Sehenswürdigkeiten in Peru – Cusco, der Nabel der Welt

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Wir verlassen Lima, am frühen Morgen fliegen wir weiter nach Cusco. In der Ketschua-Sprache bedeutet der Name „Nabel der Welt“. Die Stadt wurde so genannt auf Grund des verzweigten Wegenetzes, welches von hier aus ganz Südamerika durchzog und von Südkolumbien bis Nordargentinien reichte.

Unser Hotel in Cusco: das Belmond Monasterio

Von außen fast unscheinbar, wenn da nicht der Hotelboy im Portal stehen würde: das Hotel Monasterio. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein altes Kloster, welches die Hotelkette Belmond (ehemals Orient-Express) zu einem äußerst stilvollen Hotel umgebaut hat.

Das Monasterio ist DAS Hotel unserer Rundreise, ein absoluter Traum. Vom Fenster unseres Zimmers haben wir einen tollen Ausblick über die Dächer von Cusco.

Cusco Hotel Monasterio Eingang
Eingangsportal des Hotels Monasterio

 

Cusco Hotel Monasterio Lobby
Lobby im Hotel Monasterio

 

Cusco Hotel Monasterio Innenhof
wundervoller Innenhof im Hotel Monasterio, Cusco

 

Cusco Hotel Monasterio Restaurant
Restaurant im Hotel Monasterio, Cusco

 

Cusco Hotel Monasterio Hotelzimmer

Cusco Hotel Monasterio Ausblick
Ausblick von unserem Zimmer im Hotel Monasterio in Cusco

 

Unser Zimmer befindet sich in der oberen Etage. Als wir am Lift vorüber gehen, fällt mir ein Hinweisschild auf: „Den Lift im Falle eines Erdbebens oder Feuer nicht benutzen“ …. Wir befinden uns also in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Allerdings hat das Haus schon diverse Erdbeben unbeschadet überstanden, also hoffen wir mal das Beste!

Cusco Hotel Monasterio Schild am Aufzug

Nachmittags werden wir auf eine Besichtigungstour gehen – also versuchen wir, bis dahin so gut wie möglich zu entspannen und uns an die sauerstoffarme Luft zu gewöhnen. Die Luft ist dünn hier in der Höhe von 3.400 Metern, das Atmen fällt schwer und das Herz schlägt deutlich schneller als sonst. Wir trinken Coca-Tee, der in der Hotellobby für die Gäste bereitsteht. Er soll der Höhenkrankheit vorbeugen.

Cusco – Plaza de Armas

Den Mittelpunkt der Stadt bildet hier – wie auch schon in Lima – der Plaza de Armas. Hier befindet sich auch die Kathedrale von Cusco – innen sehr prunkvoll mit viel Gold und sehr beeindruckend.

Plaza de Armas Cusco mit Kathedrale

Auch hier wurden, wie bereits in Lima gesehen, einige Bildnisse mit bekannten christlichen Motiven an die regionalen Gegebenheiten angepasst. So verwundert es uns nicht, auch hier beim Gemälde des Letzten Abendmahls wiederum das peruanische Nationalgericht auf dem Tisch abgebildet zu sehen.

Cusco – der Tempel Coricancha und das Kloster Santo Domingo

Über den Plaza de Armas kommen wir zum Coricancha und dem Kloster Santo Domingo. Das Kloster wurde auf den Resten des Tempels Coricancha (was „Ort des Goldes“ bedeutet), gebaut. Dieser war der Inka-Zeit der wichtigste Tempel des Sonnenkults. Seine Mauern waren nach Aussagen unserer Reiseleiterin mit purem Gold und Silber verkleidet, aber leider haben die Spanier davon nur wenig gelassen. Das Edelmetall wurde von den spanischen Eroberern eingeschmolzen, der Tempel zerstört und auf seinen Fundamenten das Kloster Santo Domingo erbaut.

