Aprikosenmarmelade – einfach selbst gemacht

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich dafür beauftragt oder bezahlt wurde!

Süß und zugleich ein wenig säuerlich, aromatisch-köstlich – das sind Aprikosen. Genau dieses Aroma bringen die köstlichen Früchte auch in eine Marmelade ein und so gehört die Herstellung einer Aprikosenmarmelade – oder auch Marillenmarmelade – unbedingt alljährlich zu meinen sommerlichen ToDo’s. Selbst gemachte Marmelade schmeckt einfach besser als gekaufte – und ich weiß genau, was drin ist. Außerdem geht das Marmeladekochen auch wirklich schnell und macht nicht viel Arbeit, wenn man erst einmal eine gewisse Routine entwickelt hat.

Aprikosenmarmelade Marillenmarmelade
köstliche Aprikosenmarmelade

Was ist der Unterschied zwischen Aprikosen und Marillen?

Ein wenig verwirrend ist das: manchmal sprechen wir von Aprikosen, manchmal von Marillen. Die berühmten Österreichischen Marillenknödel werden …. ja, genau …. mit Aprikosen gefüllt. Die Lösung ist ganz einfach: hier geht es lediglich um regionale Unterschiede im Sprachgebrauch. Aprikosen werden insbesondere in Süddeutschland und in Österreich Marillen genannt. Beide Begriffe bezeichnen genau dieselben Früchte.

Ein kleiner FunFakt aus der Welt der Botanik: der Aprikosenbaum gehört botanisch gesehen zu den Rosengewächsen.

Aprikosen für Marmelade

Kernobst und Steinobst – was ist der Unterschied?

Die Aprikose ist ein Steinobst. Moment mal, reden wir nicht landläufig vom Aprikosenkern? Was ist also der Unterschied zwischen Steinobst und Kernobst?

Die Früchte des Kernobst besitzen im Inneren ein Kerngehäuse, welches aus fünf Kammern besteht. In diesen Kammern befinden sich die Samen. Kommt dir das bekannt vor und dir fallen direkt Apfel und Birne ein? Ja genau, diese beiden sind klassische Vertreter des Kernobst.

Beim Steinobst besitzt die Frucht nur einen einzigen harten und deutlich größeren Kern, der von dem Fruchtfleisch umgeben ist, Dieser Stein ist gleichzeitig der Samen für die Pflanze. Neben der Aprikose ist das beispielsweise auch bei der Kirsche und der Pflaume der Fall.

Nützliche Tipps zum Einkauf und der Lagerung von Aprikosen

Wenn man einen Aprikosenbaum im Garten hat, werden die Früchte meist alle zum gleichen Zeitpunkt reif. Dann hat man das Problem, diese schnell verarbeiten zu müssen.

Wichtig ist: Aprikosen nur wirklich reif pflücken (und natürlich auch nur wirklich reife Früchte kaufen), denn zu früh geerntete Aprikosen reifen nicht nach. Es sind empfindliche Früchte, die schnell an Frische verlieren, Druckstellen bekommen und dann verderben. Eine lange Lagerung ist also nicht sinnvoll. Insofern empfehle ich eine schnelle Verarbeitung bzw. einen zeitnahen Verzehr. Wenn eine gewisse Zeit nach Ernte oder Kauf zu überbrücken ist, dann sollten die Früchte kühl – beispielsweise im Gemüsefach des Kühlschranks – aufbewahrt werden.

Wie erkennt man aber nun, ob die so makellos und wunderschön aussehende Aprikose im Supermarkt-Regal wirklich reif ist? Das Aussehen hilft dabei erst einmal nicht weiter – die Farbe sagt nichts über den Reifegrad dieser Früchte aus. Es gibt gelbe, orangene und sogar rote Aprikosen. Letztere hatte ich neulich im Supermarkt entdeckt und probeweise gekauft – um dann gleich noch einmal am nächsten Tag ein Kilogramm für die Marmeladenherstellung nachzukaufen. Sie waren köstlich! Aber wie gesagt, die Farbe ist nicht aussagekräftig über den Reifegrad. Wichtig ist die Haut – sie sollte fest und glatt sein, auf sanften Druck leicht nachgeben (aber bitte nicht alle Früchte im Supermarkt andrücken, sie sind wie eingangs erwähnt, sehr empfindlich!!). Außerdem verströmen reife Aprikosen einen aromatischen Duft, sie riechen sehr fruchtig.

Natürlich lassen sich Aprikosen auch einfrieren. Dazu die Früchte gut säubern und vom Stein befreien. Dazu schneidest du die Aprikose nach dem Waschen einmal ringsum an der leichten Einkerbung ein und drehst die beiden Hälften in entgegengesetzter Richtung vom Kern ab. Das sollte bei einer reifen Frucht ganz leicht gehen.  Dann die Früchte in ein geeignetes Tiefkühl-Behältnis geben und einfrieren. Allerdings ist die Konsistenz nach dem Auftauen nicht mehr so, wie bei einer frischen Frucht.

