Barcelona – ein Tag ist viel zu wenig

Unser etwas zu voll gepackter Kreuzfahrtausflug

Für heute haben wir eine ganztägige Tour durch Barcelona geplant. Wir starten nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 10 Uhr.

Park Güell

Vom Hafen aus nehmen wir zunächst ein Taxi zum Park Güell (Kosten für die Taxifahrt: 20 €). Dieser Park sollte eigentlich mal ein Wohngebiet auf dem Hausberg Barcelonas werden. Die öffentlichen Bereiche des geplanten Wohngebietes wurden von Gaudí geplant, so der Eingangsbereich, die Markthalle, der „Dorfplatz“ und einige Flanierbereiche.


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Wohnhaus im Park Güell
Wohnhaus im Park Güell

Allerdings kam das Konzept des Wohnens über der Stadt bei den Barcelonesen nicht an, die Parzellen verkauften sich nicht. Lediglich ein einziges Grundstück wurde verkauft und darauf das einzige Wohnhaus gebaut. Später wurde das Gebiet dann in einen Park umgewandelt, seit einigen Jahren ist ein Teil des Parks kostenpflichtig.
Vor dem Eingang ist eine lange Warteschlange; es darf immer nur eine bestimmte Anzahl Besucher gleichzeitig im Park sein – daher ist der Zugang begrenzt. Es empfiehlt sich, via Internet Zeitfenstertickets im Voraus zu erwerben. Wir haben solche Tickets und müssen nicht warten.

Park Güell

 

Schon im Eingangsbereich sehen wir die typischen Kachelmosaike von Gaudí. Überall bieten sich interessante Fotomotive, wir sind begeistert. Interessant ist, dass nur wenige dieser Mosaike aus neuen Kacheln gefertigt wurden. Gaudí hat überall in der Stadt zerbrochene Fliesen, Geschirr etc. einsammeln lassen und die kleinen Mosaikstücke daraus gefertigt. Quasi ein Musterbeispiel für gelungenes Recycling. Nur für den Eingangsbereich wurden wohl neue Fliesen verwendet.

Blick auf den Eingangsbereich
Blick auf den Eingangsbereich

 

Mosaic im Park Güell

 

Markthalle im Park Güell

Die große Säulenhalle, in der wir dann stehen, sollte die Markthalle des Wohngebietes werden. Riesige Säulen tragen eine ebenfalls mit Mosaiken geschmückte Decke. Auf dem „Dorfplatz“ schließlich, der sich genau über der Markthalle, auf deren Dach quasi befindet, bewundern wir die „längste Bank der Welt“. Sie umrahmt den „Dorfplatz“, windet sich verschlungen mit Nischen um ihn herum. Von hier oben kannt man einen atemberaubenden Ausblick über Barcelona genießen und natürlich ist die Bank selbst auch absolut sehenswert, über und über mit Kachelmosaiken gestaltet. Leider ist das Fotografieren schwierig, durch die vielen Besucher ist es kaum möglich, ein Stück der Bank ohne Dutzende von Menschen auf das Bild zu bekommen.

 

längste Bank der Welt im Park Güell

 

Parkanlage Park Güell

 

Sagrada Familia

Wir verweilen noch einige Zeit im Park, bewundern die fantasievoll angelegten Arkaden und Wege und anschließend machen wir uns auf den Weg zur Sagrada Familia. Dazu nehmen wir die U-Bahn. Ein 10er-Ticket kostet gerade mal 9,95€ – das sollte für uns zwei für den ganzen Tag reichen.

Auch für die Sagrada Familia muss man bei einem spontanen Besuch mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Wir haben auch hierfür Zeitfenstertickets. Der Wachmann wirft einen kurzen Blick in meine Fototasche und schon sind wir im Inneren der Kathedrale.

Uns bietet sich ein überwältigender Anblick: riesige Säulen, fantasievoll in Palmenform gearbeitet, bauen sich vor uns auf. Sie sollen tatsächlich einen Wald darstellen.

im Inneren der Sagrada Familie

 

Durch unzählige farbige Bleiglasfenster fällt das Sonnenlicht hinein und taucht den Innenbereich in unterschiedliche Farben – blau, grün, gelb, orange, rot. Ein Feuerwerk von Farben.

Lichteinfall in der Sagrada Familia

 

Lichteinfall Sagrada Familia

 

Die Sagrada Familia ist wohl Europas älteste Baustelle und immer noch nicht fertiggestellt. Der Bau wird schuldenfrei ausschließlich von den Spenden der Gläubigen bzw. den Eintrittsgeldern der Besucher finanziert. Es heißt, mit jeder Spende (wozu auch die Eintrittsgelder gerechnet werden) kauft man sich quasi einen Sündenerlass.

Siesta im Tapaslokal

Wir haben uns im Park Güell und in der Sagrada Familia recht lange aufgehalten und so ist es inzwischen schon 14 Uhr – Zeit für eine Pause. Ein Tapaslokal bietet sich dafür an; also nehmen wir Platz und bestellen diverse Tapas und Rotwein. Typisch für die Region sind wohl die Kartoffeln mit scharfer Soße und die Pimientos de Padron, spanische Bratpaprika. Dazu leckeren Schinken und das ebenfalls für die Region typische Tomatenbrot. Soooo lecker!

Tapas

 

Das Gotische Viertel

Schnell ist eine Stunde vergangen; weiter geht es in die Altstadt von Barcelona – in das Gotische Viertel. Dies ist das älteste Stadtviertel von Barcelona; hier gibt es viele prachtvolle Gebäude mit wunderschönen Fassaden sowie enge und verwinkelte Gassen mit unzähligen kleinen Geschäften. Es ist sehr schön – aber nach ungefähr zwei Stunden kann ich keine Fassaden, Paläste oder ähnliches mehr sehen …. einfach zuviel. Ich mag schon nicht mehr fotografieren. Zum Abschluss gehen wir die Rambla, die das Gotische Viertel auf der südwestlichen Seite begrenzt, entlang bis zur Kolumbussäule und fahren mit einem Taxi zurück zu unserem Schiff.

Insgesamt haben wir zu viel in diesen einen Tag Barcelona hinein gelegt – der Tag war doch recht anstrengend und es waren einfach zu viele Eindrücke. Rückblickend würden wir etwas weniger in diesen Ausflug hineinplanen und den Tag entspannter angehen.

hier endet unsere Kreuzfahrt

Am Abend müssen wir leider unsere Koffer packen. Wir verbringen noch eine Nacht an Bord der Riviera und dann ist unsere Reise auch schon wieder vorüber. Die Koffer sollen bis 22:30 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden, dann werden wir sie am nächsten Morgen nach dem Auschecken im Kreuzfahrtterminal wieder in Empfang nehmen.

Ein letztes Frühstück im Terrace Café, danach gehen wir von Bord. Im Kreuzfahrtterminal nehmen wir unsere Koffer wieder in Empfang und fahren mit einem Taxi zum Flughafen.


Informationen zum Schiff: Die Riviera von Oceania Cruises – Luxus trifft legeres Ambiente

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