Cusco Kloster Santo Domingo
Innenhof des Klosters Santo Domingo

 

Bei einem Erdbeben im Jahr 1950 wurde dieses Kloster stark beschädigt und dabei ein Teil der ursprünglichen Mauern des Sonnentempels freigelegt. Diese waren erdbebensicher aus perfekt aneinandergefügten Granitblöcken gebaut , die Wände leicht schräg geneigt und Tür- und Fensteröffnungen trapezförmig. Uns beeindruckt diese Bauweise der Inkazeit, die einen guten Schutz bei Erdbeben gewährleistet.

Coricancha in Cusco
erdbebensichere Bauweise der Inka – alle Wände und Türoffnungen sind trapezförmig

 

Inzwischen kann man einige Räume des Originaltempels besichtigen und die perfekte symmetrische Bauweise bestaunen. Alle Fenster liegen auf einer Linie, wenn man sich auf den Stein in der Mitte des Raumes stellt.

Coricancha in Cusco

Unsere nächsten Stationen dieses Tages sind vier weltbekannte Inkastätten in unmittelbarer Umgebung von Cusco: Saqsaywaman, Kenko, Puca Pucara und Tambomachay.

Saqsaywaman, eine frühere Inka-Festung

Saqsaywwaman befindet sich nur ungefähr 2 Kilometer oberhalb der Stadt auf ca. 3600 Metern Höhe. Die Anlage ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Inka und der Name bedeutet in der Quechua-Sprache etwa „zufriedener Falke“

Die heilige Stätte besteht aus drei großen übereinander liegenden, in Zick Zack Form angelegten Terrassen, mit enormen Felsmauern von bis zu 300 Metern Länge.

Nur noch ca. 20% der ursprünglichen Anlage sind erhalten, aber selbst dieser Teil ist überaus beeindruckend. Die Felsmauern bestehen aus riesigen Steinen, die aus einem 20 km entfernten Steinbruch stammen. Wie mögen die Inka im 15. Jahrhundert die Steinquader an ihren jetzigen Standort transportiert haben? Der größte Stein misst ungefähr 9 m x 5 m x 4 m – ein riesiger Monolith. Die Steine sind ohne jeglichen Mörtel, fugenlos aneinander angepasst.

Saqsaywaman bei Cusco Peru

Saqsaywaman bei Cusco Peru

Saqsaywaman bei Cusco Peru

Saqsaywaman bei Cusco Peru

Saqsaywaman bei Cusco Peru

Christo Blanco, die weiße Christus-Statue von Cusco

Nicht weit von Saqsaywwaman entfernt entdecken wir eine große weiße Christus-Statue. Von hier aus hat man eine wundervolle Aussicht auf Cusco. Wir sehen unser schönes Hotel mit dem großen Baum im Innenhof und den „Plaza Mayor“ im Zentrum von Cusco.

Aber wie kommt diese Statue hierher, die aussieht wie eine kleinere Version der weltbekannten Christus-Statue von Rio de Janeiro? Wir lesen später nach und erfahren, dass die weiße 8 Meter große Statue ein Geschenk arabischer Palästinenser war, die nach dem Zweiten Weltkrieg Zuflucht in Cusco suchten.

Nachts wird die Statue angestrahlt und man kann sie von Cusco aus gut sehen. Fast scheint es, als breite sie beschützend ihre Arme über die Stadt aus.

Saqsaywaman bei Cusco Peru
die Christus-Statue von Cusco

 

Christus-Statue Cusco Ausblick auf Hotel Monasterio
Blick von der Christus-Statue auf das Hotel Monasterio mit dem großen Baum im Innenhof

 

Christus-Statue Cusco Ausblick auf Plaza de Armas
Blick von der Christus-Statue auf den Plaza de Armas

 

Kenko, der Eingang zur Unterwelt

Weiter geht es nach Kenko. Über diese geheimnisvolle Kultstätte der Inka hatte ich im Vorfeld leider nicht allzu viel gelesen und so widme ich diesem Platz sicher nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Dabei umweht ihn eine mystische Geschichte; der Ort galt nach dem Glauben der Inka als Eingang zur Unterwelt.

Zwischen riesigen Steinblöcken befindet sich eine Art Raum und Altar, in dem die verstorbenen Inka einbalsamiert und für die Reise ins Jenseits vorbereitet wurden.

