#StayAtHome #BleibtZuhause #WirBleibenZuHause – ändert Corona unser Reiseverhalten dauerhaft?

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

#Corona / #COVID19

Im Januar war es noch weit weg: in China entwickelte sich eine neue Erkrankung, welche durch ein neuartiges Corona Virus ausgelöst wird, zu einer Epidemie. Da dachten vermutlich noch viele: das betrifft mich nicht.

Dennoch breitete sich die Erkrankung immer weiter aus, es infizieren sich immer mehr Menschen – auch außerhalb Chinas. Im März schließlich erreicht das Virus auch nahezu alle europäischen Länder und am 11.3. 2020 erklärt die Weltgesundheitsorganisation die bisherige Epidemie offiziell zu einer Pandemie. Der Name der Erkrankung – COVID-19 –  leitet sich aus der Bezeichnung des Virus‘ und dem Jahr des erstmaligen Auftretens ab (Corona virus disease 2019).

#StayAtHome / #BleibtZuhause / #WirBleibenZuHause

Was für ungewöhnliche Aufforderungen für einen Reiseblog! Und dennoch habe ich in den letzten Tagen auf meinen Social Media Kanälen wie beispielsweise Twitter oder Facebook einige Posts mit diesen Hashtags versehen. Angesichts der derzeitigen Lage sind diese temporären Einschränkungen im persönlichen und öffentlichen Leben aus meiner Sicht die einzig vernünftige Lösung. Und natürlich nicht nur aus meiner Sicht. Ich verlasse mich dabei auf renommierte Quellen wie

Um die Infektionsketten zu unterbrechen, empfehlen diese Fachleute unter anderem eben auch, die sozialen Kontakte zu minimieren.

Also schließe ich mich an dieser Stelle den Fachleuten an: #StayAtHome#BleibtZuhause #WirBleibenZuHause

Die Corona-Krise und das Reisen

Bereits seit Ende Februar zeichnet sich ab, dass Corona unseren Umgang mit dem Thema Reisen zumindest temporär verändern wird. Die Internationale Tourismusbörse – die ITB Berlin – wird nur wenige Tage vor ihrem Beginn abgesagt. Das ist für die Tourismusbranche ein herber Rückschlag. Wie drastisch es aber schon wenige Wochen später werden sollte, kann ich mir zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht ausmalen.

Inzwischen haben nahezu alle Reedereien den Kreuzfahrtbetrieb temporär eingestellt. Die Lufthansa gab gerade bekannt, nur noch 5% ihrer ursprünglich geplanten Flüge durchzuführen. Der Tourismuskonzern TUI, einer der größten Player auf dem deutschen Reisemarkt, beschließt,

„den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen“

Immer mehr Länder beschließen Einreiseverbote für Reisende aus Deutschland, in anderen Ländern müssen Einreisende aus Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. Die deutschen Inseln in Nord- und Ostsee sind für Touristen gesperrt. #StayAtHome #BleibtZuhause #WirBleibenZuHause – inzwischen  gibt es auch eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, die weltweit gilt. Ich glaube, das ist ein absolutes Novum.

Vom Overtourism auf Null – und wie geht es dann weiter?

In den Orten, die in den letzten Monaten und Jahren vom Overtourism geplagt sind, sind nun Straßen und Plätze verwaist. Schlimmer: auch die Hotels, Restaurants und Gaststätten sind leer und größtenteils im Rahmen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus‘ geschlossen. Aus Venedig wird über eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität in den Kanälen berichtet. Da kein starker Bootsverkehr mehr Sedimente aufwirbelt, kann man teilweise bis auf den Grund schauen und die Fische in den Kanälen beobachten. Schwäne sollen in der Lagunenstadt wieder zu beobachten sein. Eigentlich unglaublich, wie schnell das geht.

Kreuzfahrtschiffe sind aktuell wohl keine mehr – oder nur noch ganz vereinzelt – auf den Weltmeeren unterwegs. Auch die Flugzeuge der vielen Airlines bleiben zum großen Teil am Boden. Viele Grenzen sind geschlossen, dazu die Reisewarnung weltweit – das ist ein temporäres Aus für die von uns so geliebte Reisefreiheit. Wir alle hoffen, dass dieser Zustand bald vorübergeht. Oder machen wir alle künftig Urlaub auf Balkonien?