Bekannt und beliebt sind auch getrocknete Aprikosen, die es ganzjährig in den Supermärkten gibt. Selbst habe ich die Früchte bisher nicht getrocknet. Solltest du damit Erfahrungen haben, dann teile diese doch gern mittels der Kommentarfunktion zu diesem Beitrag – du findest das Kommentarfeld unter diesem Blogbeitrag.

Mit oder ohne Haut – wie kommt die Frucht in die Aprikosenmarmelade?

Soll die Aprikose mit oder ohne ihre samtige Haut zu Aprikosenmarmelade / Marillenmarmelade verarbeitet werden? Diesbezüglich gehen die Meinungen auseinander. Ich persönlich verarbeite die ganze Frucht und lasse die Haut dran. Bei gekauften Früchten ist diese meist nicht sehr fest, wird beim Kochen noch weicher und durch das Pürieren wird sie ohnehin zerkleinert.

Bei selbst geernteten Früchten aus dem Garten meiner Eltern hatte ich schon einmal Früchte mit einer sehr dicken und festen Haut, diese macht sich dann nicht so gut bei der weiteren Verarbeitung.

Es ist also wie bei vielen Rezepten: es kommt ganz auf die Zutaten und die persönlichen Vorlieben an.

Aprikosenmarmelade Marillenmarmelade
Einfach köstlich: selbst gemachte Aprikosenmarmelade
Aprikosenmarmelade Marillenmarmelade
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Aprikosenmarmelade mit Gelierzucker – einfach selbst gemacht

Diese Aprikosenmarmelade kommt mit dem puren Fruchtgeschmack daher, was durch den reduzierten Zuckeranteil 2:1 noch unterstrichen wird.
Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit30 Min.
Gericht: Frühstück, Kaffeepause
Land & Region: Deutschland
Keyword: Brotaufstrich, Marmelade
Portionen: 6 Gläser à 225 Milliliter
Kalorien: 410kcal

Equipment

  • Küchenwaage
  • Pürierstab
  • großer Topf
  • Rührlöffel
  • Kelle
  • Marmeladen-Trichter
  • 6 kleine Marmeladengläser à 225 ml

Zutaten

  • 1 Kilogramm Aprikosen
  • 500 Gramm Gelierzucker 2:1

Zubereitung

  • Die Marmeladengläser vorbereiten: säubern, heiß ausspülen, alle Deckel prüfen (alles in Ordnung, keine Beschädigungen der Gummidichtung?) und bereitstellen.
  • Die Aprikosen säubern und den Stein entfernen, die Früchte grob in Stücke schneiden.
  • Aprikosen und Gelierzucker im großen Topf miteinander vermischen.
  • Alles zum Kochen bringen und 10 Minuten sprudelnd kochen lassen. Nach ca. 7 Minuten die Masse mit dem Pürierstab zerkleinern. Ganz nach Belieben kann man grob oder fein pürieren, das ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Ich lasse immer gern noch einige Fruchtstücke in der Marmelade.
  • Nach dem Pürieren eine Gelierprobe machen, dazu mit dem Rührlöffel ein wenig Marmelade auf eine Untertasse o.ä. geben und diese kurz (2-3 Minuten) in den Kühlschrank stellen. Während dessen die Marmelade im Topf weiter bei geringer Wärmezufuhr köcheln lassen.
  • Wenn der Marmeladenklecks der Gelierprobe fest wird, kann die Masse mittels Marmeladentrichter in die vorbereiteten Gläser gefüllt werden, diese werden dann direkt mit den passenden Deckeln fest verschlossen.

Weitere köstliche Marmeladen-Rezepte

Wie bereits eingangs erwähnt, koche ich gern Marmelade selbst – neben dieser Aprikosenmarmelade / Marillenmarmelade habe ich aus vielen unterschiedlichen Früchten schon einmal Marmelade hergestellt. Hier einige Beispiele:

Woraus bereitest du gern Marmelade/Konfitüre zu? Hast du dieses Rezept für Aprikosenmarmelade / Marillenmarmelade ausprobiert? Gibt mir doch bitte Feedback mittels der Kommentarfunktion unter diesem Beitrag.

Aprikosenmarmelade Marillenmarmelade
Das Beschriften der Gläser nicht vergessen!

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2 Kommentare
  1. Ann-Kathrin

    5 stars
    Aprikosenmarmelade lässt sich wirklich sehr einfach herstellen, da benötigt man wirklich nichts anderes als Früchte und Gelierzucker. Man sollte darauf achten, dass man ein wenig herbe Früchte nimmt, dann schmeckt die Marmelade aromatischer.

    1. Cornelia

      Hallo Ann-Kathrin, dem stimme ich zu – allerdings muss man halt manchmal das verarbeiten, was der Garten so hergibt. Insofern könnte man dann auch ganz einfach ein wenig Zitronensaft hinzugeben, um ein wenig die säuerliche Note zu betonen. LG Cornelia

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