Puca Pucara, die rote Festung

Puca Pucara ist eine große Festung und befindet sich ungefähr 8 km von Cusco entfernt. Das Bauwerk besteht aus rotem Granit und daher erklärt sich wohl auch der Name: Puca Pucara bedeutet „rote Festung“. Historiker glauben, dass es während der Inka-Zeit dazu diente, den Zugang zu Cusco vor den marodierenden Stämmen des Amazonas-Ostens zu schützen. Im Gegensatz zu vielen anderen Inka-Stätten ist Puca Pucara aus unregelmäßig geformten Steinen erbaut, die schlecht zusammenpassen. Das deutet darauf hin, dass der Ort von einer unmittelbar bevorstehenden Bedrohung unter Zeitdruck geschaffen wurde.

Die rote Festung ist im Vergleich zu anderen nahe gelegenen archäologischen Ausgrabungsstätten wesentlich einfacher und es gibt nicht allzu viel zu sehen. Im Allgemeinen gilt der Ort als eine der weniger wichtigen Inka-Stätten in der Region Cusco, aber es lohnt sich auf jeden Fall, in Kombination mit Tambomachay einen Blick darauf zu werfen. Genau das tun wir auch aus der Ferne und müssen uns nun auch schon beeilen: es ist kurz vor Sonnenuntergang und wir möchten bevor es dunkel wird noch Tambomachay besichtigen.

Puka Pukara im Sonnenuntergang
Puka Pukara im Sonnenuntergang

Tambomachay, ein Wasserheiligtum der Inka

Unsere letzte Station des Tages ist also  Tambomachay, ein Wasserheiligtum der Inka. Tambomachay liegt auf 3765 Metern Höhe und so langsam wird die Luft doch ziemlich dünn!

Dieser Ort, auch als Bad der Inkas bekannt, diente wahrscheinlich dem Wasserkult und als Ruheort der Inka-Herrscher. Eine große Anzahl in den Fels gehauener Wasserleitungen, Kanäle und kleine Wasserfälle verteilen das Wasser aus einer Quelle.

Peru Cusco Tambomachay

Peru Cusco Tambomachay
Tambomachay, ein Wasserheiligtum der Inka

Soroche – die Luft ist dünn hier oben

Zurück in Cusco, machen sich langsam Kopfschmerzen bei mir bemerkbar. Die Stadt liegt auf 3.416 Meter Höhe – und das merkt man dann auch. Vielleicht haben wir es auch mit den Besichtigungen am ersten Tag unseres Aufenthaltes hier übertrieben – jedenfalls habe ich Probleme, mich an die sauerstoffarme Luft hier oben zu gewöhnen. Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit – mir geht es gar nicht gut. An der Rezeption des Hotels erhalte ich fürs Erste eine Sauerstoffflasche und später wird in unser Zimmer zusätzlich Sauerstoff eingeleitet, so dass es mir am folgenden Morgen wieder besser geht.

Nützliches: Boleta Turistico, die Eintrittskarte zu den Inka-Stätten in Cusco und im Heiligen Tal

Für den Zutritt zu den Inka-Stätten in und um Cusco benötigt man ein Sammelticket: das Boleta Turistico. Dieses Ticket  ermöglicht den Eintritt zu 16 Sehenswürdigkeiten in der Stadt Cusco und in der näheren Umgebung sowie im Urubamba-Tal, dem Heiligen Tal der Inkas.

Der Preis für das Boleto Turístico del Cusco Integral – BTCL in Höhe von ca. 35 Euro ist meiner Ansicht nach angemessen im Verhältnis zur Leistung.
Das Ticket berechtigt innerhalb einer Gültigkeitsdauer von 10 Tagen zum Zutritt in folgenden Stätten:

  • Regionales Historisches Museum in Cusco
  • Museum für zeitgenössische Kunst in Cusco
  • Volkskunstmuseum in Cusco
  • Koricancha Site Museum
  • Native Art Center Cusco
  • Pachacutec-Monument Cusco
  • Sacsayhuaman
  • Kenko
  • Puka Pukara
  • Tambomachay
  • Pisac
  • Ollantaytambo
  • Chinchero
  • Moray
  • Tipon
  • Piquillacta

