, hier gibt es leckeren Imkerhonig in unzähligen verschiedenen Sorten.

Leipziger Weihnachtsmarkt Herrnhuter Sterne

Neben dem historischen Marktplatz findet auch an diversen anderen Standorten ein weihnachtlicher Budenzauber statt. Auf dem Augustusplatz (das ist der Platz zwischen Gewandhaus und Opernhaus) befindet sich das beliebte finnische Weihnachtsdorf mit Weihnachtstraditionen aus Finnland und kulinarischen Köstlichkeiten wie Flammlachs. Außerdem kann man hier im Südtiroler Dorf regionale Weine und südtiroler Produkte genießen.

Auf dem Naschmarkt (das ist hinter dem historischen Rathaus und vor der Alten Handelsbörse) lädt der Historische Weihnachtsmarkt zum Besuch ein. Alles ist liebevoll in mittelalterlicher Art und Weise gestaltet, auch die Handwerkerstände von Korbmacher, Schmied und Co. passen perfekt zum Gesamtstil. Unsere kulinarischen Favoriten sind hier die Wildbratwurst und das mit Käse und Schinken gefüllte Brot (die genaue Bezeichnung habe ich leider vergessen). Natürlich müssen wir dazu einen Becher Met genießen – einfach lecker.

Neben der Nikolaikirche gibt es ebenfalls einen kleinen Weihnachtsmarkt. An einer weihnachtlichen Pyramide kann man Feuerzangenbowle & Co. genießen. Es gibt Spezialitäten aus Nougat und Marzipan, sehr viel traditionellen Weihnachtsschmuck und  Erzgebirgisches Kunsthandwerk.

Leipziger Weihnachtsmarkt Weihnachtsschmuck

Der Weihnachtsmarkt zieht sich also quasi durch die gesamte Leipziger Innenstadt. Was man daneben auf keinen Fall verpassen darf: auch die berühmten Leipziger Innenhöfe und Passagen. Sie sind wundervoll festlich geschmückt und laden ebenfalls zu einem Bummel ein. Wenn Dir also vom Bummel über den Weihnachtsmarkt die Füße kalt werden, mache doch einfach einen Abstecher in die Mädlerpassage oder Speck’s Hof.

Leipziger Weihnachtsmarkt Mädlerpassage

Du hast Lust auf das vorweihnachtliche Leipzig bekommen? Dann habe ich hier noch einige hilfreiche Informationen:

Öffnungszeiten:
Der Leipziger Weihnachtsmarkt findet in 2017 vom 28.11. bis 23.12.2017 statt und ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Sonntag bis Donnerstag: 10:00 bis 21:00 Uhr
Freitag und Samstag: 10:00 bis 22:00 Uhr

Abweichende Öffnungszeiten
28. November von 17:00 bis 21:00 Uhr
22. Dezember von 10:00 bis 21:00 Uhr
23. Dezember von 10:00 bis 20:00 Uhr

Am 23. Dezember haben nur die Stände auf dem Marktplatz geöffnet. Die anderen Marktbereiche schließen am 22. Dezember.

Mehr Informationen zum Leipziger Weihnachtsmarkt sind unter http://www.weihnachtsmarkt-leipzig.com/ zu finden.


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3 Kommentare
  1. Limalisoy

    Das sind wirklich sehr schöne Weihnachtsmärkte. Ich mag auch die Weihnachtsmärkte in Hildesheim, Hameln und am Bückeburger Schloss – auch etwas Besonderes 🙂
    Viele Grüße,
    Yvonne

    1. Cornelia

      Hallo Yvonne,
      danke für Dein Feedback. Diese drei Weihnachtsmärkte kenne ich noch nicht – aber das kann ja noch werden 😉
      Liebe Grüße, Cornelia

  2. Carry

    Bisher war ich noch auf keinem der drei Weihnachtsmärkte, was einfach daran liegt, dass ich nie in diese Gegend komme. Was aber definitiv auf meiner To-Do Liste steht ist der Striezelmarkt in Dresden 🙂 (Und der Christkindlesmarkt in Nürnberg auf dem ich noch nie war, obwohl ich in der Nähe wohne ^^“)

    Liebe Grüße
    Carry

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