Ändert die Corona-Krise unser Reiseverhalten vielleicht dauerhaft? Ganz ehrlich – ich glaube es nicht. Ich vermute, dass ähnlich wie bei den zurückliegenden Krisen und Einschnitten in Bezug auf Reisen und Tourismus ein kollektives Vergessen einsetzt. So war es nach 9/11, nach der Schweinegrippe, SARS, MERS. Dann werden wir vermutlich wieder fliegen, kreuzfahren, reisen – sobald eine gefühlte Normalität eintritt und das Corona-Risiko seinen Schrecken verliert. Vielleicht auf Grund eines Impfstoffes, einer Herdenimmunität oder eines Medikaments. Bis dahin: #StayAtHome #BleibtZuhause #WirBleibenZuHause

Allerdings befürchte ich auch, je länger die aktuelle Situation andauert, um so schwieriger wird die Rückkehr zum „Vorher“. Aus welchen Gründen auch immer, ob wegen der andauernden gesundheitlichen Risiken oder wegen der wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns für die Gesellschaft oder den Einzelnen.

Auswirkungen auf Reiseblogs – wie weiter mit SilverTravellers?

Muss ich angesichts des Ausmaßes der Corona-Krise erwähnen, dass sich natürlich kaum noch jemand für die Artikel auf Reiseblogs interessiert? In einer Facebook-Gruppe diskutieren verschiedene Reiseblogger über den drastischen Rückgang der Zugriffe auf ihren Blogs. Je nach Ausrichtung des Blogs sind die Zugriffszahlen zwischen 20 – 80 Prozent gesunken. Besonders bitter für diejenigen Reiseblogger, die das Bloggen hauptberuflich betreiben. Ihnen brechen momentan die Einkünfte über Affiliates, Werbung oder Kooperationen weg – ebenso wie den Reiseanbietern, Reedereien, Hoteliers, Gastronomen, Einzelhändlern, den Künstlern und Kulturschaffenden usw. die Einnahmen fehlen.

Einige Reiseblogger gehen in ihren Beiträgen ganz gezielt auf das „Danach“ ein. So rufen Ilona und Barbara zu einer Blogparade zum Thema „Italien, ich komme wieder“ auf. Sie schreiben:

„Es geht uns darum, ein Zeichen zu setzen – für all jene, die sich sonst um diese Jahreszeit schon auf unser Kommen freuen. Zeigen wir ihnen, dass sie sich auf uns verlassen können und dass wir ihr wunderschönes Land zwar etwas später, aber umso sehnsüchtiger besuchen werden.“

Das kann ich gut nachvollziehen, musste ich doch auch meine Italien-Reise stornieren. Und eigentlich finde ich so eine Blogparade eine gute Idee.

Angesichts dieser Situation überlege ich gerade auch, ob ich auf SilverTravellers in dieser Zeit weiterhin Reisetipps und Reiseberichte veröffentlichen soll. Wie bei allen anderen, hat das Coronavirus meine Reisepläne für dieses Jahr durchkreuzt. Da war zuerst die Absage der ITB – die bereits gebuchte Airbnb-Unterkunft musste storniert werden. (Übrigens: eine Odyssee, die in der Erkenntnis ’nie wieder Airbnb‘ mündete) Ebenso entfällt die geplante Reise nach Italien – nach Sorrento sollte es gehen. Auch ein BarCamp in Wismar muss ausfallen. Wird es im Sommer so weitergehen?

Ich habe noch genug Material von vergangenen Reisen, um über Destinationen und Sehenswürdigkeiten zu berichten – allerdings wird das im Moment sehr wenig gelesen. Daher konzentriere ich mich aktuell auf den zweiten großen Themenbereich auf SilverTravellers: die Kulinarik. Während ich nun mehr Zeit zu Hause verbringe – du erinnerst dich: #StayAtHome #BleibtZuhause #WirBleibenZuHause – widme ich mich verschiedenen Rezepten, die ich schon länger einmal ausprobieren wollte. Nach und nach wirst du diese dann hier auch in der Kategorie Kulinarisches finden.

Ja, es gibt Wichtigeres. Unser aller Gesundheit nämlich. Deshalb: #StayAtHome #BleibtZuhause #WirBleibenZuHause . Und vielleicht suchen dann einige auch Zerstreuung – beim Lesen von Blogs beispielsweise. Wäre doch eine gute Ablenkung von der derzeitigen Situation – meinst du nicht auch?