Man kann auch sogenannte Boletos Turísticos Parciales erwerben, die dann jeweils für einen Teil der aufgeführten Stätten gelten. Diese sind mit ca. 18 Euro ein wenig günstiger. Hierfür gibt es drei Varianten mit einer Gültigkeitsdauer von einem bzw. zwei Tagen:

Variante 1

Dieses Ticket gilt für archäologische Stätten, die sich im archäologischen Park von Sacsayhuaman befinden:

  • Sacsayhuaman
  • Kenko
  • Tambomachay
  • Puka Pukara

Variante 2

Dieses Ticket gilt für die die Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum der Stadt Cusco und beinhaltet die Eintritte zu:

  • Regionales Historisches Museum in Cusco
  • Museum für zeitgenössische Kunst in Cusco
  • Volkskunstmuseum in Cusco
  • Koricancha Site Museum
  • Native Art Center Cusco
  • Pachacutec-Monument Cusco

Variante 3

Dieses Ticket gilt für die archäologische Zentren im Heiligen Tal der Inkas. Dies sind:

  • Pisac
  • Ollantaytambo
  • Chinchero
  • Moray

Wenn man also die historischen Stätten in Cusco und auch im Heiligen Tal besuchen möchte, dann lohnt sich das Boleto Turístico del Cusco Integral – BTCL definitiv. Die Tickets kann man in der Touristeninfo an der Plaza de Armas in Cusco erwerben. Diese hat täglich geöffnet, also kann man sich auch kurzfristig entscheiden.

Alle Berichte zu den Stationen unserer Südamerika-Rundreise

Peru

Lima, die Stadt im Nebel

Cusco, der Nabel der Welt

Machu Picchu und das Heilige Tal der Inka

Argentinien

Buenos Aires (noch in Arbeit)

Iguazú Wasserfälle (noch in Arbeit)

Brasilien

Iguazú Wasserfälle (noch in Arbeit)

Rio de Janeiro (noch in Arbeit)

 

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6 Kommentare
  1. Susanne

    Oh, wie toll! Ich finde die Kultur der Inkas einfach spannend und Peru gehört für mich zu den Traumreisezielen.
    Eure Bilder beeindrucken mich total. Was für eine Landschaft, was für interessante Orte.

    Über die Höhe habe ich mir tatsächlich noch nie Gedanken gemacht. Vielleicht muss man sich daran auch erst gewöhnen und so einen tollen Trip langsam beginnen.

    Danke für den tollen Eindruck,
    Susanne

  2. Liebe Cornelia,
    Toller Bericht und was für ein Wahnsinnshotel. So schön habe ich leider nicht in Cusco übernachtet, aber ich war trotzdem glücklich. Ich habe nämlich schon als Kind von Macchu Picchu geträumt, und war einfach nur glücklich es mal zu sehen. Allerdings hat mir die dünne Luft ganz schön zu schaffen gemacht. Aber die Stadt in den Wolken entschädigt für alles.
    Vielleicht hast du mal Lust, bei mir vorbei zu schauen.

    https://bruder-auf-achse.de/peru-inkareich/

  3. Jennifer

    Wahnsinns Bilder – ganz ganz toll. Danke für den tollen Bericht. Liebst Jennifer

  4. Jasmin

    Was für schöne Eindrücke und tolle Bilder. Es wird Zeit das wir auch mal wieder vereisen.

    LG Jasmin

  5. Iris

    Hallo Cornelia,
    toller Bericht! 🙂 Plane gerade auch eine Reise nach Peru dieses Jahr (z.Zt. sammle ich noch Infos) und freue mich über jede Info.

    Die Kultur der Inka hört sich wirklich spannend an. Faszinierend, was sie alles erbaut haben. Da lohnt sich garantiert dieser Touristen-Sammelpass für die ganzen Stätten.
    Die Höhe macht mir auch etwas Sorge, aber super, wie gut das Hotel darauf vorbereitet ist!

    Liebe Grüße
    Iris von Ich Reise Immer So

  6. Laura

    So ein wunderbarer Beitrag! Die Architektur und besonders die Natur von Südamerika finde ich sehr spannend. Peru gehört zu meinen Traumreisezielen.

Ich freue mich über Feedback

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