Gib mir gern Feedback dazu mit einem Kommentar unter diesem Artikel hier: siehst du das ebenso und freust dich auf viele neue Rezepte und Food-Tipps? Oder sollte ich trotz Corona weiter über Reisethemen schreiben, vielleicht ebenso eine Blogparade initiieren unter dem Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“?


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5 Kommentare
  1. DieReiseEule

    Ein neues Leben ist auf dem Weg. Das muss nicht heißen, dass es schlechter ist. Es ist einfach nur anders.
    Gut aus der Krise wird hervorgehen, wer das so annimmt, wie es ist und flexibel bleibt. Jammern hilft nicht wirklich, aber ist erlaubt, um den Frust loszuwerden und dann den Blick neu schweifen zu lassen.

    Danke für deine geteilten Gedanken.
    Auch mein Reiseblog orientiert sich gerade um.
    Zum Glück lebe ich nicht davon. Da ist mein Beruf zur Zeit deutlich mehr von betroffen, da keiner weiß, wie es in Zukunft aussehen soll.

    Liebe Grüße und gute Gesundheit
    Liane

  2. Kathrin

    Liebe Cornelia,

    ich bin zwar nur eine sporadische Leserin, weil ich mich noch in einer anderen Lebensphase befinde (Anfang 40 und mit Kindern) – ich mag Deinen Blog aber sehr und schaue ab und zu gerne mal vorbei. Auch als Paar mit Kindern haben wir zumindest ab und zu mal die Möglichkeit, die Kinder ein paar Tage mit Oma und Opa verreisen zu lassen und dann andere Reisen zu unternehmen. Deine Anregungen finde ich dabei immer sehr toll!

    Du stellst die Frage, ob Reisethemen derzeit überhaupt gelesen werden. Was mich persönlich betrifft: Unbedingt! Die Coronakrise überlagert den kompletten Alltag so sehr, dass zumindest ich irgendwann durchdrehen würde, wenn ich nicht die Perspektive hätte, dass zumindest irgendwann wieder Highlights in Form von Reisen auf mich warten. Ich lese daher momentan sehr gerne Reiseberichte – vorzugsweise über besondere oder luxuriösere Reisen und plane schon mal ein bisschen für… irgendwann… Dementsprechend freue ich mich sehr über viele tolle Reiseblogs mit vielen interessanten Beiträgen!

    Und jetzt gehe ich mal wieder etwas bei Dir stöbern.
    Vielen Dank für Deinen tollen Blog!

    Deine Kathrin

    1. Cornelia

      Liebe Kathrin,
      vielen, vielen Dank für dein freundliches Feedback!
      LG, Cornelia

  3. Gudrun

    Liebe Cornelia!
    Gerade in diesen Zeiten ist Dein Reiseblog doch eine schöne Gelegenheit für die späteren Zeiten nach Corona zu planen und zu träumen. Mache bitte weiter!
    Deine kulinarischen Tipps sind doch tolle Anregungen für die Zeit zu Hause. Viele müssen im Homeoffice arbeiten und freuen sich bestimmt über neue Rezepte. Auch mein Mann und ich sind im Homeoffice und bisher war unser Speiseplan sehr abwechslungsreich.
    Also Sorge bitte weiter für viele Informationen zu Reisen und gutem Essen.
    Liebe Grüße sendet Dir Gudrun und bleibe schön gesund

  4. Connygrete

    Liebe Cornelia,

    ich bin auch nur eine sporadische Leserin bei Silver Travellers.
    Ich finde jedoch, dass gerade in diesen Zeiten die Vorfreude auf (hoffentlich) kommende aufregende Reisen sehr schön und motivierend wäre.

    Ich bin nicht so der Kochfan, jedoch reisen wir (mein Mann und ich) sehr gerne und wir hoffen, das nach Corona auch noch weiterhin machen zu können.

    Wir lieben Kreuzfahrten, Reisen nach Spanien und auch kleinere Reisen in und um Deutschland. Ich würde also gerne wieder weitere Reisereportagen/Vorschläge lesen und bin immer wieder für neue Reisetipps und Anregungen dankbar.

    In diesem Sinne bleib gesund und munter und liebe Grüsse von Cornelia (genannt Conny) an Cornelia

Ich freue mich über Feedback

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